Monatsarchiv: Oktober 2019

Buch 23 in 2019

The Fortnight in September von RC Sherriff, aus dem Jahr 1931

Es wurde mir empfohlen auf der Literaturseite des Guardians und dort mit „was für eine süße Geschichte“ beschrieben.

Ich bin anderer Meinung:

Es kommt mir eher daher wie ein Prolog zu „Tod eines Handlungsreisenden“. Die Illusionen von eigenem, größeren Wert, die Mr Stevens hier hat, die zwei älteren Kinder auf dem Weg aus der Familie, sich in Gedanken bereits absetzend …

Ein Vater mit einem langweiligen Job ohne Aufstiegschance, eine Ehefrau, die seine Illusionen noch unterstützt, Kinder: Biff  (von TeH) und Dick (der ältere der zwei Söhne der Stevens) – beide lehnen die ihnen vom Vater zugedachte Zukunft ab.

Und die Tochter der Stevens erinnert mich an Happy Loman, den zweiten Sohn des Handlungsreisenden – war niemals erfolgreich, meist von den Eltern ignoriert, unrealistische Erwartungen.

Ja, das Ende ist anders, hier stirbt niemand, hier endet es friedlich mit der Abfahrt aus dem Urlaub.

Aber für mich sind die Stevens die Britisch-unterkühlte Version der amerikanischen Lomans.

The Fortnight in September (ebook)

RC Sherriff

1931

 

Küchenfee zaubert wieder

Gestern gab es gefüllte Zucchini. Die Zucchini war von Freunden schon vor ein paar Wochen gespendet (aber die Dinger sind haltbar!) und weil es eine der letzten war, war sie recht groß. Daher hab ich Hackfleisch gekauft und Schafskäse, eine Zwiebel halbiert, die eine Hälfte fein gewürfelt, die andere in Spalten geschnitten, das Hack, die Zwiebelwürfel, Salz, eine Hack-Gewürzmischung, die mir eine Freundin mitgebracht hat und die Hälfte des zerbröselten Schafskäses gut vermengt und in die entkernten Zucchinihälften gefüllt.

Das kam in eine Auflaufform, daneben habe ich eine große Dose Tomaten mit dem „Saft“, einen Becher (ca. 250 ml) Gemüsebrühe mit einer guten Portion gerebelten Oregano, den Rest vom Schafskäse und die Zwiebelspalten gepackt (oder gegossen) – mit der zweiten Hälfte des zerbröselten Schafskäses noch bestreut und dann ab in den nicht vorgeheizten Ofen für ca. 1 Stunde bei 200 ° C.

Veganer nehmen Tofuhack und lassen den Käse weg – aber was Ihr stattdessen zum Schmelzen bringt, weiß ich nicht. Mit Analogkäse kenn ich mich nicht so gut aus.

Vegetarier müssen auch auf Tofuhack zurück greifen.

Wahlweise ersetzt man das Hackfleisch durch eine Linsen-Pilz-Mischung oder auch nur Pilze, fein gehackt. Auch kann man gern eine Stange Sellerie dazufügen oder eine Petersilienwurzel, fein gewürfelt.

Für Pescetarier – ja, es geht natürlich auch klein gemachter Fisch. Ohne Gräten, vorzugsweise, also Obacht bei der Zubereitung!

Wenn Ihr keine Zucchini mögt – Paprikaschoten gehen auch, ich würd dann grüne nehmen, zum Schmoren sind die gut.

Zutatenliste in meiner Variante:

eine große Zucchini

500 g Bio-Hack

200 g Feta

1 Zwiebel

eine große Dose (850 ml) Tomaten

Salz, Gewürzmischung, Oregano