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Ende mit Schrecken

Heute Morgen musste ich mit meinem Kater zum Tierarzt. Ich sah, dass er immer weniger fraß und immer mehr verfiel. Außerdem roch er ein wenig nach Urin. Also biss ich in den sauren Apfel, fing meinen 11 Jahre alten Kater ein und fuhr mit dem Taxi zur Tierklinik. Dort nahm man ihm Blut ab.

Nachmittags dann der Anruf der Ärztin:

„Ganz schlechte Nierenwerte!

Wir haben eine Behandlungsmöglichkeit: Dialyse – für drei Tage an die Infusion. ABER: Das hält nicht ewig. Es kann sein, dass nach zwei Wochen die Werte wieder schlecht sind.“

Und als ich sie dann fragte, was sie mit einem eigenen Tier machen würde, einigten wir uns darauf, dass mein Kater heute oder Morgen eingeschläfert werden muss.

Ich saß zu dem Zeitpunkt auf der Arbeit, beendete mein Computerprogramm – und loggte mich aus. Dann jagte ich meinen Kater erneut ins Körbchen, zum letzten Mal, fuhr zum Tierarzt und ließ meinen Kater töten.

Ich bin kein Freund von Regenbogenbrücken-Euphemismen. Ich bin auch kein Totenkult-Anhänger. Also hab ich, was vom Kater übrig blieb, beim Tierarzt gelassen. Und bin mit dem leeren Körbchen mal wieder nach Hause gefahren. Das war jetzt das zweite Mal, dass ich mit leerem Körbchen von dieser Klinik nach Hause fuhr.

 

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