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Erfolgsstory

Das Buch ist alt, aber da ich hier sehr lobend über ein Buch spreche, möchte ich diesen Beitrag mal als „Werbung“ kennzeichnen. Obwohl das Buch beim großen Internethändler nicht mehr neu zu haben ist …

Aber gebraucht gibt es das noch, und sehr günstig!

Heute hatte unsere Dienststelle ein Fest. Für zwei Stunden am Nachmittag (der Rest ging auf eigenes Konto) trafen sich Interessierte (keiner wurde gezwungen, zu kommen), aßen gespendetes Gebäck, tranken Kaffee, spielten Bingo (in der Gruppe macht es Spaß, allerdings würde ich es auch nicht öfter als einmal im Jahr spielen wollen).

Ich habe zum Gebäckbuffet beigesteuert. Herzhafte Muffins. Also Muffins, die eben nicht süß waren, sondern mit Salz, Pfeffer und entweder mit Käse und Schinken oder mit Lachs gebacken waren. Zwiebeln waren auch jeweils drin. Ein Blech buk ich gestern, eines heute Morgen. Ansehnlich? Waren sie eher nicht so (ich bin nicht so der Fotograf, aber glaubt mir, sie sahen halt auch aus wie selbst gemacht).

Rezepte kann ich nicht bringen, Copyright liegt bei GU, aus deren Buch „Noch mehr Muffins!“ von 1999. Mein Standard Muffin-Buch, da es auch leicht anpassbare Grundrezepte vorweist, die es einem erlauben, das zu verwenden, was man da hat. Also, Eier sollte man im Haus haben, Mehl, Milch und neutrales Öl auch (also, Raps- oder Sonnenblumenöl, auch Distelöl geht). Und natürlich Salz und Pfeffer. Und dann halt entweder was Gemüsiges, was Zwiebliges (Schnittlauch, Lauch, Frühlingszwiebeln, Zwiebeln, Schalotten … da seid Ihr frei), was Fleischiges oder Fischiges

Skandinavische Lachs-Muffins und Schweizer Käse-Muffins

Ich habe die Rezepte leicht abgewandelt, beim Lachs ließ ich den Dill weg, weil viele Leute gar keinen Dill mögen (was ich nicht verstehen, aber respektieren kann). Und statt Staudensellerie verwendete ich einen Teil der Pastinake, die ich noch hatte. Außerdem tausche ich Buttermilch eigentlich fast immer gegen meine Bio H-Milch mit 1,5 % Fett aus. Weil ich keine Buttermilch mag und hier 200 g, dort 350 g nun mal 550 g ergeben – und schwupp ist ganz viel Buttermilch übrig ..

Beim Schweizer Käse-Muffin habe ich statt gekochten Schinken die fertigen Schinkenwürfel (leicht geräuchert) genommen. Außerdem hab ich ganz vergessen, noch 50 g Käse auf den Muffins zu verteilen (es waren schon 125 g Käse drin, also OHNE Käse war das jetzt nicht). Und dann hab ich noch, Frevel, fertig geriebenen Käse aus Holland verwendet anstatt Schweizer …

Und wie war das Ergebnis? Ich glaube, nur EIN Kuchen war schneller weg als meine Muffins. Das waren aber auch keine 24 Stück.

Vier Kolleginnen fragten mich dann nach dem Rezept. Eine davon backt nicht gern, aber ihr Mann hat bald Geburtstag und es kommen Freunde am Abend auf ein Bierchen …

Eine andere Kollegin sagte, sie hätte leider nur vom Lachsmuffin abbekommen, der hätte ihr aber sehr geschmeckt. Sie sei ja auch nicht so eine Süße (Halloo? – wir reden hier vom Essen!)

Also, wenn Ihr das nächste Mal für’s Büro noch etwas zum Mitnehmen sucht – macht doch mal was Anderes, ohne Zucker. Einen Kuchen oder süße Muffins kann man ja auch dazu backen, wenn es denn sein muss.

Ich finde die Dinger in der Minimuffin-Backform gebacken auch prima als Snacks zum Fernsehen. Die übliche Größe eignet sich hervorragend für ein sommerliches Picknick, das ist schon ausprobiert worden – jetzt im Sommer, beim Kleinen Fest. Und sie schmecken auch zum Frühstück sehr lecker. Das war Weihnachten vor einem Jahr …

Mal was anderes, es muss nicht immer Zucker sein. Und die Kollegen, an die wieder keiner denkt, die es nicht so süß mögen, waren auch zufrieden. Eine Erfolgsstory. Danke GU.

 

 

 

Neuer OB

Natürlich kommt auch inhannover nicht am neuen OB vorbei.

Jetzt wird also das Rathaus in Grün geführt. Ich denke, was die Hannoveraner damit zum Ausdruck brachten, ist nicht, wie im NDR-Kommentar, ein Wunsch nach Wechsel, sondern ein Wunsch, politisch ähnlich zu bleiben. Die Grünen sind seit ein paar Jahren schon die moderne Variante der SPD. Keine rückwärts gewandte, an bestimmte politische Floskeln gekettete Klassenkämpfer, wie das die Linke wäre, die immer noch ihrer sozialistischen Gesellschaft hinterher heult. Keine auf Arbeitertraditionen gegründete, traditionelle (und damit auch mittlerweile recht konservative) Partei, die in der modernen Servicegesellschaft nicht angekommen ist, und natürlich auch nicht die Partei, die Gewinn über alles stellt (wer bei allem nur auf den Preis guckt, kennt den Wert von nichts) und für Menschliches kein Geld übrig hat, die FDP.

Erstaunlicherweise hat der CDU-Kandidat nur sehr knapp verloren.

Herr Scholz ist selber nicht CDU-Mitglied, kann sich daher parteilos nennen, ohne wirklich parteilos zu sein, sonst wäre er nicht für die CDU angetreten. Er hat sehr, sehr achtbare 47,1 Prozent geholt. In einer Stadt, die seit 73 Jahren von Parteien des linken Spektrums regiert wird, ist das ein wirklich gutes Ergebnis!

Aber letztendlich wollten die Mehrheit der Stadtbewohner dann doch lieber einen OB, der wieder für soziale, nachhaltige Politik steht, bei der Geld nicht nur zum Sparen da ist, sondern wo es auch mal sinnvoll ausgegeben werden darf. Und so wählte Hannover mit 52,9 Prozent einen grünen OB, mit einer Rot-gelb-grünen Koalition im Rat. Die grünen Positionen, das sollte den Mehrheitsbeschaffern der FDP klar sein, sind von den Hannoveranern durchaus gewünscht.

Wenn wir uns mal angucken, in welchen Stadtteilenn Onay seine Mehrheiten hat:

Calenberger Neustadt, noch sehr Innenstadt-nah.

Döhren, Hainholz, Herrenhausen. Dabei überrascht mich Hainholz. Kleefeld, auch ein Überraschungskandidat. Erwartet hab ich die Ergebnisse von Limmer und den drei Lindener Wahlbezirken – weit in den 70ern, zweimal sogar über 80 Prozent. List, die schon immer eine Grünen-Hochburg waren. Mitte. Erwartungsgemäß Nordstadt mit der hohen Studentendichte. Oststadt. Knapp in Ricklingen gewonnen, überraschend. Südstadt, erwartungsgemäß. Vahrenwald, hohe Dichte von Deutschen, die mal in der Sovietunion geboren wurden – daher hat mich das mit den Grünen und 58% überrascht, die tendieren normalerweise zum anderen Spektrum. Aber es gibt in Vahrenwald auch viele Mitbürger, die daheim türkisch sprechen … das kann ein Grund gewesen sein.

Diese hohe Dichte von Leuten, die ihre erste Sprache als Türkisch angeben würden, würde man sie denn fragen, gibt es auch in Vahrenheide, aber dort ist eindeutig Scholz bevorzugt worden.

Die ganz reichen Stadtteile, Isernhagen und Zooviertel – haben sich verhalten, wie ich es erwartet habe – und überwiegend Herrn Scholz ihre Stimme gegeben. Die ganz armen Stadtteile (Vahrenheide, Mühlenberg) – ebenfalls.

Die Stadtteile, die weder superreich, noch superarm sind, schwankten.

Ebenso, wenn man mal auf Ausländeranteile guckt, auch wenn Herr Onay natürlich deutscher Staatsbürger ist, hat er doch türkische Wurzeln, daher sei mir das erlaubt, mal zu schauen, ob die hier lebenden türkischstämmigen Migranten, denen das genauso geht, deutscher Pass, türkischer Name, „ihren Mann“ gewählt haben. Nicht in jedem Fall, aber schon.

Auch in der Nordstadt z.B. wohnen viele Familien, deren Namen ich erst im dritten Versuch richtig ausspreche. Der Trend in dieser Bevölkerungsgruppe schien zu sein, Onay die Stimme zu geben.

Was eben dazu führt, dass zusammen mit den Studenten über drei Viertel der Wähler dort für den Grünen Politiker ihre Stimme abgegeben haben. Aber die Nordstadt hat auch immer eher links als rechts gewählt, weil es auch ein altes Arbeiterviertel in Hannover war, nicht nur, weil dort jetzt Studenten und Migranten wohnen.

Und mein Stadtteil? Die Südstadt hat grün gewählt, nicht so überwältigend wie Linden, nicht so überwältigend wie die Nordstadt. Wir sind hier ein Viertel mit vielen Familien, wenig Parkplätzen, da wird man ganz automatisch ein Freund des Öffentlichen Personennahverkehrs. Und wir haben unseren Anteil an Bioläden (wünschen uns also mehr Rücksicht auf die Natur), Probleme mit steigenden Mieten (wünschen uns daher eine Entlastung auf dem Markt, Neubau ist aber bei der eher dicht bebauten Südstadt nicht wirklich möglich), Abgasprobleme (Sallstraße, Marienstraße, Hildesheimer Straße) … und der neue OB verspricht Hoffnung, dass zumindest ein Teil der Probleme sich bessert. Ein Herr Scholz hätte vermutlich unsere grüne Lebensader, die Eilenriede, stärker bewirtschaftet und damit unser nahes Naherholungsgebiet weniger attraktiv gemacht, weitere Verdichtungsbauten befürwortet, auf denen dann aber nur hochpreisige Wohnungen entstehen, die sich ein Normalverdiener mit Familie nicht mehr leisten kann und wer weiß was für Zuschüsse für Kultur und Bildung gekürzt.

Man sieht an den englischen Tories, wohin Konservative Politik führt: Zu einem unerwünschten Egoismus, zu einem Verkauf von Tafelsilber, zu einem Abbau an Infrastruktur (Schließung von Bädern und Büchereien, Reduzierung des Nahverkehrangebots), zu einem gefährlichen Glauben daran, dass es „der Markt“ schon richten wird. Der Markt funktioniert bei vielem gut. Aber es gibt Sachen, die ich nicht dem Markt überlassen möchte: Öffentliche Einrichtungen wie Büchereien, das Gesundheitswesen, grundlegende Freizeitangebote wie Grünanlagen und Sportanlagen, und eben auch den ÖPNV … Wenn da nur der Preis zählt, aber nicht der Wert, wie das in England bei den Konservativen der Fall ist, dann zerfällt eine Gesellschaft.

Wie man auf der Insel sehr gut sehen kann.

Und Hannover hat mit seiner OB-Wahl gezeigt, dass es in diese Richtung nicht gehen will. Danke Hannover, ich lebe wirklich gerne hier.

Schöner Samstag

Heute musste ich mich auf den Paketboten einstellen, weil sich mein neuer Compi einstellen wollte … also hieß es, früh bereits präsentabel zu sein, damit der Mann nicht gleich bei meinem Anblick rückwärts die Treppe runter fällt und mein neuer Compi kaputt geht ..

Da ich nun wach sein musste, musste ich mich auch beschäftigen, Wäsche waschen, Abwasch, Bett machen, Kekse backen, Omelett machen, einkaufen – ja, ihr habt das richtig gelesen: Kekse backen.

Zu früh für Weihnachten? Hahahahaha – die halten doch eh nicht bis Weihnachten!

Schon gar nicht, wenn ich sie in alte, ausgewaschene Marmeladengläser fülle und an meine Freunde verschenke. Die sich sehr drüber gefreut haben. Probiert das mal aus: Backt selbst mal ein Blech Kekse außerhalb der Weihnachtssaison und verschenkt das an liebe Menschen. Ihr werdet erstaunt sein, wie sich auch Erwachsene noch über selbst gebackene Kekse freuen können.

Natürlich kann man die alten Marmeladengläser auch dekorieren. Ich empfehle dabei, AUßEN dekorieren. Und Marmeladengläser zu nehmen, die sich nach oben nicht verjüngen … dann ist es leichter, die Kekse auch wieder raus zu bekommen.

Ansonsten haben wir heute einfach mal ein Käsefondue ohne vorheriges Plätzchen backen gestartet, ähnlich wie Welsh Rarebits, nur dass wir den Toast eingetunkt haben wie bei einem Schweizer Fondue, anstatt den Toast zu überbacken.

Ein schöner, erfolgreicher Samstag. Und ich geh jetzt, die restlichen Schokoberge in die Dose packen.

 

Update

Hi, ich hab mich ja nun länger schon nicht gemeldet, daher ein kleines Update:

Ich habe Prime (Amazon Prime) behalten nach dem Probemonat. Zum einen kann ich dort kostenlose e-books leihen (auf meinem Kindle-Account sind zwei drauf, eines davon angefangen, ein Fantasyschmöker, ein drittes hab ich nach einem guten Viertel zurück gegeben – weil sogar mir Romanzen-Leser die Klischees zu heftig waren) und zum anderen kann ich mir so eine Menge nicht mit Werbung unterbrochener Filme ansehen. Filme, die ich mir vermutlich nie im Kino angesehen hätte, die ich aber im Fernsehen zu anstrengend fand, weil da gefühlt alle 15 Minuten Werbung kam (zuerst nur nach ner halben Stunde, gegen Ende dann alle 10 Minuten, die letzte Werbeunterbrechung drei Minuten vor Ende des Films – so kann man Zuschauer auch vergraulen).

Außerdem hab ich mir bei BigFish mal wieder ein paar Wimmelbild-Spiele gekauft – etwas Gruseliges zu Halloween und einen Teil aus einer Reihe, die ich schon ewig spiele – Dark Parables.

Zur Zeit gewöhne ich mir ein paar neue Routinen an, damit mein Chaos in der Butze mal kleiner wird. Ich bin sonst ein eher spontaner Mensch gewesen, aber ohne Routine beim Reinigen der Wohnung nimmt das Chaos hier überhand. Nicht alles auf einmal – schließlich wurde das Chaos auch nicht in einem Tag angerichtet, also kann ich es auch nicht an einem Tag beseitigen. Ich hatte meinen Haushalt mal besser drauf. Weiß nicht, wie es zu diesem jetzigen Chaos kam …  Es war nicht immer so.

Dann hab ich am Samstag Abend eine Bohnensuppe improvisiert. Eine Dose Baked Beans, eine kleine Dose ganze Tomaten – klein gemacht, 250 ml Rinderbrühe, eine scharfe Wurst in Würfel, zwei TL Sambal Oelek und noch etwas Tomatenmark und Salz (weil ja in den Tomaten und dem Mark nix drin ist). Alles in einen Topf, ca. 20 Minuten köcheln, immer wieder umrühren – et voilà – improvisierte weiße Bohnensuppe. Wenn ich gehabt hätte, hätte ich dazu Baguette gegessen.

Gestern Abend gab es dann noch Hawaii-Toast – nein, sie haben nix mit Hawaii zu tun, sie sind eine deutsche Erfindung der 50er, als man sich nach Exotik sehnte – und Ananasscheiben zwischen eine Scheibe Kochschinken und eine Scheibe Schmelzkäse packte – auf gebuttertem Toast, in den Ofen und ca. 15 Minuten bei 200 ° ..  Schneller warmer Snack zum Abendbrot. Wichtig ist der KOCHschinken. Ja, sicher, Salami schmeckt herzhafter, geräucherter Schinken auch, auch Kassler .. aber die sind alle ungeeignet, wegen der Pökelsalze. Nein, allenfalls übrig gebliebener Braten in Scheiben kann den Kochschinken ersetzen.

Als Jägertoast würde ich dann vermutlich tatsächlich Braten und Pilze statt Kochschinken und Ananas nehmen, plus den Käse zum Überbacken …

Und nein, fragt mich nicht nach einer vegetarischen Variante – das ist Eurer eigenen Fantasie überlassen.

Und sonst so? Hab ich mal wieder angefangen zu schreiben, aber dazu sag ich jetzt erstmal nix – da muss ich mich erst reichlich dran setzen.

Was ich noch getan habe – ich hab mal eine Jeans von einer Änderungsschneiderin reparieren lassen. Wenn ich immer wieder lese, dass Jeansherstellung soviel Wasser „verbraucht“, und auch energetisch recht aufwändig ist, muss ich da mein Verhalten umstellen. Weniger verbrauchen, mehr reparieren lassen. Ist auch billiger als eine neue Hose, es freut sich neben der Umwelt also auch mein Geldbeutel. 😉 Und das Ersparte? Geht in meine Reisekasse für meine große Reise nächstes Jahr.

 

Buch 23 in 2019

The Fortnight in September von RC Sherriff, aus dem Jahr 1931

Es wurde mir empfohlen auf der Literaturseite des Guardians und dort mit „was für eine süße Geschichte“ beschrieben.

Ich bin anderer Meinung:

Es kommt mir eher daher wie ein Prolog zu „Tod eines Handlungsreisenden“. Die Illusionen von eigenem, größeren Wert, die Mr Stevens hier hat, die zwei älteren Kinder auf dem Weg aus der Familie, sich in Gedanken bereits absetzend …

Ein Vater mit einem langweiligen Job ohne Aufstiegschance, eine Ehefrau, die seine Illusionen noch unterstützt, Kinder: Biff  (von TeH) und Dick (der ältere der zwei Söhne der Stevens) – beide lehnen die ihnen vom Vater zugedachte Zukunft ab.

Und die Tochter der Stevens erinnert mich an Happy Loman, den zweiten Sohn des Handlungsreisenden – war niemals erfolgreich, meist von den Eltern ignoriert, unrealistische Erwartungen.

Ja, das Ende ist anders, hier stirbt niemand, hier endet es friedlich mit der Abfahrt aus dem Urlaub.

Aber für mich sind die Stevens die Britisch-unterkühlte Version der amerikanischen Lomans.

The Fortnight in September (ebook)

RC Sherriff

1931

 

Küchenfee zaubert wieder

Gestern gab es gefüllte Zucchini. Die Zucchini war von Freunden schon vor ein paar Wochen gespendet (aber die Dinger sind haltbar!) und weil es eine der letzten war, war sie recht groß. Daher hab ich Hackfleisch gekauft und Schafskäse, eine Zwiebel halbiert, die eine Hälfte fein gewürfelt, die andere in Spalten geschnitten, das Hack, die Zwiebelwürfel, Salz, eine Hack-Gewürzmischung, die mir eine Freundin mitgebracht hat und die Hälfte des zerbröselten Schafskäses gut vermengt und in die entkernten Zucchinihälften gefüllt.

Das kam in eine Auflaufform, daneben habe ich eine große Dose Tomaten mit dem „Saft“, einen Becher (ca. 250 ml) Gemüsebrühe mit einer guten Portion gerebelten Oregano, den Rest vom Schafskäse und die Zwiebelspalten gepackt (oder gegossen) – mit der zweiten Hälfte des zerbröselten Schafskäses noch bestreut und dann ab in den nicht vorgeheizten Ofen für ca. 1 Stunde bei 200 ° C.

Veganer nehmen Tofuhack und lassen den Käse weg – aber was Ihr stattdessen zum Schmelzen bringt, weiß ich nicht. Mit Analogkäse kenn ich mich nicht so gut aus.

Vegetarier müssen auch auf Tofuhack zurück greifen.

Wahlweise ersetzt man das Hackfleisch durch eine Linsen-Pilz-Mischung oder auch nur Pilze, fein gehackt. Auch kann man gern eine Stange Sellerie dazufügen oder eine Petersilienwurzel, fein gewürfelt.

Für Pescetarier – ja, es geht natürlich auch klein gemachter Fisch. Ohne Gräten, vorzugsweise, also Obacht bei der Zubereitung!

Wenn Ihr keine Zucchini mögt – Paprikaschoten gehen auch, ich würd dann grüne nehmen, zum Schmoren sind die gut.

Zutatenliste in meiner Variante:

eine große Zucchini

500 g Bio-Hack

200 g Feta

1 Zwiebel

eine große Dose (850 ml) Tomaten

Salz, Gewürzmischung, Oregano

 

Buch 22 aus 2019

Ein kleines, aber feines Buch über Japan, über Menschen, die in ihrem Leben viel Leid erfahren und über Freundschaft, das Einstehen für eigene Werte, Mut und Entschlossenheit, Familienbande – und über eine Katze.

Ich habe geheult wie der Klischee-Hund aus der feinen Behausung.

Die Story ist schnell erzählt, ein junger japanischer Mann (ca. Ende 20, Anfang 30), nimmt sich eines Streunerkaters an, der ein Jahr alt einen Autounfall hatte. Er pflegt das Tier nicht nur gesund, er nimmt es auch bei sich auf und dem Kater, der die Erzählperson in dieser Geschichte ist, es sei denn, wir verschwinden in die Vergangenheit des Helden (denn der Held ist nicht der Erzähler, sondern der junge Japaner).

In Rückblenden werden einige einschneidende Ereignisse im Leben des jungen Japaners erzählt, entweder aus der Perspektive seiner Freunde, die er alle auf einer letzten Reise besucht, oder gar vom neutralen Standpunkt aus.

Der Kater erzählt die Gegenwart.

Das Buch ist sentimental. Der Begriff „letzte Reise“ legt das schon nahe. Aber es ist wirklich nett erzählt, zeigt die Freunde und den Erzähler von ihren menschlichen Seiten und behandelt nicht nur das Thema „endgültiger Abschied“ sondern auch das Thema, wie man mit Dingen umgeht, die einem das Leben so in die Speichen steckt …

Auf Englisch ist es 2018 erschienen, das japanische Erscheinungsdatum habe ich nicht gefunden.

Die Autorin ist, laut der englischen Wikipedia, ein light-novelist – also eine Leichter Roman-Autor … Light novels sind dabei kurze Romane (Novellen?), die sich an den Young Adult Bereich richten und oft mit Manga-Illustrationen versehen sind. Das ist bei The Travelling Cat Chronicles definitiv nicht der Fall.

Mir gefiel es trotz der Tränen sehr gut, und es erhält von mir 5 von 5 Kokosnüssen.

The Travelling Cat Chronicles

Hiro Arikawa

Erscheinungsdatum auf Englisch 2018

Hardcover, ca. A 6, 263 Seiten