Dixies

Also, nicht die Musik – Dixiklos gibt es nämlich auch in Hannover. Und zwar immer da, wo Leute arbeiten aber keine „normale“ Toilette benutzen können.

Hat eigentlich schon mal jemand daran gedacht, was so ein Üstra-Fahrer macht, der an seinem 8-Stunden (ca.) Tag die Linie mindestens einmal wechselt (damit er/sie nicht einschläft vor Langeweile) – oder besser, WO?

Ich steige ja in meinen Bus nach Hause am Endpunkt Nur an Üstra-Endpunkten sind auch Toilettenpausen vorgesehen. Logisch – sonst sind Fahrgäste im Bus (im Normalfall) – und die kann der Mensch hinterm Steuer kaum immer rauswerfen, nur weil die Blase drängt. Also geht der Üstramitarbeiter auf eine Toilette am Endpunkt. Normalerweise ein richtiges Klo. Aber – was, wenn dieser Endpunkt gerade abgehängt ist, weil eine Baustelle die Zufahrt dorthin verhindert? Dann gibt es einen anderen Endpunkt. ABER nicht ein anderes normales Klo. Sondern eben ein Dixi.

So wie gerade für die armen Leute, die auf der 121er Linie unterwegs sind. Ca. eine Stunde durch die Stadt ohne Möglichkeit, mal auszutreten. Und dann finden sie am derzeitigen Endpunkt Fenskestraße ein Dixi vor. Nicht irgendein Dixi – ein Dixi ohne Schloss. D.h. – jeder kann sich dort erleichtern – und nicht jeder ist dabei reinlich. Die Fahrer können WEDER hinter sich abschließen, NOCH sicherstellen, dass nur die Kollegen der Üstra dieses Dixi benutzen. Kein Wunder, dass sich die Kollegen auf der Linie durch zwei Stunden quälen und bei diesen Temperaturen viel zu wenig trinken, nur um eben nur am Altenbekener Damm die Sanitäranlagen zu benutzen.

Dass dieses Dixi kein Schloss besitzt, ist bekannt – aber es wird nix unternommen. Ich schlage vor, die Üstra-Büromenschen, die das für nicht so wichtig halten, oder die Dixi-Aufsteller, falls die Schuld sind, dass nix passiert, gehen mal in der Fenskestraße auf das dort vorhandene Klo.

Ich wette, dann haben die Fahrer ganz schnell eine bessere Möglichkeit.

HALLOOOO – wir haben über 30 Grad in Hannover (und das soll zumindest nächste Woche auch noch so bleiben). Die Mitarbeiter hinterm Steuer sitzen den ganzen Tag hinter einer großen Glasscheibe. DIE MÜSSEN TRINKEN (natürlich hoffe ich auf Wasser und nicht Bier, aber meinetwegen dürfen sie auch Kamillentee trinken, da bin ich „großzügig“). Da kann man nicht einfach eine unzumutbare Toilette hin stellen. Nicht alles wird ausgeschwitzt und die Nieren leiden. Ein Herz für Busfahrer!

Sollte jemand im Üstra-Betriebsrat dies lesen – das hab ich von einer Kollegin, die auf der 121er Linie fuhr. Sollte jemand vom Üstra-Gesundheitsmanagement das lesen – Handlungsbedarf!

 

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Schon vorbei, aber nicht vergessen – Kleines Fest

Auch dieses Jahr hab ich mich wieder (gegen 15 Uhr) in die Schlange vor dem Großen Garten eingereiht. Seit sie 300 Tickets am Abend ausgeben, braucht man auch nicht mehr panisch nachzuzählen, wieviel Leute vor einem anstehen.

Dass im Blumenkiosk an der Ecke des Großen Gartens (an dem es auch Ansichtskarten gibt) das Programm bereits zu haben war, hat geholfen, schneller zu einem Meinungsbild zu kommen, so dass wir genüsslicher picknicken konnten. Außer dem einen, der aus dem Meinungsbild einen Abend basteln musste. Danke nochmal dafür!

Wir hatten auf der Liste (nicht in der Original-Reihenfolge) Akrobatik (drei junge Leute an einem hohen Gestell), Zauberei (dabei durfte jemand von uns assistieren), noch mehr Akrobatik (zwei junge Leute mit einem Brett und einer Rolle), die ich von oben betrachtenn konnte, griechische Marionetten, noch mehr Zauberei (leider saßen wir so am Rand, dass wir ein paar Tricks durch den Wind „aufgedeckt“ bekamen) – aber die Lache des Kameruner Zauberers war eine, wenn die mal Junge wirft, will ich eines davon … Chansons gab es noch mit Alix Dudel. Und den letzten Akrobatikakt im Theater konnten wir nicht sehen – denn das Theater war überlaufen. Kein Wunder, so kurz vor dem Feuerwerk ist es gut gelegen und normalerweise sind immer Plätze frei. Dieses Mal – Fehlanzeige. Da waren noch mehr so schlau – und kamen von weniger weit her.

Das war für mich dann das Zeichen zum Aufbruch – ich musste dringend die Toilette aufsuchen, fand aber nicht gleich die Wagen (in der Nähe des Theaters waren eigentlich welche vorgesehen) und das Feuerwerk – es ist schön, aber ich hab es nun schon etliche Male gesehen und so lange davor noch zu warten, dann irgendwo schlechte Stehplätze zu haben … also da fuhr ich nach Hause. So kam ich noch in den Genuss des vorletzten Busses nach Hause 😉

Der Preis dieses Jahr 32 Euro. Ein ordentlicher Happen mittlerweile, aber es ist einfach jedes Jahr wieder schön. Sicher werde ich irgendwann eine Schmerzgrenze erreichen. So vielleicht bei 40 – oder 50 Euro … Da es auch immer anstrengender wird, werde ich diese Grenze vermutlich dankbar als „Jetzt ist aber auch gut“ hinnehmen. Vielleicht aber auch nicht und vielleicht werde ich auch noch dabei sein, wenn der Eintritt das doppelte kostet … Hoffentlich ist das noch eine Weile.

Die Atmosphäre im Garten ist und bleibt zauberhaft schön. Die einzelnen kleinen Bühnen, die langsam länger werdenden Schatten, überall hört man Menschen, man sieht aber immer nur wenige (deswegen gibt es eine Ticketbegrenzung auf 3.800), dieser traumhaft schöne Garten mit seinen verschiedenen Abteilungen – und die Leute alle in gelöster Stimmung. Dazu Sommer in Hannover (aber glücklicherweise noch vor der 30 Grad-Grenze).

Meine Kollegin, die dieses Mal das erste Mal dabei war, sagte jedenfalls zu mir: „Jetzt weiß ich, warum du jedes Jahr wieder hin willst!“ Und als wir uns im Büro wieder sahen, kam eine Bemerkung, die ich so als Schlusswort stehen lassen möchte: „Gerne nächstes Jahr wieder!“

 

 

Christiane bittet zum ersten Intermezzo

Christiane von Irgendwasistimmer bittet zum Intermezzo – und ihre Aufgabe:

Aus einer Liste von 15 Wörtern 10 aussuchen, dazu eine Gedicht- oder Songzeile nehmen (ich nahm ein Gedicht, von einem Herrn, der schon lange, lange verstorben ist) und daraus eine Geschichte beliebiger Länge basteln.

Hier nun

Mal was anderes*

Sie öffnete das Fenster, draußen stand die Luft aber genauso. „In allen Wipfeln spürest du, kaum einen Hauch“ Wie Recht der alte Goethe doch hatte. Sogar die Vögel schwiegen, wie im Gedicht. Sie beneidete sie nicht, konnten sie doch ihr Federkleid nicht wechseln.

Sie dagegen schwang sich für den Tanztee in ein leichtes Sommerkleid, und holte die Ohrringe aus dem Biedermeierschränkchen, das sie sich mit ihrem ersten eigenen Geld gekauft hatte.

Langsam musste sie mit der Sachertorte wirklich aufpassen, sie hatte schon Schwierigkeiten, das Fußkettchen anzulegen, von ihrem Ex so uncharmant „Fußfessel genannt.

Als sie aus dem Haus trat, schaute sie rüber zur Kirchturmspitze und verglich die Uhrzeit mit ihrer Cartier. Pünktlich wie immer.

Sie stieg in das Cabrio und machte sich auf den Weg zur ehemaligen Fischkonservenfabrik, die jetzt ein Veranstaltungszentrum war.

Kurz vor dem Gelände lag etwas auf der Straße, sie konnte gerade noch bremsen. Eine Frau kam angerannt und schrie in einer Sprache, die sie nicht verstand, auf sie ein. Was wollte die Frau, sie hatte doch nichts mit dem Bündel auf der Straße zu tun. Vom Bündel kam ein Wimmern, doch als sie sich bücken wollte, kamen zwei große Männer angerannt und brüllten, zornrote Wangen blitzten – sie verstand kein Wort.

Weitere Frauen kamen, eine alte zerrte an ihr, eine junge bückte sich zum Bündel, wenigstens eine mit ein wenig Verstand, schoß es ihr durch den Kopf, als sie den ersten Schubser spürte. Die Stimmung kochte hoch. Eine Hand schlug ihr erst rechts, dann links eine runter, sie versuchte sich zu befreien und schaffte es irgendwie ins Auto zurück, Rückwärtsgang eingelegt und los – erstaunlicherweise versuchte niemand sie davon abzuhalten, wegzufahren.

Sie fuhr zitternd nach Hause, nach Sachertorte war ihr nicht mehr, ihr Kleid sah ein wenig zerrupft aus. Sie merkte erst, dass ihr Schmuck fehlte, als sie die Ohrringe herausnehmen wollte. Die Ohrfeigen! Ablenkungsmanöver. Der ganze Firlefanz sollte einen Straßenraub verdecken! Sie wollte die Polizei rufen, aber das Handy war auch fort.

*Ein Hinweis für  Goethe-Kenner – oder Wikipedia-Leser – das bekannte „Wanderers Nachtlied“ wurde unter Ein Gleiches veröffentlicht. Es gibt nämlich noch ein Gedicht, das „Wanderers Nachtlied“ heißt.

Hier der Wikipedia-Artikel. Dort auch der vollständige Gedicht-Text.

Gerade in meinen E-Mails

Eine Seite meines Vertrauens offerierte mir gerade Menstruationstassen*. Diese kleinen Silikon-Dinger, mit denen man auffängt, was sonst in den Tampon oder die Binde geht. Man scheint auf dieser Seite nicht zu wissen, dass ich jetzt in einem Alter bin, wo sich eine solche Anschaffung nicht mehr lohnt …

*Keine Sorge, der Link geht nur zu Wikipedia, es wird nicht blutig.

Selbst wenn ich 20 Jahre jünger wäre, aber genauso fett – wäre das Ding nichts für mich. Ich bin einfach nicht so gelenkig.

 

Bacon’s Shop around the world – Summer dish

Bacon has asked again and how can I not deliver when asked so nicely?

So here is a new recipe for summer. Quick in the kitchen and not too heavy:

Swedish Summer Soup

4 big potatoes

250 g smoked Salmon or Salmon fillet (it doesn’t matter which, as you put it into the soup and it gets heated anyway, should be enough to cook the salmon

150 ml (about a cup) cream

2 leeks

1 l vegetable broth

2 table spoons butter (or oil – it is for frying the leek and the potatoes, I prefer to fry with oil)

2 table spoons dill (I use frozen dill, less hassle and you do not depend on the supermarket stocking it when you have time to shop, fresh dill is sometimes sold out when I go shopping)

Peel the potatoes and cut them into small dice, clean the leek and cut that into rings (if you prefer to cut and then wash, that is fine), heat fat in a sauce pan, fry leek and potatoes a little, just so that they are not raw anymore, about 10 minutes, I’d say, you later cook them). Add the vegetable broth, cook for 15 minutes.

Cut salmon in dices or small parts (small enough that you can spoon them up without spilling the soup all over yourself), blitz the potatoes and the leek (roughly, not too fine) and add the salmon to the pan. If it is fresh fillet, let it cook until done (should not take a lot of time, fish is fast and the parts should be small) – you only need to warm the smoked salmon for about 5 minutes. Add dill and cream (no more cooking after cream, just warming through). Serve with fresh baguette or any other kind of bread you like. (I’d like a rye roll for this).

And now to the money – all in Euro, I’ll give you a dollar-summary at the end:
7,38 for 200 g Salmon, organic, smoked (NOT wild salmon, for the sake of the fish)

2 leeks – 0,62

cream 200 ml – 0,69

dill – 1,39

I had potatoes in my storage and pepper, oil and soup powder from which I took 4 teaspoons to make 1 l of broth.

That is 10,08 Euros for 4 persons (plus potatoes if you have to buy some)

€ 2,52 per person – add to that the bread (I forgot to buy the rye roll). And in Dollar: 2,97 $

 

 

Schüler-Trolling 2.0

Heute Morgen ist erster Ferientag hier. Und gerade ist es 7:23. Seit ca. 10 Minuten arbeitet draußen ein Gärtner und schneidet mit einer Heckenschere eine Buchsbaumkugel …

Herzlichen Glückwunsch – er hat den Schüler-Trolling Wettbewerb eindeutig gewonnen. Zumal ich die etwas größeren Schüler gestern noch gehört hab, als ich um kurz nach 11 ins Bett gefallen bin.

Gestern kocht ich, heute buk* ich

Und morgen hol ich bestimmt keiner Königin Kind – das sollen die hübsch selber groß ziehen ..

Gestern gab es Spontannudeln. Also, fertig gekaufte Pasta (ich liebe Gabelspaghetti) und eine selbst gemachte Soße ohne Rezept.

Zwei kleine Zwiebeln fanden den Weg in Ringen in meinen Soßentopf, bis sie glasig gedünstet waren, dann zwei kleine, in Würfel geschnittene Möhren und eine kleine gewürfelte grüne Paprika dazu, ordentlich schmurgeln lassen, oder auch nicht so ordentlich, wenn man sein Gemüse knackiger mag. Mit Tomatenstücken aus dem Tetrapack (don’t judge me, es musste halt auch weg) und ein wenig Tomatenmark abgelöscht, gepfeffert und gesalzen und so ca. eine getrocknete Chili reingemahlen, 1/2-Dose Tunfisch rein, alles nochmal durchwärmen, nebenbei die Gabelspaghetti zubereiten und dann alles in meine Monsterpastateller verbracht.  Fertig geriebenen (Frischepack)-Hartkäse drüber  …

Nichts spektakuläres. Hätte statt Tunfisch auch Feta nehmen können, oder Schinkenwürfel, aber mir war nach Tunfisch.

Und heute wurde gebacken. Ein Chefkoch-Rezept. Kleiner Nutella-Krokant-Kuchen. Da ich Single bin, musste es halt ein „halbes Rezept“ tun – ausreichend für die 24 cm Springform (obwohl die noch kleinere 20 cm nicht geschadet hätte, dann wär der Kuchen höher gewesen, im Rezept steht diese auch). Ich hab also die 150 g Butter schaumig geschlagen, dann die 100 g Rohrzucker (zuviel, aber das wusste ich nicht) hinzugefügt, gut vermengt, die zwei Eier nacheinander hinzu gegeben und verrührt. 150 g Mehl mit einem 3/4 TL Backpulver verrührt und dann gesiebt (darf beim nächsten Mal auch ein kompletter TL Backpulver – gestrichen – sein) – und nach und nach dazu gegeben. Und anschließend 80 ml Nuss-Sirup, da ich keinen Haselnusslikör kaufen wollte, (das war dann zu süß, daher sag ich es war zuviel Zucker) und die 20 ml Sahne hineingegossen, die 2 EL Nusskrokant dazugekippt und – 1 EL Schokocreme. Ich hatte eine NICHT NUSSIGE Schokocreme. Alles ordentlich verrührt, die Form gefettet und leicht gemehlt und den Ofen auf 175 ° C Umluft vorgeheizt, dann den Teig in die Form gefüllt, in den Ofen gestellt und so ca. 40 Minuten gewartet. Rausgeholt, Stichprobe mit dem Schaschlik-Spieß durchgeführt – war gar.

Aus der Form geholt, abkühlen lassen und probiert: Essbar. Ein wenig zu süß, und das sag ich, Häuptling Süßer Zahn. Kann also weniger Zucker (so vielleicht nur 50 g?) vertragen. Den Nusssirup würde ich ungern verringern und ich geh jetzt nicht los und hole mir einen italienischen Haselnusslikör (für 80 ml ..).

Dass ich ihn so arg süß finde, hat auch Vorteile, ich komme nicht in Versuchung, ihn gleich ganz aufzuessen.

Next Stop: Bacon’s Shop around the World – dieses Mal ein leichtes Sommergericht. Lasst Euch überraschen, ich hab was Feines gefunden.

*Und für all diejenigen, die sich über „buk“ wundern – das ist korrekt. Man kann auch backte sagen.

http://www.die-konjugation.de/verb/backen.php

Aber in diesem Zusammenhang zitierte ich ja fast ein Märchen**, da darf die Sprache etwas älter klingen, daher „buk“.

** „Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol ich der Königin ihr Kind“ – aus Rumpelstilzchen.