Küchenfee freestyle

Aus meinem Lieblingsbackbuch für Muffins habe ich – so zum Anhalt – das Alles Geht-Rezept benutzt, um folgende Muffins herzustellen:

Haselnuss-Mango-Muffins mit Schokoladenraspeln

Man nehme:

160 g Mehl

100 g gemahlene Haselnüsse

1 Prise Nelken (gemahlen)

2 TL (gestrichen) Backpulver

1/2 TL (auch gestrichen) Natron

60 g Raspelschokolade

1 Ei

140 g Zucker

80 ml Öl (ich nehme immer Öl, weil ich so ungern Butter schaumig rühre)

280 ml Milch

und eine abgetropfte Dose Mangos (abgetropft ca. 250 g)

Zuerst heizt man den Ofen auf 180 Grad vor und fettet ein Muffinblech (Normalgröße, Snackgröße hat man die dreifache Menge!, oder die 6er Variante, die passt auch)

Als nächstes verrührt man die Zutaten von Mehl bis Raspelschokolade. Das stellt man dann beiseite.

Dann verrührt man das verquirlte Ei mit dem Zucker, fügt Öl und Milch dazu, rührt schnell und nur solange bis alles feucht ist die Mehl-Nuss-Schoko-Mischung drunter und dann noch die klein gewürfelten Mangos unterheben.

Das wird ins Blech gefüllt und in den Ofen gestellt, Umluft 160 ° C für 20 bis 25 Minuten

Ich sag Euch auch später, wie es mir geschmeckt hat (ich hab sie gerade im Ofen).

Dann werde ich auch noch ein Bild produzieren.

Buch gelesen

Völlig vergessen, welche Nummer es denn nun ist:

Habe mal wieder ein richtiges und nicht eines auf der Kindle App gelesen, Nalas Welt. War Mittwoch Morgen Lotto spielen (u.a.) und im Lottobereich des Supermarkts gibt es auch Bücher. Nalas Welt hätte ich mir normalerweise nicht gekauft. Aber …

Der Typ mit Nala, der Katze, ist ein Schotte, der mit seinem Fahrrad um die Welt will. Und dabei Nala, das Kätzchen aufgelesen hat. Irgendwo an einer gottverlassenen Straße. Und ich bin den zweien begegnet – nur auf Youtube, nicht im echten Leben. Die kurzen Videos sind sehr nett. Und so hab ich mir das Buch geholt.

Gestern nun war ich dienstunfähig daheim. Und weil ein leichtes Buch auf Deutsch nicht so viel Konzentration erfordert wie Urkunden in kyrillischer oder Georgischer Schrift (schon mal Georgische Schrift gesehen? Sehr hübsch, sehr rund – und nicht im Entferntesten an lateinische Schrift erinnernd) oder Eintragungen in eine Datenbank, griff ich zu „Nalas Welt“. Der junge Mann war nun gut beraten worden, er hatte nicht selber geschrieben! Er hat seine Erlebnisse von einem Autoren in eine gut lesbare Form bringen lassen. (Was leider zu einigen Inkongruenzen führte, für die, die seine Videoreihe kennen, so fehlte der Trip mit Nala nach Hause, das Buch endet mit dem Lockdown in Ungarn, aber Nala und Dean waren beide daheim, als das Buch auf Englisch heraus kam und er es im Video präsentieren konnte – das kommt nicht zueinander. Ich nehme es als künstlerische Freiheit. Geschichte macht sich besser, wenn man sie etwas zurecht rückt …)

Der Vorteil des Autors ist – man kann auf diese Weise die Erlebnisse gut lesen. Wer jemals Erfahrungsberichte von Leuten gelesen hat, die eben nicht schon öfter geschrieben haben, die nicht diverse Erfahrungen im Schreiben gesammelt haben und die mit den Erfahrungen aus Schulaufsätzen daran gehen, weiß zu schätzen, dass man hier einen Profi schreiben ließ. Ich mag es, wenn Leute ihre Grenzen kennen. So wie ich wohl einen Kuchen für Kollegen, Freunde und Familie backen kann, aber nicht einen, den man beim Bäcker in die Auslage stellen würde, oder wie ich wohl noch die Batterie in meinem Auto ausbauen und wechseln konnte, aber nicht einen Scheibenwischermotor wechseln könnte – so hat eben auch Dean Nicholson erkannt, dass er für ein verkaufbares Produkt auf einen Profi zurück greifen musste. Und er hat das auch öffentlich gemacht, in den Danksagungen hat er ihn erwähnt.

Die Geschichte selber ist eine Reise voller Hindernisse, auch eine Art (spätes) Erwachsenwerden, eine Dokumentation über die Freundlichkeit von völlig fremden Leuten – und ein Zeugnis darüber, dass ganz viele Menschen Katzen einfach lieben.

Fotoseiten sind auch im Taschenbuch vorhanden, und so empfehle ich es gern weiter für alle Katzenliebhaber, alle Leute, die gerne mit dem Fahrrad reisen, alle Leute, die gerne über unkonventionelle Reisen lesen – und wenn Ihr schon dabei seid, scheut Euch die zwei doch auch auf Youtube an.

Dean Nicholson hat die Einkünfte aus dem Verkauf seiner Nala-Kalender gespendet – ob die Einkünfte aus dem Buch auch an gute Zwecke gehen, weiß ich nicht. Schließlich kostet so eine Reise Geld, Tierarztkosten (Nala braucht für jeden Grenzübertritt ein Gesundheitszeugnis), gelegentliche Unterkünfte, Lebenshaltungskosten (und Dean ist kein Luxusmensch, der zeltet auch mal mitten im Wald und isst gerne Nudeln mit Pesto oder anderes, schnell auf einem Campingkocher zubereitetes, aber manchmal braucht auch er ein richtiges Bett und Nala braucht Katzenfutter).

Knapp unter 300 Seiten Reisebericht, Katzengeschichte, Coming of age story – und das für 12 Euro im Taschenbuch. Nalas Welt – oder Nala’s World, für den, der es im englischen Original lesen möchte.

Und jetzt: Mal wieder die Werbung

Ich stöberte ein wenig auf Amazon … ja, ich weiß … und vorgeschlagen wurde mir dabei:

Halskette Gold aus Edel-Stahl – 60-cm Glieder-Halskette – Feine Silber-Kette Glieder-Kette – Handmade Herren-Kette – Panzer-Kette – Geschenk für Ihn – Herren-Schmuck (Gold 2mm)

(Nein, ich weiß auch nicht, warum mir Herren-Schmuck vorgeschlagen wurde, vielleicht, weil ich fette Finger habe und mal bei Herren-Ringen schaute, aber nie was bestellte)

Uhm – Beschreibung: 100 % Edelstahl … GOLD? SILBER-KETTE? Alchemisten fragen nach dem Geheimnis Ihres Erfolges …

Neue Serie: Dinge, an denen man merkt, dass man alt wird

Ich bin ja ein Achtel Schwabe. Daher werf ich ungern Dinge weg, „die es noch tun“. So konnte mein Großvater (nicht der Halbschwabe) zwei Häuser bauen und abzahlen. Es ist nicht alles schlecht.

Ich machte jetzt heute Morgen mein Bett. Und da fiel mir auf, dass ich alt werde. Ich habe mir diese Bettwäsche irgendwann nach 1988 gekauft, aber vor 2002. Es war nämlich eine Bettwäschegarnitur mit Extra-Kissenbezug. Ich sag jetzt mal, Anfang der 90er, also vor ca. 30 Jahren. Wieso ich weiß, dass sie nicht 10 Jahre später kam?

Der Knopf

Die Bettwäsche, in meinem Kopf immer noch als „neu“ (!) gespeichert, hat noch Knöpfe! Heute nur noch Reißverschluss.

Den Bettbezügenherstellern zum Trost: Ich habe mir schon auch Bettwäsche danach gekauft, mit Reissverschluss.

Knöpfe waren halt lange die Norm: Billiger und besser zu reparieren. Aber schneller zu wechseln ist natürlich die mit den Reissverschluss.

Weswegen heute nur Reissverschlüsse eingenäht werden.

Daher, wenn ich noch meinen Bettbezug mit Knöpfen als „neu“ empfinde, muss ich wohl alt sein. Das muss ich erstmal verdauen, das jetzt schon mein Bett zu mir sagt, ich bin alt. 😳😮😔😭

In Purrsuit of flavors – comfort variety

What makes a comfort food?

Wikipedia gives me: Food, that provides a nostalgic or sentimental value to someone, and may be characterized by its high caloric nature, high carbohydrate level, or simple preparation. The nostalgia may be specific to an individual, or it may apply to a specific culture.

The examples given by Wikipedia for Germany are mainly savoury items. But while some loathe Ricepudding (Milchreis), some love it and for my sis it is comfort food. I’ve always preferred semolina flummery. With self made juice Grandma had made from black currants. That juice was slightly syruppy. When the dark purple sank into the milky white of the semolina it wrote a promise of sweetness and love in its very own language!

Serves four:

Half a liter of milk

1 Pinch of salt

Some lemon zest (scraped off, until you want to take it out afterwards, then an 8 cm stripe, which can be gripped)

75g semolina

3 separated eggs

90g sugar

Sugar and cinnamon to taste

Boil milk on medium heat with salt and lemon zest. Then add semolina slowly and stir, for about 8 minutes. If it reaches mush consistence, take out lemon zest (or if you grated it, ignore this) and let it cool down a little, while you beat the albumen stiff with half of the sugar. The other half goes into the yolks, which you stir into the mush.

Then you carefully stir in the stiff egg whites, not to loose too much volume.

You serve this with fruit sauce or berries.

No, Phenny’s mom, you do not write – oh, too late🤪😆

Vierfache Küchenfee

1. Nachdem ich bei Hefeteig ja so versagt hatte, gab es den nächsten Pflaumen-Streuselkuchen mit meinem ersten Quark-Öl-Teig.

JAAHAA . man darf auch mit über 50 noch mal was Neues ausprobieren. Und was soll ich Euch sagen – kam gut an! Schon der Taxifahrer auf der Hintour zu meinen Freunden wollte gern ein Stück Kuchen ab haben … Er lieferte mich auch ohne ab, hätte mich aber gern abgeholt. War jedoch ein anderer.

So ein Quark-Öl-Teig klebt zu Anfang an den Pfoten, aber es wird. Er lässt sich auch nicht ganz so einfach auf dem Blech verteilen wie ein Hefeteig, aber auch da ist Geduld gefragt. Dann wird er, wie gehabt, mit Pflaumen /Zwetschgen in diesem Falle/ belegt und die Streusel (bei uns ohne Zimt) werden darüber verteilt. Was soll ich sagen? Saftiger als ein Hefeteig.

Hier ist das Rezept, aber ich nahm natürlich frische Zwetschgen!

2. Die Küchenfee war auch wieder langsam unterwegs, zweimal:

– Zuerst machte ich ein Bohnensüppchen mit spanischem Einschlag – sprich, es gab Chorizo darin. Weiße Bohnen und Kichererbsen, 15 Minuten gekocht, dann so ca. 8 Stunden eingeweicht (war zu kurz, aber da stand über Nacht, das wäre bei mir noch kürzer gewesen), dann mit den anderen Zutaten in den Crockpot und nach ein paar Stunden war der Bohneneintopf „Barcelona“ fertig. Lecker, aber wie gesagt, die weißen Bohnen hätten noch was gekonnt.

– Dann gab es ein Blumenkohlrahmsüppchen. Auch aus dem Crockpot. Sehr lecker. Leider, da Sahne und Käse (Cheddar) drin war, nicht einfrierbar. So aß ich an drei Tagen Blumenkohlsuppe. Geschmeckt hat es.

3. Ich hab mir ein neues Spielzeug gekauft. Eine Küchenmaschine. Ich hatte noch nie eine, da ich ja nicht geheiratet habe, wurde mir soetwas nie zur Hochzeit geschenkt. Ein glorifizierter Mixer? Mit Fleischwolf. Und Gemüseschnitzelaufsatz. Kann natürlich auch Kneten. Keine Kochvariante (ja, die gibt es inzwischen auch!) Ist rot und neu und heute erst angekommen, Erfahrungsberichte folgen.

4. Ich habe auf Youtube bei Il Rifugio perfetto schöne Zucchini-Rezepte gefunden. Das war auch gut so, denn beim Treffen (siehe Punkt 1) gab es einen Riesenzucchine … Gartenbesitzer verteilen ja gerne Zucchini. Mir macht das nicht aus, so kann ich heute und Morgen testen. Heute gab es ein glorifiziertes, im Backofen hergestelltes und mit Käse überbackenes Zucchini-Omelett. Und morgen plane ich eine Zucchini-Kichererbsen-Pfanne. Dafür, dass ich in meiner Kindheit NIE Kichererbsen kennen lernte, koche ich heute ganz schön oft damit. Currys, Hummus, Eintopf, und jetzt als Eiweißquelle in der Pfanne.

Es gibt noch viel mehr, aber frittieren geh ich nicht so gern ran und mehr als zwei Rezepte pro Wochenende ist dann auch schon übertrieben. Natürlich könnte man das Omelett zum Frühstück machen und ein drittes Rezept zur Hauptmahlzeit … Aber dann hätte ich mehr Zucchini mit nach Hause schleppen müssen. Das wollte ich nicht.

In Purrsuit of Flavours

Tea-Eatition …

Earl-Grey-Tea cake (from Brigitte)

Literally a cake that is made WITH, not just for, tea.

Ingredients

for 16 pieces

Dough

3 teabags Earl Grey

250 gramms soft butter 

200 gramms sugar

1 tea-spoon ground cinnamon

Salt

4 organic eggs

200 gramms flour

1½ table spoons powdered cacao

around 16 g baking powder

50 gramms ground hazelnuts

50 gramms bittersweet chocolate

50 gramms dried figs or dates

50 gramms whole hazelnuts

fat for the mould

flour for the mould

Icing and decoration

70 gramms sugar

4 teabags Earl Grey

70 gramms bittetsweet chocolate

2 tablespoons peeled hazelnuts (inner skin, not the hard shell, that is always taken off)

1 Table spoons dried figs

1 teaspoon Earl Grey leaves (loose from the teabag)


Preparation

  1. For the dough
  2.  Boil 180 ml water and the first teabags in a small pot. Remove from cooker and let reast for 10 minutes. Remove teabags and press them out thoroughly.
  3.  Preheat oven to 180 ° C
  4.  Butter, sugar, cinnamon and 1 pinch of salt get creamed for about five minutes. Add eggs one by one and mix well. Sieve flour, baking powder and cacao with the ground hazelnuts and 125 ml of tea and mix it with butter mixture.
  5.  Finely chop chocolate, figs or dates and nuts and just mix into mixture. Fill a wreath mould (well greased and with a little bit of flour added. Bake for 45 min.
  6.  let cake cool for 10 minutes in the tin. Then get it out of the tin and let cool completely on grate.
  7. For icing and decoration:
  8. Sugar, 100 ml water and teabags are brought to a boil for 10 minutes. take teabags out, let sirup cool lightly. Then melt 50 gramms of chocolat while stirring mix well and let cool
  9.  Ice cake with icing, add hazelnuts, figs/dates and the rest of chocolate (all chopped roughly) Cover with the loose tea leaves.

Küchenfee-il .. also – Küchenfee-Fail

Ich hatte am Samstag vor einer Woche 2 kg Zwetschgen kaufen können. Und während ich Zwetschgen zu essen liebe, sind 2 kg einfach eine Herausforderung für eine Einzelperson. Also – gab es Zwetschgen-Streuselkuchen. Klang ganz einfach, Hefeteig, Pflaumen drauf, Streusel drüber … GANZ SIMPEL … Also .. leider – nein. Hefeteig und ich haben eine Beziehung, die man bei Facebook mit „Es ist kompliziert“ umschreiben würde.

Und so ging auch dieser Hefeteig mal wieder nicht auf, ich hatte also eine knusprige Platte, auf der ein Zwetschgen-Crumble auflag … Geschmeckt hat es natürlich trotzdem Aber der Boden … also – ich glaub beim nächsten Mal verzichte ich auf den Boden.

Was bisher geschah

Also – inzwischen, seit dem letzten Blogbeitrag. Hannover hat nicht aufgehört zu existieren und ich auch nicht. Ich beende gerade meine zweite Stay-Cation Woche – und bin ein wenig in die Weiten Youtubes eingetaucht und hab mich da verheddert. Aber alles gut, ich kam wieder raus …

Ich hab auch gelesen, The Dragons of Crumbling castle, z.B. Weitere Pratchett-Kurzgeschichten. Ich wiederhole mich ungern, daher nur ganz kurz, die Kurzform ist nicht seine Welt. Ich las aber die erste Carpet-People-Geschichte mit Interesse.

Voll geimpft bin ich seit ca. einem Monat, und als ich am Montag, nach dem obligatorischen Augenarztbesuch meine obligatorischen Augentropfen in der Apotheke abholte, habe ich meine Impfungen auch gleich in die Corona-Warnapp eintragen lassen.

Ich habe meine SchwabenGene erfolgreich ein wenig zurück gedrängt und Geld für Schuhe ausgegeben. Sandalen und Slipper nenne ich jetzt wieder mein eigen. Dies ist mehr ein Slipper-Sommer. Hier ist es um die 20 Grad, mal ein wenig drüber, meist nicht so schwül. Aber ein Sommer ist es dann natürlich nicht, als Spätfrühling lass ich mir sowas gefallen 😉

Ich hab meine SchwabenGene sogar nochmal zurück gedrängt und in England ein paar Dinge bestellt, die die Welt nicht braucht. Aber ich wollte gerne eine neue Türmatte (nach über 20 Jahren!) und hab Weihnachtsgeschenke schon mal die ersten … Sachen, die es nicht überall gibt, Literary GiftCompany.

Und zum dritten hab ich meine SchwabenGene (ja, es ist nur ein Urgroßvater, den ich nach Sulz am Neckar zurück verfolgen kann) niedergerungen, um mir nach zwanzig Jahren ein neues Telefon für den Festnetzanschluss zu gönnen. Mein bisheriges Gigaset war ein Siemens Gigaset, das ich zusammen mit meinem Zeitungsabo bekam – also eigentlich war es das Werbegeschenk für den Werbenden, aber wurde mir überlassen. Es wäre nicht übertrieben zu behaupten, dass die Technik seither einen Schritt nach vorn gemacht hat … oder zwei.

Das neue hat eine Einstellung, mit der ich Anrufe von unbekannten Nummern unterdrücken kann … Aber ich tu es nicht, ich muss doch meine englischen Swear-Words üben.

Heute z.B., zwei Anrufe von zwei mir unbekannten deutschen Nummern. An den ersten ging ich ran: Es meldete sich eine „Lisa“ (ich glaube, ich liege nicht ganz falsch, zu behaupten, dass das nicht ihr Name war), mit einem heftigen asiatischen Akzent. Nicht wie Japan/Korea – mehr wie Indien/Pakistan … Sie riefe an im Auftrag von Microsoft. Da fiel ich ihr ins Wort und wurde deutlich: „I disbelieve. There is not a reason in the world, why Microsoft should contact me. – Not one. You are a liar.“ Sie versuchte zuerst weiterzureden, während ich ihr so über den Mund fuhr, aber letztlich war sie hilflos und schutzlos – und ich legte auf, als von ihr nix mehr kam.

Also – wir fassen zusammen:

Anruf von (angeblich) DEUTSCHEM Anschluss.

Es meldet sich jemand AUF ENGLISCH (das nicht mal die Muttersprache ist, nein, es war kein Brummie-Akzent, no „Hi Hens!“) und will mir verkaufen, dass sie im Auftrag eines AMERIKANISCHEN Software-Giganten anriefe.

Warum dann die Mühe, eine deutsche Nummer vorzutäuschen, wenn man doch angeblich in einem asiatischen Callcenter für ein Großunternehmen tätig wird?

Warum sollte Microsoft diese Endverbraucherin ihres Produkts überhaupt anrufen wollen? Ich weiß, sie wollte mir die alte Mär auftischen von den Sicherheitsproblemen und dass sie Zugriff auf meinen Compi bräuchten, um es zu beheben, das ist immer das gleiche alte Scammer-Spiel. Aber wenn Microsoft ein Sicherheitsproblem hat – warum sollte das mit einem Anruf bei jedem Kunden behoben werden? Bei vermutlich anderthalb Milliarden Rechner weltweit wäre das gar nicht machbar! Das macht Microsoft nicht, Microsoft bietet reparierte Software an, die man herunter laden kann, wenn es aufwändiger ist – oder lädt Patches hoch. ABER REPARIERT NICHT JEDEN PC EINZELN … Wie dumm denken die, dass ich bin? Das ist eine einzige Beleidigung meiner Intelligenz. Zumal diese Mär bereits Jahrzehnte alt ist! Ich bin doch nicht erst gestern geboren!

Also, wenn ich unbekannte Nummern unterdrücken würde, würde mir dieser Spaß entgehen.

Außerdem würde ich Probleme bekommen, sollte man mich doch mal vom Dienst aus erreichen wollen, weil diese Nummern meinem Telefon auch unbekannt sind.

Daher mache ich von diesem Feature meines neuen Telefons keinen Gebrauch. Aber es kann … Und mehr, natürlich hat dieses Telefon ein Telefonbuch, das hatte das alte auch schon. Aber es kann auch an Termine erinnern. Hat eine Weckfunktion – und könnte als Babyphone eingesetzt werden (dafür hab ich natürlich wenig Bedarf, so ohne Kind). Und das alles für die fürstliche Summe von … nicht mal 50 Euro.

Warum hab ich dann doch so lange gebraucht, das alte zu ersetzen? Es tat es noch. Allerdings konnte ich auf dem Display nichts mehr sehen, damit war das Telefonbuch nutzlos geworden. Doch solange ich noch blind meine Schwester anrufen konnte, war alles gut. Akkus hatte ich lang entsorgt und es mit normalen Batterien betrieben, weil Akkus natürlich nicht 20 Jahre halten.

Der Batteriefachdeckel ließ sich nur schwer öffnen – und da ich da ständig wechseln musste, ließ ich ihn weg. Was dazu führte, dass mir bei jedem Umfallen des aufgestellten Telefons, nur weil ich an den Tisch stieß, die Batterien herausfielen, das mit Freisprechfunktion durchgeführte Telefonat damit unterbrochen wurde – und ich mir jedes Mal vornahm. doch „mal“ ein Telefon zu kaufen … Jetzt war dieses „mal“ gekommen. Nicht, weil irgendwas anders war als sonst, sondern weil ich mal wieder mit der Schwester telefonierte, und wir drüber sprachen – und ich mir dachte, warum bin ich eigentlich so geizig?

Es gibt dazu eine längere Vorgeschichte: Vor über 10 Jahren hatte ich mir eine neue Winterjacke gekauft. Und eine weitere gesehen, die mir farblich gut gefiel, sie sollte nur 30 Euro kosten und ich dachte, ich hab eine Jacke, wozu brauche ich noch eine … Dann setzte mich eine gute Freundin auf den Pott. Wenn ich die Jacke wollte, sollte ich mal den blinzelnden Adler rausholen und dem Sonnenlicht aussetzen und mir um eine Summe von 30 Euro nicht graue Haare wachsen lassen – ich hab die Kohle schließlich. Ich bin nicht unermesslich reich, aber für eine weitere Winterjacke, damit ich mal die andere waschen kann, reichte es damals – so wie heute für das Telefon. Oder wie für meine Gleitsichtbrillen.

Das ist nämlich auch so eine Geschichte. Einige Zeit hatte ich schon Probleme damit, Sachen zu erkennen, nahm meine Brille, die ich wegen Kurzsichtigkeit trug ab und ging mit der Nase ran … weswegen mich ein Freund schon auslachte … und dann fiel es meinem Chef auf. Also biss ich in den sauren Apfel und legte bei 1500 Euro für zwei Gleitsichtbrillen hin. Eine, mit der ich auf die Straße gehen kann, weil sie drei Sichtstufen hat und eine, mit der ich lesen und am Computer arbeiten kann. Ja, und was soll ich sagen – ich bin zurück 😉 Ich sehe wieder was! Ja, es war ein Haufen Geld, aber ich muss mit den Brillen vom Aufstehen bis zum Schlafengehen herum laufen. Das teuerste waren eh die Gläser … ich musste ja zu den üblichen Gleitsichtschliffen noch meine Hornhautverkrümmung korrigieren …Aber auch da hab ich EWIG gebraucht, mich dazu durchzuringen, einen Optiker aufzusuchen. Bis ich es dann getan habe – und es hat auch gar nicht weh getan 😉

Ich muss SchwabenGene haben. Anders kann ich mir nicht erklären, warum ich mit sinnvollen, aber nicht wirklich notwendigen Anschaffungen immer so zögerlich bin.

Komischerweise macht es mir wenig aus, mal eben einer kanadischen Katzenhilfsorganisation* 50 Euro zu spenden Und das mehr oder weniger regelmäßig. Aber mir selbst mal ein neues Telefon zu kaufen, für knapp diese Summe, nach ZWANZIG JAHREN (oder eine ZWEITE, SPOTTBILLIGE WINTERJACKE, obwohl ich gerade eine gekauft hatte) oder auch nur die Einstärkenbrille durch zwei Gleitsicht-Brillen zu ersetzen (altersangemessen) – solche Dekadenz liegt mir fern. (Diese Winterjacke hatte ich bis zu diesem Winter, also – für 30 Euro hab ich sie verdammt lang getragen! Ich hab sie nur, aufgrund der nassen Winter hier, endlich durch eine Jacke mit Kapuze ersetzt.)

*tinykittens, wenn es interessiert, sind auf Youtube und im Internet zu finden, kümmern sich um ferals, vorwiegend, aber nicht ausschließlich, akzeptieren auch sehr schwierige Felle (sic!) und engagieren sich dafür, dass Leute ihre Katzen kastrieren, um viel Elend zu vermeiden, ehe es ensteht! Falls Ihr jemanden in der Nähe von Vancouver mit Katzenbedarf kennt – macht ihn auf tinykittens aufmerksam – rescue is my favourite breed! Dort gibt es derzeit zwei wirklich reizende Pärchen zur Adoption: Cleo, eine sehr junge Katze, die leider FeLV+ ist – und Sammy – ihr Spielkamerad. Er ist frei vom Virus und geimpft, natürlich. Und dann gibt es noch Buttercup und Westley. Ein Pärchen von etwas über einem Jahr, sie eine wunderschöne Langhaarkatze, schwarz und sehr sanft. Und einen total verspielten, leicht schüchternen Westley, der aber auftaut, wenn man mit ihm spielt. Beide sind durch den Fernkurs der North-Futterdieb-Schule gegangen … 😉 Also sollte man Katzenfutter wirklich weg-SCHLIESSEN.

Küchenfee backt

Rhabarberzeit endet am Ende des Monats (wg der Oxalsäurewerte, die im Laufe des Sommers steigen). Also musste ein Rhabarberkuchen her. Kollegen wurden kurzerhand zu Testessern erklärt (willige Kollegen natürlich nur) und so hab ich gestern das bei Chefkoch entdeckte Rhabarberkuchen mit Joghurt-Sahne-Guss Rezept ausprobiert:

https://www.chefkoch.de/rezepte/891951194716396/Rhabarberkuchen.html?utm_medium=sharing&utm_source=chefkoch_android_app&utm_campaign=sharing_rds_ck_android

Mal was anderes, nett zitronig im Guss. Nicht so süß, und bei den Kolleg/innen gab es nur eine Enthaltung, der Rest gab 👍.

5 von 5 Kokonüssen.