Monatsarchiv: April 2014

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9 Fragen – 9 Antworten

1. Was erhellt deine Welt an diesem feinen Samstag? (What is brightening your world this fine Saturday?)

Meine Katzen – das machen die jeden Tag (my cats, they do it every day)

2. Wann hast du das letzte Mal so richtig herzhaft gelacht? Mit wem? (When is the last time you laughed hard? Who were you with?)

So richtig herzhaft – Ostern – allein in meinem Bett, mit einem (schon mal gelesenen) Georgette Heyer-Roman. (Really from the heart – Easter – alone in my bed, with an already read Georgette Heyer novel.)

3. Hat deine Stimmung einen Einfluss darauf, was du trägst? (Does your mood have an impact on what you wear?)

Manchmal – aber ich kann einfach nicht schwarz tragen 😛 (Sometimes – but black is so not my colour.)

4. Glaubst du an die fünf-Sekunden-Regel, wonach es in Ordnung ist, Essen, das sich nicht länger als 5 Sekunden am Boden befunden hat, noch zu essen?  Oder, nachdem es auf den Boden fiel, wandert es direkt in den Müll? (Do you believe in “the five second rule,” which states that if food has been on the floor less than five seconds it’s still OK to eat? Or, after it hits the floor, is the next stop always the garbage?)

Hängt davon ab, wie hungrig ich auf gerade dieses Essen war und ob der „Boden“ vielleicht so etwas wie die Katzentoiletten meiner Mitbewohner war. (That depends on how hungry I felt about just THIS kind of food – and if the floor it fell on was something like the litter boxes of my feline flatmates.) Ich würde es allerdings NIE anderen Leuten noch anbieten! (I’d NEVER offer that to others!)

5. Hast du vor, diese Saison noch zu einem Spiel einer Mannschaft in einem Ballsport zu gehen? (Do you plan on going to the ballpark this season?)

In Deutschland: Auf keinen Fall.

(In America: No fucking way. Ok, maybe with a certain Hollywood beau at my side – if the kiss cam was guaranteed 😉 NOOOO – just kidding.)

6. Wer hat das letzte Photo von dir geschossen, und was hast du gerade getan? (Who took the most recent photo of you? What were you doing?)

Ich muss irgendwas gemacht haben, was mich abgelenkt hat, sonst wäre das nicht passiert. (I must have done something that averted my attention – or it would’t have happened.)

7. Bist du störrisch? (Are you stubborn?)

Ich habe das erfunden. (I invented being stubborn.)

8. Lass uns dein Badezimmer besuchen, welche Farbe hat deine Zahnbürste? (Let’s visit your bathroom: What color is your toothbrush?)

Dieser Besuch geschieht auf Eure eigene Gefahr, tragt Schutzanzüge! Weiß, wie die meisten elektrischen Zahnbürsten – mit wechselnder Borstenfarbe, zur Zeit wohl blau. Oder gelb. Vielleicht auch grün oder rot. Wer merkt sich so einen Scheiß?

(This visit is your own responsibility, wear hazmat suits. White like most electric toothbrushes – with changing colour of the brushing part. I think it’s blue actually. Or yellow. Maybe green or red – who cares?)

9. Was würden wir finden, ein Seifenstück oder Flüssigseife? (Which would we find: bar soap or liquid soap?)

Flüssigseife – zu faul, ständig die Seifenschale zu säubern. Außerdem riecht die meine nach Mango – ich LIEBE Mango.

(Liquid soap – too lazy to clean the soap box all the time. Besides my soap smells Mango – and I love Mango.)

Dieser Beitrag wurde inspiriert durch die unglaubliche Mollytopia, schaut Euch Ihre Antworten hier an: http://mollytopia.com/2014/04/26/what-to-do-when-youre-a-creepy-mouth-breather/ )

(This post was inspired by the incredible Mollytopia, see her answers here: http://mollytopia.com/2014/04/26/what-to-do-when-youre-a-creepy-mouth-breather/ )

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Deutsche Ikonen – Älterwerden

Gestern saß ich mit einer langjährigen Freundin zusammen (eine der drei sein, mit denen ich am längsten übers Leben, die Liebe und den ganzen Rest lästere – eine echte Lästerschwester eben). Und wir unterhielten uns so ein wenig über das, was in Deutschland seit den 60ern schleichend mit uns passiert, über das Älterwerden.

Ihre Einstellung dazu: Sie hasst es. Sie ist beinahe gleich alt (oder jung, ist halt doch relativ). Sie will es nicht wahr haben, dass es uns alle trifft – und es fällt ihr schwer, diesen Prozess als langsam und schleichend anzusehen (nur weil man älter wird, ist man doch nicht sofort alt).

Ein Opfer des medialen Jugendwahns.

Ich bin bei den Großeltern (und ihren Geschwistern und Freunden) groß geworden. Ich kenne den Umgang mit Alterszipperlein, seit ich ein Kleinkind bin – und ich nehme es halt, weil es ist, wie es ist.

Deutschland an sich wird auch älter. Die politischen Prozesse sind zu Ritualen verkommen, von den Wahlen bis zu den Tarifverhandlungen mit ihren Warnstreiks. Die Unbekümmertheit der 70er und 80er, als man sich aus den „Kinderschuhen“ der Nachkriegszeit mit einer heftigen Pubertät in den 60ern befreit hatte, ist einer allgemeinen, durch nichts zu rechtfertigenden Zukunftsangst gewichen (verbunden mit dem Wunsch, manches möge doch sein wie früher) und ein wenig mehr als in den 70ern sehnt sich Deutschland wieder die „gute alte Zeit“ herbei, in der noch jede/r ihre/seine klare Rolle hatte, „keine Experimente“ ein Wahlkampfmotto war, das heute zur Lebenseinstellung geworden ist (ja, ich gestehe, auch ich mag nur noch kulinarische Experimente – oder manchmal musikalische, obwohl – manche Experimente bieten sich einfach nicht mehr mit einem gewissen Alter).

Deutschland hat das Alter inzwischen akzeptiert – hat sich sein Kissen auf die Fensterbank (äh, Grenze) gelegt und lästert zynisch über die Nachbarn. (Hallo liebe Schweizer, Griechen und Franzosen.) Unsere Finanzen sind uns wichtiger als in den unbekümmerten Jahren. Echte Ziele haben wir nicht mehr oder verfolgen sie höchst halbherzig (ja, ich rede von ihnen, Herr Gabriel und ihrer Wende bei der Energiewende). Wir arrangieren uns mit den Gegebenheiten.

Ist Altern an sich negativ? Wer sich vor dem Altern fürchtet, fürchtet die Veränderungen. Eigentlich ein klassisches Anzeichen von Alter. Ob meine Haut altert, ist dabei doch nicht so wichtig, wichtig ist, dass meine Einstellungen nicht veralten. Und die deutsche Gesellschaft sollte sich auch ein wenig mehr Mut gönnen.

Es bleibt beim dem alten Schnack: Älter werden ist nichts für Feiglinge!