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Mal was anderes – wie man nicht einen Herd liefert

Dieses Mal nicht mein Lieblingslieferant mit den drei großen Buchstaben, sondern der mit den Flügelsandalen. Der Götterbote. Leider bin ich nicht göttlich, auch kein Orakel, ich kann daher nicht voraussehen, wenn ich um 6:28 meine Bestellungsseite beim Versandhandel aufrufe und mir mitgeteilt wird, dass dort in Kürze ein Liefertermin für meinen neuen Herd genannt wird, dass dieser unspezifizierte Liefertermin zwischen 7 und 11 AM SELBEN TAG liegt.

Ich bin also hoffnungsfroh gestern gegen 7 Uhr in den Dienst gegangen. Und als ich halb acht abends nach Hause kam, war auch keine Mitteilung im Briefkasten, dass gestern versucht worden sei, zuzustellen. Ich war also ahnungslos, bis ich gestern, so gegen halb zehn am Abend nochmal schaute, ob mir mein Herd denn HEUTE geliefert würde. Ich bekam zu meinem Erschrecken mitgeteilt, dass die Lieferung am 16.8. – ja gestern – zwischen 7 und 11 erfolgen sollte. Mit geografischer Verfolgungsmöglichkeit der Lieferung. Fein … Das hätte ich am Tag vorher wissen müssen.

Nun rief ich heute Morgen beim Versandhandel an: Wir können Ihnen da nicht helfen, ab 8 Uhr erreichen Sie jemanden beim Lieferservice – hier ist die Nummer. Langsam steigt mein Blutdruck und die nahende Menopause macht sich bemerkbar.

Ist es denn so schwer einzusehen, dass ein Herd nur geliefert werden kann, wenn jemand zu Hause ist, jemand, der einen Herd bezahlen kann und somit auch arbeiten gehen muss (irgendwoher muss die Kohle ja kommen)? Ist es denn wirklich so schwer, wenn ein Herd am Vorabend in den Wagen geladen wird, den Barcode einzuscannen, daraufhin automatisch eine E-Mail auszulösen beim Empfänger, wir liefern morgen gegen …

Hermes und ich, wir waren bisher gute Freunde … Das ist das erste Anzählen …

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Von Buchhandlungen und Buchhandelsketten – und Versandbuchhändlern

Wo kauft man neue Bücher? [Lasst mich mal die Second-Hand-Variante ausklammern]

Wo es welche gibt!

Kleine, inhabergeführte Geschäfte. Freundlicher und sachkundiger Service, laden mit ihrer Ruhe zum Stöbern ein, haben nur ein limitiertes Angebot vorhanden (können natürlich alles andere bestellen).

Filialisten. Davon haben wir in der Innenstadt zweieinhalb. Eines war lange Zeit Hannovers größte, in Familienbesitz befindliche Buchhandlung – mit einem unglaublich arroganten Personal. Das mit dem Personal hat sich geändert – man ist dort jetzt freundlich, war es auch schon bevor es zu einer großen Kette gehörte. Die zweite Kette kam noch dazu, als die große Buchhandlung noch Familienunternehmen war. Wechselte dann (aus kartellrechtlichen Gründen). Und hat sofort zur Serviceverbesserung in der ersten Buchhandlung geführt 😉 Konkurrenz belebt eben doch …Dort bekommt man viel. Abe das Angebot ist unübersichtlich. Wer, wie ich, sich mit Autorennamen schwer tut, muss fragen gehen. Die aktuellen Bestseller sind prominent platziert (als wenn die sich nicht von allein verkaufen), der (in welche Richtung auch immer) exklusivere Geschmack darf suchen. Oder fragen. Auch hier kann bestellt werden, was nicht vorhanden ist. Meist gibt es ein recht großes Angebot an Non-Books – außer Karten und Lesezeichen eben auch Spiele, Süßwaren, Tassen etc. Diese Läden sind stark frequentiert – so stark, dass ein reines Stöbern keine Freude macht.

Wenn man weiß, was man will, ist der Versandbuchhandel eine Alternative. Lieferung ist schnell. Vorbestellungen werden automatisch geliefert (keine weitere Tätigkeit von mir notwendig), und ähnliche Produkte werden vorgeschlagen. Aber noch stärker ist der Versandbuchhandel, wenn ich nicht für mich, sondern für Freunde/Familie kaufen möchte – weil ich mich dann nicht um den Transport der Geschenke bemühen muss, ich sogar bei denen, die sie eingerichtet haben, Wunschzettel zur Auswahl habe – wenn man wenig Zeit hat, sich um Geschenke zu kümmern, ein Segen!  DAS ist sicher eines meiner Lieblingsfeatures beim Versandbuchhandel.

Und auch wenn ich Second-Hand außen vor lassen will – aber die Möglichkeit hätte man dort auch. Kann sogar eigene Käufe dort wieder verkaufen. (Noch nie gemacht).

Ja, ich bin meist ein Versandbuchhandeltyp. Aber wenn ich nicht arbeiten muss, wenn ich Zeit und Lust zum Bummeln habe, dann bin ich froh, wenn ich die anderen beiden habe!