Kleines Fest 2014

Hier nun also ein Bericht über das Kleine Fest 2014, wie ich es erlebt habe.

Ankunft am Garten für einen guten Platz in der Warteschlange – ca. 14 Uhr 30. Vor mir etwa 20 Leute, vielleicht auch nur 15. Gut zu beobachten, immer mehr Leute schleppen kleine, faltbare Hocker mit. Gut für die Wartezeit, gut aber auch später im Garten, wo es immer zu wenig Sitzplätze gibt.

Kassenöffnung 17 Uhr (angesagt war 17 Uhr 15).

Und es gibt doch tatsächlich Leute, die meinen, sie könnten eine Schlange von inzwischen ca. 150 Leuten ignorieren und mal eben vorneweg Karten kaufen … Aber weder die Dame an der Abendkasse im Wagen noch der Herr vom „Ordnungsdienst“ ließen dies durchgehen – sonst hätte die friedliche Hannover-Vorabendstimmung vielleicht auch in Lynch-Mob umgeschlagen. Dreist kommt halt nicht überall weit und es gibt noch Gerechtigkeit auf dieser Welt. Wenn viele betagtere Mitmenschen sich der Mühe unterziehen, stundenlang für Karten anzustehen oder zu sitzen (vor mir stand eine Dame, Alter ca. 70 – aber ich kann schlecht schätzen, über Stunden ehe eine Bekannte/Angehörige mit Hocker kam), dann war es diesem Individuum doch sicher auch möglich, sich entsprechend vorzubereiten und ein paar Stunden aufzubringen.  Er hätte sich ja einfach nur zu der Zeit hinten anstellen müssen und vermutlich noch ein Ticket erhalten, bzw. zwei.

Meine Freunde kamen jedenfalls pünktlich, der eine schon kurz nach 15 Uhr, die andere Viertel vor Kassenöffnung.  Und Nein, ich finde es nicht schlimm, wenn jemand für ein paar Leute mit ansteht, vor mir kamen ja auch immer wieder weitere Leute dazu. Hat ja nicht jeder Zeit. Aber keine Zeit zu haben und auch niemanden zu kennen, der Zeit hat, und dann nicht mal ans Ende der Schlange zu gehen …

Jedenfalls gab es dann um ca. 17 Uhr 30 die Gartenöffnung, die Begrüßung durch die Stelzenläuferinnen (heute mal als spanisch anmutende Ballerinas unterwegs – sehr hübsch das Detail der Spitzentanzschuhe unten an den Stelzen) und Panama Red  hat wieder die „Tischmusik“ für das Picknick geliefert. Luxus pur – ein gut gepflegter Garten, ein paar Freunde, gute Musik im Hintergrund, Essen und Trinken bei ca. 27 ° C (und wir saßen im Schatten) und Zeit zum Planen des Abends.

Ein paar bekannte Stimmen und Gesichter waren dann schon bei der Begrüßung dabei: Unter anderem die weibliche japanische Version von Dieter Thomas Heck (oder wie ein Freund anmerkte: „Eine Mischung aus Speed und Helium“). Leider kein Video mit ihr auffindbar, wo sie auch noch schnell spricht … Aber wer die Show sehen will – Witty Look – you tube – sollte auffindbar sein.

Unsere erste Show an diesem Abend gestern war auch Comedy-Akrobatik – 15feet6 – Stangentänzer … naja – nackte Haut gab es auch zu sehen – aber es war doch eher komisch als erotisch. Und die „Abstürze“, die aus der Höhe immer kontrolliert kurz vor dem Aufprall endeten, zeigten eben auch viel Akrobatik. Nur das französische Gedicht – meine beiden Begleiter verstanden mehr als ich – aber es ging um eine schöne Feier (Achtung – Ironie)  … das Wort boum – oder war es BOOM? – kam öfter vor.

Die anderen Beiträge erscheinen jetzt nicht unbedingt in der Reihenfolge, in der wir sie gesehen haben:

Sid Bowfin – Geiger mit Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Den Humor muss man mögen – wir waren unterbegeistert.

Sehr poetisch dagegen Dinh&Anh – ein vietnamesisches Akrobatikduo, Poesie gelingt auch ganz ohne Worte. Eine Mischung aus Beinah-Ballet – und Akrobatik. Sehr passend für die Atmosphäre dieses Gartens!

Aus Berlin kamen die 5 Jungs des Glasblassingquintetts – Flaschenmusik mit musikalischen Flaschen. Also – ICH rede von den Instrumenten. Die Herren waren da etwas weniger zimperlich. Man kann also nicht nur in Flaschen hineinblasen, oder drauf rumklöppeln – man kann sie auch ploppen lassen – in verschiedenen Tonhöhen! Sehr, sehr luschdich – und sehr, sehr geschickt. Eines meiner Highlights. Es war auch SEHR SEHR VOLL an dieser Bühne.

Musik war auch beim nächsten Act dabei – Nr. Heinz Hits mit Heinz Gröning. Die Gags nicht stubenrein, die Musik solide aber nicht herausragend, war die Kombination aus beidem doch sehr unterhaltsam.

Helge und das Udo war ein Nord-Süd-Act – der plattdeutsch-rappende Helge und der sehr lustige Tierimitator aus dem Schwabenland.

Wall Street Theater – eine Comedy-Akrobatik-Truppe aus Deutschland, die auf very british macht! Leider machte ich während dieses Acts Bekanntschaft mit der äußerst sparsamen Verteilung der Toilettenwagen … so habe ich den Act versäumt. Aber der Menge der Zuschauer zu Folge und meinen Freunden waren sie gut wie damals, als ich sie zum erstenmal sah – beim Kleinen Fest.

Und zum Schluss gab es dann Kelvin Kalvus (auch aus Deutschland). Kugel-Jonglage – poetisch, esoterisch angehaucht, aber leider auch mit zwei Aus-Fällen …

Das Feuerwerk habe ich mir aus gesundheitlichen Gründen geschenkt – die hohe Luftfeuchtigkeit hat mich so in Schweiß gebracht, dass ich die kühlen Nachttemperaturen nicht noch eine Stunde abwarten wollte .. So bekam ich wenigstens noch meinen regulären Bus vorm Bahnhof! Ich war nicht die einzige, die auf das Feuerwerk verzichtet hat. Es ist schade drum, immer sehenswert, aber man muss seine Grenzen kennen.

 

 

 

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