Demon in Hannover

Oder eher Demonstrieren in Hannover.

Zuerstmal gab es eine kleine rechte Demo, die gegen bestimmte, namentlich genannte Journalisten ein paar Gewalttätige aufhetzen wollte. Dem braunen Pack gefiel die Berichterstattung nicht.

Und Hannover, ich kenne und liebe meine Stadt, dachte sich, MOMENT MAL – das können wir uns nicht bieten lassen. Sie haben versucht, die Rechten zu verbieten, aber die Verfassung legt da hohe Hürden an, und die Richter gaben dem Antrag der Rechten statt.

Nun, der Hannoveraner an und für sich ist ja nicht so, dass er sich sowas bieten lässt. Also zogen wir mit sehr manierlichen Plakaten los. „Omas gegen Nazis“ trugen ein paar 70- und 80jährige bei sich, „No Nazis“, „Bunt Statt Braun“. Auf meinem stand

„FÜR PRESSEFREIHEIT

Lasst Euch nicht einschüchtern

Wir stehen bei Euch“

Gekommen waren sehr viele, sehr verschiedene Leute, die sich geduldig auch exzentrischere Redner anhörten, die friedlich die Hauptverkehrsader der Südstadt abwanderten und am zentralen Kundgebungsplatz eine ewig lange Abschlusskundgebung aushielten (im kalten Wind). Ok, das war der Zeitpunkt, an dem immer mehr Leute aufgaben … Ich habe von über 80jährigen bis noch nicht mal zweijährigen alles auf den Beinen gesehen, auch drei Hunde zeigten sich, einer trug eine Protestaufschrift.

Wir hörten dann, dass beim Braunen Pack ungefähr 90 bis 110 aufgeschlagen waren.

Bei der Abschlusskundgebung sprachen Onay, der neue OB von Hannover, der Superintendent der Evangelischen Kirche in Niedersachsen und diverse Gewerkschaftsleute. Auch zwei Journalisten waren (auf die Bühne) gekommen, die sich ob der Solidarität wirklich freuten. Die Polizei hatte wenig zu tun, ein paar hitzköpfige Jugendliche waren zu den Braunen durchgebrochen, aber wurden zurück gescheucht und es gab insgesamt 4 Verhaftungen.

So gehen wir in Hannover mit (teilweise zugereisten) Rechten um (man traf sich an einem kleinen Bahnhof …)  Zivilisiert – aber bestimmt.

Nein, nicht IHR seid das Volk, WIR sind das Volk, wir sind viel mehr (über 50fache Übermacht) – und wir lassen uns von Euch lauten Dummschwätzern nicht sagen, in welchem Staat wir zu leben haben! Schleicht Euch.

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