Monatsarchiv: Januar 2021

Küchenfee Suppenkasperedition

Ich war nicht ganz sicher, WAS ich heute essen wollte, vielleicht eine Hackfleischfreie Lauch-Käse-Suppe? Eier in Senfsoße? Pasta?

Dann schaute ich in eines meiner Lieblingskochbücher, Suppen aus aller Welt von Anne Wilson. Und fand dort eine Linsensuppe, mit Kartoffeln (meine mussten weg), mit roten Linsen (die im Vorrat angefangenen mussten weg), mit Frühstücksspeck (ich hatte noch Bacon im Kühlschrank, der musste …) – und die Zwiebel, die ich gegriffen habe, war auch schon nicht mehr taufrisch (und musste …)

Also gab es Linsensuppe. Mit Tomaten aus der Dose (die mussten nicht weg, die hatte ich aber trotzdem im Vorrat). Dabei kam dann auch meine Hühnerbrühe wech .. und ein bißchen Zitronensaft wurde auch gebraucht – und da lagen noch zwei halbe Zitronen rum (wieso nur, wieso?? Ich weisetdochauchnich ..

Gewürzt mit Salz, Pfeffer, einer zerquetschten Knoblauchzehe und zwei Nelken, die Hälfte des Frühstücksspecks zum Schluss gebraten hinein, zu Anfang Linsen (gewaschen) in die Brühe, mit Zwiebeln, Knoblauch, Gewürzen, Tomatenwürfeln und der ersten Hälfte des Specks, 45 min. köcheln, dann die Kartoffelwürfel rein, nochmal zwanzig Minuten, wer dann mag, püriert, wer nicht mag, fügt einfach so den Zitronensaft dazu – eh Viola … (ja, ich weiß, wie es korrekt heißt ..)

Warme Suppe, schmackhaft, sättigend. Es ist Winter – verklagt mich doch …

Enttäuschte Küchenfee

In dem 1000 Rezepte für den Crockpot-Buch waren auch welche für Kuchen. Ich dachte mir, ausprobieren kann ich ja mal.

Nach der im Kochbuch angegebenen Zeit hab ich dann mal den Topf aus dem Heizgerät genommen – und es hat noch so stark gewackelt, dass ich wusste, der Kuchen ist noch nicht fertig. Also, noch eine halbe Stunde ergänzt, aber lieber gleich auf HIGH statt auf dem angegebenen LOW.

Nach einer weiteren halben Stunde – immer noch viel zu viel flüssiger Teig am Zahnstocher. Also – nochmal eine halbe Stunde, jetzt wieder auf LOW.

Ergebnis:

Erdnussbutterkuchen

Noch länger ging nicht, da unten schon sehr dunkel – aber oben eindeutig noch zu weich.

Nicht zufrieden ich bin …

Für alle die, die es auch probieren möchten:

113 g Butter, 1 Ei, 1 cup Zucker, 1,5 cup Mehl, 90 g Erdnussbutter, 1 TL Natron, 1 TL Vanille-Essenz, 1 cup Milch

Daraus einen Teig rühren, und entweder in der Springform backen oder in den mit Backpapier ausgelegten Crockpot-Topf füllen (LOW, 3 Stunden waren angegeben, ich würde eher 4,5 wählen, wenn man durchgehend auf Niedrig bleibt, sollte es unten nicht ganz so dunkel werden). Bei der Springform würd ich mich, was Temperatur angeht, an Marmorkuchen oder Zitronenkuchenrezepte halten, aber immer ein Auge drauf haben! Bei der Zeit muss man ausprobieren – schaut mal nach der halben Zeit für Marmorkuchen, wie es aussieht, Probe mit dem Zahnstocher …

Geschmacklich – eher süß – aber hey, es ist ein amerikanisches Rezept. Und deutlich Erdnuss-Geschmack! Alles in allem bin ich eher enttäuscht.

Ich will ja niemanden beunruhigen …

Heute im Tagesschau-Corona-Liveblog:

In Neuseeland haben die Behörden erstmals seit Monaten wieder eine Corona-Infektion verzeichnet. Betroffen sei eine 56-Jährige, die am 30. Dezember von einer Auslandsreise zurückgekehrt sei, teilt die Regierung mit. Während der zweiwöchigen Zwangsquarantäne sei die Frau zunächst zwei Mal negativ getestet worden. Doch nach der Quarantäne sei bei einem weiteren Test die südafrikanische Variante des Virus nachgewiesen worden. 15 engere Kontaktpersonen seien identifiziert und kontaktiert worden. Ihr Ehemann sei negativ getestet worden.

Dass der Virus sich über die Quarantänezeit hinaus versteckt, macht MICH schon ein wenig nervös 🥺🤧🤒😷

Und ich finde, das sollte man im Auge behalten! 🧐👀👁️

Herzwärme

https://www.theguardian.com/world/2021/jan/22/patient-dog-waits-for-days-outside-hospital

Schöne Geschichte von einem Hund, der vor einem Krankenhaus täglich darauf wartet, dass Herrchen wieder rauskommt.

Link des Tages

Hier mal ein Link zu einer Seite mit GutenNachrichten. NUR guten Nachrichten.

Ja, die anderen brauchen wir auch, aber manchmal sind die anderen eher … überwältigend. Dann ist es schön, mal eine Quelle zu haben, die auf Positives hinweist! Damit man mal wieder Licht sieht in dunklen Zeiten.

Bitte, gern geschehen.

Fernweh?

Hier ist mal ein Link, der Euch durch Fenster in den verschiedensten Ländern schauen lässt (nicht live).

https://www.window-swap.com/

Einige Fenster öffnen sich in Mumbai, oder Sochi, andere in entlegenren Plätzen. Schön und friedlich.

Buch 01 und 02 in 2021

Das erste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe, war eine Sammlung von Kurzgeschichten von einem von mir sehr geschätzten Autor: Terry Pratchett, leider schon 2015 verstorben.

A blink of the screen sammelte Science-Fiction und Fantasygeschichten. Keine davon war eine „ernste“ Geschichte, in jeder schien Humor durch, aber nicht immer gleich. Wir haben Jugendsünden (als er 13 war) gemixt mit späteren Beiträgen, die sich mit ernsteren Dingen beschäftigten als mit einem Teufel, der die Hölle vom Marketing vermarkten lässt, weil keiner mehr an die Hölle glaubt, und der dann mit einem „Die Touristen, die ich rief“ fertig werden muss, was ein wenig an die Reaktion mancher Touristenziele erinnert (Barcelona, Venedig), die wir in der Realität haben.

Alles in allem waren die Geschichten sehr unterhaltsam, manche hintersinnig, aber an seine Langwerke kamen sie nicht heran. Was Sir Terry bewusst war. Er war ein Meister der Langform. Kurzgeschichten waren für ihn harte Arbeit. Und manchmal merkt man es.

Trotzdem 5 von 5 Kokosnüssen

Terry Pratchett, A blink of the screen, 2012

Das zweite Werk war ebenfalls ein Weihnachtsgeschenk, ein nicht extra Gewünschtes. Ganz frisch und neu, und sehr aktuell, ebenfalls eine Sammlung von Kurzgeschichten von einem einzigen Autor, nur dass wir es hier mit einem neuen Autor zu tun haben:

Narratives from the lockdown, von G. G. Howells

Nach den ersten zwei Geschichten sagte ich noch „weird“ – was schwer in einem Wort in allen Farbtönen zu übersetzen ist, aber ungefähr so etwas wie „eigenartig, seltsam, merkwürdig“ bedeutet. Aber nun habe ich heute in der Nacht alle durch und muss sagen, die Stories gefallen mir. Die Stories sind in dieser Sammlung nach „Gewicht“ gestaffelt. Zuerst kam leichte Kost, so zum Einstieg, bis dann plötzlich ein Mord geschieht und später noch weitere. Es wird von einem „Saisonarbeiter“ aus Rumänien berichtet, von einem Ehepaar, bei dem der Lockdown seine ganz eigene Dynamik ausgelöst hat, von Altenheimbewohnern, Social Media und anderen Junkies … eigentlich ganz spannend zu lesen. Ja, bei der einen oder anderen Geschichte war das Ende absehbar. In einer Sammlung von 15 (+ Prolog) Stücken nehme ich das bei einer oder zwei Storys hin.

Wenn Ihr noch ein Buch zu Covid sucht, das Euch unterhält und doch nachdenklich macht – dies hier ist ein kurzer Zeitvertreib (nur 188 groß bedruckte Seiten).

5 von 5 Kokosnüssen

It’s all fun and games – until someone gets hurt

Aus den USA erreichen uns derzeit (und das ist understatement) „beunruhigende Nachrichten“.

Vier Leute starben aufgrund von Protesten gegen die Bestätigung des neuen Präsidenten – eine Frau wurde von der Polizei angeschossen und starb an ihren Verletzungen, drei weitere Menschen starben aufgrund „medizinischer Notfälle“. Es wurden zwei Bomben entschärft und Rohrbomben in einem Auto gefunden. Vierzehn Polizisten wurden verletzt, zwei schwer (wenn jemand schwer verletzt wird, heißt das, er muss ins Krankenhaus, eine einfache Schürfwunde reicht da nicht aus) – und von den beiden wurde der eine noch in die Demonstrantenmenge gezogen und weiter angegriffen!

Zustände wie in einer Bananenrepublik – die Partei hinter Trump sollte sich jetzt in Bananenrepublikaner umbenennen. Immerhin hat sich die gestern abgewählte Georgia-Senatorin, Frau Loeffler, von Trump distanziert, indem sie nun nicht mehr die Bestätigung Bidens blockierte. Von Ted Cruz aus Texas hat man das noch nicht gehört. Für mich heißt das, er heißt diese Art von Verhalten gut! Und damit macht er sich zumindest moralisch schuldig.

Einige Leute sprechen von Terrorismus – mit Bomben, bewaffneten Angriffen aufs Kapitol – ja, klar sind das Terroristen! Und was macht die Polizei? Eskortiert sie friedlich aus dem Haus. Waren ja keine Leute mit dunkler Hautfarbe.

Armes Amerika.

In Purrsuit of Flavours – Sauce-edition

My favourite sauce to make myself has been the Bechamel.

So easy to make. So few, cupboard staple ingredients. AND – so versatile.

I used it first for Lasagna, together with a tomato sauce it layered quite nicely. I have used it as the base of mustard sauce. I have added cheese instead of mustard – for a nice cheese sauce to go with my cauliflower-spinach-tomato-dish.

Here is the basic recipe:

0,5 l of milk

40 g butter

40 g flour

50 g onions, finely diced

a little thyme, half a leaf of bay, nutmeg, pepper, salt

Boil milk, let butter melt in a pan, add flour, stir till combined and slightly yellowish. Add diced onions, let them get glassy without browning, add herbs and spices, stir boiling milk in (carefully, nobody wants lumpy sauce, as Tyebe and Shoko say!) Let boil for 10 min.

Get onions out by passing the ready sauce to a sieve (or let them stay, they are edible).

For a mustard sauce add mustard – two teaspoons or a tablespoon should be enough, but try it and add to your taste.

There you have it, my most basic sauce. (Apart from tomato sauce which is mainly boiled can of tomatos, oregano and thyme, salt and pepper and a little sugar to counter the acid of the tomatos.)

Küchenfee, updated

Ja, auch im Dezember hat die Küchenfee in der Küche „gezaubert“.

Nicht nur Plätzchen wurden gebacken, es wurde auch gekocht, gerade zu Weihnachten:

Statt Kartoffelsalat mit was auch immer gab es dieses Jahr einen crockpot-Eintopf – dessen Rezept ich bereits einmal verlinkt habe. Rosenkohl-Bratwurst-Eintopf. Auch der Schwester gefiel er gut.

Am ersten Feiertag gab es dann, weil leider nicht lang haltbar, die restlichen Bratwürste mit Kartoffelbrei. Am nächsten Tag hatte ich Schweinefilet in Blätterteig mit Äpfeln im Angebot, dazu eine Kohlrabi-Apfel-Rohkost aus einem schon etwas älteren Kochbuch. Und zuletzt kochte ich mein bekanntes Hähnchenminutenschnitzel mit Pilzen und Zwiebeln in Sahnesauce. Außerdem buk ich noch herzhafte Muffins mit Thunfisch einmal zum Frühstück.

Nichts außergewöhnliches also.

Es gab allerdings keinmal Nudeln. Das könnte man eventuell als ungewöhnlich bezeichnen.

Zu Weihnachten bekam die Küchenfee ein Buch mit 1001-Rezepten für den Crockpot. Das hatte ich mir ausdrücklich gewünscht.

Ich war naturgemäß ein wenig enttäuscht, als sich herausstellte, dass jede neue Zutat im ansonsten gleich bleibenden Rezept gleich zu einem „neuen“ Rezept wurde … Und dass außerdem viel Zucker in Fleischgerichten verwendet sowie oft zu Fertigprodukten gegriffen wird. Immer, wenn ich lese Creamchickensoup, „bekomme ich Ausschlag“.

Mal eine Dose Tomatensuppe in einem Rezept zu verwenden, ist ok. Ich bin kein Purist, der alles selber machen muss. Aber ständig die gleichen Fertigsuppen oder -saucen? Kein Wunder, dass die amerikanische Küche nicht den besten Ruf hat.

Dass die Autorin, da Amerikanerin, auf das amerikanische Hohlmaß „Becher“ zurück griff, war etwas, womit ich rechnen musste. Im Wortsinne – ich habe in 240 ml Einheiten gerechnet …

Aber mittlerweile habe ich zwei Rezepte aus dem Buch ausprobiert: Chicken and mushrooms, für 4 Hähnchenbrüste und fein geschnittene, FRISCHE Pilze (ich war begeistert, kein Dosenkrams), mit einer Kondensmilch-Cheddar-Sauce. Und gewürzter Schweinebraten (seasoned pork roast) – der aber nicht gebraten war, das kann der Crockpot halt nicht. Ich hätte, wenn ich unbedingt Röstaromen wollte, das Fleisch separat anbraten müssen.

Beide Rezepte waren eher 3 als 5 Sterne. Ja, man konnte beides essen. ABER – das Hähnchen schmeckte zu sehr nach Zwiebeln (es war nur eine kleine drin!) – das nächste Mal werde ich dieses Rezept mit vorher angeschwitzten Zwiebeln machen, dann sind sie nicht so dominant. Und das Schweinefleisch … also, ICH hatte erwartet, dass es schön zart und saftig blieb, weil es ja sous vide zubereitet wurde. Leider wurde der Lendenbraten stellenweise sehr trocken! Da weiß ich nun nicht, war es die Fleischqualität – oder war es zuviel Salz in der Flüssigkeit? Hätte ich doch besser das Fleisch vorher kurz und scharf anbraten sollen, zum Porenschließen, so dass es nur noch gegart wurde, aber nicht ausgelaugt? Effektiv war es halt gekocht, aber wie gesagt, sehr trocken, stellenweise (was mich doch auf die Fleischqualität tippen lässt).

Man kann sicherlich sagen, dass von den bisherigen Versuchen beim Crockpot der Rosenkohl-Bratwurst-Eintopf der deutschen Kochbuchautorin mein Favorit ist.

Gestern habe ich aber nicht nur das Schwein im Crockpot gar ziehen lassen – ich habe in der Zeit auch einen Kuchen gebacken. Einen kleinen Kuchen, schließlich bin ich allein und ich muss das alles aufessen. Wegen Corona ist es auch nicht angesagt, die Kollegen mit zu füttern. Noch ein halbes Jahr – schätze ich …

Und heute – heute geht es wieder los mit Arbeiten gehen … Nach drei Wochen in der Küche kann ich auch mal wieder.

Für Mittwoch habe ich einen Beitrag über Eier in Senfsauce geplant. Stay tuned, wie man so schön sagt …