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Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (37) – Lost Places

Aufgegebene Siedlungen? Gibt es hier im Stadtgebiet Hannover eher weniger. Straßen, die verschwunden sind, dagegen schon mal. Hier in Hannover z.B. die Potthofstraße. (Sorry, ich weiß nicht, ob der Link funktioniert – ich werde immer automatisch bei Postcrossing angemeldet).

Dazu in einem anderen Blog, das sich in diesem Beitrag mit einer Familiengeschichte befasst:

“ Die Potthofstraße wohl benannt nach einer Töpferei auf einem Nachbargrundstück war eine Nebenstraße senkrecht zur Osterstraße und endete als Sackgasse an der Stadtmauer.“

Es wird sicher noch wesentlich mehr davon geben, weil sich in Hannover die Straßenverläufe immer mal wieder geändert haben, vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg, als alles in Schutt und Asche lag und Hannover ein autofreundlicheres Gesicht bekam.

Was hier in Hannover dagegen reichlich an Orten verlustig gegangen ist, sind historische Gebäude. Die Altstadt wurde, so der Krieg sie nicht erwischt hat auch aus sanitären Gründen „aufgeräumt“ – und intakte historische Bauten dorthin umgesetzt. (Ihr glaubt das nicht? Steht zumindest so bei Wikipedia)

Aber auch durch den Krieg nicht beschädigte historische Gebäude wurden teilweise noch spät in den 50ern und Anfang der 60er niedergemacht, um dann einem eher umstrittenen Projekt Platz zu machen, das anschließend doch nicht verwirklicht wurde.

Die Rede ist hier von der innerstädtischen Wasserkunst.

Stadtbaurat Hillebrecht hat eine Menge zu verantworten, u.a. den Abriss des Friederikenschlösschens (in der gleichen Fotogalerie wie die Wasserkunst, da sind eine Menge historischer Gebäude zu sehen, die heute nicht mehr existieren).

Also – auch in Hannover gibt es solche verlorenen Plätze. Aber natürlich keine echte „Wüstung“ – d.h. von den Siedlern aufgegebene Orte.

Dies ist ein Beitrag aus Sunnys Blogparade Punkt-Punkt-Punkt.

 

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Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (36) – Verbindungen

Hier kann ich ja nur mal lobend unseren Öffentlichen Personennahverkehr in Hannover erwähnen (GVH – Großraumverkehr Hannover).

Ich habe schon mal „angedeutet“, dass ich eigentlich ein Landei bin, dass ich in sehr ländlicher Umgebung meine ganze Jugend verbrachte und dass ich damit nicht wirklich glücklich war. Warum nicht? Weil ich immer darauf angewiesen war, dass ich von Ort zu Ort gefahren wurde. Der Bus zur Schule ging morgens um kurz vor 7. Ja, KURZ VOR 7 – da stehen Schüler in der Stadt gerade auf. Ich war in der Schule ca. 7:10 Uhr. Der Unterricht begann um 8, wie das in Deutschland immer noch mehrheitlich üblich ist – wir kannten noch keine nullten Stunden – aber wir kannten dafür Samstagsunterricht.

Zurück fuhr mein Bus um 14 Uhr. Die Schule endete nach der 6. Stunde um 13:10 Uhr. Dann saß ich 50 Minuten (zuerst mit anderen Schülern, ab 13:30 nur noch mit meiner Schwester) herum, machte Hausaufgaben oder las – bis es Zeit wurde, zur Bushaltestelle zu gehen.

DAS war mein Erleben von Öffentlichem Personennahverkehr. Dann besuchte ich mit meiner 10. Klasse München. Und erlebte mein erstes Highlight. U-Bahnen, die alle paar Minuten fuhren!

Jetzt wohne ich hier in Hannover. Wir haben hier ein Transportunternehmen, das für eine moderate Summe Geldes (momentan unter 60 Euro im Monat – Jobticket) mich in ganz Hannover herum fährt.

Sonntag Morgens muss ich maximal eine halbe Stunde auf den nächsten Bus warten – das ändert sich ab etwa mittags. Dann fahren sie alle Viertelstunde. AM SONNTAG. Da fuhr bei uns NADA! NICHT EIN BUS kam durchs Dorf – und so etwas wie ein Rufbussystem gab es auch nicht.

Die Hannoversche Üstra aus dem Stadtgebiet ist auch nicht allein hier im Verkehrsverbund GVH, auch die Regio-Bus gehört dazu. Und die fahren die kleinen Dörfer um Hannover auch am Wochenende an. Abends und am Wochenende als Rufbus. Man ruft eine bestimmte Telefonnummer an, sagt wo man einsteigen möchte und erfährt, wann man an der Haltestelle stehen sollte. Die Anrufe sind zu tätigen, bevor der Bus die Anfangshaltestelle verlässt, dieser Zeitpunkt steht fest. Das ist dann eine zwei Stunden-Lücke – aber immer noch besser als KEIN BUS.

So bin ich damals, als ich noch verbandelt war, zu meinem Freund aufs Land gefahren – und zurück nach Hannover. Ohne Auto!  Am Wochenende. Aufs Land. Und mein damaliger Freund, der am Ende ziemlich sehbehindert war und wirklich nicht mehr fahren konnte, ist so auch nach Hannover gekommen – oder nach Hause gefahren. Ohne Auto.

Hier in Hannover und der Region Hannover ist man also gut verbunden, wenn man irgendwohin will. Ich wohnte eine Zeit lang in einem Stadtteil am Rand von Hannover, von 1997 bis 1999, und dort hatte ich eine Bahnlinie, die ca. 5 Minuten zu Fuß entfernt war. Die fuhr im ähnlichen Takt wie der Bus jetzt vor meiner Haustür.

Unter der Woche, zwischen 6 und 20 Uhr, fährt mein Bus jetzt übrigens alle 10 Minuten, außerhalb der Zeit alle Viertelstunde. Bis ca. 23 Uhr … Und nachts – nachts gibt es eine Nachtbuslinie, die alle Stunde fährt. (Das ist nicht für alle Buslinien in Hannover der Fall, aber meine Linie wird zumindest bis zu meiner Haltestelle als Nachtbuslinie bedient, einmal in der Stunde.)

Und weil ich so stolz darauf bin, dass Hannover diese Verbindungen bereit stellt (sonst wäre hier die Luft noch schlechter …) hier noch der Plan:
GVH_Liniennetzplan_Bus

Noch ein paar Daten zur Üstra – öffentlichen Personennahverkehr gibt es in Hannover schon ziemlich lange. Seit 1872, um genau zu sein. Damals wurden die Pferdestärken noch mit Hafer erzielt 😉 Das war immerhin nur 7 Jahre nachdem in Berlin eine Pferdebahn eingerichtet worden war. Dafür, dass wir noch wesentlich kleiner und auch provinzieller damals waren, gar nicht so lang, der Zeitraum.

Elektrifiziert wurden einige Strecken bereits sehr früh, aber in der Innenstadt wollte man die Oberleitungen erst nicht haben. Doch noch vor der Jahrhundertwende war die Umstellung geschafft und auch in der Innenstadt wurde elektrisch gefahren.

Der GVH umfasst auch die Nahverkehrszüge der DB – S-Bahnen. Einen S-Bahnhof habe ich hier in ca. 7 Minuten Fußlaufweite. Damit komme ich zum Flughafen (eine weitere Verbindung Hannovers). Und zum Hauptbahnhof (eine sehr stark genutzte Verbindung Hannovers).

Ich bin hier echt gut verbunden. Danke GVH.

Und auch dies war wieder ein Beitrag aus Sunnys Blogparade Punkt-Punkt-Punkt.

 

 

 

Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (32) – Holz

Ich nehme Euch heute auf eine musikalische Reise, denn Holz ist ja bekanntermaßen auch in der Musik nicht wegzudenken:

Daher nun:

Albatross – von FleetWOODMac

Seid dankbar, dass ich nicht die 1-Stunden-Schleife als Video hier angebracht habe.

Dagegen sind die 257ers moderner, immerhin ist da Holz das Thema, wie sie gleich am Anfang bemerken:

Und dann wollen wir alle ganz schnell zurück in mein Geburtsjahr, die Band heißt Traffic, der Song heißt Feelin‘ Allright – und das Holz ist einer der Musiker, Chris Wood.

Und nach all der Populärmusik, gehen wir noch weiter zurück und gönnen uns einen Ausflug ins Klassische, in diesem Beitrag geht es um Holzblasinstrumente:

 

Und nun noch die Streichinstrumente, denn Holz wird nicht nur geblasen (zur Erinnerung, wir befinden uns im Bereich der Musik … )

Zum Schluss noch ein Song, von einer Künstlerin, die ihr Debüt ablieferte Mitte der 80er (dies ist ein Lied von ihrem zweiten Album):

Und wenn Euch der Beitrag zu hölzern vorkam, beschwert Euch bei Sunny, die mit ihrer Punkt-Punkt-Punkt-Parade Schuld daran ist.

 

Und was das alles mit Hannover zu tun hat? Na, wir haben doch diese Musikhochschule, aber eben nicht nur die – und das macht Hannover zu einer UNESCO-City of Music! Seit 2014

„Als Stadt der musikalischen Vielfalt und der gelebten Kooperation auf kurzen Wegen hat sich Hannover 2014 beworben, als City of Music ins UNESCO Creative Cities Network aufgenommen zu werden – mit Erfolg!“ Aber nicht erst seitdem ist Hannover musikalisch in aller Munde – 1710 wurde Händel hier Kapellmeister. Ja, der Händel mit der Feuerwerksmusik und der Wassermusik – die er für den britischen König komponierte, der .. aha … auch aus Hannover kam!

Daher heute aus Hannover ein tönender, hölzerner Beitrag.

 

 

Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (31) – Feder(n)

Sunnys wöchentliche Blogparade hat heute eines der von mir vorgeschlagenen Themen zu bewältigen.

Ich musste daher nicht lange überlegen, was ich zeige:

Cotswolds, 2006, Römische Villa, Cirencester – uh ähm – ich meine, natürlich Chedworth, (Danke für den Kommentar, Sabiene, mein Namensgedächtnis ist grottenschelcht,) das Nymphäum. Äh, was das mit Federn zu tun hat?

Ein Nymphäum ist ja einem Wassergeist gewidmet, die Römer sind auch nicht gerade für die Verwendung von Federn bekannt, haben bekanntermaßen mehr mit Meißel gearbeitet … Aber seht selbst, mein Nymphäum hat zwei SEHR SCHÖNE FEDERN:

DSC01044

Eine vom selben Vogel fand ich dann noch auf dem Villengelände und brachte sie nach Hause, aber ich habe sie für eine Nahaufnahme dann nicht mehr gefunden 😦 Wie das so geht …

Manchmal sieht man auch hier in der Stadt einzelne Federn herum liegen. Entweder hat dann ein Raubtier (und außer den verwilderten oder freilaufenden Katzen, die immer gleich alle verdächtigen, seien hier auch mal die Marder, Iltisse und Füchse erwähnt, die sich inzwischen in deutschen Städten sehr wohl fühlen, sowie diverse Greifvögel) zugeschlagen – oder der Vogel war gerade in der Mauser.

Manchmal liegt eine wirklich RABENschwarze Feder herum, auch wenn sie von einer Krähe stammt …

Aber die meisten Federn, die ich hier so auf dem Gehweg sehe (und wegen der Gefahr von Parasiten nicht mit nach Hause nehme als Katzenspielzeug, meine Katze ist nämlich eine saubere Wohnungskatze, kein freilaufender Vogelkiller, das überlässt sie den Füchsen aus dem nahen Stadtwald und den Mardern, die mal was anderes als die Autoschläuche anknabbern wollen) sind von Ringeltauben. Davon gibt es hier in Hannover einige. Echte Ringeltauben, nicht verwilderte Brieftauben.

Wusstet Ihr übrigens, das süße, puschelige Eichhörnchen auch Vogelnester ausnehmen? Das nur mal so am Rande. Ich ärgere mich nämlich immer, wenn bei einem getöteten Vogel immer nur die Katze als Schuldige angesehen wird …

Meine Katze und ich betrachten unsere gefiederten kleinen Freunde lieber morgens in dem Baum vorm Haus. Vom Fenster aus. Da federt mancher kleiner Zweig unter dem Federgewicht einer Jungmeise.

Auch moderne Schreibgeräte haben übrigens noch eine Feder – nicht nur Federhalter, wie bei Daggi gezeigt.

Allerdings kommen diese Federn jetzt nicht mehr mit der Tinte in Berührung.

Zeigen kann ich so eine Feder natürlich nur von einem Mehrweg-Kugelschreiber, bei dem die Mine austauschbar ist – die Unsitte, gerade Werbe-Kugelschreiber nicht mit einer Möglichkeit des Minentauschs auszustatten, wie das so oft passiert, sorgt für unnötig viel Müll! Und – vergrößert die Kosten für den Werbenden … schließlich ist so die Zeit der Werbung auf die Lebensdauer einer Mine befristet …

Wenn es nach MIR geht, werden sowieso alle Kugelschreiber verboten, bei denen man die Mine nicht wechseln kann. Wegen Umweltgefährdung. Aber ich bin da ein einsamer Rufer in der Wüste.

Doch zurück zum Thema. Feder also als Teil eines Gefieders, als Schreibgerät und zur Federung in der Mechanik.

MINDESTENS eine haben wir da doch noch vergessen …

Aber das ist ein Thema, das in einer anderen Woche behandelt wird, nämlich nächste Woche *lach*

Und wieso heißt der Federweißer eigentlich Feder-Weißer?

Die Erklärungen auf Yahoo waren allenfalls halb richtig. Feder-WEISSER heißt er, weil er aus mal Weißwein werden will, nicht weil das, was schwebt, weiß ist … Aber die Erklärung mit den Hefe-Teilchen, die „wie Federn herumschweben“ – kann sein, kann auch nicht sein. Eine wissenschaftliche Herleitung des Namens habe ich jetzt auf die Schnelle nicht gefunden 😦

Für alle, die gern hier etwas lernen – sorry, dieses Mal kann ich nicht helfen. Aber ein nice-to-know: Es gibt auch Federroten. Daher weiß ich, dass die Farbe der Schwebteilchen nicht wirklich namensgebend gewesen sein kann.

Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (29) – Fundstück(e)

Bei einer Baustelle in der Innenstadt von Hannover fanden Kabelverleger (wieso verlegen die die Kabel eigentlich, die will man doch wiederfinden) 2015 menschliche Knochen.

Den Bericht und Fotos dazu hat die HAZ, die hat’s.

Immer wieder werden bei Bauarbeiten solche Fundstücke gefunden. Auch bei der Umgestaltung eines Friedhofs in der Innenstad (s. Alter Nikolaifriedhof bei Wikipedia) wurden Gebeine zu Tage gefördert.

Wenn man es am Stadtbild auch nicht unbedingt bemerkt, macht sich hier Hannovers lange Geschichte bemerkbar. Die älteste Kirche Hannovers (die schon mal verlinkte Marktkirche mit dem beeindruckenden Bronzeportal) hatte einen Vorgängerbau von 1125.

Mich schaudert, zu denken, was Archäologen wohl mal über unsere Zeit noch finden werden.

 

Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (27) – Bogen

Zum Thema Bogen kann ich natürlich diverse Tür- und Torbögen zeigen – aber die kennt Ihr schon. Einen Flitzebogen habe ich nicht zu bieten, ich habe das nie gekonnt. Und auch keinen Geigenbogen, weil ich ziemlich unmusikalisch bin.

Daher stelle ich Euch heute meine Lieblings-Obszöne Geste vor. Nicht den Stinkefinger, sondern die englische Variante.

Die hat Ähnlichkeit mit dem Victory-Zeichen – zwei gespreizte Finger (Zeige- und Mittelfinger) – allerdings ist für das Victory-Zeichen erforderlich, dass der Handrücken zum Zeiger zeigt. Andersrum nämlich ist es die besagte Obszöne Geste.

Wieso die Engländer da wieder ihren Sonderweg fahren? Das hat historische Gründe:

Im hundertjährigen Krieg bekämpften sich Franzosen und – nein, nicht die Deutschen, sondern die Briten. Und diese verwendeten Langbogen, eine äußerst effektive Fernwaffe – sehr zum Leidwesen der Franzosen. Die schnitten daher jedem englischen Bogenschützen die entsprechenden Finger ab, mit denen die Sehne gespannt wurde.

Wenn es nun zur Schlacht kam, zeigten die Bogenschützen dem Feind, was sie von ihm hielten, in dem sie ihm ihre Finger präsentierten, eine Geste, die zuerst nur hieß: „Ich hab meine noch“ – aber sehr schnell sehr viel rüder zu lesen war – eine Art „Fuck You!“

So trugen also die BOGENschützen dazu bei, dass die Briten mal wieder eine Extrawurst bri(e)ten … Und da Hannover mit seinem Königshaus ja Verbindungen nach Großbritannien hat (ja, der Pipi- und Prügelprinz ist immer noch in der englischen Thronfolge vertreten, wenn auch sehr weit hinten), war das mal wieder ein Beitrag zum Thema Hannover.

Na, wie hab ich DEN Bogen gespannt? Überspannt? Verspannt? Spannend …

Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (26) – In der Nacht

Das Thema sollte mir eigentlich leicht fallen:

In der Nacht

gehen Hannoveraner ins Theater

oder ins Museum

oder in die Kirche

oder fahren mit Skates

Also, natürlich nur in Speziellen Nächten. Lange Nacht der Theater/Museen/Kirchen – bzw. Skate by night oder auch mal der Evangelische Kirchentag.

Ansonsten haben wir natürlich Nachtclubs, aber doch eher … weniger … wir sind Provinz, nicht Berlin

Dann feiern wir nachts Party. Also – die WGs neben mir tun das … oder irgendjemand anderes, der meint, bei heißem Wetter viele Leute in seine Butze einladen zu müssen, dann das Fenster aufzureißen und die ganze Straße zu beschallen. Die WG nebenan hatte gestern Einweihungsfeier. Aber ich will fair bleiben – man hat es angekündigt und mit Ohrenstöpseln konnte ich schlafen.

Ob wieder jemand sich vom Balkon erbrochen hat (wie bei der VorgängerWG) oder wie bei der anderen WG im Stock darunter in den Hausflur – das habe ich noch nicht überprüft. Es ist ja auch schön zu sehen, dass die als sehr konservativ und überangepasst verschrieene Generation auch mal über die Stränge schlagen kann. Ihr wart mir schon unheimlich … (Die Jugend von heute ist alt vor ihrer Zeit. Ein bißchen wie ich damals, denn auch ich war mehr als brav. Nur ICH war eine exotische Ausnahme, wenn das eine ganze Generation an den Tag legt, ist es ein wenig … unheimlich – StepfordKids statt StepfordWives.)

Und ansonsten wird in Hannovers Nächten gelesen, gestritten, ge*ahem* (also, meist einvernehmlicher Sex gehabt), fern gesehen, das eine oder andere Feuerwerk gezündet, gearbeitet (z.B. die Fahrer der Üstra, die einmal pro Stunde Fahrgäste im Nachtsternverkehr durch die Stadt fahren, aber natürlich nicht nur die, es gibt hier zahlreiche Krankenhäuser, Not-Dienste bei Tierärzten/Apotheken/Humanmedizinern, Taxifahrer, dann Industrie, die im Dreischichtbetrieb arbeitet, Altenpfleger, Hotelpersonal und natürlich Polizisten und Soldaten etc. etc.)

In  Hannover in der Nacht

wird geweint und viel gelacht

wird gefahren und gelegen

und ist man mal so recht verwegen

wird gesungen und getanzt

(auch mal ein Telefon verwanzt).

In Hannover in der Nacht

ist’s nicht anders als woanders

es wird getrunken und gelacht

und jeder denkt, na er, er kann das.

doch bei allem nächtlichen Sehnen

sind die Nächte hier zum Gähnen.

Denn wir haben keine Grafen,

daher wird bürgerlich geschlafen!

(Das war mal wieder aus der Kategorie schlichte Gedechte.)