Daggis Buchchallenge 2018 zum 7.

Nachdem ich den Agatha Christie im Öffentlichen Bücherschrank für umme gefunden hatte, hab ich das Ding schnell durchgelesen, darüber im Guardian (in den Kommentaren des Book-Blogs „Tips, Links and Suggestions“, nicht als Artikel) – und wurde im TLS diesen Montag zitiert mit dem Hinweis darauf, dass im November die Reading Group das Guardian einen Christie lesen wird. Welchen? Ja, das war bis Freitag noch nicht entschieden, aber die Top 3 waren Endless Night, And then there were none (der Originaltitel war schon damals rassistisch, denn es wurde ein Wort verwendet, das sich auf Digger reimt!) und The Murder of Roger Ackroyd, wenn ich richtig gezählt habe.

Ich habe mir also drei englische E-Books gekauft, die ich auf dem Notebook mit der App des Evil-Online-Empires lese. Aber englisch sollte es sein, und schnell sollte es auch bei mir sein. Dass noch zusätzlich kein weiteres Buch hier rumliegt, ist ein Plus.

Beendet habe ich ziemlich schnell And then there were none.

Hier führt Christie 10 Leute auf einer Insel in einem „Closed room mystery“ zusammen. Wie der Titel verspricht, sind am Ende alle 10 tot. Die Tötungen geschehen in der Reihenfolge eines Kinderliedes, nicht alle werden vom eigentlichen Mörder begangen, nicht alles sind Morde.

Mehr will ich nicht verraten. Ich fühlte mich am Ende ein wenig … veralbert.

Und einer der Charaktere äußert wirklich erschreckend rassistische Einstellungen. Woran man die Zeit merkt.

Daher vergebe ich nur 4 von 5 Kokosnüssen. Ich ziehe doch Poirot oder Miss Marple vor.

And then there were none, Agatha Christie,

1939

englische Kindle-Version von der deutschen Website (von der UK-Website erhält man keine Kindleversionen mehr!)

250 Seiten

Aufgabe erfüllt: 7, ein Buch, das verfilmt wurde – (und zwar schon 8mal)

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Daggis Buchchallenge 2018 zum 6. oder so

Mein erst sechstes Buch dieses Jahr:

The Lion in the Living Room

Ein Sachbuch über Hauskatzen und wie sie die Welt eroberten

Ms Tucker, selber Katzenbesitzerin, hat sich sehr darum bemüht, die Gegenargumente darzustellen.

Sie zweifelt u.a. an, dass Katzen unser Nagetierproblem wesentlich beeinflussen, dass Katzen gesundheitsfördernd seien oder dass Katzen wie Hunde als Nutztiere ausgebildet werden können. Sie legt in neun Kapitel auf knapp 190 Seiten auch dar, wie Katzen auf Inseln, die vor den Katzen keine echten Raubtiere kannten, für die Ausrottung ganzer Arten verantwortlich sind.

Für jedes ihrer vorgebrachten Anti-Katzen-Argumente habe ich ein Gegenargument, möchte aber jetzt kein eigenes Buch darüber schreiben.

Katzen sind Mäusejäger. Sie als ineffektiv bei der Rattenbekämpfung darzustellen, ist daher unredlich. Die normale Hauskatze hat eine ausgewachsene Ratte nicht im Beuteschema. Aus genau diesem Grund sieht man auch die wenigsten Katzen ausgewachsene Tauben jagen oder sich an Krähen gütlich tun … In Ausnahmefällen tötet eine Katze auch mal eine Ratte – meist sind dies nicht kastrierte „Bolzen“ – also echt mächtig gewachsene Kater. Daher nimmt eine Katze auch eher Jungkaninchen als die Alten … Die Jungen sind noch klein genug, die ausgewachsenen Tiere sind nicht nur zu wehrhaft, sie sind auch schlicht und einfach zu groß.

Wie Ms Tucker richtig anmerkt, sind Katzen Solitärjäger. Aber d.h. nicht, dass Katzen nicht soziale Tiere sind. Ihre Bindung an den Menschen ist eine andere als die eines Kindes oder eines Hundes. Sehr richtig beschreibt sie sie auf den letzten Seiten des Buches als „familiar“ – mehr Gefährte als untergeordnete Abhängige.

Die Inselproblematik an sich anerkenne ich – aber Ms Tucker versteigt sich zu der These, dass in stark bevölkerten Gegenden alle Natur insulär sei – d.h. aber doch nicht, dass die Tiere auf Kontinenten keine Erfahrung mit Beutegreifern haben! Auf diesen modernen „Inseln“ gibt es Marder, Füchse, Luchse, Wildkatzen (wenn auch immer seltener) – und neuerdings auch wieder Wölfe. Auf Ms Tucker’s Kontinent (Amerika) gibt es Koyoten … Daher sind diese „Inseln“ nicht mit den Inseln wie Neuseeland vergleichbar!

Und Studien haben belegt, dass der Besitz einer Katze den Blutdruck senkt. Sorry Ms Tucker …  Ja, Katzenbesitzer bewegen sich weniger als Hundebesitzer. Aber sie haben gelernt, mit einem Wesen zu leben, das seine ganz eigene Sicht auf die Welt hat, ohne sich ständig bis zum Schlaganfall aufzuregen.

Und Katzen sind als Suchkatzen ausgebildet (wie Schweine übrigens auch), sie sind als Blindenkatze gesichtet worden, sie wirken beruhigend auf Leute mit PTSD (Therapiekatzen) … soviel zu „es gibt keine Nutzkatzen“

Das vorletzte Kapitel ist das Einzige, bei dem ich Ms Tucker zustimme – ja, Katzen züchten ist nicht notwendig – sie erfüllen ihre Aufgabe bereits gut. Und gerade Qualzuchten wie Perser ohne Nase sind mir persönlich ein Dorn im Auge.

Und Kaptel 9 beschäftigt sich mit dem Internetphänomen Katze. Der Ursprung soll beim berüchtigten 4chan-Forum gelegen haben – nichts Genaues weiß man nicht, aber ich halte es für unwahrscheinlich – es sind immer noch deutlich mehr Frauen als Männer Katzenmenschen. Und noch eine gewagte These: Katzen hätten keine Gesichtsausdrücke. Sie hat eine Katze. Wenn sie der Meinung ist, ihre Katze kann keine Stimmungen mit Mimik ausdrücken, hat sie weder ihren Kater noch Katzen an und für sich verstanden.

Katzen kommunizieren wesentlich mehr mit Mimik als mit Miaus oder mit Fauchen. Die Mimik umfasst bei einer Katze die Ohren (die sehr beweglich sind), die Augen, die entspannt halb geschlossen sind, die vor Panik weit aufgerissen mit dunklen – d.h. weit geöffneten Pupillen sindn und die auch mal vertrauensvoll ganz zu bleiben. Ich gebe ihr recht, dass Menschen Katzen vermenschlichen (was die Katze verschlechtert) – aber Katzen sind zu Gefühlen fähig. Es sind nur kätzische Gefühle. Das Gefühl, gestört zu werden, belästigt zu sein – mein Kater hatte das drauf – Augen wieder halb zu, aber nicht entspannt, die Ohren leicht zurück, den Kopf angehoben … eine leichte Anspannung der Muskeln im ganzen Körper. – Man muss solche Zeichen nur sehen.

Ja, eine Katze ist ein Gewohnheitstier – nicht aus Faulheit – sondern weil Gewohnheit Sicherheit bedeutet. „Faul“ – ist kein Adjektiv, dass zu einer Katze passt. Auch wenn die eine oder andere Katze Anstrengungen sparen mag – sie tut das, weil es effektiver ist und Energie spart – eine Maus weniger, die sie fangen muss. Das ist klug, nicht faul.

Alles in allem fand ich das Buch interessant, es hat mich zum Nachdenken gebracht. Daher erfüllt es Aufgabe 6 der Challenge.

(Es hätte auch Aufgabe 20 erfüllt, ein Buch, das von Tod und Krankheit handelt – Toxoplasmose ist u.a. ein Thema – außerdem war es ein geschenktes Buch – Aufgabe 54, aber ich nehme 6)

Nur 3 von 5 Kokosnüssen – aber drei, weil sie sich ernsthaft bemüht hat.

Daggis Buchchallenge 2018 (5) – oder so

Es war das fünfte gelesene Buch dieses Jahr, aber ich bin mir nicht sicher, dass alle vorherigen für die Challenge qualifizierten.

Ein Klassiker der Krimi-Literatur, Agatha Christie, Vier Frauen und ein Mord – gefunden im „Öffentlichen“ Bücherschrank auf der Arbeit.

Der deutsche Titel ist irreführend – zunächst einmal waren es ZWEI Morde.

Aber von Anfang:

Poirot wird von dem vorher in dem Fall ermittelnden Kommissar gebeten, sich doch noch mal einen Fall anzuschauen, in dem der Verdächtigte angeklagt und zum Tode verurteilt wurde – der Kommissar hat da so ein Gefühl, dass der Verurteilte unschuldig sein könnte.

Auch Poirot, der sich langweilt und daher die Aufgabe als Herausforderung annimmt, gewinnt diesen Eindruck und lässt sich am Ort des Geschehens nieder, einem kleinen Örtchen im ländlichen England.

Dort findet Poirot dann bald heraus, dass A) er weniger bekannt ist, als ihm lieb ist, schließlich hat er eine berüchtigt hohe Meinung von sich selbst und B), dass die eifrige Polizei doch noch etwas übersehen hat, einen Zeitungsausschnitt über vier in alte Mordfälle verwickelte Frauen/Mädchen, der sich im Besitz der Verstorbenen befand.

Mit diesem Zeitungsausschnitt hat Poirot einen Zirkel von Verdächtigen, denn die damaligen Betroffenen haben heute andere Namen. So kann er zunächst nur Eingrenzungen vornehmen, was das Alter angeht. Schnell fühlen sich von seiner Herumfragerei Leute auf den Schlips getreten, auf ihn wird daher ein Anschlag verübt. Außerdem sind die Landbewohner nicht bereit, einem „Frog“ (dabei ist Poirot Belgier, aber der französische Name …) das notwendige Vertrauen entgegen zu bringen.

Letztlich löst Poirot dann die Aufgabe, die dunklen Geheimnisse der Gegend, die nichts mit den Morden zu tun haben, sind Poirot am Ende bekannt und er kann die Gegend zugunsten Londons verlassen, wo er wieder in besseren Restaurants speisen kann.

Ganz unterhaltsam, aber – als der zweite Mord geschah (nicht der Anschlag auf Poirot), wusste ich, wer die Tat begangen hat. Doch das Warum und Wie kann Poirot das beweisen ließ mich noch gespannt weiter lesen.

Ein klassischer Whodunnit mit dem klassischen Finale, alle Verdächtigen versammelt an einem Ort, der kluge Ermittler legt dar, wie er der Person auf die Schliche kam, ein überstürztes Geständnis …

Die anderen dunklen Geheimnisse erläutert Poirot dann dem ehemaligen Ermittler in einem privaten Gespräch als Epilog.

Nette Stunden. Nicht mehr, nicht weniger, 4 von 5 Kokosnüssen.

Agatha Christie

Vier Frauen und ein Mord (Originaltitel Mrs McGinty’s Dead – also Frau McGinty ist tot)

Übersetzung G. Martin (an einer Stelle hab ich allerdings gestutzt:

„Sie verschlang die Hände wie eine Schülerin“ – ähm, ja, also NEIN, das ist keine ordentliche Übersetzung von to wring ones hands – Hände ringen)

Fischer Taschenbuchverlag 2005, Originalerscheinungsjahr im Englischen 1952

207 Seiten

 

Offener Brief an die Kanzlerin

Liebe Frau Merkel,

wir müssen reden. So geht es nämlich nicht.

Als Bundeskanzlerin sind Sie ja verpflichtet, die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland einzuhalten.

Diese Verpflichtung resultiert aus Artikel 1, Absatz 3, in dem steht:

„Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.“

In Artikel 2 steht im Absatz zwei: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“

Erst viel später im Grundgesetz steht etwas zu Eigentum, in Artikel 14. Und das enthält im Absatz zwei gleich eine Einschränkung: „Eigentum verpflichtet! Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen.“ Also nix mit, nur der Eigentümer ist zu betrachten.

So löblich Autobesitzer es finden mögen, dass sie weiterhin mit ihren Dreckschleudern meine Atemwege belasten dürfen, in dem sie überall langfahren, wo sie gerade langfahren wollen, denke ich doch, dass Ihre Auslegung, dass das Eigentumsrecht der Autobesitzer über mein Recht auf körperliche Unversehrtheit geht, nicht völlig mit dem Gedanken unseres lieben Grundgesetzes konform geht.

Bitte überdenken Sie doch noch mal ihre Prioritäten.

Auf der einen Seite das Recht darauf, nicht an Abgasen zu ersticken und von Feinstaub und anderen gesundheitlich nicht förderlichen Stoffen verschont zu bleiben, auf der anderen Seite das Recht darauf, mit einem älteren Wagen eben diese Stoffe überall da produzieren zu dürfen, wo eine Straße lang führt. Ich finde wirklich, dass meine und natürlich nicht nur meine, Gesundheit vorgeht. Den Autofahrern bleibt nämlich, ihr Auto gegen ein umweltfreundlicheres auszutauschen. ICH dagegen kann meine Lungen nicht austauschen. Und meine Bronchien auch nicht.

Vielen Dank für Ihre Geduld, viel Erfolg beim Nachdenken

Ich huste ihnen etwas – also VOR … meine Bronchien sind nämlich angegriffen

Ihre Fran Hunne

 

Schreibanregungen 4

Hm – lass mich nachdenken – Lukas und Paul(us) sind in Alaska unterwegs … zum Fischen … dann Grizzly … oder einer dieser amerikanischen Serienkiller … oder Ms Palin, die ja dort u.a. auf die Jagd geht.

Spannender wäre natürlich, den Lukas-Evangelisten auf die Zeitreise ins heutige Alaska zu schicken …

Aber vielleicht fällt mir ja noch etwas ganz anderes ein.

Gestern hab ich ausnahmsweise mal abends fern gesehen (also, Live-Stream im Netz, mein Fernseher geht ja nicht mehr wg Digitalisierung). Bares für Rares gab es in einer Abendausgabe. Das waren gestern zweieinhalb Stunden Bares für Rares, abgewaschen hab ich auch noch – und schwupps, war der Tag auch schon rum … Luke und Paul, Alaska … mmmh

 

Schreibinspiration 3

Gestern kam ich nicht zum Schreiben, weil ich zu meiner Arbeit auch noch einen Termin beim Augenarzt hatte – heute wird es auch nur vielleicht ABENDS etwas.

Doch hier erstmal die Inspiration des Tages:

  • Kirchliche Gedenktage

Hier also ein Bischof, der sich für die Armen einsetzt? Und einer, der seine Stellung lieber benutzt, um sich selber ein schönes Leben zu machen? Ein Streitgespräch? Mit göttlicher Botschaft für die Armen?

Schreibinspiration 2

16.10.

  • Kirchliche Gedenktage
  • Weitere Informationen zum Tag

Die Hedwig kennen wir schon, dass war die Herzogin, die nach 22 Jahren eine Josefsehe mit 7 Kindern führte … oder so …

Gallus war ein Mönch, auf dessen Namen der Name der Stadt St. Gallen zurück geht. Und außerdem bedeutet er HAHN.

Marguerite war eine Nonne, auch wieder eine junge Frau, die nicht heiraten wollte, dieses Mal sogar erst aus dem 17. Jahrhundert. Sie hatte als Nonne dann Visionen.

Und dann bleiben der Welternährungstag und der USA: Boss Day …

Gerhard S. machen wir also zum Boss der armen Marguerite, die er zwingt, ihm zum Boss-Day immer einen Kuchen zu backen … oder vielleicht fällt mir auch was ganz anderes ein …