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Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (11) – Strukturen

Struktur (von lateinisch strūctūra ‚Zusammenfügung‘, ‚Bauart‘, ‚Sinngefüge‘) – also eine Art Bauplan?

Wenn es eines gibt, in dem ich schlecht bin, ist das Strukturen setzen. Ein erstaunliches Geständnis für jemanden, der in der öffentlichen Verwaltung arbeitet, nicht wahr?

Jedenfalls brauche ich dringend mehr Struktur in meinem Leben. Ich muss diese Struktur selber finden, denn eine von außen aufgepfropfte löst bei mir sofort wieder eine Trotzphase aus. Aus der ich mit fast 50 schon lange raus sein sollte.

Strukturen, die ich mir erfolgreich selbst gesetzt habe: Morgens zwischen halb fünf und halb sechs aufwachen. Das funktioniert durch einfaches Weckenlassen, wenn ich das eine Woche gemacht habe, dann ist die Zeit einprogrammiert.

Katze versorgen – morgens und abends füttern und Katzenklo reinigen. Das ist nicht an genaue Zeiten gebunden (meine Katze wird manchmal um kurz vor 18 Uhr gefüttert und an anderen Tagen um 22 Uhr – in der Scheune würde die 6-Uhr Maus auch nicht immer pünktlich sein). Aber morgens ist eben nicht erst gegen Mittag!

Am Wochenende kochen. Das ist eine neue Struktur, ich bin noch am Einüben, aber ich habe viele Jahre nicht eingesehen, für eine Person überhaupt zu kochen, kalte Mahlzeiten, oder mal ein Fastfood (maximal einmal im Monat Pizza, und auch nicht öfter Döner – mir sind die Kalorien wohl bewusst), bzw. ein Fertiggericht – das habe ich mit diesem Jahr erstmal hinter mir gelassen. Und das klappt einigermaßen. Ein Riesenfortschritt. (Gestern habe ich das erste Mal ohne fertiges Vanillepuddingpulver gearbeitet – das kann man nämlich auch selbst herstellen. Für einen Pudding 40 g Stärke, ob Kartoffelmehl oder Maisstärke oder auch Reisstärke ist so was von Wurscht, Vanilleextrakt – den hat mir mal eine Freundin aus der Dominikanischen Republik mitgebracht – und das war es schon. Dann wie gewohnt mit Milch und Zucker anrühren und dann in die Restmilch von dem halben Liter geben – DAS habe ich gestern jetzt nicht ausprobiert, aber immerhin einen Rhabarberkompott habe ich schon damit gebunden)

Eine weitere Struktur: Auf der Arbeit regelmäßig bis zu einem bestimmten Zeitpunkt die Arbeit aufgenommen zu haben. Ich war da sehr unstrukturiert und unregelmäßig, saß lieber bis 20 Uhr im Büro als bereits am Vormittag da zu sein, das musste ich dringend ändern, weil das mit dem Kochen unter der Woche sonst utopisch war.

Einen Rückschlag habe ich erlitten, als mir die Waschmaschine den Dienst versagte. Nun, das Problem wird nächste Woche endlich gelöst (ja, ich habe genügend Wäsche im Schrank, um solange durchzuhalten, danke der Nachfrage – ich schaffe ja auch jedes Jahr die 14 Tage zwischen Weihnachten und dem 6. Januar).

Und natürlich – am Sonntag einen Punkt-Punkt-Punkt-Post veröffentlichen!

Ich habe letztes Jahr dieses Projekt Punkt-Punkt-Punkt mitgemacht, weil ich mein Blog oft wochenlang brach liegen ließ – jetzt gibt es jede Woche mindestens EINEN Post. Diesen. Das ist das absolute Minimum. Ich bin nicht so der große Fotograf, und für einen ordentlich strukturierten Text brauche ich nicht nur Inspiration, sondern auch Zeit. Da passt es ideal, das Punkt-Punkt-Punkt am Sonntag Morgen liegt.

Also – für einen unstrukturierten, aber kreativen Kopf wie meinen ist Punkt-Punkt-Punkt ein echter Segen.

 

 

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