Monatsarchiv: März 2015

Poetry Challenge – die Lyrik-Herausforderung

Ich bin von Katzenworld herausgefordert worden (böser, böser Junge, das sollte ein paar Schläge mit der Katzenangel setzen, aber hinterher magst du das noch …) ein Gedicht über Katzen zu schreiben, auf Deutsch (und/oder Englisch?)

Ich könnte jetzt beigehen und einfach das, was ich mal als Teenager verbrochen habe, der breiten Öffentlichkeit kund und zu wissen tun

(Recycling:)
Da liegst du vor mir grauer Tiger
ganz sacht zuckt deine Tatze
was magst du sehn in deinem Traum
du graue Miezekatze?
Erkletterst du in deinem Traum
grad einen Baum?
Träumst du vom Speck, mit dem Mäuse fängt?
Oder von dem, der tief im Keller hängt?
Was immer träumst du Schnurretier –
träumst manchmal du mit Lieb‘ von mir?

Wie gesagt, DAS habe ich mit 14 oder 15 verbrochen (ein ganz klein wenig angepasst, weil das Wort Liebe darin vorkommen sollte) und soll natürlich heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen.

Traumpfoten
Sanft wie Mondlicht
schleichen sie durchs Schlafgemach
leis wie Eulenflug
erobern sie die Menschenstatt
Warm wie Frühlingssonne
umhüllt die Schlafende der schnurrende Gesang
traumhafte Pfoten
tun ihre Liebe kund.

And now the translation

Dream paws
Soft like moonlight
they sneak through the bedchamber
silent like an owl’s flight
they conquer the human lair
warm like spring sun
the slumbering is entranced by the purr song
dreaming paws
proclaim their love.

Advertisements

Trauer

Hier nun eine traurige Nachricht, für alle, die gestern keine Nachrichten gehört haben:
Sir Terry Pratchett, Autor der Scheibenwelt-Reihe, ist gestern verstorben.

Wer im Guardian die zahlreichen Kommentare seiner erschütterten Leser liest, bekommt sogar einen Pratchett gezeigt, der weit über seine Fähigkeiten als Autor hinausgeht. Viele, die ihn getroffen haben, berichten von seinem Humor, einige von seiner Menschlichkeit.

Da war der Kommentar von einer Person, deren Schwester einen Platz in einem Seminar bei Pratchett gebucht hatte. Und sie war nun schwer krank und konnte nicht teilnehmen. Die Person hat dies Pratchett mitgeteilt – und bekam dann einen Anruf von ihrer Schwester, dass Pratchett sich bei ihr gemeldet hatte! Sie bekam die Kursmaterialien zugeschickt und alle guten Wünsche.
Oder bei einer Buchsignierstunde, ein junger Mann kaufte den neuesten Band und Pratchett signierte es und der junge Mann scherzte: „Wenn sie noch eine Stunde da sind, könnte ich nach Hause fahren und meine anderen Bücher von Ihnen auch noch zum Signieren herbringen.“ Pratchett sagte: „Dann mal los!“ – Und hat sie alle signiert.

Einige Geschichten berichten von seiner Bescheidenheit, so z.B. Leute, die auf einem der DiscWorld-Treffen waren und ihn abends in der Stadt trafen. Sie grüßten ihn mit „hullo Terry“ – und er sagte „Endlich normale Leute!“
Und auch wenn ihm das gegen den Strich gehen würde – sorry, Sir Terry – die Welt hat gestern einen ganz Großen verloren.
Er starb übrigens im Kreise seiner Lieben – sehr passend mit seiner Katze auf dem Bett!