Sei kein Arsch (1)

Gerade kam ich die Treppe an der U-Bahn hoch, da schloss der Fahrer meines Busses demonstrativ die Tür und fuhr ein paar Meter vor. Naja, dachte ich, vielleicht hat er ja schon Verspätung. Ich saß dann, nur unzureichend gegen die Kälte geschützt, auf der Metallbank der Haltestelle, und haderte mit meinem Schicksal. Ich hätte mich freuen sollen und getrost sein.

Es hätte ja schlimmer kommen können. Ihr ahnt es, auch ohne dass ich mich freute und getrost war, kam es schlimmer!

Eine Frau schaute nach, wo der nächste Bus blieb, und sie informierte mich, dass dieser eine Viertelstunde Verspätung habe. Das machte aus ca. 10 Minuten Wartezeit plötzlich 25. 😱 Es ist gerade kalt hier! 3 Grad!

Dem nicht warten wollenden Busfahrer sag ich: das nächste Mal wenn die dicke Frau die Stufen hochkeucht, wartest du gefälligst, sonst muss ich leider von deinem Verhalten (verhält sich wie ein Arsch) auf den Menschen schließen.

Buch 25 aus 2019

Michael Booth, The meaning of rice. Dies ist das zweite Buch, in dem der Autor mit seiner Familie einen Ausflug in die Küche(n) Japans macht. Leider hab ich das zu spät realisiert und daher mit den Spezialitäten angefangen. Buch 1 wartet aber auch schon.

Der Autor ist mit seiner dänischen Familie vom Süden Japans bis nach Hokkaido unterwegs, und weil dies seine zweite derartige Tour ist, berichtet er von einer Menge ungewöhnlicher und außergewöhnlicher Lebensmittel, inkl. diverser Getränke.

Am deutlichsten wird mir wohl die Beschreibung der Natto-Bohnen in Erinnerung bleiben, die nicht gerade zum Testen verlockt: „snotlike texture“ – also eine Konsistenz wie Schnodder. Uhm, Danke, denke ich.

Aber es gab auchSachen, die ich viel ansprechender fand. Und ich wurde bestätigt, es gibt zumindest eine Sorte Sushi die zum Verzehr als Fingerfood gedacht ist.

Für meine anstehende Japanreise nehme ich mit: Sake wird dort zum Essen getrunken wie hier Bier oder Wein. Gasthäuser haben auch 30 Jahre nach Alan Booth noch immer Angst vor gaijin*. Frühstück ist herzhaft. Und Englisch bleibt eine Herausforderung für Japaner.

*gaijin ist das japanische Schimpfwort für Fremde

Japaner streben nach Einheitlichkeit/ Konformität und Perfektionismus in ihren Produkten. Und noch eins: Japan ist ein großes Land. Vielleicht hat man deswegen soviel Abneigung gegen Individualität.

Nun, ich werd es mir doch anschauen müssen.

Michael Booth

The meaning of rice

2017

331 Seiten

4 Kokosnüsse (ich habe schon flüssiger geschriebene Reisetexte gelesen)

Demon in Hannover

Oder eher Demonstrieren in Hannover.

Zuerstmal gab es eine kleine rechte Demo, die gegen bestimmte, namentlich genannte Journalisten ein paar Gewalttätige aufhetzen wollte. Dem braunen Pack gefiel die Berichterstattung nicht.

Und Hannover, ich kenne und liebe meine Stadt, dachte sich, MOMENT MAL – das können wir uns nicht bieten lassen. Sie haben versucht, die Rechten zu verbieten, aber die Verfassung legt da hohe Hürden an, und die Richter gaben dem Antrag der Rechten statt.

Nun, der Hannoveraner an und für sich ist ja nicht so, dass er sich sowas bieten lässt. Also zogen wir mit sehr manierlichen Plakaten los. „Omas gegen Nazis“ trugen ein paar 70- und 80jährige bei sich, „No Nazis“, „Bunt Statt Braun“. Auf meinem stand

„FÜR PRESSEFREIHEIT

Lasst Euch nicht einschüchtern

Wir stehen bei Euch“

Gekommen waren sehr viele, sehr verschiedene Leute, die sich geduldig auch exzentrischere Redner anhörten, die friedlich die Hauptverkehrsader der Südstadt abwanderten und am zentralen Kundgebungsplatz eine ewig lange Abschlusskundgebung aushielten (im kalten Wind). Ok, das war der Zeitpunkt, an dem immer mehr Leute aufgaben … Ich habe von über 80jährigen bis noch nicht mal zweijährigen alles auf den Beinen gesehen, auch drei Hunde zeigten sich, einer trug eine Protestaufschrift.

Wir hörten dann, dass beim Braunen Pack ungefähr 90 bis 110 aufgeschlagen waren.

Bei der Abschlusskundgebung sprachen Onay, der neue OB von Hannover, der Superintendent der Evangelischen Kirche in Niedersachsen und diverse Gewerkschaftsleute. Auch zwei Journalisten waren (auf die Bühne) gekommen, die sich ob der Solidarität wirklich freuten. Die Polizei hatte wenig zu tun, ein paar hitzköpfige Jugendliche waren zu den Braunen durchgebrochen, aber wurden zurück gescheucht und es gab insgesamt 4 Verhaftungen.

So gehen wir in Hannover mit (teilweise zugereisten) Rechten um (man traf sich an einem kleinen Bahnhof …)  Zivilisiert – aber bestimmt.

Nein, nicht IHR seid das Volk, WIR sind das Volk, wir sind viel mehr (über 50fache Übermacht) – und wir lassen uns von Euch lauten Dummschwätzern nicht sagen, in welchem Staat wir zu leben haben! Schleicht Euch.

Buch 24 aus 2019

Ich habe es schon wieder getan. Anstatt zuerst The meaning of rice zu beenden, habe ich eine Amazon-Empfehlung bestellt, Markus Heitz, Der Tannenbaum des Todes. Hat mich gestern erreicht – und musste ich unbedingt heute Morgen zu Ende lesen.

Eine Sammlung aus abstrusen Kurzgeschichten, voll schwärzesten Humors (nichts, aber auch gar nichts ist hier heilig, nein, auch die Heiligen Drei Könige nicht). Und ich habe einige unterhaltsam gefunden, einige Familien sind mir fast ans Herz gewachsen, aber manchmal dachte ich mir auch, uhm – also – eher Schuljungenhumor.

24 Texte, um Tannenbäume, Geschenke, Weihnachtsfeiern, Diebstähle, Brandstiftungen, Morde …Heitz lässt nichts aus. Manche der Texte sind daher auch nicht mein Fall. Ich muss keine Weihnachtsgedichte haben, wo sich zwar Reime ergeben, aber Rhythmus völlig fehlt … Egal wie „lustig“ der Inhalt ist (und auch das war eher mäßig).

Trotzdem, ich will das Buch nicht zerreißen, es reicht nicht für 5 sternähnliche Kokosnüsse, aber 4, weil ich weihnachtlich gestimmt bin, obwohl wir noch nicht mal Totensonntag haben.

Ich selber kenne Heitz nur von seiner Zwergenreihe (fünf Bücher sind bisher erschienen) – und tue mich schwer, da in Buch 1 weiter zu kommen …  DIE ist auch gar nicht humorvoll gemeint! Aber viel Intrige –  und das ist halt nicht so meins.

Der Tannenbaum des Todes

Markus Heitz

Knaur-Verlag

Oktober 2019 (ja, fast druckfrisch!)

 

Erfolgsstory

Das Buch ist alt, aber da ich hier sehr lobend über ein Buch spreche, möchte ich diesen Beitrag mal als „Werbung“ kennzeichnen. Obwohl das Buch beim großen Internethändler nicht mehr neu zu haben ist …

Aber gebraucht gibt es das noch, und sehr günstig!

Heute hatte unsere Dienststelle ein Fest. Für zwei Stunden am Nachmittag (der Rest ging auf eigenes Konto) trafen sich Interessierte (keiner wurde gezwungen, zu kommen), aßen gespendetes Gebäck, tranken Kaffee, spielten Bingo (in der Gruppe macht es Spaß, allerdings würde ich es auch nicht öfter als einmal im Jahr spielen wollen).

Ich habe zum Gebäckbuffet beigesteuert. Herzhafte Muffins. Also Muffins, die eben nicht süß waren, sondern mit Salz, Pfeffer und entweder mit Käse und Schinken oder mit Lachs gebacken waren. Zwiebeln waren auch jeweils drin. Ein Blech buk ich gestern, eines heute Morgen. Ansehnlich? Waren sie eher nicht so (ich bin nicht so der Fotograf, aber glaubt mir, sie sahen halt auch aus wie selbst gemacht).

Rezepte kann ich nicht bringen, Copyright liegt bei GU, aus deren Buch „Noch mehr Muffins!“ von 1999. Mein Standard Muffin-Buch, da es auch leicht anpassbare Grundrezepte vorweist, die es einem erlauben, das zu verwenden, was man da hat. Also, Eier sollte man im Haus haben, Mehl, Milch und neutrales Öl auch (also, Raps- oder Sonnenblumenöl, auch Distelöl geht). Und natürlich Salz und Pfeffer. Und dann halt entweder was Gemüsiges, was Zwiebliges (Schnittlauch, Lauch, Frühlingszwiebeln, Zwiebeln, Schalotten … da seid Ihr frei), was Fleischiges oder Fischiges

Skandinavische Lachs-Muffins und Schweizer Käse-Muffins

Ich habe die Rezepte leicht abgewandelt, beim Lachs ließ ich den Dill weg, weil viele Leute gar keinen Dill mögen (was ich nicht verstehen, aber respektieren kann). Und statt Staudensellerie verwendete ich einen Teil der Pastinake, die ich noch hatte. Außerdem tausche ich Buttermilch eigentlich fast immer gegen meine Bio H-Milch mit 1,5 % Fett aus. Weil ich keine Buttermilch mag und hier 200 g, dort 350 g nun mal 550 g ergeben – und schwupp ist ganz viel Buttermilch übrig ..

Beim Schweizer Käse-Muffin habe ich statt gekochten Schinken die fertigen Schinkenwürfel (leicht geräuchert) genommen. Außerdem hab ich ganz vergessen, noch 50 g Käse auf den Muffins zu verteilen (es waren schon 125 g Käse drin, also OHNE Käse war das jetzt nicht). Und dann hab ich noch, Frevel, fertig geriebenen Käse aus Holland verwendet anstatt Schweizer …

Und wie war das Ergebnis? Ich glaube, nur EIN Kuchen war schneller weg als meine Muffins. Das waren aber auch keine 24 Stück.

Vier Kolleginnen fragten mich dann nach dem Rezept. Eine davon backt nicht gern, aber ihr Mann hat bald Geburtstag und es kommen Freunde am Abend auf ein Bierchen …

Eine andere Kollegin sagte, sie hätte leider nur vom Lachsmuffin abbekommen, der hätte ihr aber sehr geschmeckt. Sie sei ja auch nicht so eine Süße (Halloo? – wir reden hier vom Essen!)

Also, wenn Ihr das nächste Mal für’s Büro noch etwas zum Mitnehmen sucht – macht doch mal was Anderes, ohne Zucker. Einen Kuchen oder süße Muffins kann man ja auch dazu backen, wenn es denn sein muss.

Ich finde die Dinger in der Minimuffin-Backform gebacken auch prima als Snacks zum Fernsehen. Die übliche Größe eignet sich hervorragend für ein sommerliches Picknick, das ist schon ausprobiert worden – jetzt im Sommer, beim Kleinen Fest. Und sie schmecken auch zum Frühstück sehr lecker. Das war Weihnachten vor einem Jahr …

Mal was anderes, es muss nicht immer Zucker sein. Und die Kollegen, an die wieder keiner denkt, die es nicht so süß mögen, waren auch zufrieden. Eine Erfolgsstory. Danke GU.

 

 

 

Neuer OB

Natürlich kommt auch inhannover nicht am neuen OB vorbei.

Jetzt wird also das Rathaus in Grün geführt. Ich denke, was die Hannoveraner damit zum Ausdruck brachten, ist nicht, wie im NDR-Kommentar, ein Wunsch nach Wechsel, sondern ein Wunsch, politisch ähnlich zu bleiben. Die Grünen sind seit ein paar Jahren schon die moderne Variante der SPD. Keine rückwärts gewandte, an bestimmte politische Floskeln gekettete Klassenkämpfer, wie das die Linke wäre, die immer noch ihrer sozialistischen Gesellschaft hinterher heult. Keine auf Arbeitertraditionen gegründete, traditionelle (und damit auch mittlerweile recht konservative) Partei, die in der modernen Servicegesellschaft nicht angekommen ist, und natürlich auch nicht die Partei, die Gewinn über alles stellt (wer bei allem nur auf den Preis guckt, kennt den Wert von nichts) und für Menschliches kein Geld übrig hat, die FDP.

Erstaunlicherweise hat der CDU-Kandidat nur sehr knapp verloren.

Herr Scholz ist selber nicht CDU-Mitglied, kann sich daher parteilos nennen, ohne wirklich parteilos zu sein, sonst wäre er nicht für die CDU angetreten. Er hat sehr, sehr achtbare 47,1 Prozent geholt. In einer Stadt, die seit 73 Jahren von Parteien des linken Spektrums regiert wird, ist das ein wirklich gutes Ergebnis!

Aber letztendlich wollten die Mehrheit der Stadtbewohner dann doch lieber einen OB, der wieder für soziale, nachhaltige Politik steht, bei der Geld nicht nur zum Sparen da ist, sondern wo es auch mal sinnvoll ausgegeben werden darf. Und so wählte Hannover mit 52,9 Prozent einen grünen OB, mit einer Rot-gelb-grünen Koalition im Rat. Die grünen Positionen, das sollte den Mehrheitsbeschaffern der FDP klar sein, sind von den Hannoveranern durchaus gewünscht.

Wenn wir uns mal angucken, in welchen Stadtteilenn Onay seine Mehrheiten hat:

Calenberger Neustadt, noch sehr Innenstadt-nah.

Döhren, Hainholz, Herrenhausen. Dabei überrascht mich Hainholz. Kleefeld, auch ein Überraschungskandidat. Erwartet hab ich die Ergebnisse von Limmer und den drei Lindener Wahlbezirken – weit in den 70ern, zweimal sogar über 80 Prozent. List, die schon immer eine Grünen-Hochburg waren. Mitte. Erwartungsgemäß Nordstadt mit der hohen Studentendichte. Oststadt. Knapp in Ricklingen gewonnen, überraschend. Südstadt, erwartungsgemäß. Vahrenwald, hohe Dichte von Deutschen, die mal in der Sovietunion geboren wurden – daher hat mich das mit den Grünen und 58% überrascht, die tendieren normalerweise zum anderen Spektrum. Aber es gibt in Vahrenwald auch viele Mitbürger, die daheim türkisch sprechen … das kann ein Grund gewesen sein.

Diese hohe Dichte von Leuten, die ihre erste Sprache als Türkisch angeben würden, würde man sie denn fragen, gibt es auch in Vahrenheide, aber dort ist eindeutig Scholz bevorzugt worden.

Die ganz reichen Stadtteile, Isernhagen und Zooviertel – haben sich verhalten, wie ich es erwartet habe – und überwiegend Herrn Scholz ihre Stimme gegeben. Die ganz armen Stadtteile (Vahrenheide, Mühlenberg) – ebenfalls.

Die Stadtteile, die weder superreich, noch superarm sind, schwankten.

Ebenso, wenn man mal auf Ausländeranteile guckt, auch wenn Herr Onay natürlich deutscher Staatsbürger ist, hat er doch türkische Wurzeln, daher sei mir das erlaubt, mal zu schauen, ob die hier lebenden türkischstämmigen Migranten, denen das genauso geht, deutscher Pass, türkischer Name, „ihren Mann“ gewählt haben. Nicht in jedem Fall, aber schon.

Auch in der Nordstadt z.B. wohnen viele Familien, deren Namen ich erst im dritten Versuch richtig ausspreche. Der Trend in dieser Bevölkerungsgruppe schien zu sein, Onay die Stimme zu geben.

Was eben dazu führt, dass zusammen mit den Studenten über drei Viertel der Wähler dort für den Grünen Politiker ihre Stimme abgegeben haben. Aber die Nordstadt hat auch immer eher links als rechts gewählt, weil es auch ein altes Arbeiterviertel in Hannover war, nicht nur, weil dort jetzt Studenten und Migranten wohnen.

Und mein Stadtteil? Die Südstadt hat grün gewählt, nicht so überwältigend wie Linden, nicht so überwältigend wie die Nordstadt. Wir sind hier ein Viertel mit vielen Familien, wenig Parkplätzen, da wird man ganz automatisch ein Freund des Öffentlichen Personennahverkehrs. Und wir haben unseren Anteil an Bioläden (wünschen uns also mehr Rücksicht auf die Natur), Probleme mit steigenden Mieten (wünschen uns daher eine Entlastung auf dem Markt, Neubau ist aber bei der eher dicht bebauten Südstadt nicht wirklich möglich), Abgasprobleme (Sallstraße, Marienstraße, Hildesheimer Straße) … und der neue OB verspricht Hoffnung, dass zumindest ein Teil der Probleme sich bessert. Ein Herr Scholz hätte vermutlich unsere grüne Lebensader, die Eilenriede, stärker bewirtschaftet und damit unser nahes Naherholungsgebiet weniger attraktiv gemacht, weitere Verdichtungsbauten befürwortet, auf denen dann aber nur hochpreisige Wohnungen entstehen, die sich ein Normalverdiener mit Familie nicht mehr leisten kann und wer weiß was für Zuschüsse für Kultur und Bildung gekürzt.

Man sieht an den englischen Tories, wohin Konservative Politik führt: Zu einem unerwünschten Egoismus, zu einem Verkauf von Tafelsilber, zu einem Abbau an Infrastruktur (Schließung von Bädern und Büchereien, Reduzierung des Nahverkehrangebots), zu einem gefährlichen Glauben daran, dass es „der Markt“ schon richten wird. Der Markt funktioniert bei vielem gut. Aber es gibt Sachen, die ich nicht dem Markt überlassen möchte: Öffentliche Einrichtungen wie Büchereien, das Gesundheitswesen, grundlegende Freizeitangebote wie Grünanlagen und Sportanlagen, und eben auch den ÖPNV … Wenn da nur der Preis zählt, aber nicht der Wert, wie das in England bei den Konservativen der Fall ist, dann zerfällt eine Gesellschaft.

Wie man auf der Insel sehr gut sehen kann.

Und Hannover hat mit seiner OB-Wahl gezeigt, dass es in diese Richtung nicht gehen will. Danke Hannover, ich lebe wirklich gerne hier.

Schöner Samstag

Heute musste ich mich auf den Paketboten einstellen, weil sich mein neuer Compi einstellen wollte … also hieß es, früh bereits präsentabel zu sein, damit der Mann nicht gleich bei meinem Anblick rückwärts die Treppe runter fällt und mein neuer Compi kaputt geht ..

Da ich nun wach sein musste, musste ich mich auch beschäftigen, Wäsche waschen, Abwasch, Bett machen, Kekse backen, Omelett machen, einkaufen – ja, ihr habt das richtig gelesen: Kekse backen.

Zu früh für Weihnachten? Hahahahaha – die halten doch eh nicht bis Weihnachten!

Schon gar nicht, wenn ich sie in alte, ausgewaschene Marmeladengläser fülle und an meine Freunde verschenke. Die sich sehr drüber gefreut haben. Probiert das mal aus: Backt selbst mal ein Blech Kekse außerhalb der Weihnachtssaison und verschenkt das an liebe Menschen. Ihr werdet erstaunt sein, wie sich auch Erwachsene noch über selbst gebackene Kekse freuen können.

Natürlich kann man die alten Marmeladengläser auch dekorieren. Ich empfehle dabei, AUßEN dekorieren. Und Marmeladengläser zu nehmen, die sich nach oben nicht verjüngen … dann ist es leichter, die Kekse auch wieder raus zu bekommen.

Ansonsten haben wir heute einfach mal ein Käsefondue ohne vorheriges Plätzchen backen gestartet, ähnlich wie Welsh Rarebits, nur dass wir den Toast eingetunkt haben wie bei einem Schweizer Fondue, anstatt den Toast zu überbacken.

Ein schöner, erfolgreicher Samstag. Und ich geh jetzt, die restlichen Schokoberge in die Dose packen.