Und mal wieder was Neues gekocht

Diese Woche gab es viel Aufgewärmtes, was ich vorher mal selber gekocht hatte (Hühnersuppe und Curry mit Kürbis), aber die übrigen Portionen eingefroren.

In die Hühnersuppe schnitt ich mir noch zwei Wiener und fütterte die Suppe mit ein paar Suppenfadennudeln an. Das Curry aß ich mit Reis, von dem ich dann noch eine Portion mehr machte.

Mittwoch war ich Pizza essen mit den Kollegen, ich hatte eine Vier-Käse-Pizza.

Donnerstag gab es dann den Rest Reis, angebraten, zwei weitere Wiener und eine schon länger im Kühlschrank befindliche Rest-Soße (die aber noch gut war) haben den Reis durchaus genießbar gemacht. Freitag habe ich dann mal wieder Brot gegessen abends (ich fing an mit dem Antibiotikum – meine Blase ist entzündet) und gestern war ich zu verpennt, da habe ich nur noch abends eingekauft, mir zwar neue Rezepte rausgesucht, die ich mal machen will, aber nicht gekocht.

Heute jedoch, heute ließ ich keine Entschuldigung gelten. Der Fenchel von letzter Woche musste langsam weg, genauso wie die Tomaten und der Pecorino – zusammen ergab es Gebackenen Fenchel mit Soße aus frischen Tomaten – mit Pecorino-Semmelbrösel-Kruste.

Rezept fand ich in der Edeka-Kundenzeitung. War durchaus essbar! Als Hauptgericht nur geeignet, wenn man die doppelte Portion ist, weil man außer den Semmelbröseln keine Sättigungsbeilage hat.

Ich habe also eine Fenchelknolle genommen, das Grün abgeschnitten, geviertelt, Strunk entfernt und in eine Auflaufform gegeben. Eine Bio-Zitrone von ihrer Schale befreit (die ich natürlich brauchte), und dann ausgepresst – und beides zum Fenchel mit Salz, Pfeffer und einem EL Öl gegeben. Gut vermengt. In den auf 200° C vorgeheizten Backofen für 20 Minuten.

In der Zwischenzeit, habe ich zwei Tomaten geschält (das geht auch ohne Überbrühen, wenn man sich an ein RICHTIG SCHARFES MESSER traut!). Dann halbiert, den Strunk entfernt und püriert.

Zwei weitere Tomaten habe ich (mit Schale) in Würfel geschnitten.

Eine Schalotte habe ich fein gewürfelt, eine Knoblauchzehe geschält. 1 EL Olivenöl in einem Topf heiß genug werden lassen, dass ich Schalotte und gepressten Knoblauch andünsten konnte, dann  habe ich die Tomaten hinzugefügt (sowohl die Würfel wie auch das Püree) – und mit Salz, Pfeffer, getrocknetem Oregano und einem Lorbeerblatt gewürzt. 10 Minuten einköcheln lassen, ständig gerührt.

Dann den Fenchel aus dem Ofen geholt, die Tomatensoße (ohne Lorbeerblatt) hineingegeben, den geriebenen Pecorino (ca. 4 EL) mit ebensoviel Semmelbrösel vermengt und darüber verteilt. Für weitere 10 Minuten im Ofen gebacken. Mit dem beiseite gelegten, gehackten Grün dekoriert und mit einer Scheibe Toast serviert.

Alternativ hätte ich ein Gericht von chefkoch gehabt – oder eines aus dem Guardian.

Das zweite ist auch vegetarisch, mit Eiern und Ricotta, aber ohne Fleisch. Und nein, das geht nicht ohne Eier – die sind in einem Egg-Spinach and Ricotta pie nicht nur namensgebend.

Das erste enthält wahlweise gekochten Schinken – oder, ich hätte jetzt Hähnchen-Kassler genommen … Aber ich kann mir auch vorstellen, stattdessen 200 g Räuchermakrele zu nehmen, oder Sardinen aus der Dose. Aufläufe sind ja sehr wandelbar. Und wer keinen Fisch und kein Fleisch will, nimmt gehackte Walnüsse. Es wird aber auch dann allenfalls ein vegetarisches, kein veganes Gericht, es sei denn, Ihr ersetzt Ei, Sahne und Schmelzkäse … Dazu sage ich nur: Viel Glück.

Ich muss meine Milchprodukt-lastigen Gerichte um mein Antibiotikum herum planen – das finde ich fies genug.

 

Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (14) – U(h)rlaub

Für mich ist Uhr-Laub – das Laub der Zeit, wirklich Kalender-Blätter.

Ich bin ein Kalenderjunkie.

Ich habe zwei Katzenklappkalender (einen „ewigen“ und einen für 2017, mit Wochentagen), einen Katzen-Tagesabreißkalender. Einen Dilbert-Tages-Abreißkalender, einen Streifen-Katzenmonatskalender (so einen schmalen halt). Im Wohnzimmer hängen zwei, die ich wegen der Motive aufgehängt habe – einen großformatigen mit Japanischen Gärten, einen winzigen von den Cotswolds. In der Küche hängt einer mit Ansichten Hannovers – aus der Frühzeit der Fotografie.

Und da sind die Kalender noch gar nicht enthalten, die ich für Postcrossing gekauft habe. Mein Postkartenversandprojekt – dafür eignen sich Postkartenkalender nämlich hervorragend.

Aber das sind nur die in meiner Wohnung. Ich habe auch noch zwei dekorative in meinem Büro auf der Arbeit hängen.

Und was mache ich, wenn ich z.B. die Blätter der Tagesabreißkalender abgerissen habe? Dann benutze ich die unbedruckten Rückseiten dieser Kalender als Einkaufs-, Merk- oder sonstige Notizzettel. Bei den Wandkalendern sieht das anders aus. Ich habe auch schon aus diesen Bildausschnitte auf Blanko-Karten geklebt und so meine eigenen Postkarten oder Klappkarten hergestellt – und zwei hängen ohne Kalendarium in meinem Flur. Bei den Postkartenkalendern ist die Nachnutzung einfach 😉 Sozusagen schon vorgegeben. Aber die meisten Wandkalender entsorge ich nach dem Jahr brav im Papier-Müll.

Mein U(h)r-Laub:

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Punkt-Punkt-Punkt 2017 – (13) – Schu/he

Wer jetzt von mir Schuhwerk erwartet hat, den muss ich enttäuschen, ich bin nicht so ein Schuh-Konsument.  Ich bepflanze auch keine alten Schuhe, oder habe vergipste Babyschuhe herumstehen.

Erst wollte ich Euch mehr über einen hannoverschen Koch berichten, in dessen Restaurant ich vermutlich nicht mal eingelassen würde … Aber dann habe ich mich mal – ÜBERRASCHUNG! – weil als ich das schreibe der 1. April ist – für etwas ganz anderes entschieden:

Ich präsentiere Euch etwas NICHT Hannöversches:

Einen Herrn Schuh. Günther Schuh. Seines Zeichens Ex-Fußballspieler (aus Stuttgart, von den Kickers – u.a.). Der Mann hatte genau die Wahl zwischen Schuhmacher-Lehre und Profifußball – mit DEM Namen … Er wurde dann auch ein Schuh-Macher … nur dass sein Sohn nicht Schuh mit Nachnamen heißt, sondern Werner, Timo Werner. Auch Fußballspieler.

Herr Schuh war immerhin schon 56, als er Vater von Timo Werner wurde, der nach seiner Mutter heißt (Nachname), weil man 1996 eben nicht mehr geheiratet hat, nur weil ein Kind unterwegs war.

Und das im katholischen Schwabenländle, denn da wurde Timo Werner geboren und spielte auch lange Jahre dort. Dort kann man ganz offensichtlich wirklich alles – außer Hochdeutsch, weswegen der Sohn jetzt nicht in Hannover spielt, sondern bei RB Leipzig, denn da muss er kein Hochdeutsch schwätzen. Wie gut ein Schwabe sich mit Sächsisch verträgt, weiß ich nicht.

Aber Herr Schuh lebt vermutlich immer noch in Stuttgart. Und ich hoffe, dass er noch lange die Karriere seines Sohnes verfolgen kann, denn dieses Jahr wird er 77. Am Tag der deutschen Einheit.

Shop around the world – Dessert

One of those sweet dishes, my grandma made for a real meal instead of just making it a dessert, was Grießbrei – semolina porridge.

In springtime she usually cooked a rhubarb compote with it and served that as sauce.

semolina porridge

200 g semolina (Weichweizengrieß) – cost about  0,18 €

2 tablespoons of butter – about 0,13 €

5 tablespoons of sugar (if you like it less sweet, leave one out) – about 0,05 €

and 6 small cups of milk (about 750 ml) – I chose organic milk, 0,90 €

For the rhubarb compote I bought four stalks of rhubarb, added two tablespoons of sugar (about 0,03 €) and some water – plus a teaspoon of potato starch (half a kilo cost 1,59 €, but you only need about 5 to 10 g) and a dash of vanilla extract.

I paid for a little more than 300 g 2,22 € (Kilo-price: 6,99 €)

I peeled the rhubarb, cut away the undesirable ends and cut it into small chunks, which I put into a pot, together with the sugar and let it cook, till the rhubarb was tender. I stirred the vanilla extract and some water into the starch till it reached a swampy, mushy state, where it is a liquid one moment and changes into two phases, one firm, one watery, the next … This I stirred, and stirred it in, when the rhubarb was done. Then you have to let it cook for another minute, so that the starch gets cooked!

rhubarb compote

After that, remove from heat and put it into a bowl.

The semolina porridge is even easier. Heat milk with butter and sugar, when butter is molten, stir in semolina – keep stirring. Have an eye on it, it gets thicker over time, so when you think it might end up too thick, add a little more milk, not too much!

Stir it until bubbles form, then let it rest away from the heat for a minute or so – you want the semolina cooked, it takes a little time, but not as much as a risotto!

Pour it into another bowl or directly into the soup plates and add rhubarb compote. (You can use the compote of every fruit you like, of course, but rhubarb is the first fresh thing in the spring that is kind of fruity!)

All in all: 1,26 € for the semolina porridge (which can be cooked the day before and stored cool), and about 2,30 € for the rhubarb compote – 3,56 €

 

Kalte Küche

Nein, nicht die Heizug ist defekt, nein, nicht der Ofen – ich kam nur gestern so spät nach Hause, dass ich mal wieder zu spät zum Kochen dran war. Habe aber noch kalten Braten und kalten Blumenkohl im Kühlschrank gehabt, dazu Schnittlauch, ein bisken eingelegtes Gemüse (ich hatte Tomatenpaprika und Silberzwiebeln) und noch eine frische Paprikaschote. – Alles in Salatgröße geschnippelt, mit einer Senf-Vinaigrette angemacht – sehr bekömmlich! Fühlte sich fast wie Kochen an … nur mit weniger Abwasch.

Kochen am Wochenende

Meine Haupttage zum Kochen sind, wie wohl bei den meisten Vollzeit-Berufstätigen, die Wochenendtage.

Ich habe nun am Samstag endlich die Curry-Pak-Choi-Nudeln ausprobiert. Die Nudeln waren schon einen Tag älter – und aus China … Schande über mein Haupt. MHD war Ende 2009 *hust* Ich mache mir da jetzt mehr Gedanken über die Gesundheit – was da wohl undeklariertes drin gewesen sein mag?

Das Rezept war von Chefkoch. Mal wieder. Ich hatte auch alles da und brauchte dafür nicht extra los. Ein vegetarisches, aber kein veganes Rezept – es wird mit Sahne zubereitet. Aber von irgendwoher muss ich mein Vitamin B 12 bekommen.

Und für den Sonntag habe ich mal wieder den Fleischesser in mir ausgepackt. Ich hatte ja noch den Gar-Schlauch, also kaufte ich mir ein Stück Fleisch, fügte meine letzten zwei Möhren, eine Zwiebel, eine Fenchelknolle und ein bißchen improvisierte Barbecusesoße (Worcester-Sauce mit Tomatenmark und Wasser angerührt). Das kam für eine gute Stunde in den 200 ° C heißen Ofen. Dazu gab es selbstgemachtes Kartoffelpüree und Blumenkohl.

Klar, es blieb eine Menge übrig, die Hälfte vom Blumenkohl und drei Viertel vom Fleisch, aber das hält sich eine Weile. Soße gab es auch dazu – dieses Mal habe ich das in der Folie vorhandene Gemisch aus Gemüse und Flüssigkeit püriert und noch ein wenig mit Wasser verdünnt.

Und ja, Braten mit dem Schlauch ist so einfach, wie es sich anhört.

Nur nix für meine Cousine – von der hörte ich, dass sie jetzt Veganerin wird. Ausgerechnet sie. Sie war immer DIE Fleischliebhaberin in der Familie. Dass mich das überrascht, ist untertrieben.

Ich hoffe, sie versucht nicht, ihre Katzen vegan zu ernähren, sonst gibt es einen ordentlichen Familienkrach. Was sie selbst isst, bleibt selbstverständlich ihr überlassen. Aber Katzen sind OBLIGATORISCHE CARNIVOREN. Wer solche Haustiere hält, muss damit leben, dass die Kleinen FLEISCH brauchen.

 

Punkt, Punkt, Punkt 2017- (12) – Kult

KultKult – ich muss gestehen, dass ist ein Wort, mit dem ich mich schwer tue.

Mein erster Gedanke:

Leute in dunklen Roben, in einem dunklen Gewölbe, nur erleuchtet von ein paar Fackeln, die dämonischen Singsang vor sich hin murmeln während sie ein Menschenopfer darbringen …

Also, erste Zuflucht Wikipedia:

Kult oder Kultus (von lateinisch cultus [deorum] „Götterverehrung“, von colere „anbauen, pflegen“) umfasst die Gesamtheit religiöser Handlungen. Das abgeleitete Adjektiv kultisch unterscheidet sich vom umgangssprachlichen kultig, dem Adjektiv von Kultstatus. Obwohl Kult vor allem als Bezeichnung für religiöse oder spirituelle Praxis benutzt wird, ist die Bedeutung in der Alltagssprache weiter gefasst und schließt auch andere Arten von ritualisierten Handlungen ein. Dabei wird ein Kult durch drei Aspekte bestimmt: ein Kultobjekt, eine den Kult ausführende Personengruppe sowie eine Anzahl mehr oder weniger ritualisierter Kulthandlungen.

Sozusagen, alles, was FANS oder Gläubige hat. Obwohl die Weltreligionen sich dagegen wehren, fallen auch sie unter KULT in der Bedeutung Götterverehrung und Gesamtheit religiöser Handlungen.

Die engere Bedeutung ist aber wohl bei religiösen Gemeinschaften eher wie eine obskure“Sekte“ zu verstehen, dem ein gewisser Fanatismus innewohnt. Ich zögere schon, den Jesuitenorden als Kult zu bezeichnen, da sich die Riten des Jesuitenordens nicht stark von denen der eigentlichen Kirche unterscheiden. Anders ist das z.B. bei kleineren Sekten, ein berüchtigter Fall, der in Kindesentzug endete: Die Zwölf Stämme.

Aus dem Wikipedia-Artikel dazu:

„Die Süddeutsche Zeitung berichtete über rassistische Unterrichtsinhalte und massive Gewaltanwendung gegenüber Kindern. Kleinkinder wurden nach diesem Bericht so eng in Tücher gewickelt, dass sie nicht mehr strampeln konnten; außerdem würden Kinder ab dem zweiten Lebensjahr mehrmals täglich mit einer Birkenrute geschlagen“

Das kommt dem dunklen Kutten-Kult schon ziemlich nahe … Auch dort gibt es Kleidervorschriften, Gewaltanwendung und ein undifferenziertes Nachbeten von „Glaubenssätzen“.

Aber es geht bei Kult ja nicht nur um echte Religion, auch die modernen „Quasi-Religionen“ sind Kulte. Das fängt damit an, dass man dort die Gemeinschaft-stiftenden Kleidungsstücke Kutte nennt:

„Der Begriff Kutte etablierte sich im 20. Jahrhundert neben den bereits erwähnen Parka für Westen in verschiedenen Subkulturen, so etwa für:

  • Kutte (Motorradfahrer), eine kragenlose Jeans- oder Lederweste unter Motorradfahrern,
  • Kutte (Metal-Szene), eine Jeansweste in der Metal-Szene oder
  • Kutte (Fußballfan), eine von Fußballfans getragene Weste.“

Und zumindest DAVON hat Hannover auch einige zu bieten.

Einer der berüchtigteren Hannoveraner war Vorsitzender der berüchtigtsten Motorradfahrer-Vereinigung, Hell’s Angels. Und diese sind bekannt für ihre Kutten.

Weitere Kuttenträger stellen natürlich die Fans der hiesigen Sportclubs dar, Fußball (96 – aber auch andere Vereine existieren), Eishockey (Indians) und Handball (Recken) (um nur die bekannteren zu nennen). Auch dort gibt es ritualisierte Handlungen, Gesänge – und bei den 96 Hardcore-Fans leider auch immer wieder Fackeln und manchmal auch Blut. Im absoluten Tiefpunkt  des Kultverhaltens ist von Braunschweiger Seite (rivalisierender Fußballclub aus Peine-Ost – 😉 ) ein Lamm geschlachtet und ans Trainingsgelände von 96 gehängt worden. Eine unerhörte Tat: Ich mag Lammfleisch und bin strikt gegen Lebensmittelverschwendung! Doch was will man von Peine-Ost-Kult-Anhängern erwarten (Kutten, dämonische Gesänge, Fackeln … alles da!)?

Manchmal artet auch die Fangemeinde eines Pop-Stars zu einer quasi-religiösen Verehrung aus. (Diese Konzerte habe ich nicht besucht, auch wenn ich selber mich hier als früherer Robbie-Fan oute. Ich finde nur, dass seine Qualität nachgelassen hat.)

Kult ist also nicht nur im Fantasy-Genre oder in historischen Romanen zu finden, nein, es gibt sie auch heute noch, auch in Hannover.