Monatsarchiv: November 2022

Was mach ich so an einem Urlaubstag

Es ist heute Freitag, ich hatte um 9:30 einen Termin für Merlin zur Kontrolle seiner Nierenwerte in der Tierklinik. Die Tierärztin und die Assistentin hatten wenig Mühe mit ihm – er ist ein Schätzchen, trotz Blutabnahme, trotz Urinprobe – die er nach einer kleinen Massage freiwillig abgab. Ich war schwer beeindruckt!

Danach brachte ich den Kleinen nach Hause und ging einkaufen. Mein Supermarkt hatte mir für den Freitagseinkauf einen 5% Gutschein gegeben – nun, ich hatte eine lange Einkaufsliste, das sollte sich lohnen – wo kriegt man schon mal 7 Euro geschenkt? (Ja, ich hab diverse Vorräte aufgefüllt – nur in Haushalts-üblichen Mengen – also ein Kilo Mehl, ein Liter Milch, zwei Packungen H-Sahne – und ich hab mir Zutaten für Rezepte gekauft, die ich ausprobieren will.) Ich hätte nur überprüfen müssen, ob ich das, was ich aus dem Vorrat nehmen wollte, auch im Vorrat habe. Mir fehlen die weißen Bohnen für – den BOHNENeintopf.

Ich hab, damit es sich wirklich lohnt, gleich vier Mal kochen geplant. Heute gab es Lauch-Käse-Suppe aus dem Crockpot. Hack, Lauch, Schmelzkäse – Zwiebel, Gemüsebrühe, Knoblauch – ein paar Gewürze – viel war nicht drin! Aber lecker … jetzt ist mir wieder warm.

Morgen soll es dann Süßkartoffel-Suppe gegeben, auch aus dem Crockpot. Mit Erdnussbutter – die ja nicht süß ist. Ähnlichkeiten zu einer ähnlichen Suppe, die ich schon mehrfach gekocht habe, aber nicht im Crockpot, sind vorhanden.

Dann soll es noch eine Suppe mit Tellerlinsen und Hähnchen geben, die ich auch schon mehrfach gemacht habe – die nicht im Crockpot gemacht wird. Und da wartet noch eine Italienische Bohnensuppe. Mit Wirsing! Wieder Crockpot.

Die nächste Woche ist mit dem Vorgekochten dann abgedeckt und eingefroren kann auch noch etwas werden.

Die Resultate der Laboruntersuchung kam dann auch – seine Nierenwerte sind nicht im Normbereich, aber nicht wesentlich schlechter als beim letzten Mal. Sein Urin ist wieder leicht basisch, aber nicht so schlimm wie damals, als es hieß, er sollte nur noch Urinal-Futter bekommen. Das säuert den Harn an.

Weder hat er Eiweiß noch Phosphat im Urin, das ist wunderbar. Keine Medikation notwendig. Und auch wenn mir die Ärztin sagte, dass die Nieren bereits zu 75 % nicht mehr funktionieren – das ist noch kein Grund zur Panik, damit kann er noch einige Jahre leben. Das ist nicht ungewöhnlich, dass die Niere bereits so weit in der Funktion eingeschränkt sind, es wird vorher nicht diagnostiziert.

Seine Schilddrüse ist nicht auffällig!

Alles in allem, keine Auffälligkeiten, die chronische Nierenerkrankung ist nun mal vorhanden, bei einem Birma-Kater nicht außergewöhnlich im Alter von über 9.

Wenn nichts weiter ist, wird der Kater erst im März wieder vorgestellt.

Kulinarisch daheim – und unterwegs

Meine Freunde, mit denen ich zusammen koche, kamen vorbei. Ich musste nur vorher Kuchen backen, Suppe kochen (danke, unbekannter Guardian Leser, der du ein Rezept für Pastinakensuppe in den Kommentaren hinterlassen hattest) und den Auflauf vorbereiten.

Außerdem gab es einen Longdrink vorher (das erste Mal in meinem Leben einen Gin-Tonic). Eiswürfel durfte ich daher auch nicht vergessen.

Das Kuchen backen zog sich, die Pastinakensuppe war dagegen schnell gemacht – und dann habe ich geschnibbelt wie ne Wilde, um Kartoffeln, Lauch, Paprika, Zwiebel und Knoblauch vorzubereiten – und beinahe hätte ich es auch noch geschafft, das bereits gewürfelte Fleisch anzubraten, aber dann kamen schon die Gäste.

Das war jetzt kein Problem – wir kochen, wie gesagt, normalerweise gemeinsam. Und es kam der Spruch „Ich wollte schon immer mal wie so ein 70er Jahre Fernsehkoch kochen – ‚ich habe da etwas vorbereitet‘!“ So war das mit dem Anbraten und Form befüllen wenig problematisch, wir wärmten die Suppe und gingen zum gemütlichen Teil des Abends über.

Beim Gin blieb ich beim lokalen Getränk, ja, es gibt hier einen Ginproduzenten. Ich mag in diesem Blog nicht direkt das Getränk abbilden, da das Content für über 18jährige wäre (die unter 18jährigen gucken bitte in ihrem lokalen Supermarkt danach – und ich hoffe, man verkauft es Euch noch nicht, das Zeug hat nämlich 42 Umdrehungen und man sollte es verantwortungsvoll zu sich nehmen! Ab 18 und in Maßen, nicht in Massen! Genauer gesagt, 4 cl pro kleiner Flasche Tonicwater … ) In Großbritannien ist Gin Tonic der Klassiker der Aperitifs.

Dann kam die Pastinakensuppe. Kannten meine Mit-Kocher noch nicht. Zwiebelwürfel anschwitzen, 2 TL Garam Masala mit anrösten, dann mit 1 Liter Brühe und 250 ml Milch ablöschen, 5 bis 6 mittelgroße, geschälte und gewürfelte Pastinaken hinein und dann weich kochen 10 bis 15 Minuten. Zum Schluss pürieren (ein bißchen wie Kürbissuppe oder Möhrensuppe) und eventuell nachwürzen.

Als nächstes ging ich in die Küche, rührte die Saure-Sahne-Sauce für den Auflauf zusammen und gab nach der ersten, abgedeckten Stunde die Sauce drüber und den Käse – und wir haben noch eine Viertelstunde gewartet. Auch der Satte Herbstauflauf war durchaus essbar. Nichts für Fleischliebhaber, dazu war mit 500 g zu wenig für 4 Leute drin, aber schmackhaft.

Das Getränk der Wahl war ein Portugiesischer Rotwein aus dem Supermarkt, den ich nicht selber getrunken habe – soviel Alkohol musste es dann auch nicht sein.

Es blieb etwas übrig – das kann an vielen Dingen gelegen haben – Geschmack? Nun, die zwei Herren tranken mehr als ein Glas. Zu viel Alk – mit dem GT vorneweg? Einfach keine Lust auf Rotwein an dem Abend? Jedenfalls wurde die Flasche nicht leer und ich hab Montag etwas davon in die Tomaten basierte Nudelsoße getan.

Der Abend war entspannt, der Abwasch gewaltig, aber machbar und ich würde es wieder tun 😉

Dann habe ich Montag eine Stehrum-Nudelsoße improvisiert – ich hatte noch Tomatensaft von Dosentomaten da, die in den Auflauf kamen. Und die Saure Sahne des zweiten Bechers, die übrig war, kam auch rein. Außerdem Zwiebel und Knoblauch, Möhren (auch hier Reste des letzten Beutels) Kichererbsen (ich hab da ein paar mehr Kichererbsengläser rumstehen). Etwas von dem Rotwein. Salz, Pfeffer und getrockneter Thymian und getrockneter Oregano. Nudelsoßen sind prädestiniert für die Resteverwertung.

Und gestern ging es mal wieder auswärts essen. Ein relativ neues Lokal, meine Begleitung aß den Flammkuchen (und mochte ihn sehr) – ich hatte das Schweineschnitzel (ich glaub ich hab schon mal erwähnt, dass ich nicht Vegetarier bin) – mit Süßkartoffelpommes (eigentlich Kräuterkartoffeln, aber ich bat um Süßkartoffelpommes, weil ich die gern mag – und es war gegen einen Aufpreis möglich – denn Süßkartoffeln sind teurer als Kartoffeln). Das Schnitzel war lecker, auch wenn es weit von Schnitzel Wiener Art entfernt war – da war nichts platt geklopft, wie man das bei Wiener Art tun würde. Aber die Panade war hervorragend, das Schnitzelfleisch hatte einen wirklich angenehmen Schweinefleischgeschmack, der Beilagensalat war gut und knackig und vor allem war der Salat hinreichend zerkleinert.

Vorher gab es einen alkoholfreien Wacholderlongdrink und dann hatte ich noch die nicht so gut gelungene Mascarpone-Creme. Die war recht lieblos, fast wie zu Butter geschlagene Sahne … Und ich mag cremige Desserts und Mascarpone .. Schade. Die Freundin von mir und ich unterhielten uns noch eine Weile, es gab noch ein Getränk (eine heiße Milch mit Honig – man kann mehr Honig nachfragen, und ich würde das auch empfehlen, aber es war ok für mich gestern).

Preis, ohne Trinkgeld für den Wacholder-Alkoholfreien Drink, das Schnitzel mit Süßkartoffelpommes, das Dessert mit Mascarponecreme mit Erdbeerpüree und die Heiße Milch mit Honig – € 29,10.

Das Lokal hat eine Wochen-Saison-Karte, von der war der Flammkuchen, und es stand noch Pasta mit Kürbis drauf sowie vier weitere Gerichte. Aber ich hatte Schnitzelappetit. Sonst gerne saisonal. Und Kohl mit Speck steht heute bei mir auf dem Speiseplan, da ich noch einen halben Chinakohl im Kühlschrank habe. Und mehlig kochende Kartoffeln im Vorrat. Und ein Paket Speckwürfel.

Erreichbarkeit gut. Bushaltestelle ist keine 5 Minuten weg. Parkplätze? Eher keine – Halloo? Südstadt Hannover, berüchtigt für die Parkplatznot!

Kokosnussbewertung: 3 bis 4. Es fehlt ein Alleinstellungsmerkmal. So geht es unter in den ganzen netten, kleinen Bistros. Und da es für Laufkundschaft zu abgelegen liegt, mehr von Wohn- als von Geschäftshäusern umgeben, muss das Lokal dringend einen Magneten entwickeln. Etwas, das Gäste anderswo nicht finden. Ich persönlich mag die Auswahl an alkoholfreien Getränken z.B. Aber im Dessertbereich besteht Verbesserungspotential.