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Guten Morgen

Also, ließ ich die Katzen heute zueinander sagen. Kessy benahm sich gut, als ich sie in die Küche ließ. Kein Maul aufreißen, blieb still und schnupperte nur. Und Merlin? Beobachtete sie. Misstrauisch. Aber auch er fauchte nicht.

Er saß auf dem Küchentisch und schaute ihr zu, wie sie unten drunter lang ging. Fell noch leicht gesträubt, aber die Strategie sie immer wieder mit der Anwesenheit des anderen zu konfrontieren, scheint nicht falsch zu sein. Jeder hat seinen Bereich, jeder hat sein Futter. Seine eigenen Liegeplätze (ja, natürlich reinige ich den Küchentisch bevor ich da drauf Gemüse schneide).

Warum ich Merlin auf dem Tisch dulde? Er ist es so gewohnt, er ist 9 Jahre alt und die Küche ist derzeit der einzige Raum, den er hat, da muss er in die Vertikale ausweichen dürfen. Er ist das erste Katzentier, das ich bekomme, das es gewohnt ist, auch manchmal vom Essen abzubekommen. DAS ist eher mein NoGo. Man muss sich seine Kriegsschauplätze schlau wählen.

Ich weiß, nach der Katzendreckgeschichte klingt das erstmal eklig. Aber ich hab ihn ja vor dem Tischbesuch erwischt und vom Anhängsel befreit und Tisch wird halt vor dem Benutzen gründlich abgeseift.

Wenn er das Clear vom Tierarzt hat und in die Restwohnung einzieht, wird er vermutlich sowieso nicht mehr in die Küche wollen. Dann desinfiziere ich den Tisch noch mal gründlich. Derzeit muss ich halt meine vertikalen Freiflächen vor Benutzung abseifen. Umständlich, aber machbar.

What is your hill to die on?

Ich mag immer noch keine Katze auf Tisch und Arbeitsfläche. Aber bevor ich den verstörten, entwurzelten Kater hier erziehe, will ich, dass er erst mal ankommt. Er hat genug Stress. Gestern Abend lag er auf dem Tisch, meinen Arm um ihn gelegt. Ein kleines Häuflein Unglück, so kam es mir vor. Aber dann hat er ein ganz bißchen leise geschnurrt. So saßen wir eine Viertelstunde. Und gespielt hatten wir ja auch schon. Wir gewöhnen uns schon noch aneinander.

Jetzt wird gespielt

Wir haben jetzt ein paar Minuten miteinander gespielt. Und, ja, er benutzt sein Katzenklo, aber Birmakatzen haben halblanges Fell. Da bleibt mal was kleben.

Und so habe ich einen neuen Titel, in England aufgegeben, bin ich jetzt Groom of the stool. „Seine Heiligkeit“ lässt sich gut händeln.

Er bleibt verschmust mit mir und hat beschlossen, Kessy zu ignorieren, solang sie ihm nicht zu nah kommt. Es könnte schlechter sein.

The Day after

Merlin weiß wofür die Katzentoilette ist. Er trinkt Wasser und frisst sein Aufbaufutter. Er knurrt nicht mehr, wenn er Kessy begegnet, aber gefaucht wird immer noch – und es geht immer von ihm aus. Kein Wunder, der Kater ist ca. die Hälfte meiner Katze und nicht gut zurecht … und er ist hier neu – er ist natürlich total verunsichert. Sein Leben hat sich total verändert. Neue Umgebung, neue Mitbewohner, neues Futter, neue Toilette, nichts ist, wie es war. Frauchen schläft nicht im selben Raum (das Herrchen vorher tat es). Kein Balkon. Andere Aussicht aus dem Fenster. Vermutlich auch andere Uhrzeiten, zu denen alles geschieht. Der kleine Kerl muss sich total umstellen.

Dafür ist nur Fauchen nach ca. 22 Stunden hier eine sehr milde Reaktion.

Und Kessy faucht zurück, damit er hier nicht den Eindruck bekommt, er sei der große Zampano, sucht aber keine weitere Konfrontation. Es wird, ich bin mir sicher, die zwei kommen irgendwann miteinander aus. Solang ich anwesend bin, lass ich ihnen ein wenig Raum zum Kennenlernen, wenn ich ins Bett gehe oder zur Arbeit oder zum Einkaufen, also nicht aufpassen kann, was sie tun, bleibt Merlin in der Küche und die Tür zu.

Kessy ist keine Kampfkatze, sondern ein soziales Tier. Sie mauzt ihn an, wenn sie ankommt, mehr um sich anzumelden, als um Stunk zu machen. Und er läuft vor ihr weg, zieht sich in seine neue Jurte zurück und nur, wenn sie auf ca. nen halben Meter rankommt, wird noch gemeckert. Das ist ok.

Wenn die Tierärzte ihm eine Chance geben, kann er wohl hier bleiben, das mit den zweien wird. Aber sein Gesundheitszustand ist kritisch.

Das Aufeinandertreffen

Ich war noch dabei, sein Schälchen mit Thunfisch zu füllen, als mir „Seine Heiligkeit“ (Rasse Heilige Birma) entwischte. Merlin muss gezaubert haben. Schnurstracks ging es in den Flur, in dem eines der Trockenfutterschälchen steht. Und er hatte Hunger. Kessy kam aus dem Schlafzimmer und sah ihn an ihrem Schälchen.

Meinungsaustausch mit nicht nur jugendfreien Lautäußerungen. Man faucht sich auch bei Begegnung zwei und drei noch an. Aber im Rahmen des Normalen.

Knurren war nur bei den ersten beiden Treffen angesagt. Immerhin, Fortschritt. Kessy ist verwirrt. So einen Platzhirsch hatte sie vorher nicht. Merlin ist verwirrt, diese neue „Lily“ schlägt nicht nach ihm, faucht aber. Es ist erst Tag 1.

Und gegen die Abmagerung habe ich ihm erstmal Aufbaufutter gekauft.

Hier ist der Höhlenkater:

Bitte nicht stören, muss das Kissen einliegen!

Und hier ist der Berglöwe auf der Wacht an der Leine:

Top Banana

Und jetzt fülle ich nochmal den Napf nach und hoffe, er weiss wofür das Kistchen ist!

Fressnapf freut sich, dass ich ein zweites Katzentier habe. 🤣

Und ich lass ihn jetzt mal kurz zur Ruhe kommen und esse selber nen Happen.

Und pressen, pressen

Ach nee, drücken, die Däumchen, dass der sehr unterernährte Kater die Kurve kriegt.

Flöhe hat er, u. a. Dreck am Mäulchen, das auf Zahnprobleme schließen lässt und einen seiner Reisser hat er gerade am Kiefer abge“fault“ – aber Forl war ja angekündigt.

Ich mach mich jetzt auf die Suche nach Aufbaufutter. Vielleicht Thunfisch mit hartgekochtem Eigelb?

Nicht allen Leuten ist es möglich, sich immer so ums Tier zu kümmern, wie es notwendig wäre, ich mach dem Vorbesitzer keine Vorwürfe. Er hat ihn frei gegeben, damit ich ihm helfen (lassen) kann. Das ist auch ein Akt der Liebe.

Also, drückt die Daumen, dass es nicht zu spät ist. Am Bahnsteig in Hamm wirkte er munter und jetzt ist es halt alles ein wenig viel.

Auf dem Weg (der Besserung? Wir wollen es hoffen!)

Nachwuchs kommt, Termin ist Samstag

Nee, bin nicht eine zu Spätgebärende 😆

Merlin wird auch nicht vom Storch gebracht, den muss ich mir abholen. Von seinem Vorbesitzer in Münster. Er ist auch schon 9.

Merlin, ein wenig scheu

Tierarzttermin ist gemacht. Bahntickets hab ich gekauft. Und nun muss ich noch mal zu Fressnapf und einkaufen.

Warum wird er abgegeben? Kam aus zweifelhafter Zucht und mit 9 Jahren zeigen sich gewisse körperliche Einschränkungen. Vorbesitzer tut sich schwer🥺, also nehm ich ihn auf und mache meinen Tierarzt reich 😆

Hoffe, Kessy mag die Gesellschaft. Als ich ihr das Foto zeigte, hat sie den ganzen Abend geschnurrt! 😻

Bis übermorgen dann!

Katzen sind intelligenter, als wir denken

https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2021/nov/10/cats-track-their-owners-movements-research-finds

Nach diesem Artikel über eine japanische Studie mit Katzen, waren diese in der Lage, eine gewisse Erwartungshaltung über den Ort zu entwickeln, an dem sich ihr Mensch befindet.

Studie:

Katze im Raum. Besitzer und fremde Person rufen von außen. Dann wird plötzlich Stimme des Besitzers aus einem Lautsprecher an einer völlig anderen Stelle im Raum übertragen. Katze verwirrt. Weil sie erwartet hat, dass Besitzer draußen ist. Setzt ein gewisses Maß an logischem Denken voraus.

Dass Katzen verwirrt sind, kann man übrigens sehr deutlich sehen – Katzen haben eine deutliche Körpersprache.

Die Wissenschaftler erklären aber selber, dass dieses „ich nehme etwa wahr und folgere daraus, dass etwas anderes dann passiert“ durchaus normales Verhalten von Katzen darstellt. Wenn sie das Rascheln einer Maus hören, müssen sie, um diese zu erlegen, ja auch eine Vorstellung darüber entwickeln, wo die Maus sich hinbewegt.

Ich bin mehr erstaunt darüber, dass die Wissenschaftler dachten, dass die Katze sich rein auf ihre Augen verlässt. Dazu sind Katzen zu gute Jäger.

Küchenfee freestyle

Aus meinem Lieblingsbackbuch für Muffins habe ich – so zum Anhalt – das Alles Geht-Rezept benutzt, um folgende Muffins herzustellen:

Haselnuss-Mango-Muffins mit Schokoladenraspeln

Man nehme:

160 g Mehl

100 g gemahlene Haselnüsse

1 Prise Nelken (gemahlen)

2 TL (gestrichen) Backpulver

1/2 TL (auch gestrichen) Natron

60 g Raspelschokolade

1 Ei

140 g Zucker

80 ml Öl (ich nehme immer Öl, weil ich so ungern Butter schaumig rühre)

280 ml Milch

und eine abgetropfte Dose Mangos (abgetropft ca. 250 g)

Zuerst heizt man den Ofen auf 180 Grad vor und fettet ein Muffinblech (Normalgröße, Snackgröße hat man die dreifache Menge!, oder die 6er Variante, die passt auch)

Als nächstes verrührt man die Zutaten von Mehl bis Raspelschokolade. Das stellt man dann beiseite.

Dann verrührt man das verquirlte Ei mit dem Zucker, fügt Öl und Milch dazu, rührt schnell und nur solange bis alles feucht ist die Mehl-Nuss-Schoko-Mischung drunter und dann noch die klein gewürfelten Mangos unterheben.

Das wird ins Blech gefüllt und in den Ofen gestellt, Umluft 160 ° C für 20 bis 25 Minuten

Ich sag Euch auch später, wie es mir geschmeckt hat (ich hab sie gerade im Ofen).

Dann werde ich auch noch ein Bild produzieren.

Buch gelesen

Völlig vergessen, welche Nummer es denn nun ist:

Habe mal wieder ein richtiges und nicht eines auf der Kindle App gelesen, Nalas Welt. War Mittwoch Morgen Lotto spielen (u.a.) und im Lottobereich des Supermarkts gibt es auch Bücher. Nalas Welt hätte ich mir normalerweise nicht gekauft. Aber …

Der Typ mit Nala, der Katze, ist ein Schotte, der mit seinem Fahrrad um die Welt will. Und dabei Nala, das Kätzchen aufgelesen hat. Irgendwo an einer gottverlassenen Straße. Und ich bin den zweien begegnet – nur auf Youtube, nicht im echten Leben. Die kurzen Videos sind sehr nett. Und so hab ich mir das Buch geholt.

Gestern nun war ich dienstunfähig daheim. Und weil ein leichtes Buch auf Deutsch nicht so viel Konzentration erfordert wie Urkunden in kyrillischer oder Georgischer Schrift (schon mal Georgische Schrift gesehen? Sehr hübsch, sehr rund – und nicht im Entferntesten an lateinische Schrift erinnernd) oder Eintragungen in eine Datenbank, griff ich zu „Nalas Welt“. Der junge Mann war nun gut beraten worden, er hatte nicht selber geschrieben! Er hat seine Erlebnisse von einem Autoren in eine gut lesbare Form bringen lassen. (Was leider zu einigen Inkongruenzen führte, für die, die seine Videoreihe kennen, so fehlte der Trip mit Nala nach Hause, das Buch endet mit dem Lockdown in Ungarn, aber Nala und Dean waren beide daheim, als das Buch auf Englisch heraus kam und er es im Video präsentieren konnte – das kommt nicht zueinander. Ich nehme es als künstlerische Freiheit. Geschichte macht sich besser, wenn man sie etwas zurecht rückt …)

Der Vorteil des Autors ist – man kann auf diese Weise die Erlebnisse gut lesen. Wer jemals Erfahrungsberichte von Leuten gelesen hat, die eben nicht schon öfter geschrieben haben, die nicht diverse Erfahrungen im Schreiben gesammelt haben und die mit den Erfahrungen aus Schulaufsätzen daran gehen, weiß zu schätzen, dass man hier einen Profi schreiben ließ. Ich mag es, wenn Leute ihre Grenzen kennen. So wie ich wohl einen Kuchen für Kollegen, Freunde und Familie backen kann, aber nicht einen, den man beim Bäcker in die Auslage stellen würde, oder wie ich wohl noch die Batterie in meinem Auto ausbauen und wechseln konnte, aber nicht einen Scheibenwischermotor wechseln könnte – so hat eben auch Dean Nicholson erkannt, dass er für ein verkaufbares Produkt auf einen Profi zurück greifen musste. Und er hat das auch öffentlich gemacht, in den Danksagungen hat er ihn erwähnt.

Die Geschichte selber ist eine Reise voller Hindernisse, auch eine Art (spätes) Erwachsenwerden, eine Dokumentation über die Freundlichkeit von völlig fremden Leuten – und ein Zeugnis darüber, dass ganz viele Menschen Katzen einfach lieben.

Fotoseiten sind auch im Taschenbuch vorhanden, und so empfehle ich es gern weiter für alle Katzenliebhaber, alle Leute, die gerne mit dem Fahrrad reisen, alle Leute, die gerne über unkonventionelle Reisen lesen – und wenn Ihr schon dabei seid, scheut Euch die zwei doch auch auf Youtube an.

Dean Nicholson hat die Einkünfte aus dem Verkauf seiner Nala-Kalender gespendet – ob die Einkünfte aus dem Buch auch an gute Zwecke gehen, weiß ich nicht. Schließlich kostet so eine Reise Geld, Tierarztkosten (Nala braucht für jeden Grenzübertritt ein Gesundheitszeugnis), gelegentliche Unterkünfte, Lebenshaltungskosten (und Dean ist kein Luxusmensch, der zeltet auch mal mitten im Wald und isst gerne Nudeln mit Pesto oder anderes, schnell auf einem Campingkocher zubereitetes, aber manchmal braucht auch er ein richtiges Bett und Nala braucht Katzenfutter).

Knapp unter 300 Seiten Reisebericht, Katzengeschichte, Coming of age story – und das für 12 Euro im Taschenbuch. Nalas Welt – oder Nala’s World, für den, der es im englischen Original lesen möchte.

Und jetzt: Mal wieder die Werbung

Ich stöberte ein wenig auf Amazon … ja, ich weiß … und vorgeschlagen wurde mir dabei:

Halskette Gold aus Edel-Stahl – 60-cm Glieder-Halskette – Feine Silber-Kette Glieder-Kette – Handmade Herren-Kette – Panzer-Kette – Geschenk für Ihn – Herren-Schmuck (Gold 2mm)

(Nein, ich weiß auch nicht, warum mir Herren-Schmuck vorgeschlagen wurde, vielleicht, weil ich fette Finger habe und mal bei Herren-Ringen schaute, aber nie was bestellte)

Uhm – Beschreibung: 100 % Edelstahl … GOLD? SILBER-KETTE? Alchemisten fragen nach dem Geheimnis Ihres Erfolges …