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Trauer

Hier nun eine traurige Nachricht, für alle, die gestern keine Nachrichten gehört haben:
Sir Terry Pratchett, Autor der Scheibenwelt-Reihe, ist gestern verstorben.

Wer im Guardian die zahlreichen Kommentare seiner erschütterten Leser liest, bekommt sogar einen Pratchett gezeigt, der weit über seine Fähigkeiten als Autor hinausgeht. Viele, die ihn getroffen haben, berichten von seinem Humor, einige von seiner Menschlichkeit.

Da war der Kommentar von einer Person, deren Schwester einen Platz in einem Seminar bei Pratchett gebucht hatte. Und sie war nun schwer krank und konnte nicht teilnehmen. Die Person hat dies Pratchett mitgeteilt – und bekam dann einen Anruf von ihrer Schwester, dass Pratchett sich bei ihr gemeldet hatte! Sie bekam die Kursmaterialien zugeschickt und alle guten Wünsche.
Oder bei einer Buchsignierstunde, ein junger Mann kaufte den neuesten Band und Pratchett signierte es und der junge Mann scherzte: „Wenn sie noch eine Stunde da sind, könnte ich nach Hause fahren und meine anderen Bücher von Ihnen auch noch zum Signieren herbringen.“ Pratchett sagte: „Dann mal los!“ – Und hat sie alle signiert.

Einige Geschichten berichten von seiner Bescheidenheit, so z.B. Leute, die auf einem der DiscWorld-Treffen waren und ihn abends in der Stadt trafen. Sie grüßten ihn mit „hullo Terry“ – und er sagte „Endlich normale Leute!“
Und auch wenn ihm das gegen den Strich gehen würde – sorry, Sir Terry – die Welt hat gestern einen ganz Großen verloren.
Er starb übrigens im Kreise seiner Lieben – sehr passend mit seiner Katze auf dem Bett!

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Strata

Geht es gut, wenn ein Fantasy-Parodist einen Science-Fiction-Roman schreibt?

Nun, immerhin konnte ich das dünne Bändchen schnell durchlesen, an die Technik-Ausdrücke hat man sich schnell gewöhnt, die Handlung ist auch schnell zusammengefasst:

Drei verschiedene Raumfahrer (einer mit vier Armen, eine 3 Meter hoch mit Fell und abschraubbaren Stoßzähnen, die dritte eine über 200 Jahre alte Frau) werden auf einen künstlichen Scheibenplaneten gelockt, wo sie auf eher mittelalterliche Einwohner treffen (hier macht sich der Fantasy-Schreiber bemerkbar) auf ihrer Suche nach den Erfindern dieses Scheibenplaneten. Es hat etwas vom Zauberer von Oz.

Lesen? Kann man es durchaus. Es fehlt aber noch viel zum eigentlichen Pratchett-Humor.

Meine Meinung:

Nach dem Lesen jedem, der es wissen will und auch denen, die es nicht wissen wollen, empfehlen und verleihen,bis es auseinanderfällt – und auch gern weitere Exemplare davon verschenken (MUSS MAN LESEN)

Nach dem Lesen nicht groß drüber reden, an die Bücherei oder die Öffentlichen Bücherschränke abgeben (KANN MAN LESEN – KANN MAN AUCH NICHT LESEN)

Nach dem Lesen versuchen, die Bilder im Kopf zu löschen und ins Altpapier geben. (SOLLTE MAN NICHT LESEN – ZEITVERSCHWENDUNG, SCHADE UM DIE HIRNZELLEN, DIE MIT DEM INHALT BELEGT SIND)