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Veranstaltungskalender 2016

Nachdem Hannover also den Hannovermarathon hinter sich gelassen hat (wenigstens fuhren Bahnen und Busse, mehr sag ich dazu nicht), hier jetzt ein paar Veranstaltungen in den nächsten Monaten:

Am 5. Mai ist Himmelfahrt – traditionell das kostenlose Open-Air-Jazz-Konzert vor dem Rathaus.

Bands dieses Mal nicht aus Amerika (was schade ist, mir gefielen die Hellraisers). Stattdessen zwei Acts aus Deutschland (Nils Wülker und die Braunschweiger Band Jazzkantine), ein Italiener (Mario Bondi) und Seven, ein Schweizer, der mehr Soul als Jazz spielt.

Dann, am 28. Mai folgt die Lange Nacht der Theater.

Das Programm kommt vermutlich Ende dieses Monats raus und dann öffnet auch der Vorverkauf.

Die entsprechende Veranstaltung zu den Museen ist erst am 25. Juni, da steht noch nicht viel fest.

Und mein persönlicher Höhepunkt des Jahres wäre dann wieder ab 13. Juli

13. bis 17. Juli 2016

19. bis 24. Juli 2016

27. bis 31. Juli 2016

Das Kleine Fest im Großen Garten, wenn es das Wetter erlaubt. Ich gehe ja immer zur Abendkasse. Da kann ich mir das Wetter flexibel aussuchen.

Natürlich habe ich noch einiges nicht aufgeführt:

Ebenfalls im Mai:

Das 21. MASALA Weltbeat Festival findet vom 20. bis 29. Mai 2016 im Kulturzentrum Pavillon und an verschiedenen Orten der Region Hannover statt.

Für kurzentschlossene Freunde von vor allem deutscher Musik gibt es schlechte Nachrichten:

NDR 2 Plaza Festival 2016 ist ausverkauft! (wäre am 27. Mai gewesen)

Das zu den Highlights der nächsten Monate. Solltet Ihr noch von etwas hören, ich editiere diesen Post gern!

 

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Jazz in der Unesco Stadt der Musik

Wir sind zur Zeit Stadt der Musik, von der UNESCO bestätigt. Und zum Beweis, machen wir das, was wir die ganzen Jahre schon gemacht haben: Musik.
Also, nicht ich – ich bin ja schröcklich unmusikalisch. Aber wir laden uns Leute ein, die es können. Z.B. am „Vatertag“. Vors Rathaus. Dort gibt es ein Frei-Luft-Konzert. Frei ist dort nicht nur die Luft, sondern auch das Konzert.
Angefangen mit er Jazzband Hannover, die solide mit Jazz das zu der Zeit (10 Uhr) noch vorwiegend ältere Publikum erwärmte (Achtung, dies werde ich öfter erwähnen: Es war kalt!).
Anschließen auf die Bühne gebeten wurde die Chris Barber Band. Ebenfalls solide, Klassiker wie Ice-Cream an seinem Geburtstag spielend hat der 85-jährige Chris Barber auch eine Menge erzählt. Leider war nicht alles gut zu verstehen – lag entweder an seinem Alter – oder an der Klangqualität, die aber bei der Musik ok war.
Die traditionelle Gospel-Chor-Einlage haben wir uns traditionell geschenkt und sind ins Ichi-Ban essen gewesen (ausnahmsweise wählte ich etwas Warmes und kein Sushi – mir war kalt).
Etwa um 13 Uhr betrat dann Dwayne Dopsie die Bühne mit seinen Mannen. Und das Muskelpaket lieferte ab – da wurde sogar mir warm. Der Waschbrett-Spieler schrammelte sich teilweise durchs Publikum und unterstützt wurde das Ganze noch von einer temperamentvoll spielfreudigen Amanda Shaw, die bereits in ihrem ersten Stück mit einer Stimme überraschte, die doppelt soviel Gewicht hatte wie die kleine Sängerin.
Die Überraschung des Tages für mich war wie gut Marquess und die Bigband zusammen klangen. Es gab den spanischen Liedern etwas Mexikanisches und hat sie NICHT, wie von mir befürchtet, verlangsamt. Nur die Bitte der Jungs, mitzusingen … also, den Text (oh-oh-ooooh)hab ich ja noch hinbekommen, aber SINGEN? Das wollt Ihr nicht wirklich.
Candy Dulfer hat u.a. ihren großen Hit „Lily was here“ gebracht. Ihre Saxophon-Klänge von weich und anschmiegsam zu rotzfrech und funkig waren definitiv hörenswert. Aber für mich ging es dann doch zu sehr in die Funk-Richtung. Ich habe etwa eine halbe Stunde vor Schluss den Platz verlassen. Nicht, weil die Künstlerin nicht geliefert hätte – ich hatte nur eine andere Vorstellung davon, was sie liefern würde.

Jazz

Wettervorhersage: 85% Wahrscheinlichkeit, dass es regnet .. Mittags vor allem.

Mit diesem Wissen ließ ich die Sonnenbrille und das Käppi vom letzten Mal daheim, traf mich um kurz vor 10 an der U-Bahnstation und zog in Begleitung vor das Rathaus. Schönstes Wetter. Die Jazz-Band Hannover spielte tapfer gegen die frühe Stunde an, die ca. 150 Leute, die sich schon aus den Betten gewälzt hatten, vorwiegend ältere Semester (soviel dazu, mit dem Spektakel mehr junge Leute anlocken zu wollen) gingen nicht weniger tapfer mit, es wurde, weil ja noch viel Platz war von einigen der Tapferen auch getanzt.

Das war das Vorgeplänkel. Dann folgten die Ray Gelato Giants mit heftiger Promo für das neue Album mit italienischen Swing-Titeln. Der Platz füllte sich langsam, noch immer überwog die Gruppe der 50 + Leute, und die Stimmung zog an. Es wurde 12, wir gingen ins IchiBan essen – schöne Portionen für nicht viel Geld. Und lecker war es auch noch. Weiß nicht, wieso die Mehrheit der Leute die Bratwurst am Rathaus vorzog.

Zurück am Rathaus gab es die Hannover Bigband – mit Stargast Max Mutzke. Und der lieferte. Unglaublich, was der „Junge“ sich gemacht hat. Introvertierter Pulloverträger, als Raab den Song-Contest-Teilnehmer suchte, war da jetzt ein Mann auf der Bühne, der die BigBand anleitete, das Publikum mitzog (von mitreißen kann keine Rede sein, der Hannoveraner an sich ist ein Norddeutscher, so leicht reißen wir nicht) und den Entertainer gab.

Er brachte nur einen Song auf Deutsch – aber bewies mir Skeptikerin damit, dass es auch durchaus vernünftige Swing-Musik auf Deutsch geben kann.

Und er lobte Hannover – und dass er mit Berlin, Wuppertal und dem Schwarzwald telefoniert hätte, aber überall dort hätte es geregnet. Wir hatten Sonnenschein.

Nach der BigBand folgte eine längere Umbaupause, es kam dann Matt Bianco. Ein langer Akt! Und wenn das mit „Hannover swingt“ auch nix mehr zu tun hat – mir gefiel es. Half a minute klang allerdings wesentlich anders. Sunshine day war irgendwo bei mir noch eingespeichert und „Don’t blame it on the girl“ habe ich auch wieder erkannt.

Für mich war das der letzte act – mein Rücken und die Beine fanden, es wurde Zeit, nicht mehr doof rumzustehen – ich ging dann nach Hause.

Immer noch kein Regen. Wir haben wohl ne 86 gewürfelt 😉