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Punkt, Punkt, Punkt – (36) – Pausenbrot

Ihr habt es nicht anders gewollt, beschwert Euch nicht bei mir. Pausenbrot war nicht MEIN Thema:

Ursprünglich ein Soldatenlied von vor ca. 100 Jahren (1. Weltkrieg), wurde das Lied später zum Wanderlied.

Hier mehr zur Geschichte:

„Die parodistische Strophe „Hinaus in die Ferne mit Butterbrot und Speck“, die vermutlich aus Kreisen der Burschenschafter stammt, wurde in den 1950er und 60er Jahren auf Klassenausflügen gern gesungen:

Hinaus in die Ferne
Mit Butterbrot und Speck.
Das mag ich ja so gerne,
Das nimmt mir keiner weg.
Und wer das tut,
Dem hau‘ ich auf die Schnut’,
Dem hau‘ ich auf die Nase,
Dass sie blut‘.“

(Zitat aus dem oben verlinkten Blog)

Das mit dem Klassenausflug kann ich bestätigen. Ich bin zwar in den 1970er-80ern zur Schule gegangen, aber wir waren halt ein wenig rückständig, in Ostwestfalen-Lippe. Ich kenne auch nur diese Strophe. Bis zu meinen Recherchen kannte ich auch die eigentliche Geschichte nicht. Es kann sein, dass ich als Kind mal die Marshall-Version gehört habe. (1977 immerhin – ich dachte, es wäre früher gewesen)

Tony Marshall hat übrigens mal als Opernsänger angefangen.

Ich hab da übrigens noch einen Nachtrag:

So harmlos, wie die Butterbrot-Strophe klingt, ist sie gar nicht.

Vor dem 1. Weltkrieg gehörte das Elsass (gerade mal wieder) zu Deutschland. Und was ist die bekannte Elsässische Spezialität: Flammkuchen mit Speck

Die deutschen Burschenschafter waren Studenten, die fielen nicht mit der Tür ins Haus. Wenn sie nun statt „mit Butterbrot und Speck“ gesungen hätten „zu Flammkuchen und Speck“ – wäre jedem klar gewesen, dass sie von einer Auseinandersetzung ums Elsass singen … Vor allem mit dem Nachsatz „das nimmt uns keiner weg“ …

Die alten „Wanderlieder“ sollte man heute wirklich nur mit Geschichtsbuch singen.