Monatsarchiv: April 2017

Punkt, Punkt, Punkt 2017 (16)

Die Bank, eine wahre Geschichte

Eines schönen, sonnigen Morgens ging ich zu einem kleinen Bäcker (noch ein echter Bäcker, keine Filiale mit Backofen zum Fertigbacken) und auf dem Weg dahin sah ich zwei alte Männer auf der Bank sitzen. Ja, ich wohne in einer Großstadt, trotzdem grüßte ich freundlich „Guten Morgen“.

Die Antwort, die zurück kam, war weit weniger freundlich. „Sie könnten auch ein Pfund weniger drauf haben!“

Für den Moment war ich sprachlos. Ich war nicht so erzürnt darüber, dass er mich fett genannt hatte – das bin ich und war ich damals schon. Aber dass er meinte, es ginge ihn etwas an, das fand ich unverzeihlich.

Ich ging weiter zum Bäcker, kaufte, was ich kaufen wollte, aber innerlich war ich immer noch am Kochen. Also nahm ich den Rückweg, wieder an der Bank entlang. Die beiden alten Männer saßen immer noch dort, einer Zigarre rauchend. Ich sagte zu dem, der seinen Mund so voll genommen hatte: „Ich mag fett sein, aber ich kann abnehmen, dann bin ich nicht mehr fett. Sie sind alt und sterben bald, dagegen ist kein Kraut gewachsen!“ Sprachs und ging fort.

Der zweite Mann lachte seinen vorlauten Kumpel aus.

Das war 2001, seitdem habe ich den Alten nicht mehr auf der Bank sitzen sehen.

Womit es bewiesen wäre, dass wir nur zwei Wahrheiten ausgetauscht haben. Die englische, humorvolle Redewendung dazu lautet: „Stating the bleeding obvious“ , oder wenn Ihr mal der Abkürzung STBO begegnet …

bleedin‘ obvious

  1. (humorous) So evident that it goes without saying, and is thus superfluous.

Übersetzt – so offensichtlich, dass es „nicht der Rede wert ist“ ist und daher überflüssig.

 

Resteessen

Heute suchte ich auf Chefkoch.de nach etwas, mit dem ich den Schafskäse bei mir im Kühlschrank verwerten konnte und den restlichen, noch nicht zubereiteten Chicoree. Und siehe da, ich wurde fündig:

Schnelle Chicoree-Pfanne

Ich habe da gleich noch den Rest Chicoree in Käse-Sauce reingeben können, der am Montag übrig blieb. Und weil ich nur 100 g Schafskäse brauchte, habe ich jetzt noch 100 g übrig für morgen, da soll es eine mit Käse gefüllte Paprikaschote auf Sahnekartoffeln geben …

Die Paprikaschote, die noch reingehörte, war auch schon länger in meinem Kühlschrank (aber noch knackig) und die restlichen Snack-Tomaten bin ich so auch gleich los geworden! Also ein echtes Reste-Essen. Vegetarisch, weil ich ja Montag, Dienstag und Mittwoch Abend Lamm hatte (zweimal kalt mit Sauergemüse). Und gestern habe ich dann nur noch ein Brot gegessen.

Heute aber kam ich früh von der Arbeit, habe auch abgewaschen (nach Dienstag Abend, an dem ich vom Schlemmen am Montag den Abwasch zu einem Teil machte, wurde es langsam Zeit, den Rest abzuwaschen – naja, fast den Rest .. ein bißchen ist immer noch übrig. Es passt halt nicht viel zum Trocknen aufs Rack. Und ich stelle natürlich mit meinen Mahlzeiten zwischendrin immer was dazu …

Dann fütterte ich meine Kleine (also, die Katze …), und fing an. Paprika würfeln, Käse halbieren und die Hälfte würfeln, Chicoree putzen und in Streifen schneiden, Knoblauchzehe schälen zum Pressen – und dann noch die Snacktomaten halbieren. Öl erhitzen, Knoblauch kurz anbraten, dann Paprika dazu, bisken braten lassen, Chicoree und eventuell ein wenig Wasser dazu, weiter braten lassen, dann den Käse rein, ordentlich durchrühren und würzen (Salz, Pfeffer und Rosmarin, den ich auch noch frisch da habe … auch wegen Montag) zum Schluss die Tomaten zum Erwärmen. Ich hatte ja eine flüssige Sauce (vom Montagessen) dabei, also gab es bei mir noch Brot dazu.

Ein Resteessen, aber köstlich. Und vegetarisch (aber mal wieder nicht vegan – ich sach ja – ich kann kein vegan –  oder nur sehr, sehr selten – ja ich habe auch schon nur eine Paprikaschote, eine Zwiebel und Knoblauch angeschmort und mit Reis gegessen, das wäre dann wohl vegan).

Morgen soll es wieder vegetarisch geben … wieder nicht vegan – Sahne und Schafskäse und saure Sahne … Wenn ich kein Fleisch esse, bin ich fast immer mit Milchprodukten dabei. Oder mit Ei. Und dieses Mal habe ich ein Rezept gefunden, das von Anfang an die Menge für eine Person enthält!

Und Sonntag gibt es dann Fleisch. Gulasch. Mit Rind und mit Paprika. Kein Szegediner Gulasch … Es bleibt dann wieder etwas für den Wochenanfang.

Auch auf Chefkoch haben sie ein „Neues“-Projekt – dort hat eine der Redakteurinnen die Aktion „Frühjahrsputz“ im Vorrat ausgerufen. Man räumt seine Vorratsschränke und den Kühl- und Gefrierschrank mal leer, schaut, was man so drin hat, was langsam weg sollte – und sucht sich neue Rezepte, um die ungeliebten Sesam-, Quinoa- oder was auch immer für Reste oder die übrigen Grillsaucen und Trockenfrüchte und das eingefrorene Restgemüse etc. zu verwerten.

Ich habe in meinem Gefrierfach nur einen „Rest“ – weil ich wenig Platz habe. Da ist noch ein Rest von einer Multikräuter-Packung drin. Ansonsten sind die Packungen Erbsen und Spinat neu. Auch der Blätterteig ist bei mir in „heavy rotation“ – weil ich Pasteten damit liebe. Und dann sind da noch ein paar eingefrorene Reste von Gerichten. Suppe ist da ein heißer Kandidat …

Ich habe im Kühlschrank Joghurt, den ich langsam mal verbrauchen sollte. Hmmm – das könnte mal ein Abend mit Rohgemüse und Raita werden. Dazu Fladenbrot …

Das Stück Masdamer im Kühlschrank dagegen habe ich gerade erst gekauft (weil ich gern Käse habe, den ich zum Überbacken reiben kann). Auch sonst sind Butter und Frischkäse drin, die für mich einfach zur üblichen Vorratshaltung gehören, damit ich nicht ständig vor einem leeren Kühlschrank stehe. Allerdings – da ist noch die Sesampaste … und im Vorrat sind noch Kichererbsen – vielleicht mache ich mir mal eine Portion Hummus … Passt bestimmt gut zum Brathähnchen, das ich in nächster Zeit mal machen will.

Reste-Essen ist gar nicht so blöd … daher gefiel mir dieses „Frühjahrsputz“-Projekt von chefkoch.

Lammkeule (à l’Edeka)

Ich habe gestern mit Freunden gekocht. Und weil hier Feiertag war, konnten wir uns den ganzen Nachmittag dafür Zeit nehmen. Daher sollte es Lammkeule geben, das Rezept dafür fanden wir in der Edeka-Kundenzeitung:

1,8 Kilo Lammkeule

4 große Zweige Rosmarin

1/2 Knolle Knoblauch

Pfeffer und Salz

Die Keule wurde von „unserem Fleischspezialisten“ vom harten Lammfett befreit (sonst schmeckt das Tier zu sehr nach Schaf), dann gesalzen und gepfeffert, wobei wir die Hälfte des Knoblauchs durchgepresst hatten und mit dem Salz vermengten, so dass wir die ganze Keule damit einreiben konnten. Die andere Hälfte des Knoblauchs wurde geschält, die Zehen halbiert, der Rosmarin auf dem toten Tier festgebunden, der Knoblauch drauf gelegt und das ganze kam für 2:15 h in den Ofen bei 190 ° C. Und das war alles, was man mit dem Fleisch tun musste. Kein Spicken, kein Anbraten und auch kein ständiges Begießen!

Wir haben dazu dann nach 1,5 h ein Blech mit Backpapier ausgelegt, darauf 6 EL Olivenöl verteilt, ordentlich Salz drauf gegeben (aber nicht eine ganze Schicht), anderthalb Päckchen frische Thymianzweige gleichmäßig darauf verteilt und neue Kartoffeln (ca. 1,2 kg) ordentlich gewasche, halbiert und auf den Thymian gebettet.

Das schoben wir dann in den Ofen, auf die unterste Schiene, so dass es noch ca. eine Stunde mit dem Braten im Ofen verbrachte – wir waren uns einig, ganz so lang hätte es nicht sein müssen, aber die im Rezept angegebenen 35 Minuten erschienen uns doch zu wenig.

Gemüsebeilage war Chicoree mit einer Käse-Sahne-Sauce. 2 Zwiebeln wurden fein gewürfelt, in Erdnussöl angeschwitzt, dann wurde mit Sahne abgegossen, die Sahne wurde zum Kochen gebracht, der Taleggio (italienischer, cremiger Rotschimmelkäse) dort in Scheiben hinein gegeben und zum Schmelzen gebracht, dann wurde der geputzte Chicoree dort ziehen gelassen (laut Rezept 2 Minuten, bei uns länger, weil wir den Topf dann von der Platte nahmen und uns um Fleisch und Kartoffeln kümmerten).

Getränk dazu: Für die Gäste Rioja-Rotwein von 2011, ein Reserva.

Eine köstliche Kombination! Bis dahin wenig Aufwand.

Der Nachtisch waren dann kleine Pastetchen mit Erdbeeren und Rhabarber gefüllt (Mürbeteig mit 200 g Butter, 400 g Mehl, 100 g Zucker und zwei Eigelb dazu etwas Wasser, aber nicht viel – und lt. Rezept 150 g Erdbeeren und 100 g Rhabarber. Die Erdbeeren sollten in Stücke geteilt und mit 6 EL Rohrzucker bestreut werden, dann mit 1 cm kleinen Rhabarberstücken gemischt und auf die kleineren ausgestochenen Mürbeteig-Kreise gelegt werden. Mit den größeren ausgestochenen Kreisen wurde dann das Obst bedeckt und mit einer Gabel verschlossen, mit Eigelb bepinselt un in den 200 ° heißen Backofen für ca. 20 bis 25 Minuten). Dazu gab es – gekauftes – Vanille-Eis (man muss nicht ALLES selber machen – und vom übrigen Obst haben wir Kompott gekocht, den es noch als Soße dazu gab.

Schließlich war Feiertag. Wir hatten zwischendrin sogar Zeit für zwei Brettspiele. Nichts Anspruchsvolles – aber „Café International“ wurde mal wieder gelüftet – sowie „Hugo, das Schlossgespenst„* (wie Boardgamegeek so schön sagt – ein Kinderspiel, bei dem auch Erwachsene ihren Spaß haben), bei dem man Ballgäste in die Schlossräume treibt und die Unglücklichen, die nicht fliehen konnten, ins Verlies einsperrt. Erstaunlicherweise ist Hugo aus dem gleichen Jahr wie das Café – das Café wurde 1989 Spiel des Jahres.

*Ursprünglich als „Mitternachtsparty“ erschienen, damals auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres, 1996 dann neu unter diesem Titel veröffentlicht.

 

 

Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (15) – Fleisch / vegan oder vegetarisch

DAS ist ein sehr kontroverses Thema.

Ich selber bin ein bekennender Omnivor und werde mich nicht dafür entschuldigen, dass ich gemäß meiner körperlichen Veranlagung Fleisch und Milch sowie Eier zum Essen verwende.

Ich halte einen Carnivor (eine Katze muss zu 80 % Eiweiß aus tierischen Quellen zu sich nehmen, sonst ist sie mangelernährt).

Ich koche gelegentlich vegetarisch. Weil ich gerne Gerichte zu mir nehme, in denen Gemüse eine prominente Hauptrolle spielt.

Mein Pet-Peeve zu diesem Thema ist, dass Veganer/Vegetarier versuchen, Fleisch-Ersatz bzw. Milchprodukt-Ersatz unter falscher Flagge unters Volk zu bringen. Jeder soll essen, was er mag. Aber wenn Fleisch drauf steht, sollte Fleisch drin sein. Wenn Schnitzel drauf steht, sollte Schnitzel drin sein (und auch nicht das zusammengestückelte Zeug!) – wenn Käse drauf steht, sollte es besser nicht „analog“-Käse sein!

Wer irgendetwas anderes als Käse oder Fleisch essen möchte, sollte nicht darauf stehen, dass sein Soja-Bratling als Veganer Hamburger verkauft werden. Und schon gar nicht, sollte man Nicht-Veganer täuschen. Ich bin wirklich ärgerlich, wenn mitten im Käse etwas Veganes auftaucht, das sich als Käse gebärdet, aber kein Käse ist … Wenn ich „schlecht gewordene Milch“ suche, suche ich nicht irgend einen ähnlichen Ersatzstoff!

Versteht mich nicht falsch. Ich bin dafür, dass auch für Vegetarier und Veganer eine bunte Vielfalt angeboten wird, aber ich finde, diese Vielfalt sollte nicht vortäuschen, etwas zu sein, das sie nicht ist.

Wenn ich vegetarisch koche, dann koche ich mein Gemüse ohne damit irgend etwas Fleischliches zu kopieren. Ich will dann meine Paprikafüllung aus Spinat und Schafskäse genießen, nicht einen „Hackfleischersatz“. Wenn ich mit Hackfleisch füllen will, tue ich das.

Warum, wenn Gemüse so viel besser ist als Fleisch, muss es sich als Fleisch tarnen? Warum, wenn Milch so furchtbar ist (in den Augen der Veganer), muss ich den Ersatzstoff als Käse tarnen und aus Mandeln gewonnene weißliche Flüssigkeit als Mandelmilch verkaufen? Mit Milch hat das nichts zu tun.

Steht dazu! So wie ich zu meinem Fleisch, Ei und Milchprodukt-Konsum stehe. Verlangt Gemüseprodukte – nicht Produkte die aussehen wie etwas, das Ihr doch angeblich verabscheut!

*rant over*

Nachdem ich das losgeworden bin:

Ja zu einem höheren Stellenwert von Gemüse und saisonaler und regionaler Küche.

Ich LIEBE vegetarische Gerichte, wie ihr immer wieder lesen könnt. Allerdings bin ich nicht willig, vegan zu werden. Ich gehöre zu der genetischen Variante der Milch auch nach der Säuglings-Zeit-Verwerter. Das ist eine in Nordeuropa weit verbreitete genetische Varietät. Der Normalzustand ist es auch im menschlichen Genom nicht. Also nehme ich mir die Freiheit meine vegetarischen Gerichte oft mit Käse zu überbacken …

Und Eier – also – Eier kommen bei mir nicht aus der Batteriehaltung. Ich kaufe Bio-Eier, um die Haltung der Vögel möglichst artgerecht zu sichern. Wenn ich mich zu Alnatura bequeme, kaufe ich sogar welche von der Initiative „Mein Bruder soll auch leben“ – gegen das Töten von männlichen Küken unmittelbar nach dem Schlüpfen (die kaufe ich später gern als Brathähnchen – ahem). Von irgendwoher muss mein Brathähnchenfleisch ja kommen. Und weil das meist Bio eingekauft wird hier, ist es weitgehend hormon- und arzneimittel-frei.

Ja, ich informiere mich über das, was ich esse. Wo es herkommt. Dass auch Bio-Mast-Tiere nicht zu Tode gestreichelt werden, weiß ich und nehme ich als Teil dessen hin, dass ich ein Omnivor bin – so wie ich ganz selbstverständlich meiner Katze heute Abend ihr Puten-Katzenfutter ins Näpfchen tue.

Mein Motto beim Essen (außer bei Süßem und Desserts): Alles in Maßen, nicht in Massen.

Und am Montag gibt es Lammkeule. Weil auch meine Freunde Fleisch mögen!

 

 

Kochen zum xten

Dienstag habe ich mich krank gemeldet, nicht, weil ich gekocht hatte, sondern weil ich krank war, zu meiner Blasenentzündung kam noch ein kleiner aber gemeiner Schnupfen dazu und dazu ein wenig Temperatur – das Antibiotikum machte sich bemerkbar.

Also verzog ich mich einen Tag in mein Bett. Nur so gegen Mittag brauchte ich etwas zu essen. Also habe ich gekocht, ich hatte ja alles da. Das in meinem letzten Rezept-Post angesprochen Chefkoch-Rezept vom Kartoffel-Lauch-Auflauf klang jetzt nicht so aufwändig, ich schälte also die Kartoffen und zerteilte die Lauchzwiebeln und warf beides in 1 l Brühe, ließ es dort ca. 20 min köcheln und füllte es dann um in die Auflaufform – ohne die Brühe. Ein bisken Kartoffeln und Lauchzwiebeln ließ ich zurück – für eine Suppe.

Über das Gemüse kamen dann die Hähnchen-Kassler-Würfel und die Soße aus Eiern, Sahne und Sahne-Schmelzkäse. Und dann bestäubte ich das ganze mit einer Tüte gemahlenem Grana Padano. Anschließend verfrachtete ich die Form in den Ofen (auf 190° C vorgeheizt) – und ließ es eine gute halbe Stunde drin.

LECKER! Ich habe zwei Mahlzeiten davon gehabt. War aber großzügig in meinen Portionen.

Und gestern gab es dann die Gemüsebrühe mit dem pürierten Restgemüse und einem H-Sahne-Paket. Da ich immer noch Wiener offen im Kühlschrank stehen hatte (ich mag kalte Würstchen einfach mal so), kamen wieder welche in meine Suppe. Und wieder satt geworden. Brühe nicht verschwendet. Was will ich mehr?

 

Flüchtlinge und Arbeit

Syrische Flüchtlinge haben hier einen Feind in Deutschland. Die deutsche Bürokratie. Gerade im Morgenmagazin: Ein syrischer Flüchtling, der in dem Jahr, in dem er schon um seine berufliche Anerkennung kämpft, schon wirklich GUT Deutsch gelernt hat, hat in Syrien 10 Jahre als Augenoptiker gearbeitet. Er hat ein (auch übersetztes) Diplom vorgelegt.

Nun muss das Amt (Jobcenter) noch feststellen, welche Standards in Syrien im Bereich Augenoptik erfüllt werden. Dazu wollen sie die Ausbildungsinhalte in Syrien (einem Bürgerkriegsland) erfragen.

Wäre es nicht einfacher, den erfahrenen Mann hier eine Prüfung machen zu lassen? Ich meine, wer 10 Jahre Berufserfahrung hat und eine Ausbildung im Herkunftsland nachweisen kann, sollte der nicht eine Prüfung absolvieren können. Ja, er braucht auch dazu Deutschkenntnisse – aber die braucht er ja auch zur Arbeit. Aber dann braucht er nicht noch darauf zu warten, bis aus Syrien eine Rückmeldung kommt.

Syrien war, das vergessen viele, kein Land mit mittelalterlicher Agrarstruktur. Syrien ist ein Schwellenland – das jetzt durch einen Bürgerkrieg zurück geworfen wird. Die dort vorhandene Technik und Wissenschaft ist nicht so weit hinter der des „Westens“ zurück, wenn überhaupt. Und daher sollte ein Deutschtest (schließlich muss er auf Deutsch seine Arbeit erledigen) und eine normale Abschlussprüfung ausreichen. Denke ich da zu simpel?

Follower

Man freut sich als Hobby-Blogger über jeden Follower. Bei manchen der meinen bin ich aber ein ganz klein wenig verwundert, warum sie mich des Folgens für würdig befinden.

Immer dann, wenn ich einem neuen Folger auf sein Blog schaue und dort Themen wie Mode, Fitness oder Religion vorherrschend finde, bin ich irritiert, weil mein Blog sich so gar nicht damit beschäftigt.

Ich koche zwar gerne hin und wieder, aber nicht unbedingt chic vegan (eigentlich gar nicht) oder besonders kalorien-optimiert. Fitness?

Für Mode bin ich mit 48 und meiner Körpermasse (144 kg) nicht mehr die richtige Zielperson (auch wenn ich natürlich nichts gegen einen bauchfreien Körper einzuwenden hätte – also, nicht SO bauchfrei – allerdings ist er mir nicht wichtig). Mode?

Und religiös bin ich auch eher nicht (Kirchenmitglied bin ich nur noch, weil meine Steuern dabei dann unter anderem für so soziale Zwecke wie Altenbetreuung, Kinderbetreuung, Gefangenen- und Krankenbetreuung und Seelsorge im Bereich Polizei und Armee ausgegeben werden).

Diese Einstellungen werden sicher auch auf meinem Blog deutlich. Woher kommt also diese Affinität der oben erwähnten Blogger für mein Blog (nein, ich will Euch nicht loswerden, Ihr seid mir willkommen! Ich wundere mich nur!)?

Ich freue mich über diese Folger. Ich frage mich nur, warum? Was kann ich Euch bieten? Ich will schließlich nicht, dass hier jemand enttäuscht rausgeht. Lasst mich doch in den Kommentaren wissen, was ich für Euch tun kann.