Hada de cocina come español

Küchenfee isst spanisch. Und damit haben sich meine Spanischkenntnisse auch schon. Das Rezept fand ich allerdings bei lecker.de

One-Pan-Patatas andaluz

Für  2  Personen

  • 2 EL  Öl  
  • 4  Chorizo-Bratwürste (ich hab nur würzige Bratwürste von Ahrberg bekommen)
  • 500 g  kleine Kartoffeln  
  • 1  Knoblauchzehe  
  • 100 g  Piementos de Padrón (Bratpaprika) 
  • 100 g  Schmand (ich hab immer haltbaren Schmand im Haus, also, jetzt nicht mehr, aber bis gerade)
  •  2 TL  Rosenpaprika, 1/2 TL Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer  
  • 1  Bio-Zitrone  
  • 40 g  schwarze Oliven (ohne Stein; z. B. Kalamata) 
  • 1 EL  Kapern  
  • 4 Stiel/e  Petersilie  

Zubereitung

(Ich bin ja mehr der Mise en Place-Typ beim Kochen, und hab gern alles vor dem Braten geschnitten, verrührt und abgemessen und bereit stehen)

Die Vorbereitungen: Kartoffeln waschen und vierteln. Knoblauch schälen und hacken. Pimientos waschen und in Ringe schneiden. Oliven in Ringe schneiden. ­Kapern, Oliven und Zitronenabrieb mischen.

Zitrone heiß waschen und abtrocknen, Schale dünn abreiben, Zitrone halbieren und 1 Hälfte auspressen. Petersilie hacken

Für den Dip (nicht im Bild): Schmand, 2 TL Paprika und 1/2 TL. Kreuzkümmel verrühren. Salzen.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Wurst darin ca.von allen Seiten je Seite ca ne Minute oder so braten. Wurst herausnehmen und Kartoffeln im Bratfett ca. 20 Minuten unter Wenden braten.

Chorizo und Pimientos mit Knoblauch (den hatten sie auf lecker.de vergessen im Rezept dann zu erwähnen) zu den Kartoffeln geben und 2–3 Minuten mit braten. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Petersilie (Menge nach Gusto) waschen und Blättchen hacken. Pfanne mit Olivenmischung und Petersilie bestreuen. Dip dazu essen.

Die fertige Pfanne, wieder ohne Dip, aber ich hab ihn gemacht, echt jetzt!

¡Buen Provecho!

Küchenfee lernt

Am Dienstag hab ich mal wieder gekocht, mal wieder im Slowcooket. Ausgesucht hatte ich mir ein klassisches Gericht der deutschen Küche, Erbsensuppe. Genauer „Westfälische Erbsensuppe“ aus dem Buch 52 Wochen – 52 Suppen.

Ich musste Mengen anpassen, Zeit auch ein wenig, weil der kleine Crockpot von mir heißer wird als das 6,5 l Geschoss, das Frau Frankemölle benutzt.

Soweit so gut, die Wiener ließ ich weg, als Kassler nahm ich Geflügelkassler und dann waren da noch die Erbsen (der Rest war wie im Rezept). Schälerbsen waren gefordert.

In meiner unendliche Weis- äh Dummheit las ich das als „fancy name für getrocknete Erbsen“. Ähm, ist es nicht. Es sind getrocknete Erbsen, denen man die Schale abgenommen hat. Nein nicht die Schote, die sowieso, aber die Erbsen selber haben noch mal eine Schale. Beim Trocknen wird diese Schale richtig hart.

Wenn nun also eine dumme Küchenfee die normalen getrockneten Erbsen nimmt, muss sie sie länger kochen. Oder vorkochen. Das weiß die Dumne Küchenfee aber nicht. Und so sind die Erbsen nun immer noch recht „al dente“ 😆

Also hat die Küchenfee mal wieder gelernt: richtig lesen und auch mal nachschlagen, was man nicht kennt!

Eintopf war trotzdem essbar. 🍵

Noch im Topf

Das war nicht absehbar

Ich bin ein äußerst moderater Alkoholverzehrer. Gestern hab ich mir ein Fläschchen Cidre gekauft. Wollte dieses Mal den echten, nicht das Mischgetränk von Sömmerirgendwas.

Ich kaufte diesen:

Vorderseite der Flasche

Sieht gut aus, nicht? Steht nix von Mix, steht nur Cider drauf. Also, rein in den Einkaufswagen. Heute dann, nach den Nudeln, wollte ich in Ruhe dieses Getränk konsumieren. Geöffnet, ins Glas gegossen, Schluck genommen: Was zur [setz hier mythologischen Sünderbußplatz deiner Wahl ein]?

Die ernüchternde Kehrseite der Flasche

Man muss jetzt schon die Rückseite der Ciderflasche lesen, um nicht betuppt zu werden!

Aber am schönsten ist die Rechnung:

82% Apfelwein

16% Apfelsaft

Würde man jetzt noch 2 % von was erwarten. Aber Hersteller ist großzügig und gönnt uns noch 4. 🤔😒🤨

DAS SIND HUNDERTUNDZWEI PROZENT, IHR DEPPEN!

Ok, ich habe die Flasche gestern gekauft, vielleicht war es ein Aprilscherz.

Küchenfee, multitasking

Ich hab wieder den Slowcooker bemüht, dieses Mal für einen Klassiker der Partyküche: Paprikatopf mit Rinderhack. Und nicht am Wochenende – sondern unter der Woche, an einem normalen Arbeitstag!

Aus Gabi Frankemöllers „52 Wochen – 52 Suppen“

Anfängerfehler: Dieses Mal habe ich das Rezept nicht wieder runter gerechnet auf den kleineren Topf. War ein wenig sehr voll! Immer umrechnen! Auch wenn nur ein Mindestfüllstand vorgegeben wird, zu voll ist auch nix.

Dieses Mal habe ich das erste Mal während eines Arbeitstages den Crockpot laufen lassen. Funktionierte sehr gut! Trotzdem der Topf wirklich randvoll war, hat es nicht übergekocht, weil es nun mal nicht brodelnd heiß ist. Nervös war ich trotzdem.

Vom Geschmack her war es jedenfalls sehr lecker und leider habe ich dieses Mal kein Foto für Euch. Aber rötlich (viel Tomate drin), ein paar Paprikaschotenwürfel (ich nahm grüne, die passt gut zu einem Schmorgericht, gelbe und rote mag ich gern roh), angebratenes Rinderhack – das Bild bekommt Ihr auch ohne meine Fotokünste hin 😉

Ich hab sicher nicht das letzte Mal dieses Rezept gemacht – und nicht das letzte Mal mit dem Slowcooker an einem Arbeitstag gearbeitet.

Die Vorbereitungen (Zwiebel schneiden, Hack krümelig braten etc.) musste ich natürlich morgens erledigen, zu einer Zeit, zu der ich normalerweise mit Kochen noch nix am Hut habe. Aber dafür wartete abends nach dem Dienst eben ein warmer Eintopf auf mich! Und so Partysuppen sind ja Wohlfühl-Essen pur. Viel Umami, warm, aus einer Schüssel/einem Suppenteller essbar … Und einen weiteren Vorteil des Kochens am Morgen hatte es auch noch: Ich habe morgens dann, nachdem ich den Topf angemacht habe, die Küche aufgeräumt, abgewaschen – und hatte so abends nach dem Essen nur den Teller und den Crockpot abzuwaschen. Entspannt! Abends warm essen, ohne dass ich gegen Abwasch anstarre und ohne dass ich erstmal die Küche aufklaren muss – hat was. Sonst nur beim Aufwärmen von Vorgekochtem. Und davon hab ich mittlerweile doch einiges.

Gestern aß ich z.B. meine Süßkartoffel-Erdnuss-Suppe. Dann wartet im Tiefkühler noch einiges auf mich: Einmal würziger Schweinebraten, Rinderstew, zweimal Paprikatopf, eine Hühnersuppe, irgendwas mit Huhn … alles selbst gekocht. Dieses Jahr. Wobei ich mir bei der Hühnersuppe nicht ganz sicher bin.

Alles hübsch in Einzelportionen verpackt. Meine ganz persönlichen Fertigmahlzeiten 😀

Und auch wenn ich im Netz einen Beitrag gefunden habe, dass Eiscreme-Behälter nicht geeignet seien als TK-Behälter, weil der Behälter ja nicht für fettiges, heißes Essen konstruiert sei – nehm ich diese Dinger doch. Weil: Ich lasse es in aller Regel abkühlen, ehe ich es vom Kochgeschirr umfülle, heißes Essen kommt also nicht hinein. Und fettig – nun ratet, wofür die CREME in Eiscreme steht … *seufz Experten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren* Gefrorenes, fettiges und auch mal Säure enthaltend – das ist eben Eiscreme – für die der Behälter unbedenklich sein muss – und daher kann auch mein Paprikatopf dort hinein. Natürlich nicht kochend heiß Was für Eiscreme geeignet ist, kann auch einen erkalteten Eintopf einfrieren.

Die Expertin ist promovierte Chemikerin – normalerweise vertrau ich studierten Leuten, aber es klingt so unlogisch … Eiscreme kann hinein – die auch nicht eiskalt abgefüllt wird, sondern noch im fließenden Zustand hinein kommt. Eiscreme ist eindeutig FETTIG – sogar sehr, vermutlich mehr als mein Paprikaeintopf. Und Zitroneneis oder sonstiges Fruchteis (z.B. gerade auch Erdbeereis) enthält Fruchtsäure. Und nicht nur die … Also, worin unterscheidet sich mein Eintopf (chemisch) vom ursprünglichen Inhalt des Eisbehälters? Chemiker vor, überzeugt mich.

Küchenfee spontan

Ich hatte von meiner Schwester am Telefon ein Rezept genannt bekommen, das ich mir nicht aufgeschrieben habe, aber es war einfach, Kirschtomaten und Schafskäse und ein paar (getrocknete) Kräuter in eine Auflaufform, Nudeln kochen und in die gebackene Tomaten-Käse-Mischung einrühren.

So weit, so einfach – und so lecker! Mein Fehler – ich hatte ein paar Oliven gekauft. Ich mag keine Oliven – aber ich hatte zu Weihnachten ja besagte Verwandte hier. Nur leider vergass ich, die Oliven zu servieren … und nun mussten sie (und nun alle im Chor) WECH.

Die hab ich (für mich leider) auch zu den Tomaten gegeben. Und nein, sie wurden nicht besser … ich bin kein Olivenfan und werde das in diesem Leben wohl auch nicht mehr.

Aber ohne Oliven ist es ein superleckeres, schnelles Gericht.

ZDFheute: Polen und Ungarn klagen vor EuGH

Polen und Ungarn klagen vor EuGH https://www.zdf.de/nachrichten/politik/polen-rechtsstaatsklausel-klage-100.html

Sind sie sich der Ironie bewusst?

Und mal wieder die Werbung

Ich kann auch nicht dafür, dass die Werbungsersteller so unfreiwillig unterhaltsam sind:

Also, weil Ihr so nett fragt, docmorris:

Schon mal bettlägrig, aber zu Hause gewesen? Ich schon. War 16. Und hatte „fast ’ne Lungenentzündung“ . (O-Ton Hausarzt). Ich hatte so strenge Bettruhe, dass die Ärzte (Ehepaar) zum Antibiotikaspritzen vorbei kamen. Das war 1984 oder 85. Und Spritzen mit Antibiotika gab es eher selten. Nur in wirklich schlimmen Fällen. Das waren noch klassische Landärzte!

Mein letzter Hausarzt war erst ab 10 Uhr in seiner Praxis. Vorher klapperte er seine bettlägrigen Patienten ab, z. B. ältere Leuts, die daheim gepflegt wurden. Dass er nicht alle Patienten aufsuchen konnte, ist doch klar. Die, die mobil genug waren, kamen zur Praxis. Wo der Hausarzt auch mehr machen kann!

Ich find es also gar nicht so schlimm, dass ich das Haus verlasse, um beim Arzt zu erscheinen. Es sagt mir zumindest, es könnte auch schlimmer um mich stehen!

Das ist jetzt schon die zweite docmorris-Werbung, die nicht gut durchdacht ist. Ich trau Eurem Laden immer weniger.

(Die letzte war die mit „warum soll ich zur Apotheke“ – weil es schneller geht?? So hab ich am gleichen Tag das mir verschriebene Medikament. Auch nicht durchdacht. )

Noch mal zurück an die Zeichentische.

Are poison-packed drones the answer to eastern Australia’s mouse plague?

https://www.theguardian.com/australia-news/2021/mar/03/are-poison-packed-drones-the-answer-to-eastern-australias-mouse-plague?CMP=Share_AndroidApp_Other

If only there were skilled, specialised and effective predators to be had.

But no, nature did not produce any creatures to fight mice.

Dear Australians, that is the reason why humans brought cats with them wherever they settled. But go on killing them in thousands. You get what you wished for.

Buch 05/21

Fettnäpfchenführer Japan wurde heute von mir beendet. Oh weh, auf was hab ich mich da eingelassen. Jetzt erstmal mit einem Winkelmesser den korrekten Grad der Verbeugung üben … Keine weißen Blumen ins mit Essstäbchen aufgesteckte Haar und besser auch nicht mit den Armen wedeln, um nicht irgendwelche Gesten zu machen, die falsch interpretiert werden. Am besten den ganzen Tag mit der Hand über dem Mund herum laufen …

Naja, ganz so schlimm war es nicht. Ich habe keine Visitenkarte. Aber werde ich eine brauchen? In Japan scheinen auch Privatleute solche auszutauschen! Und wenn, dann muss ich mir unbedingt auch ein altes Zigarettenetui kaufen – um sie stilvoll aufzubewahren! Denn einfach in die Tasche knüllen geht gar nicht.

Und eigentlich wollten die Schwester und ich gelegentlich mal der Reisegruppe entkommen – aber das ist in Japan gar nicht so gern gesehen! Und Onsen – oh weh – eigentlich so gar nicht meins, vor anderen Leuten zu baden. Und mich vorher vor ihnen so knapp eine halbe Stunde gründlich abzuwaschen! Vielleicht kann ich das ganze aus gesundheitlichen Gründen umgehen – ich habe eine Venenschwäche und heiße Bäder sind da gar nicht gut!

Ordentlich geheizt wird auch nicht … und ich darf nicht meine Nase putzen. Ich werde diese Reise überleben … aber zur Zeit bin ich in der „Will ich da wirklich hin?“-Phase … Na, noch darf man eh nicht buchen. Und versprochen ist versprochen und ich werde die mir verbliebenen Zähne zusammen beißen und da durch.

Aber zurück zum Buch. Der fiktive Herr Hoffmann aus Norddeutschland fährt für seine Chemiefirma als Ingenieur ins Reich der aufgehenden Sonne. Ein wenig vorbereitet ist er ja, aber trotzdem scheint die Entfernung von einem Fettnäpfchen zum nächsten in Hoffmanns gemessen zu werden (aber das ändert sich, wenn ich da war!)

Und so bleibt mir über 52 Kapitel kein Moment des Fremdschämens erspart. Von unerwünschtem Körperkontakt (also, damit kann ich gut um! Ich steh nicht so aufs Fremde knuddeln) zu Schuhe vergessen, falsche Kleidung angezogen, falsche Farbe gewählt, falsche Anspielung gemacht … Herr Hoffmann zeigt mir, wie mein Besuch ablaufen wird. Oder vielleicht auch nicht, ich bin jetzt vorgewarnt und werde zwar hinterher eitrige Bisswunden auf der Zunge haben, aber doch hoffentlich mal meine Schnauze halten können, oder? ODER?!

Das Buch hat vier Kokosnüsse bekommen, ich mochte zwar die Gestaltung (Szene mit Fehlverhalten, Erläuterung, manchmal mit „historischem“ Hintergrundwissen) – aber es ist hart zu lesen, wie der „Held“ der Geschichte von einem Fettnapf in den nächsten steigt.

Daher hab ich auch 17 Tage an diesem Buch gelesen. Immer nur ein, zwei Geschichten auf einmal – bis ich dann heute feststellte, dass Februar zu Ende war und ich doch im März wieder mit Romanen weiter machen wollte. Also gab es heute den Rest.

Verlangsamte Küchenfee

Dieses Mal war es ein Curry-Rezept – ein Rumfort-Curry. Kennt Ihr nicht? Ist ein Curry in das reinkommt, was rumliegt und fort muss … und das ist bei mir genau richtig! Ein Gemüsecurry, in das ich meine letzten TK-Erbsen versenken konnte, einige meiner angeschimmelten Möhren reinschnippeln konnte und auch Kartoffeln verfrachtete. Das Original hatte Süßkartoffeln statt Möhren, aber Möhren lagen halt rum und mussten fort …

Die klassischen Gewürzpflanzen (Ingwer, Knoblauch und Zwiebel) musste ich allerdings in einem Topf erst anbraten, dann kamen Kartoffeln und anschließend Möhren und Erbsen dazu – daneben rührte ich eine Soße aus Kokosmilch, Brühe, Garam Masala, Kurkuma und Pfeffer und Salz an, das kam dann alles in den Topf, auf Low, 4 Stunden im Slowcooker garen.

Dann noch ein wenig Erdnussbutter reinrühren und fertig ist die Laube.

Ach ja, Currypaste war auch noch drin, in der Soße …

Eigentlich wollte ich auch noch ein schönes Schweinefleisch-Kohlgericht machen, aber ich war dann doch gestern nicht mehr einkaufen. Also wurde heute nur die zweite Portion Curry aufgewärmt.

Geschmacklich war es lecker, aber abwaschtechnisch ziehe ich doch ein Slowcookerrezept vor, bei dem ich nicht noch auf dem Herd tätig werden muss.