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Punkt, Punkt, Punkt – (48) – Schnee

Ende November hat es in Hannover selten Schnee. Und für Hannover ist Schnee eigentlich immer gleich bedeutend mit Unrat. Den Grund habe ich Euch schon mal gezeigt, das Bild vom schmutzigen Schneematsch ist natürlich mit meiner alten Festplatte verloren gegangen … Aber weil ich es ja bei WordPress eingelagert hatte, ist es noch vorhanden:

Januar 2016 119

Hier in Hannover gibt es so wenig Schnee, dass Autofahrer gar nicht mehr wissen, wie man bei Schnee fährt. Drei Flocken und wir haben ein Verkehrschaos feinster Güte, jeder fährt gnadenlos in die Kreuzung ein, weil er ja Grün hat, obwohl er keine Chance hat, vor dem Rot wieder heraus zu sein. Das führt dazu, dass bei leichtem Schneefall auf den Einfallstraßen Staus ohne Ende entstehen. Der Hannoveraner an und für sich kann keinen Schnee.

Ich bin ja im Ostwestfälischen aufgewachsen, im Weserbergland. Dort habe ich 1986 meinen Führerschein gemacht. Bis dahin war nicht eine Flocke Schnee gefahren. Am Tag danach aber … In meinem ersten Winter habe ich mich zweimal gedreht. Immer die gleiche Kurve. Einmal auf Schnee und einmal bei leicht feuchter, überfrierender Straße …

Außerdem fuhr ich damals ja den Polski Fiat, mit seinem Ölkühlungssystem nicht gerade ein Winterauto. Bis ich an der Schule war (ca. 15 km entfernt) war das Auto gerade lau … und die Scheiben beschlugen dementsprechend auf den ersten Kilometern.

Schnee war schon immer gefährlich (für all die, die aufs Auto angewiesen sind), und dementsprechend bin ich froh, wenn hier Weihnachten keiner liegt und auch kein Frost herrscht, sonst müsste ich um meinen Weihnachtsbesuch fürchten, der per Bus kommt.

Drum wollen wir’s zusammenfassen – Schnee ist dreckig, lästig und gefährlich und Petrus sollte ihn lieber lassen.

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Punkt, Punkt, Punkt – (20) – Matschwetter

Matschwetter ist in Hannover nicht sooo häufig. Doch, ja, es regnet hier viel, aber es ist halt eine Stadt mit geteerten Straßen und gepflasterten Gehwegen. Und bei Regen gehe ich bestimmt nicht in den Park – egal in welchen.

Trotzdem erlebe auch ich Matschwetter. Allerdings früher im Jahr, nicht Mitte Mai:

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Diese „hübsche“ Mischung aus Schnee, zu Eis komprimiertem Schnee, Schmelzwasser und Split ist einer der Gründe, warum ich kein Winter-Fan bin. Hier in der Stadt ist das nur mit Dreck verbunden …

Matsch früher war für das Kind, das im Garten der Großeltern groß wurde, eine Alternative zu Knete. Davon gibt es keine Bilder. Aber ich erinnere mich noch an aus dem Matsch geformte Brotlaibe.

Letztlich aber ist Töpferei ja nichts anderes als im Matsch zu spielen … Ton ist schließlich auch Erde. Und damit ist für Leute, die mit Ton arbeiten, jeder Tag Matschwetter 😉

Beweisführung abgeschlossen (Winterverkehr)

Der Hannoveraner* an und für sich kann bei Schnee nicht Auto fahren.

Wer mir das nicht glaubt, sollte mal auf die Straße gucken, wie oft Rotlichtverstöße begangen werden, weil der Hannoveraner nicht auf den verlängerten Bremsweg eingestellt ist und daher lieber nochmal Gas gibt als irgendwo mitten auf der Kreuzung stehen zu bleiben. Er hätte besser vorher die Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen angepasst.

Wer davon noch nicht überzeugt ist, braucht sich nur das Hupkonzert an jeder Kreuzung anzuhören, weil dort die Leute, die bei Rot noch in die bereits volle Kreuzung eingefahren sind, die Leute aus den anderen Richtungen blockieren.

Und wer immer noch einen Beweis braucht, sollte mal bei vorbeifahrenden Autos einen Blick auf die Radkammern werfen, wo sich der Schnee anballt – und, wenn durchgefroren, irgendwann die Lenkmöglichkeit einschränkt. Dass man vor oder nach jeder Fahrt besser mal kontrolliert, ob man die Schneeansammlung beseitigen sollte, hat sich bei den Schnee-unerfahrenen Hannoveranern nicht herum gesprochen.

Also, meine lieben Mit-Straßenbenutzer:

  1. Bevor ich mich im Winter auf die schneereiche Straße begebe, habe ich Winterreifen aufgezogen.
  2. Wenn diese drauf sind und ich schon mal im Schnee gefahren bin, schaue ich anschließend nach, ob meine Räder noch freies Spiel haben. Sonst entferne ich den Schnee. Bevor er festfrieren kann!
  3. UND ICH RÄUME nicht nur eine winzige Sichtscharte frei – ich fege auch den Schnee vom Dach (damit er mir nicht bei einer Vollbremsung auf die Scheibe rutscht und mir die Sicht nimmt) und von der Motorhaube (bei Autos mit Motor vorn, also bei den meisten – denn auch was von vorne hochweht kann die Sicht ordentlich behindern – eine Sekunde Nichtsehen kann über Leben und Tod bei einem Kind entscheiden! Was sind die paar Sekunden Motorhaube fegen dagegen?)
  4. Kreuzungen nähere ich mich im Winter mit Vorsicht, weil man nie weiß, was die anderen so machen. Es kann immer sein, dass ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr gerade die eigene Mutter ins Krankenhaus bringen muss, weil sie bei Glätte gestürzt ist. Das heißt, ich beobachte Ampeln mit Misstrauen, und fahre so langsam, dass ich bei Gelb noch zum Stehen kommen kann – oder bei einem herannahenden Einsatzfahrzeug!
  5. Wenn es im Winter mal wieder zu einer vollen Kreuzung kommt, weil irgendjemand nicht mehr im Kopf hat, dass eine Kreuzung nur dann befahren werden darf, wenn ich a) grün habe und b) auch noch bis Ende der Gelb-Phase die Kreuzung verlassen kann (was nicht geht, wenn alles voll steht!) – dann bleibe ich VOR der Kreuzung stehen und warte, dass sich die Verstopfung auflöst. Ich trage nicht noch dazu bei!! Und als zweiter hupe ich nicht dem vor mir bremsenden, der im Recht ist, die Ohren voll, weil ich frustriert bin, dass es nicht weitergeht. Es ginge auch nicht weiter, wenn der Vordermann fahren würde!

Das sind Frans Tipps für mehr Sicherheit im winterlichen Straßenverkehr. Denkt nicht immer ICH-ICH-ICH – und beherzigt einfach die einfachste aller Regeln: Tut anderen nicht an, was Ihr nicht möchtet, dass man es Euch antue!

*Hannoveraner  = Leute, die mit H-Kennzeichen hier in der Stadt herum fahren – auch wenn sie aus der Region kommen!