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Buch 07-2020

Ich habe jetzt mal einen Horror-Roman gelesen. Horrorstör, so der englische Titel, Horrorstore der deutsche …

Ein IKEA-ripp-off Möbelladen erlebt nachts merkwürdige Dinge, Sachen werden beschädigt, auf einem Möbelstück waren Exkremente zu finden – und weil am nächsten Tag ein Team von der Hauptverwaltung vorbei schaut, kümmert sich der Vize-Manager mit zwei Damen um diese merkwürdigen Vorkommnisse.

Im Laufe der Nacht tauchen zwei weitere Mitarbeiter auf, die (heimlich) eine Art Ghostbuster-Folge drehen wollen, so sind es also Basil, der Manager, mit Ruth Anne und Amy, die erstere eine Orsk (Name der Kette)-Erzmitarbeiterin, die letztere wäre lieber woanders. Die zwei Geisterjäger heißen Trinity (sehr gläubig, also, was Geister angeht) und Matt – der mehr auf Trinity als auf Geister steht und dem auch die Fernsehkarriere lieber wäre als die Arbeit in der Möbelkette.

Kurz vor Öffnung des Ladens sieht Amy (aus deren Perspektive der Autor erzählt) noch einen Fremden im Laden.

Dieser Fremde stellt sich später, in der Nacht, als Carl vor, wohnungsloser Gelegenheitsvater – also, wenn die Ex ihm die Gelegenheit gibt. Und dann passieren merkwürdige Dinge. Die wahrgenommene Umgebung weicht von der ab, die auf Handykameras zu sehen ist. Trinity überredet die anderen zu einer Seance. Natürlich ganz schlechter Gedanke. Während dieser Seance taucht tatsächlich etwas Böses auf, ergreift von einem der Anwesenden Besitz und sorgt dafür, dass die anderen „bestraft“ werden – denn der Laden steht auf einem alten Gefängnis, in dem ein verrückter Gefängniswärter die Insassen gefoltert hat, und als der Laden geschlossen werden sollte und die Leute entlassen, tötete dieser Wärter alle über 300 Insassen.

Amy wird zunächst von Basil gerettet, der sich sogar für sie opfert. Sie entkommt dem Laden zunächst, kehrt aber zurück, um die anderen zu befreien. Dann wird es richtig gruslig.

Und es endet mit der Aufgabe des Ladens durch die Möbelkette – und ein Baby-Geschäft zieht ein … Die Entkommenen heuern dort an, um die, die es in jener Nacht nicht geschafft haben, doch noch raus zu holen.

Das Buch war spannend, es folgte über weite Stellen dem üblichen Horror-Film-Ablauf, es war ja auch teilweise eine Parodie. Aber eine, die auch als Horrorstory funktioniert.

Ich gebe 5 Kokosnüsse von 5.

Horrorstör von Grady Hendrix, gebraucht gekauft im Charity-Bookshop

Buch 06-2020

Aus der Reihe der Krimis mit dem Titel, der an bayrisches Essen anknüpft, hab ich Band 8, Weißwurstconnection, gelesen. Geschrieben von Rita Falk.

Kommissar Eberhofer muss einen Todesfall im neueröffneten Hotel klären. Ein Mann wird ertrunken in der Badewanne aufgefunden.

Der Mann war beim Bau beteiligt und der Kommissar stellt seine amateurhaften Ermittlungen an.

Einen so depperten Kommissar darf es nicht mal in der Provinz geben. Und würde in diesem Fall nicht statt des uniformierten Dorfpolizisten eine Mordkommission anrücken?

Die Charaktere sind Abziehbilder, die einzige Interessante ist die Oma vom Eberhofer. Das ganze Dorf würd auch nicht so hochdeutsch daher reden, aber dann wäre das Ding für Nichtbayern natürlich unlesbar.

Zwei Kokosnüsse von fünf, weil ich den Tathergang auch schon früh erraten hab. Würd ich noch einen aus der Reihe lesen? Wenn er mir vor die Füße fiele und ich nix anderes zum Lesen finde. Aber kaufen werd ich keinen mehr. Nicht mal gebraucht.

Buch 05-2020

Ein Abhängiger erzählt von seinen Problemen. So weit, so Christiane F. Aber „Bob, der Streuner“ ist nicht einfach ein Remake von „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, das ich mit 12 gelesen habe.

Es ist vielmehr die Geschichte eines Methadonabhängigen, der einem verletzten Katerchen hilft. Was dazu führt, dass er auch sein eigenes Leben in Ordnung bringen muss. Dass das im Land von Tony Blair nicht immer so einfach war, ist klar, aber heute wäre es vermutlich unmöglich. Denn die Einstellung der englischen Gesellschaft zu Randgruppen ist negativer geworden, Hilfen werden immer weiter gekürzt.

Doch Bowen traf auf den Kater 2007, eine freundlichere Zeit.

Was mich an dem Bich gestört hat, waren hochdramatische Kapitelanfänge, nur um Ende die Spannung verpuffen zu lassen. Jedes Mal! Aber am Ende bekam ich mit, dass Bowen wohl unter Angstzuständen leidet, es ist daher sein persönlicher Stil.

Ich vergebe 4 Kokosnüsse, weil es mir so oberflächlich erschien, dass 5 übertrieben wären. Aber mit Kater hat es ja auch einen Bonus.

Buch 04-2020

Sushi und beyond. Michael Booth, der in einem französischen Restaurant lernte, wird von einem japanischen Kollegen dazu provoziert, 2 Monate lang das typisch japanische an der in Japan verzehrten Kost kennenzulernen.

Booth bereist daher mit seiner Frau und zwei Söhnen (4 und 8) die japanischen Inseln. Dabei lernt er zu schätzen, wenn der Eigengeschmack der Zutaten nicht manipuliert oder übberdeckt wird, sondern als das Erlebnis gefeiert wird.

Die japanische Küche besteht aus mehr als Sushi und Koberind. Sogar das Fastfood ist meist gesünder. Der Japaner mag sich über die Jahrhunderte bei anderen Küchen der Gegend etwas abgeschaut haben, hat aber meist eine urjapanische Version daraus gemacht.

Ich bin froh, dass ich dieses Buch noch vor meiner Japanreise gelesen habe. 5 von 5 Kokosnüssen

Buch 03/2020

Ein Oldie but goldie. Als E-book habe ich mir die englische Ausgabe von Per Anhalter durch die Galaxis gekauft. Der Inhalt sollte inzwischen allen hinlänglich bekannt sein:

Die Erde muss einer galaktischen Umgehungsstraße weichen. Leider wird so kurz vor der Lösung eines Problems der Supercomputer zerstört, der die Erde eigentlich ist. Und so kennt das Universum zwar die Antwort auf die letzte aller Fragen, aber nicht die zugehörige Frage.

In vielerlei Hinsicht ist das Buch deutlich gealtert*, aber ich habe es voor allem wegen der Anspielungen in False value gelesen, dem nächsten Aaronovitch Peter Grant Band.

*Heute würde man z. B. über Depressionen andere Witze machen. Wir wissen einfach mehr darüber!

Und um diese Anspielungen voll zu verstehen, musste ich eben erst die Originalversion des Anhalters lesen.

Auch heute noch verdient der Anhalter 4 von 5 Kokosnüssen, ein moderner Klassiker.

Küchenfee, again

Gestern hab ich wieder einen Tag u.a. mit Arbeiten in der Küche verbracht, ausnutzend, dass ich nicht ins Büro darf.

Und da ich ein Wokgericht noch auf meinem Wochenspeiseplan hatte, wollte ich das machen. Alles hatte ich da, außer Teriyaki-Sauce. Nicht so schlimm, dachte ich, das machst du eben selber.

Ich musste Knoblauch und Ingwer in FEINE Streifen dafür schneiden. DAS hat gedauert. Ich musste Orangenschale abkratzen – das hat auch Zeit gekostet. Und als ich dann endlich alles zusammen hatte, den Zucker geschmolzen und Ingwer, Knoblauch und dann die Orangenschale hinein getan habe,  sowie Orangensaft und Sojasauce hinzugefügt, musste ich noch eine Stunde köcheln lassen.

Mal eben …

Jetzt steht in meinem Kühlschrank eine Halbliterflasche.

Und weil ich da immer noch nix zu essen hatte, hab ich mirzu meinen fertig gekauften Käse-Tortellini (aus dem Kühlregal) eine grüne, kalte Senf-Kräutersauce gemacht. Die ging etwas schneller, Kräuter und Kapern hatte ich gekauft, Sardellenfilets waren auch da, Senf ist ja immer im Haus und Öl auch … Kein Salz (Sardellenfilets, Cornichons, Kapern und Senf waren genug) extra.

Und so kam ich noch zu einem warmen Essen gestern.

Braucht noch jemand Teriyaki-Sauce in den nächsten drei Monaten? Für mein Wokgericht benötigte ich nämlich nur einen EL, zum Marinieren, sowie 1 EL Sojasauce und 1 EL Austernsauce.

Unmaskiert

Ich bin heut zur Arbeit, dazu benutze ich Bus und Bahn. Ich bin nicht allein. Alle außer einem, männlichen Angehörigen der Risikogruppe haben verstanden. Er sitzt da fett (ich neine das nicht mal buchstäblich, bin selber fett) rum und wartet darauf, dass jemand einen Märtyrer aus ihm macht. Passiert aber nicht.

Am Krankenhaus steige ich um. Wieder ein männlicher Angehöriger der Risikogruppe im Waggon. Wieder ohne Maske. Ich hätte ihn beinahe angehustet.

Wenn sogar die Dame mit starken Bewegungseinschränkungen im Elektrorollstuhl drei Türen weiter eine Maske trägt, warum dann dieser Mann nicht, um 70. Naja, wenigstens brauchen eir so nicht mehr lange seine Rente …

Also, jetzt noch mal für die Uneinsichtigen: Das Land öffnet sich langsam wieder. Dad geht nur, wenn wir aufeinander Rücksicht nehmen! Dazu gehört Masken zu tragen. Sie sollen nicht Euch schützen, wie einer meiner Kollegen, auch über 60, zu meinen scheint. Er stellt ein Risiko für andere dar! Viele Ansteckende zeigen selber (noch) keine Symptome! Und dass die letzten 5 Wochen auch ohne Masken es nicht zum Schlimmsten kam (s. z. B. Italien oder Spanien) lag daran, dass fast gar nix mehr möglich war, auch keine Schule (leerere Bahnen) und keine nicht-essentiell notwendigen Einkäufe.

Heute hat der Laden gegenüber, Möbelgeschäft, das erste Mal seit Wochen wieder auf. Das ist nur möglich wenn wir vernünftig miteinander bleiben. Dann können wir eine Menge Jobs retten!

Es ist doch so einfach, dieser Tage, ein Held zu sein, trag Maske, wasch dir die Finger gründlich und halte Abstand. Sei heldenhaft. Die Impfung kommt!