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Summary of last week’s posts for my English speaking readers

You know by now that I am taking part in a blog roll, called Punkt, Punkt, Punkt – or three dots – as a sign for an ellipsis.

Each week we insert a new theme. Last Sunday it was my turn to come up with a theme – I chose illumination.

I planned for a nice photo I took at a cemetary in Prerow with the sun pouring down through fog … and then my computer crashed and I still don’t know if I got this photo somewhere. So I looked at what I knew I still had, a photo from our local botanical garden. Sun illuminating a leaf – and leaving the others alone.

This post was followed by a post about my postcard number 1500 registered on Postcrossing – and how I feel about certain groups of members. For example all those vegetarians and vegans who have the need to tell me in the first 5 sentences their food choice. Uhm – yeah, why should I care? I send you a card lady (most are female), I am not inviting you to dinner.

There are several other groups I am not too delighted with, stamp collectors who make it all about stamps – hey, it is a project where you send postcards and get postcards. NO CHOOSING OF CARDS, NO CHOOSING OF STAMPS … *sigh*

Or those postcrossers who think they are entitled to DEMAND a certain type of card – hint: THEY ARE NOT.

If it wasn’t about the children on there who are polite and easily delighted and the members who write: Just send what you would like to receive yourself and the others, who very, very politely ask for a few not too difficult to fulfill wishes – I would be going. But then you get all those good ones and the assholes, too. I try to stay polite even when reading some elaborate nonsense, by ignoring said nonsense and write something uncontroversial … but sometimes not even that is enough. I had a mormon who tried to proselytize me …

Next post was about a German law that forces mothers to tell the nominal father who the real father is, when asked – so that the nominal father can sue the other for money. I just pointed out that a law which you cannot really enforce should not be made. You can never say if a woman is lying when she claims she forgot the name of the one-night-stand, can you?

That was followed by one of my pet peeves – people not keeping to the rules on the street. I am not talking about scenarios where hardly anybody else is around, but on a busy street pedestrians discussing whatever – blocking bike lane and pavement … Cars being parked right under a traffic light – where people are supposed to walk along … and finally, my most hated group: bikers who think they may drive wherever they want. No, you may not. KEEP TO THE BIKE LANE  OR USE THE EFFING STREET!

Here in Germany it’s forbidden by law (even by constitution) to open your shop on a Sunday. You may for a very limited number of Sundays, or if you are in a town which is a huge tourist destination, but a town like Hannover may not. We are limited to four Sunday afternoons – not per shop – per city. And the merchants from outside the city center now lament that they cannot choose freely and have to go along with the Sundays of the city center – the city center attracts the shopping crowds, who do not shop outside the center then. While they moan that too much is regulated they now want a regulation that keeps their more successful rivals at bay … honi soit qui mal y pense.

Finally today’s contribution to the blog parade:

Lunch package … Pausenbrot – literally translated as bread (or sandwich) eaten during a break.

I chose not another picture of a German Butter-Brot .. (buttered bread – sandwich) – I dug out a song from the late 70s of last century, which is around a while longer yet, it once was a soldiers-song during World War I – yes, you read that correctly. The lyrics it is known by now were added after that, by organised students, which even today are known for their conservative world view.

It sounds so harmless, Out we go to the far side

with butter, bread and bacon

this is something that we really like

nobody’s going to take it

and if someone tries

for it we’re gonna fight

we won’t accept defeat

until he bleeds

Or something like that. – Rough translation.

Problem is, not only was it a song sung by soldiers of the losing side of the First World War, this very lyrics, which were sung at school outings when I was kid in the 7os, have a hint back to a region of France, where they eat Flammkuchen mit Speck – a specialty – and that together with the words nobody’s going to take it it is nationalism and revanchism.

So much for a simple sarnie.

 

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ca. 1500 Gegenbeweise

Als ich mit Postcrossing begann und anderen Leuten davon erzählte, war ich entweder nicht in der Lage, Postcrossing richtig darzustellen, oder die Leute haben mich missverstehen wollen.

Sie dachten alle, dass Postcrossing sich wie die Kettenbriefe früherer Zeit anhörten – man schickt eine Karte weg und soll dann Karten zurück bekommen?

Ich bin noch immer dabei! Auch wenn ich mal einen Durchhänger hatte, wo ich weniger Karten schrieb. Aber ganz aufgegeben habe ich es nie. Und registriert habe ich immer, auch wenn ich selber wenig verschickt habe.

Ich kann daher all die Skeptiker beruhigen. Postcrossing funktioniert. Meist. Immerhin habe ich tatsächlich 1501 registrierte Karten (also Karten, die ich andere Projektteilnehmer verschickte) und selber auch etliche bekommen – 1470 – das ist keine schlechte Quote! Wenn bei der Masse und den weltweiten Teilnehmern auch die eine oder andere verschickte Karte nicht registriert wurde bzw. nicht ankam, dann ist das bei der Masse an versandten/empfangenen Karten sicher nicht wirklich relevant. Derzeit sind noch 19 offen, die im Laufe der letzten 365 bis 60 Tage gesendet wurden, einige, die noch länger unterwegs sind, können dann nicht mehr registriert werden, und von den gerade in der 60 Tage-Frist befindlichen wird vielleicht auch nicht jede ankommen. Derzeit laufen noch 35 von 39 möglichen.

Jetzt aber kann ich erstmal 1501 Gegenbeweise antreten – 1501 mal hat das Projekt für meine Adressaten funktioniert. Und ich selber habe eben auch fast soviele Postkarten selber bekommen. Das sind allein auf meinem Konto 2971 Gegenbeweise. Was mehr kann ich sagen? Kein Schneeballsystem. Kein Kettenbrief. Aber 2971 mal Freude.

Fazit bisher:

Die Veganer/Vegetarier bestätigen alle Vorurteile:

Spätestens nach dem 5. Satz im Profil weiß man, welche Ernährungsgewohnheiten ein Veganer/Vegetarier hat. Liebe Leute, wenn Ihr nur vegane oder vegetarische Rezepte wollt, schreibt das unter die Kategorie: Bitte nur v. Rezepte, wenn Ihr mir ein Rezept schicken wollt.

Ansonsten, wenn Euch an Rezepten eh nicht gelegen ist, warum tischt Ihr Eure Essgewohnheiten den Leuten auf, die Euch nicht zum Essen einladen? Ich muss es nicht verstehen. Es ist schließlich auch so, dass inzwischen die Gay- und Lesben-Community gelernt hat, dass nicht jeder die sexuellen Vorlieben des anderen wissen will – es sei denn, man ist an Sex interessiert. Man muss sich nicht über die Veggie-Eigenschaft definieren, Ihr seid mehr als Euer Essen. Ich bin schließlich auch nicht vor allem ein Flexitarier. Sondern nur unter anderem.

Diese Gruppe an Postcrossern ist momentan echt mein Pet-Peeve. Wie kann man nur so ein Klischee leben?

Die Männer, Frauen, die gern einen unbekleideten Menschen auf einer Postkarte sehen, die stören mich dagegen überhaupt nicht. Ich schicke solche Postkarten nur an Postcrosser, die sich AUSDRÜCKLICH so eine Postkarte wünschen. Schließlich sind auch religiöse Leute, oder sehr junge Leute unter den Postcrossern – gerade habe ich einem 6jährigen Mädchen geschrieben (da überwacht Mama die Post, keine Sorge, die ist nicht dem Internet allein ausgesetzt!) Dem Kind schickte ich natürlich eine andere Karte. (Ich meine mich zu erinnern, es war eine aus der Sesamstraße.)

Ähnlich wie die Leute, die einem die eigene Essweise geradezu entgegen schieben, geht es mir mit sehr religiösen Leuten – ich akzeptiere, dass Leute das Thema Religion anders sehen als ich, aber ich möchte von missionarischem Eifer verschont bleiben. Ich versende keine Religions-Cartoons an Gläubige, das gehört sich nicht, Postcrossing soll allen Freude machen. Aber ich dränge auch keinem Andersgläubigen Relikte meiner Religionsgemeinschaft auf (der ich mich eher aus sozialen Aspekten verbunden fühle, denn aus religiösen).

Was mir auch auf den Senkel geht, sind die Briefmarkensammler, die zum Ausdruck bringen, dass ihnen die Marke wichtiger ist als die Karte. Falsches Projekt, Leute … Ihr wollt eine Briefmarkentauschbörse, keine Postkarte mit freundlichen Grüßen.

Leute, die NUR Karten „akzeptieren“, die ihre ganz speziellen Vorlieben widerspiegeln und sich dementsprechend fordernd äußern, sind auch nicht gerade meine Lieblingsadressaten. Und ich schäme mich für Deutsche Postcrosser, die geradezu unverschämt ihre Vorlieben einfordern. Das geht auch diplomatischer. Es soll ja jeder seine Vorlieben mitteilen. Die meisten Postcrosser reißen sich ein Bein aus, um Wünsche zu erfüllen. Aber muss ich mich äußern, als würde ich ein kaiserliches Dekret verfassen?

Was schreibe ich nun so auf die Postkarten?

Entweder schreibe ich über die Karte. Mit Hannover-Motiven oder anderen Motiven aus Deutschland ist das einfach, wo ich nicht weiter weiß, hilft Wikipedia.

Oder ich schreibe von mir (da ist nicht viel Platz auf der Postkarte, auch nicht bei meiner kleinen Schrift, da kann ich sehr allgemein bleiben). Meine beiden Katzen erwähne ich gern, dass ich sie vom Tierschutz habe, wenn ich den Eindruck habe, Haustiere bedeuten dem anderen Postcrosser auch etwas. Oder, wenn das Thema Lesen angesprochen wurde im Profil, was ich so lese oder gerade gelesen habe. Oder auch schon mal, dass ich kein Auto habe. Oder wenig fern sehe – nicht NICHT fern sehe. Nur selten.

Am Schwierigsten ist es sicherlich, einem chinesischen Postcrosser zu schreiben, der kein Englisch als Sprache angegeben hat, nur Mandarin – und der daher in seinem Profil auch nichts zu sich gesagt hat. Da schreibe ich ich dann schon mal ein paar Zeichen Mandarin. Nicht, weil ich das könnte, sondern weil ich darauf hoffe, dass ich die paar Brocken über Hannover auch aus dem Wörterbuch zusammen klauben kann. Ich sehe das als Herausforderung 😉 Meist erzähle ich dann wirklich nur etwas über das Motiv auf der Karte, oder über die Stadt – meist unseren Zoo. Dann schreibe ich auch größer, weil mir die Zeichen sehr schwer fallen und ich lieber größere Zeichen versuche.

Manchmal schreibe ich nur die Adresse in Mandarin – oder versuche es zumindest. Sehr lustig, und ich möchte nicht wissen, was die Leute denken, die das sehen (der chinesische Postmensch) und NICHT wissen, dass ich eine Westeuropäerin ohne Chinesisch-Kenntnisse bin.

Selten teile ich mal ein Rezept mit – wenn die andere Person selber gern kocht und nicht gerade Veganer ist (vegetarisch bekomme ich hin, aber OHNE EI ODER MILCHPRODUKTE – nope).

Also – irgendwas findet sich immer, was man schreiben kann und es muss nicht nur „Happy Postcrossing“ und die ID-Nummer der Postkarte sein.

Ich halte mich selbstverständlich mit meinem politischen Standpunkt zurück, wenn ich eine Karte schreibe, vor allem, wenn ich eine ins Ausland schreibe. Es gehört sich nicht. Und glücklicherweise sehen das die anderen Postcrosser genauso. Einzelne wünschen sich sozialistische Propaganda-Postkarten – aber vielleicht eher wegen des Motivs, als wegen der Propaganda. Und eine Postcrosserin hat mal um eine politische Stellungnahme gebeten. Das habe ich dann per System-Nachricht erledigt, nicht auf der Postkarte.

Letzthin habe ich mir, um endlich von diesen verdammten Priority-Aufklebern bei der Post wegzukommen (die ich immer erbetteln muss und meist nicht genug davon bekomme), einen Stempel zugelegt. Einen Air Mail Stempel mit einem Brief mit Flügeln dran, zweifarbiger Stempeldruck … Ja, manchmal bin ich ein Spielkind.

Billig ist das Hobby nicht. Und dabei nutze ich schon Postkartenbücher, Postkartenkalender und manchmal auch, wenn es gerade sehr gut passt, Werbepostkarten. Aber dann gibt es eben doch Postkarten, die man nur im Schreibwarengeschäft bekommt, oder welche mit besonderem Format (ich rede von Euch- GEO-Postkarten) – oder die wunderhübschen Fair-Trade-Postkarten. Und außerdem halten Museumsshops auch immer wieder sehr ansehnliche Karten bereit.

Aber für jede Auslandskarte fällt derzeit 90 Cent als Porto an, will man ausnahmsweise mal eine Nicht-Standard-Format-Karte versenden (und die GEO-Karten gelten noch als Standard!), wird es richtig teuer (3,45) ins Ausland, sogar in Deutschland ist man dann (derzeit) mit 1,45 dabei. Daher sind die meisten meiner Karten natürlich Standardformatkarten. Manche möchten aber auch nur solche – das ist ok.

Alles in allem – in meinem Briefkasten trifft sich immer noch die Welt. Und das ist schön.

 

 

 

 

Nachruf auf einen Mitbewohner, den ich nicht mal wirklich kannte

Der dritte Stock hat final zurück geschlagen.

Die Mehrheit der Wohnungen in Hannover werden schon von Singles bewohnt. Alternden Singles. Es wird immer wieder vorkommen, dass jemand in seiner Wohnung stirbt.

Solange dieser Mensch (noch) im Arbeitsprozess steht, ist die Chance groß, dass man diesen Menschen findet. Aber Arbeitslose? Kranke und Behinderte? Senioren? Auch diese Gruppen sind unter den Singles vertreten. Auch wenn man sie eher „allein lebend“ nennt. Eine weitere Herausforderung einer alternden, sich immer weniger binden wollenden Gesellschaft.

Ein Mitbewohner verstarb, heute hat man ihn tot in seiner Wohnung aufgefunden. Vor einigen Jahren zugezogen, nachdem die nette Familie mit Migrationshintergrund eine familiengerechtere Wohnung fand (zwei Kinder im dritten Stock in einer Drei-Zimmer-Wohnung wird irgendwann zu eng), hatte dieser Mitbewohner in den paar Jahren seither nicht spektakulär auf sich aufmerksam gemacht.

Was, außer seinem Namen, den ich natürlich nicht ins Blog schreibe, weiß ich von ihm? Er wohnte vorher in Berlin, war ein paar „Tage“ älter als ich, hat geraucht und war zu Small-Talk an der Bushaltestelle fähig. Außerdem hat er hin und wieder mal Päckchen angenommen und auch welche bekommen. Irgendwas hat er gesammelt … aber ich weiß nicht mehr genau, was. Das „Persönlichste“, das ich weiß, ist wohl, dass er wie ich ein Postcrossing-Mitglied ist/war …

Über seinen Tod? Weiß ich nichts. Ich nehme an, sein Arbeitgeber hat ihn vermisst. Im Briefkasten war jedenfalls noch nicht Überfüllung angesagt – nicht, dass dies hier jemanden stören würde. Mein Briefkasten füllte sich letzte Woche bis Freitag Morgen – und kein Mensch hat mal geklingelt.

Ich habe bei Postcrossing mal eine Info hinterlassen. Kann ja nicht schaden. Dort wird man sicher mal eine Mail an den Nutzer schicken – um zu überprüfen, ob ich die Wahrheit gesagt habe. Könnte ja sonst jede/r kommen. Nun jedenfalls ist Herr *** an einem Ort, von dem es keine Postkarten zu senden gibt …