Öffentlicher Personen-Beinah-Verkehr

Liebe Üstra.

Ich nutze dich werktäglich, gelegentlich auch mal am Wochenende. Ich fahre zur Arbeit mit dir – oder auch nicht, wie es heute beinahe passiert wäre.

Erst ließest du mich an meiner Bushaltestelle stehen, ein Bus kam gar nicht, der nächste war auch (leicht) verspätet …

Dann stieg ich um, wollte meine Bahn stadtauswärts zur Dienststelle nehmen. Und bekam zu lesen: Derzeit Busersatzverkehr. Für alle VIER Linien … Wenn es nicht geregnet hätte und so windig gewesen wäre, hätte ich mich zum Laufen motivieren können. Aber es war nass und kalt und ich stand ja schon an der Bushaltestelle eine Viertelstunde (wovon nur 10 Minuten auf dein Konto gehen, der Rest war einfach schlechtes Timing von mir).

Ich bin also wieder hoch (und das bedeutet an meiner Umsteigestation Treppen steigen, da nur EIN Aufzug vorhanden ist, und der ist auch noch ewig langsam). Frühsport war damit auch abgehakt (ich bin nicht sportlich).

Dann schaute ich mich mit allen anderen VPs (verhinderten Passagieren) um: Wo fuhr denn nun der Ersatzverkehr? Uhm … Haltestelle des Busses, aus dem ich gerade ausgestigen war? Uhm … nein! Stattdessen fuhr der Bus von der kreuzenden Straße ab – also einmal über die Straße, um dem Bus hinterher zu winken! Der Fahrer sollte sich ja nicht vernachlässigt fühlen.

Das war der Punkt, an dem ich mir dachte, ich geh besser wieder nach Hause. Bin ich dann aber nicht, sondern habe mir einen Kakao geholt, den beim Bäcker getrunken, dann bin ich, weil ich keinen weiteren Bus mehr sah, wieder runter – und siehe da, die Bahnen fuhren wieder. Irgendwann … mit etwas Geduld kam ich dann doch noch zur Arbeit.

Du, liebe Üstra, schuldest mir jetzt die € 2 für den Kakao (fürs Wiederaufwärmen, weil ich zweimal in Regen und Kälte stand) und 45 Minuten Lebenszeit.

Da es sich hier nicht um einen Streik, nicht um eine Wetterkatastrophe und nicht um einen Unfall handelte, sondern um einen technischen Fehler einer bereits NACHTS ausgefallenen Bahn, s. HAZ-Artikel dazu (auf deiner Seite war die Ursache ja nicht zu finden) wüsste ich jetzt gerne, wohin ich mich mit meiner Rechnung wenden muss.

Mit freundlichen Grüßen

FranHunne

Punkt, Punkt, Punkt, (6), Herzensbücher

Na, das sollte mir eigentlich nicht schwer fallen, in einem Haushalt voller Bücher ein gescheites Foto zum Thema Herzensbücher zu machen. Mmmh mal sehen …

Aus mir wird in diesem Leben kein Fotograf mehr:

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So viele Bücher, so wenig Platz

Also, was haben wir da:

Im Hintergrund, wie im Alltäglichen Leben einer First-World-Bewohnerin generell stehen zwei Kochbücher.

Das eine, Food fast, begeisterte mich vom Titel schon, hat aber auch das schnellste selbstgemachte Gebäckteilchen im Programm: Apfelblätterteig. (Was natürlich nur eines der vielen schönen Rezepte ist, die alle maximal 20 Minuten brauchen – also, wenn man schnell arbeitet.) Dieses Buch ist sicher das Schönste meiner Schnellkochbücher, ich habe davon aber noch weitere im Regal. Und ja, hin und wieder schau ich auch mal rein *hust*

Das andere Köstliches Gemüse habe ich mal in einem Kalender entdeckt, von den Stadtwerken Neustadt. Dort war auf der Rückseite der Kalenderblätter immer ein nettes Rezept, und ich dachte: Schau doch mal, woher die stammen. Es gibt sowas wie einen “Energie”-Verlag (wie ja auch die Zuckermonopolisten Nordzucker ihre eigene Rezeptbuchreihe herausbringen). Und dieses Buch hat mir mit wirklich schönen Rezepten Gemüse völlig neu eröffnet. Chicoree mit einer Currysoße. Oder mein Liebling, weil so herrlich einfach: Blumenkohl-Tomaten-Spinat mit Käsesoße überbacken … Oh, ich hab auch vorher alles drei an Gemüse gegessen, aber ich wäre wohl nicht auf den Gedanken gekommen, das zu einem köstlichen Auflauf zu verarbeiten – oder ist es mehr ein Gratin? Es ist auf jeden Fall köstlich (und NICHT kalorienarm :P  )

Davor links, Titel ist nicht zu lesen, Der Kleine Hobbit. Mein erstes Fantasy-Buch. Damals (7. Klasse) tat ich mich schwer mit dem Konzept und musste erst langsam in die Geschichte reinkommen. Dieses Taschenbuch ist ein Nachkauf, das damals habe ich von einer holländischen Klassenkameradin auf dem Gymnasium bekommen (danke Dinie).

Natürlich habe ich auch Den Herrn der Ringe gelesen – und ich find ihn nicht mehr! Die grüne Ausgabe, 1984 zusammen mit einer Freundin gekauft – ich las ihn in 6 Tagen …

Daneben – ein Spielbuch. Nein, nicht über Spiele – zum Spielen. Man liest einen Abschnitt, muss sich dann für eine von mehreren Möglichkeiten entscheiden und erlebt so ein Abenteuer. In diesem Fall im “Haus das Verrückte macht” (Einen virtuellen Keks für den, der das Zitat erkannt hat.) Ich bin ja im Öffentlichen Dienst tätig, aber dieses Buch ist schon wesentlich älter als meine Verbeamtung.

Nächstes Buch, links, Michael Ende – na, welches kann es sein? Ja, es IST die unendliche Geschichte, dtv-Taschenbuchausgabe – zweifarbig gedruckt! Ein Buch, das ich als Kind las. Eine (angeheiratete) Großtante besserte mit Putzen ihre Rente auf (Mann war früh gestorben) und von ihrem Arbeitgeber brachte sie immer wieder Kinderbücher mit, die dort “übrig” waren – manche allerdings nur geliehen. Und Die unendliche Geschichte war eine solche Leihgabe (das Buch war bestimmt sehr teuer – es war nämlich ein Festeinband – neudeutsch: Hardcover).

Rechts daneben, einer meiner Liebingssachbuchautoren, weil er so herrlich humorvoll dabei ist: Bill Bryson. Hier liegt seine Shakespeare-Biografie – und er macht sich wunderbar darüber lustig, dass man eigentlich gar nicht weiß, wer denn nun wirklich die Dramen, Komödien und Sonette geschrieben hat.

Wieder nach links, der letztes Jahr am 12. März verstorbene Terry Pratchett. Hier liegt Small Gods, aber ich hätte wirklich beinahe jedes von ihm greifen können. Humor lese ich einfach zu gern, daher auch George Mikes Omnibus (Sammlung von mehreren Büchern) – How to be a Brit. Mit dem kürzesten Kapitel über Sex, das möglich ist:

“Continental people have sex life; the English have hot water bottles.”

(Für Nicht-Englischsprecher: Leute vom Kontinent haben ein Sexualleben – die Engländer haben Wärmflaschen.)

Rechts daneben, unter Bill Bryson, Stanislaw Lem. Der zweite Autor, von dem ich seriell begeistert war. Außer der wirklich guten Kurzgeschichtensammlung “Nacht und Schimmel” (auch mal eine Gabe, die mich auf dem obigen Weg erreichte, der Name steht noch heute im Buch) habe ich natürlich auch einiges andere von ihm gelesen (Solaris und Eden z.B.) – aber die Kurzform gefiel mir am Besten – und hat es auch über die 3 Jahrzehnte geschafft, nicht verloren zu gehen! Die anderen Ausgaben gab es mal billig nach dem Zusammenbruch der DDR, da Lem in seinen Werken ja durchaus die sozialistische Gesellschaft gefeiert hatte (am Anfang – später wurde er sehr kritisch).

Davor liegt Ben Aaronovitch. Die Flüsse von London ist eher eine Buchreihe für jüngere Leser (nicht Kinder, bitte nicht den Fehler machen! Drastische Szenen und Sex sind enthalten – aber Young Adult – nicht so eine reife Tante wie ich es bin.) Erinnert ein wenig an Lord Darcy. Krimis mit Magie. Zielpublikum: Young Adults. Und bitte: Wirklich Adults. Sex und Gewalt gibt es reichlich.

Nächste Reihe. Hinten steht, stellvertretend für viele Sachbücher, die sich mit dem Georgianischen England beschäftigten (1714 bis 1848) Eavesdropping on Jane Austen’s England. Um einen besseren Einblick in das Leben der Leute in England in der Zeit zu erhalten, hab ich mal angefangen, mir diverse Bücher dazu zuzulegen. Dieses hier ist mein Lieblingstitel dazu. Immer wieder werden dieselben Leute zitiert (aus ihren Briefen oder Tagebüchern) – und geben so einen Einblick ins alltägliche Leben der Zeit. Manches wird aus den verschiedensten Perspektiven geschildert (englischer Geistlicher, deutscher Reisender) – und sehr viele Aspekte des Lebens werden abgehandelt. Nicht alle so ausführlich, wie ich es gerne hätte. Leider. Aber dann wäre das Buch vermutlich zur Trilogie geworden – und wer hätte das dann noch gekauft.

Auf dem Foto versteckt unter dem Buch mit den Kurzgeschichten liegt einer meiner Lieblingsautoren, Jasper Fforde. Die Thursday Next-Reihe geht herrlich respektlos mit den Klassikern um, mir persönlich gefiel auch die Nursery Crime-Reihe – aber meinen Freunden war das dann eine Spur zu abgehoben (und nicht im elitären Sinne, mehr im Sinn von verdreht, verworren). Jasper Fforde hat noch eine Dragonslayer-Serie am Start (die ich noch gar nicht kenne).

Davor liegt, wenn man so will, Jane Austen-Fan Fiction. Nur – besser als Fan Fiction. Kurzgeschichten, inspiriert von Jane Austen. Einige mit Miss Austen als Heldin, einige mit Helden aus ihren Romanen – und andere, in der Jetztzeit angesiedelt, die einen Plot oder ein Motiv aufgreifen.

Damit kommen wir zu der Reihe, die rechts am Rand den Rücken präsentiert: Ein schöner Rücken kann auch entzücken.

Ehm Welk, die Gerechten von Kummerow. Eigentlich wollte ich die Heiden von Kummerow dorthin stellen, aber das alte Taschenbuch, das ich schon durch die nicht gerade sanften Hände meines Vaters ging (er hat Taschenbücher misshandelt, sie mit ins Bad genommen, mit dem Rücken nach oben aufgeschlagen auf den Tisch gelegt etc.), ist gerade verschollen. Die Gerechten von Kummerow ist der Nachfolgeband. Dieses Buch habe ich mal antiquarisch gekauft (ja, kommt auch vor) und der Ton dieser Geschichte ist nicht mehr so unbekümmert. Die Kummerower jedenfalls gehören für mich zu einem Teil meiner Kindheit, der Sonntagnachmittags-Familienfilm, gemeinsam gelesene Bücher (ok, nacheinander gelesen).

Daneben steht ein echtes Herzens-Buch. Eine kleine, aber feine Romanze von Georgette Heyer. Von einer Freundin mal in den 90ern angefixt, habe ich diese Perle spät entdeckt. Aber The Convenient Marriage (auf Deutsch: Die Vernunftehe) mit seiner lispelnden, 17jährigen Heldin, die ihren mehr als doppelt so alten Ehemann von seiner Geliebten weglotsen will, dabei in die lustigsten Abenteuer kommt und sich von ihrem spielsüchtigen Bruder immer mal wieder helfen lassen muss – sehr lustig. Und der Ehemann ist COOL.  Ich verstehe, warum sie den nicht teilen möchte.

Kontrastprogramm – Die Stadt der Kinder. Links, Hippie, antiautoritär. Diese Gedichtsammlung für Kinder aus den späten 60ern enthält Sachen, die man eindeutig dieser Zeit (oder den frühen 70ern) zuordnen würde. Aber sie enthält eben auch so kleine feine Edelsteine wie:

Ein Murmeltier zum Murmeltier

wie wär’s mit einem Murmelbier

Gleich hier bei mir

Ein Murmelbier, zwei Murmelbier

drei Murmelbier, vier ..

Seither gibt’s bei den Murmeltieren

vom vielen Murmelbierprobieren

nur Milch zum Brot –

und Bierverbot.

Auch dieses Buch stammt aus der Sammlung des ehemaligen Arbeitgebers meiner verstorbenen Großtante.

Daneben findet sich auch bei mir ein Reiseführer, wie Frau Tonari mag ich Reiseführer, nicht nur die ironischen (s. George Mikes – übrigens Mikesch auszusprechen, nicht Maiks – der Mann ist aus Ungarn eingewandert). Und mein Lieblingsreiseland ist Großbritannien.

Und das letzte Buch das mit dem Rücken zu uns steht ist ein amerikanisches – eine Sammlung von Gedichten und Kurzgeschichten von Dorothy Parker. Diese berüchtigte Autorin Nordamerikas ist mit ihrem Sarkasmus, der auch vor der eigenen Person und dem eigenen Geschlecht nicht Halt macht, sicher auch ein Herzensbuch, vor allem, wo sich viele ihrer Gedichte um genau das Thema Herz drehen.

So, und nun habe ich die Spannung lange genug hoch gehalten, da liegt noch eine abgegrabbelte Kladde. Ein Buch zum Selberschreiben. Und genau darum ist es ein Herzensbuch – ich liebe es, mich dort immer mal wieder auszutoben. In mein Blog kommen Glossen, oder manchmal Reportagen. In diesem Buch tobe ich meine kreative, fiktionale Seite aus. Es ist auch nur EINES von mehreren.

Wie Ihr seht, hat mein Herz viele Seiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Punkt, Punkt, Punkt – (5) – Mühle(n)

Sunnys Blogparade fordert uns ja jeden Sonntag2016  auf, Beiträge (möglichst mit was zum Gucken) zu einem gegebenen Thema zu erstellen.

Heute sind also Mühlen dran. Nachdem Frau Tonari schon sowohl die sich aufdrängende Windmühle, wie auch das entsprechend benannte Brettspiel brachte und zumindest EINE Haushaltsmühle (was alles Wasser auf meiner Mühle gewesen wäre, aber Wasser ist ja eigentlich Frau Tonaris Thema), habt Ihr ja schon drei nicht zu toppende Fotos gesehen. Da war ich dann in der Zwickmühle.

Und das sagt diese junge Dame viel schöner, als ich das könnte – (eigentlich wollte ich nur den Link bringen, aber wordpress fügt automatisch das Video ein).

Also von mir wieder ein Wortbeitrag.

Ich möchte Euch heute nämlich wieder einen besonderen Ort vorstellen.

Die Bundesakademie in Wolfenbüttel.

Dort finden Seminare zur Weiterbildung in kulturellen Berufen statt – ich war aber auch selber schon dort, obwohl mein Beruf mit Kultur etwa soviel zu tun hat wie der Elefant mit dem Klöppeln. Man bietet nämlich Seminare an, die auch mit meinem Hobby “Kreatives Schreiben” und meinem Interesse am Kabarett zu tun haben.

Ich war dort schon einmal bei einem Science-Fiction-Seminar (für das ich eine entsprechende Kurzgeschichte einreichen musste) und habe auch an einem Kabarett-Seminar teilgenommen. Außerdem habe ich mir ein Seminar zur Geschichtenvermarktung angetan – was mich sehr desillusioniert hat. Gebt Euren Brotberuf noch nicht auf, Mitschreiberlinge … (Fotos habe ich zu den Gelegenheiten keine gemacht.)

Wieso aber dieser Hinweis auf diese kleine, meist eher wenig bekannte Akademie beim Thema Mühlen?

Ich sag nur: Tagungsort.

Nicht das Wolfenbütteler Schloss ist hier gemeint. Das ist zwar hübsch (nein, nicht DAS hübsch, die kleine Schwester von …, das andere hübsch) , aber der Tagungsort an dem meine Seminare stattfanden war die Schünemannsche Mühle.

Eine alte Wassermühle an der Niedersächsischen Mühlenstraße.

2010 war sogar im Gespräch, das Mühlenwerk wieder in Betrieb zu nehmen. Nicht zum Mahlen (was herrlich zur Bundesakademie für kulturelle Bildung gepasst hätte, wenn man den kleinen Rechtschreibfehler überlesen hätte) – sondern zur Energiegewinnung. Das machen Wassermühlen heute nämlich oft. (Den Link zum Zeitungsartiel hab ich mir aber geschenkt, da eine Paywall den eigentlichen Artikel blockierte.)

Heute benutzen wir Wasser ja wieder zum Antrieb, Stichwort Eneuerbare Energien, aber das fällt dann bestimmt mehr in das Ressort von Frau Tonari, der ich heute mal das Thema Wasser abgegraben habe …

 

WEGGIEBOY?

Has anybody heard from Weggieboy lately? His last blog entry is from 14th January. He is an elderly man and has two cats, so I am a little worried! He said to me should push come to shove he has emergency measures in place to save the kitties. Still – that does not stop me from worrying.

Shopping around the world

To join Bacon and Easy on their Shopping around the world:

For me it is rather cooking around the world, as most things I have at home, but the fresh produce, of course.

Buy an Orange Hokkaido squash,a small packet of H-cream (I like to have some in my cupboard so I buy it homogenized), take from your storage an onion or two (depends on size), and a litre, two pints or a quarter of a gallon of broth (I use broth that has been dried and is sold as powder, like stock cubes, just powderized)

Kürbissuppe 3

– you need about 28 gramm (four teaspoon) for a liter – and 140 gramm cost €0,59 – so that is about 12 Eurocent.  One hokkaido costs about 1,50 per kilogramm – which is about the amount you need here. And the cream is about 0,49 per 200 ml package. You use any amount you like. My recipe says 3 packages, I say one is enough. An onion is not expensive, either, a kilo is about  0,49 – and you need about 100 gr … You need some neutral oil, too, about two tablespoons should be enough – a bottle of rape seed oil (1 litre) is 0,99 – you need the equivalent of about 4 cent here.

So you open the Hokkaido,

Kürbissuppe 1

Hokkaido

get the seeds out, cut the Hokkaido into cubes. Peel the onion(s), cut them into cubes, too.

Heat oil into a big saucepan, 2 to 3 litres should fit into that. Fry onions till they turn glassy (about 15 minutes), add hokkaido and broth. Cook for 20 minutes. Let cool a little, mash it up into a mixer (one portion at a time), get it back into the pan, add salt (if you think it is still necessary, if you take broth from that powder don’t), add pepper and if you are like me, add curry. Stir well, add cream, heat but don’t let it boil anymore.

Serve with a few sliced leaves of Basil (just if you happen to have some).

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That is 2,20 Euro for 4 portions. Not counted pepper and curry (you need so little that I doubt that would make much of a difference) or electricity (for the mixer/cooking) or gas (for the cooking).

The more spicy you choose your curry, the more warming the soup. If you want to take some dried pumpkin seeds (peeled, but you knew that) and roast them dry in a pan, till you just can smell some aroma – don’t wait till they take colour. That adds some extra crunch. Or just fry a few bacon cubes … But then you leave the vegetarian territory.

I changed the name of the pumpkin, as in Germany it is known as Hokkaido Kürbis – in America it is known as Red Kuri squash or Orange Hokkaido squash and in the UK the name is Onion squash.

 

 

 

Nicht außerhalb der Eurozone

Eigentlich sollte in Zeiten eines zumindest wirtschaftlich einigermaßen vereinigten Europas es möglich sein, eine Internet-Bestellung für ein paar hübsche Postkarten aus UK aufzugeben und hier in der Sparkasse in Pfund zu bezahlen.

Eigentlich.

Tatsächlich passierte in meiner genossenschaftlich organisierten Bank folgendes:

Automat in der Schalterhalle: “Möh, ich kann nur Euro” … klar, Auslandsüberweisungen sind im Zeitalter von Kreditkarte ja auch selten geworden …

Schalter: “Ja, da müssen Sie dieses Formular ausfüllen” (Klar, kein Ding, hatte ja die Kontonummer) “Und das schicken wir dann zu unserer Auslandsabteilung.” Uhm, ja, schon ein wenig altmodisch, aber wie Sie meinen. “Kostet etwa € 7,80”

“Aber Sie brauchen auch die BIC, nicht nur die IBAN!” (Ups, bei Auslandsüberweisungen muss nicht nur die Kontonummer angegeben werden, wie bei Überweisungen innerhalb Deutschlands, aber ok, mein Fehler).

Ich besorge mir also zu der IBAN noch die BIC.

Lege dann gestern stolz mein ausgefülltes Formular vor. Ja, ich kannte weder den Nachnamen noch die Adresse der Betreiberin der Website … Also setzte ich den Vornamen ein.

Anruf der Bankfiliale am Nachmittag: “Also, das Ganze kostet dann 30 Euro! Und den Nachnamen brauchen Sie auch. Sonst wird das nicht durchgeführt.” Man ließ durchklingen, dass man mich für komplett durchgeknallt hielt, weil ich ein paar Postkarten kaufen wollte ohne den kompletten Lebenslauf, den Leumund und das polizeiliche Führungszeugnis der Verkäuferin zu kennen.

30 Euro – die 10 Postkarten sollten 10 Pfund 50 kosten. Inclusive Versandkosten.

Liebe Genossen – das ist kapitalistischste Abzocke! Ich mache mich jetzt auf die Suche nach einem Freund/einer Freundin, der/die sein/ihr Paypal-Konto für eine solche Überweisung zur Verfügung stellen würde. Sorry, Ihr macht mich nicht glücklich damit!

Europa eine Wirtschaftseinheit? Davon sind wir immer noch Lichtjahre entfernt.

Letzte Woche in der Zeitung

Montag, meine Lokalzeitung berichtet über ein anderes Medium, freie Apothekenzugabe für Kinder. (Saure-Gurken-Zeit im Winter?)

Medizini, ein fester Teil meiner Kindheit (ja, so lang gibt es das schon, hieß früher allerdings Medi&Zini) hat einen Schlankheitstest gebracht unter “Deine Figur – Zufrieden damit?”. Die Zeitung hat ganz offensichtlich nicht verstanden, dass ihre Zielgruppe NICHT die gelangweilte Hausfrau ist (eine nicht gelangweilte, also die absolute Mehrheit der Hausfrauen hierzulande, hat gar keine Zeit, sich diese Frage zu stellen), oder die andere Frauenzeitschrift-Abonnentin …

Dies ist eine Kinderzeitung. Beschäftigt sich normalerweise mit Themen für Kinder ab dem späten Kindergartenalter und bis ca. Ende Grundschule. Danach ist Medizini nicht mehr gefragt. Wollen wir wirklich diese Kinder bereits auf den Diät-Wahn schicken mit Fragen wie: “Stell dir vor, du hättest in letzter Zeit ganz schön zugelegt, was tust du?”

Medizini, ich habe dir gerade die Freundschaft gekündigt. Die flaue Ausrede von Medizini nach dem zu erwartenden Shitstorm war übrigens: “damit soll spielerisch das Bewusstsein geschaffen werden, dass zu viel Beschäftigung mit dem eigenen Körper schädlich” sein kann. Ähm … ja … kommt auch total so rüber mit diesen Fragen.

Liebe Eltern, es hilft nix, jetzt müsst Ihr auch schon die Apothekenkinderzeitung lesen, bevor Ihr sie Euren Kindern gebt!

Ganz anderes Thema, das muss ich hier mal loswerden

Meine Lokalzeitung (ja, die, die mir Medizinis Patzer nahe gebracht hat) am Freitag dann, Glosse im Lokalteil. Der Schreiberling mokiert sich über die Geschossansage in Aufzügen. Weil er ja weiß, dass er im zweiten Stock ist, braucht der zweite Stock nicht angesagt zu werden. Ähm, ja … Lieber Glossenschreiberling vom Freitag. Nur mal so. Dass in den Aufzügen die Stockwerke angesagt werden, wenn sie erreicht werden, hat damit zu tun, dass es ein Hilfsmittel für SEHBEHINDERTE ist, nicht für Denkfaule. Der Sehbehinderte weiß eben nicht, welchen Knopf eventuelle Mitfahrende gedrückt haben, und wenn ein Geschoss erreicht ist, hilft es ihm, wenn gesagt wird, welches. Dir schadet die Ansage nicht, also überhöre sie einfach.

So, fühlt sich schon viel besser an.