Monatsarchiv: August 2015

Doch mal ein guter Start in die Woche

Zum einen ist heute vermutlich erstmal für längere Zeit der letzte Hochsommertag (Temperaturen über 30 ° C), zum anderen sorgen unsere Freunde jenseits des Atlantiks gerade für PrimeTime Unterhaltung mit der republikanischen Kandidatenkür.

Neuestes Lieblingsthema: Wer baut die längste Mauer?
Erst tat sich ja schon vor einigen Wochen ein gewisser Herr T. mit seinem Vorschlag hervor, die Mexikaner für eine Mauer entlang der US-Mexikanischen Grenze zahlen zu lassen.
Jetzt wird er auf er Autobahn der Idiotie noch überholt …
Ein gewisser Mr. Walker (fehlt ihm da nicht ein L, bei einem solchen Vorschlag) äußerte Ängste vor Terroristen, die die US aus dem Norden erreichen könnten – und möchte daher zwischen Kanada und den US eine Mauer bauen.
Nun, ich hätte da ein paar Experten für zwischenstaatliche Mauern anzubieten. Zum einen sind sicher noch ein paar unserer Altvorderen am Leben, die 1961 eine Mauer, die „niemand beabsichtigt hat“ in Windeseile hochgezogen haben. Zum anderen gibt es relativ neue Erfahrungen aus Israel. Und ein paar hysterische – äh – historische Erfahrungen kann sicher auch der chinesische Staat beisteuern. Die Römer kann leider niemand mehr befragen, wie sich ihr Wall im Norden Englands bewährt hat.

Aber – mal im Ernst – wenn diese noch nur in Republikanerhirnen existierende Mauer gebaut würde, um Terroristen abzuhalten – hat sich da mal jemand einen Gedanken darüber gemacht, dass Terroristen normalerweise keine offenen Grenzen brauchen? Terroristen zeichnen sich ja gerade dadurch aus, dass sie in größeren Mengen Munition und Sprengstoff besitzen und damit leicht mal eben ein solches Abwehrbollwerk zerstören können. Es sei denn, es ist beabsichtigt, gleich in „altdeutscher Qualität“ zu bauen.

Diese Republikaner-Kandidaten-Kür – ein Geschenk an alle Comedians unter uns.

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Autosuche

Norweger sucht deutschen Kleinwagen in Hannover.
Nun, er wollte ihn nicht kaufen: Er wollte ihn wiederhaben. Der Herr B. aus A. hatte ihn nämlich kurz abgestellt, weil er mal beim Geldautomaten vorbei musste. Und da der Geldautomat ihm kein Geld heraus gab, versuchte er es bei einer weiteren Bank. Vorher hatte er sich aber noch aufgeschrieben, wo das Auto stand. Diesen Zettel verlegte er – und von der zweiten Bank fand er nicht mehr zum Auto zurück.
Stattdessen schlug er in einem ganz anderen Stadtteil auf, jenseits des Maschsees.

Dort fand den völlig verzweifelten 78jährigenn eine 73jährige Hannoveranerin, die ihm anbot, ihm bei der Suche zu helfen. Zunächst ergebnislos. Daraufhin bot sie ihm an, er könnte auf ihrem Sofa übernachten. Und das tat er auch.

Die beiden suchten noch ein paar Tage weiter, auch die Polizei wurde informiert, konnte aber nicht helfen, solange keine Straftat zu befürchten war, dann musste er für ein Medikament weiter nach O. in Norwegen, wo sein Sohn lebt. Er kam zurück, auch die weitere Suche brachte kein Ergebnis, bis die Presse informiert wurde. Und mit Hilfe des Radios und der hiesigen Presse erreichten sie tatsächlich eine Frau, die sich schon darüber gewundert hatte, was der A-Klasse-Mercedes mit dem ausländischen Kennzeichen vor ihrem Haus da so trieb.

Mann und Auto wieder glücklich vereint. Ob der Herr B. und seine hilfsbereite Gastgeberin Telefonnummern ausgetauscht haben, weiß ich allerdings nicht …

Hannover mag ja in den Augen der Süddeutschen eine der schlimmsten Städte in Deutschland sein, aber mit Gastgeben kennen wir uns ganz ausgenscheinlich aus.

Ende gut, alles gut.

Verwirrung

Gestern sprach ich noch so mit meinen Kollegen, dass wir heute ja aufgrund diverser Ausfälle nur noch zu dritt wären – und heute Morgen wären es beinahe nur zwei gewesen.

Freitag morgens, Viertel nach 5, mein Kater findet, es sei Zeit zum Aufstehen. Ich versichere ihm, ich könnte liegen bleiben, es sei doch Samstag, auch als ich mal kurz ins Bad wankte, dämmerte die Wahrheit noch nicht. Aber mein treuer kleiner vierpfotiger Wecker ließ nicht locker.
Wieder und wieder kam er an, schnurrte, ließ sich kraulen, miaute … um 10 vor 6 gab ich nach, und dann kamen die Zweifel:
Ich bin gestern relativ spät aus dem Büro, kurz nach 20 Uhr. Und wenn ich das an einem Freitag täte, würd ich das wissen … Freitags bleib ich nur sehr selten SO lange.
Also machte ich den Computer an – und tatsächlich, höhnisch „blinkt“ der 21. mir entgegen.
Mist! Ich war so schön in Wochenend-Stimmung! Naja, den einen Tag halte ich auch noch durch.
Gut, dass der Katzenweckdienst so zuverlässig funktioniert!

Urlaubspassivitäten

Das also war mein Urlaub. Ich bin völlig entspannt. Ich habe es tatsächlich geschafft. Ich bin so entspannt, dass ich heute ganz ohne Wecker und ohne Katzen um 4 Uhr aufgewacht bin und spätestens nach dem Gang ins Bad WACH war. WACH mit großen Buchstaben.
Das wird sich spätestens dann ändern, wenn ich auf der Arbeit bin, dann werden drei Wochen Urlaub vergessen sein.
Was habe ich „geschafft“ im Urlaub, außer der Entspannung?
Nix. Ok, doch, ich war in der Stadt (einmal) – und habe dort einige notwendige Besorgungen erledigt (Parfum, ’ne neue Jeans, Postkarten von Hannover). Ich war bei der Post (Postcrossing ist immer noch ein Thema) und habe dort Briefmarken auf Vorrat besorgt – und ein Sparkonto gekündigt, das eigentlich schon beim Wechsel des Girokontos gekündigt werden sollte.
Ich habe ein paar Einkäufe per Internet erledigt – nichts Spannendes, Schuhe (ohne Absätze, die Wunden der letzten Pumps sind gerade verheilt), Katzenfutter (das es nicht vor Ort gibt) und Bettwäsche (meine Deckengröße mit Zusatzkissen finde ich leichter im Internet als vor Ort). Kalender habe ich gerade bestellt – ist einfacher hier als in der Stadt.
Und sonst? Sonst war es ruhig. Ich habe mich einmal zum Grillen getroffen, das Kleine Fest habe ich dieses Jahr wegen Isnich (zu kühl und zu feucht) ausfallen lassen.
Die Zeugen haben einmal vorbei geschaut (Samstag), um zu bezeugen, dass ich noch lebe. Wollten mir eines ihrer Faltblättchen aufs Auge drücken. Ich schwöre, ich besorge mir von irgendwoher mal ein Sekten-Ausstiegs-Hilfe-Blättchen, und wenn ich wieder so ein Pamphlet an meiner Wohnungstür vor die Nase gehalten bekomme, gibt es folgenden Dialog.
„Oh, ich verspreche ihnen, ich lese das – wenn Sie mir hoch und heilig versprechen, DIES zu lesen“ – Austausch Pamphlete.
Und dann war ich noch virtuell unterwegs. U.a. in der Bloggerwelt. Aber das habt Ihr ja auf Euren Blogs gesehen …
Und nun muss ich Katzen füttern, die wachen langsam auf. Sie sind eine Stunde zu spät dran – dieses Mal habe ich sie geschlagen! Also – im Frühaufstehen und Wind machen.