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In der Zeitung: Sonntagsöffnung

Meine Lokalzeitung brachte heute einen Artikel über die vom Gericht auf 4 Sonntage im Jahr zurückgestutzten Sonntagsöffnungen.

Sinn und Zweck eines Sonntagsöffnungsverbot mag in Zeiten des Internethandels ein wenig antiquiert daher kommen, aber ist grundgesetzlich geschützt:

Art. 139 der Weimarer Reichsverfassung vom 11. August 1919, der gemäß Art. 140 GG Bestandteil des Grundgesetzes ist, bestimmt, dass der Sonntag als Tag der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt bleibt.“

Von daher ist erst einmal hinzunehmen, dass eine Begrenzung der Verkaufsmöglichkeiten durch Ländergesetz geregelt erfolgt. Wer das ändern will, muss Art 140 GG ändern – viel Spaß damit, bei den Sozis und der ach so christlichen CDU dafür eine 2/3 Mehrheit zu bekommen. Linke und Grüne dürften sich dem sowieso verweigern. Ich sehe allenfalls die Piratenpartei dort willig, und die ist nicht im Bundestag vertreten.

Nun ist aber die Landesregelung hier in Niedersachsen nicht großzügig. Wenn man nicht gerade ein touristisch wichtiger Ort ist, hat man sich auf 4 Sonntage im Jahr zu beschränken. Und das Gericht legte fest, dass das nicht pro Laden oder wenigstens  Stadtteil sondern pro Stadt gezählt wird.

D.h., in den Stadtteilen kann man sich nur noch an die verkaufsoffenen Sonntage der City anschließen, nicht mehr Einzelaktionen durchführen. Wir reden hier von VERKAUF – Schautage sind möglich.

Nun hat irgendein schlauer Händler aus einem Stadtteil gemerkt, dass, wenn die City offen hat, der Stadtteil nicht zieht. Die Besucher fahren dann in die City. Was macht unser Händler? Er schreit. Dass er dafür gerne eine Sonderregelung hätte, weil er gegen die Konkurrenzt der Innenstadt nicht ankäme.

Ja, Pech. Man kann nicht immer danach rufen, dass sich der Staat aus allem heraus halten soll, aber wenn man plötzlich merkt, dass man weniger konkurrenzfähig ist als die Rivalen, plötzlich eine Regelung verlangen, die einen vor der Konkurrenz schützt!  Konkurrenz belebt das Geschäft!

 

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Einkaufen am Sonntag

Einkaufen in Hannover an einem Sonntag geht im Regelfall ja nur entweder im Bahnhof, zu frei gegebenen Sonntagen oder eben per Versandhandel – da sind wir wie jede deutsche Stadt durch das entsprechende Landesrecht bzw. Bundesrecht eingeschränkt. Eigentlich ist Ladenöffnung jetzt Ländersache, aber Sonntagsöffnung ist in Niedersachsen durch das Bundesrecht abgedeckt, weil Niedersachsen keine eigenen Regelungen traf.

So war ich also heute im www unterwegs – wenn man krank im Schrank liegt, ist das auch viel bequemer! Na ja, normalerweise. Ich kaufte also schon gestern Katerfutter online (das es lokal nicht gibt, daher bin ich dort immer auf den Versandhandel angewiesen). Und heute waren dann mal neue Kleidungsstücke fällig. Ich suchte nach Jeans in meiner Größe – bei Größe 54 nicht ganz einfach … Und da ich auch noch dicke Oberschenkel habe, kann ich diese ganze „Slim Fit“-Mode oder auch Leggings-Mode komplett vergessen.
Ich fand aber ein Modell bei Happy Size, sogar in verschiedenen Farben – und bestellte bei Ulla Popken, die mich dieses Mal jeanstechnisch übel im Stich gelassen haben – ich sag nur SlimFit … (HALLO – Ihr seid ein online-Handel für Mollige Mode – SLIM ist nicht Euer Hauptgeschäft!), noch drei Pullis, weil es ja eindeutig kalt wird. Beide Bestellungen bezahlte ich per MasterCard, bei einer wurde der SecureCode abgefragt und akzeptiert.
Dann wechselte ich das Land und wollte bei Simply Be shoppen. Auch dort fand ich eine Jeans, YEAH, und einen schlichten, weißen Fleecepulli – beides gern genommen – und beim Checkout wurde wieder der SecureCode abgefragt. Ich gab das Ding wieder ein: Declined.
WAS? Ich hatte damit doch gerade .. Also mein SecureCode-Profil gecheckt, mich dort eingeloggt – mit demselbem Code … und siehe da, es ging! Das Passwort „geändert“ – also einfach dasselbe Passwort eingegeben, um sicher zu gehen ..
Wieder bei Simply Be eingeloggt – wieder declined.
ICH VERABSCHEUE DEN SECURE CODE!
Ich hab damit schon Probleme gehabt, als ich bei Calendar Club.co.uk einkaufte. Sehen wir da einen gemeinsamen Nenner? Jein, beides sind UK-Unternehmen … Aber bei Calendar Club habe ich an einem anderen Tag die Zahlung dann doch vornehmen können, es war auch leicht anders, beim ersten Versuch habe ich es gar nicht geschafft, den Code einzugeben .. hier habe ich die Eingabe vollzogen …
Nun kann ich morgen mal die Rufnummer des Secure-Code-Services der Bank anwählen, mich dort als Problem vor dem Monitor wahrnehmen lassen und dann letztlich doch wieder eine Neuregistrierung des SecureCodes vornehmen … War beim letzten Mal vor etwa einem Jahr so.
Habe ich schon erwähnt, dass ich für den SecureCode keine freundschaftlichen Gefühle empfinde …
Die einzige Sicherheit, die er bietet, ist, dass ich nicht einkaufen und damit kein Geld ausgeben kann … Wie soll ich so aber die Europäische Wirtschaft retten? Meine griechischen Weintrauben jedenfalls sind alle … Und die kann ich am Sonntag auch nicht kaufen.