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Kochen am Wochenende

Meine Haupttage zum Kochen sind, wie wohl bei den meisten Vollzeit-Berufstätigen, die Wochenendtage.

Ich habe nun am Samstag endlich die Curry-Pak-Choi-Nudeln ausprobiert. Die Nudeln waren schon einen Tag älter – und aus China … Schande über mein Haupt. MHD war Ende 2009 *hust* Ich mache mir da jetzt mehr Gedanken über die Gesundheit – was da wohl undeklariertes drin gewesen sein mag?

Das Rezept war von Chefkoch. Mal wieder. Ich hatte auch alles da und brauchte dafür nicht extra los. Ein vegetarisches, aber kein veganes Rezept – es wird mit Sahne zubereitet. Aber von irgendwoher muss ich mein Vitamin B 12 bekommen.

Und für den Sonntag habe ich mal wieder den Fleischesser in mir ausgepackt. Ich hatte ja noch den Gar-Schlauch, also kaufte ich mir ein Stück Fleisch, fügte meine letzten zwei Möhren, eine Zwiebel, eine Fenchelknolle und ein bißchen improvisierte Barbecusesoße (Worcester-Sauce mit Tomatenmark und Wasser angerührt). Das kam für eine gute Stunde in den 200 ° C heißen Ofen. Dazu gab es selbstgemachtes Kartoffelpüree und Blumenkohl.

Klar, es blieb eine Menge übrig, die Hälfte vom Blumenkohl und drei Viertel vom Fleisch, aber das hält sich eine Weile. Soße gab es auch dazu – dieses Mal habe ich das in der Folie vorhandene Gemisch aus Gemüse und Flüssigkeit püriert und noch ein wenig mit Wasser verdünnt.

Und ja, Braten mit dem Schlauch ist so einfach, wie es sich anhört.

Nur nix für meine Cousine – von der hörte ich, dass sie jetzt Veganerin wird. Ausgerechnet sie. Sie war immer DIE Fleischliebhaberin in der Familie. Dass mich das überrascht, ist untertrieben.

Ich hoffe, sie versucht nicht, ihre Katzen vegan zu ernähren, sonst gibt es einen ordentlichen Familienkrach. Was sie selbst isst, bleibt selbstverständlich ihr überlassen. Aber Katzen sind OBLIGATORISCHE CARNIVOREN. Wer solche Haustiere hält, muss damit leben, dass die Kleinen FLEISCH brauchen.

 

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Punkt, Punkt, Punkt – (26) -Angst

Angst: mehr als Furcht und Besorgnis, weniger als Panik

Angst hat es inzwischen in die englische Sprache geschafft:

noun: angst

  1. a feeling of deep anxiety or dread, typically an unfocused one about the human condition or the state of the world in general.
    „the existential angst of the middle classes“

Erstaunlicherweise – das funktioniert also nicht nur andersrum, wie manche Leute, die sich schwer mit dem Englischen tun, befürchten.

Ein Gefühl intensiver Sorge und Unruhe, typischerweise nicht fokussiert

Das kennen wir ganz anders. Zwar sind auch uns im Deutschen angstdurchwachte Nächte bekannt, in denen man sich schlaflos wälzt, aber das deutsche Wort Angst ist eben oft doch sehr fokussiert: Spinnenangst (keine Sorge, kein Foto davon! Außerdem gibt es auch die Angst vor anderen Tieren, sogar Katzen!), Angst vor der Dunkelheit, Angst vor einer Blamage in einem sehr fokussierten Zusammenhang (öffentlicher Auftritt, Job – das was der Engländer als stage fright bezeichnet – bei uns aber so harmlos Lampenfieber heißt), Höhenangst und alle anderen Phobien.

 

Aber auch Tiere haben Angst. Katzen, die eleganten Jäger und athletischen Schmuser, sind prädestiniert dafür. Wenn es hier klingelt, hat sich mein Kater viele Jahre unterm Bett versteckt.

Daher der Titel eines Buchs über einen amerikanischen Tierarzt:

Alle meine Patienten sind unterm Bett.

Neuerdings, von meiner „neuen“ Katze gelernt, wühlt er sich unter die Decke auf dem Sofa. Meine Schwester nennt es Sofabeule. Das macht er auch, wenn zu viele laute Leute im Treppenhaus vorbeilaufen. Nur selten überrascht er mich und setzt sich dann in die Wohnzimmertür, schaut gebannt auf die Wohnungstür und ist erst wieder entspannt, wenn alles ruhig ist.

Er hat eine Menge von meiner „neuen“ Katze gelernt – meine Kleine kam hier nämlich an als Meisterin der Schisser … wenn es zum Tierarzt geht, sogar wörtlich! Sie hat sich die ersten Wochen im dritten Zimmer im kleinen Kratzbaum versteckt, das sah dann ungefähr so aus:

Katzenliebe alt 030

Frauchen näherte sich langsam, in gebeugter Haltung (wie es einem Sklaven geziemt) – und legte ihr vorsichtig Katzenfutter in die Höhle, ein Spielzeug, Katzengras. Aber nichts konnte sie davon überzeugen, dass es bei mir sicher war.

Knapp zwei Monate später allerdings legte sie sich dann schon im Wohnzimmer ab, während ich auf der Couch saß – aber wehe, ich stand auf!

Erst nach 7 Monaten setzte sie sich zu mir auf die Couch und verlangte, dass ich ihr erklärte, wie das mit dem Streicheln denn nun ging. Und seither ist sie eine sehr muntere Schmusekatze. Es sei denn, es kommt der Transportkorb raus und der Tierarzt droht …

Punkt, Punkt, Punkt – (25) – Licht und Schatten

Ich habe zwei Katzen und es bisher ganz erfolgreich vermieden bei den sich anbietenden Themen, Fotos von Ihnen zu bringen. Aber niemand beherrscht „hide in shadows“ besser als meine Katze – und mein Kater ist ein Zen-Kater und kann sogar „hide in lights“:

Katzen f Kalender 007

Also, wenn da nicht die schwarzen Flecken im Fell wären …

Punkt, Punkt, Punkt (10) – Katzen

Ich habe lange überlegt, ob ich Euch eine Orgie an Katzenbildern antu – oder mich auf ein Foto konzentriere. Ob ich wieder einen wortlastigen Beitrag bringe – wie das meine Sache so ist – und wenn ich nur ein Foto nehme, welches?

Lasst Euch überraschen, welches Foto ich gewählt habe.

Ich bin nämlich eine Crazy-Old-Cat-Lady (COLC).

Was ist denn eine verrückte alte Katzendame?

Eine Frau ab 40, die alleinstehend ist, kinderlos und Katzen hat.

Ja, ja, ja und ja!

Ich bin sogar verrückt für eine COLC – ich habe nämlich nur zwei Tiere! Ich möchte persönlich nicht mehr Tiere haben als Hände zum Streicheln (oder im Feuerfall zum Katzenkörbe aus dem Haus tragen!).

Ich weiß, manchen erscheint das noch nicht verrückt genug, aber ich kann Euch da noch einiges auflisten:

Ich besitze 12 Dunoon-Becher mit Katzenmotiven (ein Beispiel habe ich verlinkt), jawohl, ZWÖLF! – zur Erinnerung, ich bin alleinstehend und kinderlos!

Ich habe drei Kommoden mit Katzenmotiven (und das, was ich verlinkt habe, ist die kleine, die anderen beiden sind breiter mit MEHR Katzen …)

Ich kaufe mir JEDES Jahr ZWEI Kalender mit Katzen. Einmal für meine Postcrossing-Obsession den Harenberg-Postkartenkalender (immer schöne Motive) und einmal bestelle ich auswärts einen Kalender, für den ich nicht mal einen ordentlichen Platz zum Hinhängen habe.

So sieht es aus, wenn ich mit meinen beiden im Bett liege (und das ist schon der Idealfall), und ich bin so verrückt, ich habe meinem Kater sogar SITZ beigebracht. Nicht, weil ich ihn zum Hund umerziehen wollte, sondern weil er es anbot und ich es witzig fand.

Gestern haben meine Freunde, mit denen ich u.a. gern zusammen koche und gestern fand es eben hier statt, mitbekommen, dass mein Kater sogar mit mir spricht! Ich „mieze“ ihn an – und er antwortet!

Nachdem Ihr nun entsprechend vorgewarnt seid, hier nun das Photo, zum Beweis, dass ich meinen Katzen auch nicht am … vorbei gehe, sondern sie mich innig lieben (leider ist das Photo recht dunkel). Wer erwartet hat, ich würde jetzt was Knuddeliges bringen, der hat meine Beiträge noch nicht oft gelesen – ich liebe es, Erwartungen aufzubauen – um sie zu enttäuschen. Eine gute Geschichte endet immer mit einer Überraschung … :

Love is in the litter

Das machen die übrigens öfter, mir Nachrichten im Katzenklo hinterlassen – z.B. fand ich heute Morgen eindeutig einen FISCH drin … Nein, den habe ich nicht fotografiert. Manchmal machen sie Selfies (die Fotos davon sind noch dunkler!). DOCH, ist wahr. Aber ich wollte Euch ja nur EIN Foto präsentieren.

😉

 

 

Punkt, Punkt, Punkt – (3) – ohne geht nicht

OHNE  geht nicht. Sunnys Blog-Parade durch’s Jahr heißt Punkt-Punkt-Punkt und ich bin der Meinung, ich sag mal was zum Thema OHNE PUNKT GEHT NICHT.

Pausen sind wichtig im Leben und man muss auch mal was zu Ende bringen, um sich dann etwas Neuem widmen zu können. Nicht umsonst spricht die deutsche Sprache von: „Mal einen Punkt machen“. Und es ist negativ „ohne Punkt und Komma zu reden“. Kleine Kinder lernen Gesichter malen mit „Punkt, Punkt, Komma, Strich“.

Außerdem sind Gesichtspunkte wichtig – nicht nur die, die bei Sonnenschein auf der Haut erscheinen.

Und was wären die heute so beliebten Listen und Bucket-Listen (Listen, von Dingen, die man noch tun/sehen möchte, bevor man stirbt oder „before one kicks the bucket“) ohne PUNKTE?

Selbst die Wissenschaft liebt Punkte:

Die Mathematik kommt im Geometriebereich nicht ohne sie aus. (DAS muss ich wohl nicht belegen, oder?)

Die Biologie verziert Lebewesen gern mit solchen (s. auch meinen Beitrag zum 1. Thema). Oder auch Eier.

Sogar die Musik kennt Punkte!

Im IT-Bereich sähe man ohne sie nichts, nur dass sie hier einen anderen Namen tragen.

So, ich mach hier jetzt mal einen Punkt. Dies ist ja eine Bild-Aufgabe, sonst würd ich das einfach mal so hier stehen lassen.

And now to something completely different.

Ohne muss gehen

Ohne muss gehen

Dies ist meine 2011 im Januar verstorbene Mashka (damals gerade 5).

Ohne geht nicht? Ohne muss gehen. Auch wenn man meint, geht nicht.

Sie hatte einen dicken fetten Fleck (oder auch Punkt) am Oberschenkel. (Ich bin großzügig mit dem Wort „Punkt“).

 

 

Warten können

Ich habe scheue Katzen. Beide von der Katzenhilfe Hannover. Beide nicht als Kitten an Menschen gewöhnt.

Mein Kater kam zu mir mit 10 Monaten, von einem Bauernhof mit 6 Monaten weggefangen, weil sich der Bauer nicht um die Katzen auf seinem Hof kümmerte und die Katzen kastriert werden sollten. Dann wurde noch eine Hauterkrankung gefunden, das war es dann mit der Rückkehr auf den Bauernhof. Mein Kater blieb, nachdem ich ihn mit seiner Hof-Gefährtin holte, einen kompletten Tag unter dem Regalbrett im Arbeitszimmer und er kam nicht mal zum Trinken oder Klo raus.

Ich ließ ihn sein, er würde schon kommen. Sie war zwar auch schüchtern, aber war schon mal vermittelt gewesen, und nur weil der alte Kater unverträglich war, kam sie zurück. Nach einer Woche kamen beide erstmals aus dem Arbeitszimmer. Sie schmiegte sich an, er nicht. Wenn ich irgendwas in meiner Wohnung verändere, ist er heute noch total verängstigt. Neue Leute lassen ihn sich unters Bett zurück ziehen. Aber inzwischen hat er gelernt, dass Frauchen keine Katzen frisst, dass Streicheln etwas ist, was man auch mit der Nase stuppsend einfordern kann und dass man sogar aus der Hand fressen kann – es sei denn, es sind die verschriebenen Herztabletten.

Seine Gefährtin starb nach viereinhalb Jahren – und ich musste nach einem Monat eine neue Gefährtin oder einen neuen Gefährten finden, da mein Kater litt. Ich ging wieder zur Katzenhilfe, und ich bekam eine Katze, die SCHEU in ganz andere Dimensionen brachte. Dagegen war mein Kater ein tapferer kleiner Kerl gewesen.

Sie kam eine Woche kaum aus der Höhle im Arbeitszimmer, aber frass und ging aufs Klo. Mein Kater schaute nur ganz vorsichtig vorbei, als wüsste er, dass sie total verängstigt war. Was mich hoffen ließ, war, dass sie sich nachts bis zu uns ins Schlafzimmer traute. Nach zwei Monaten, die Tage wurden länger, Sonne schien auf das Wohnzimmerparkett, kam die kleine Maus auch dann ins Wohnzimmer, wenn ich in der Ecke saß. ANFASSEN war allerdings noch komplett verboten. Aber Katze und Kater kamen gut miteinander aus, ich hatte sie ja für ihn geholt. Und SIE LIEBTE IHN. Sie stuppste ihn unters Kinn mit dem Köpfchen, sie schmiegte sich an ihm lang – und ließ auch die Inspektion der Kehrseite durch ihn zu.  Sie hatte langsam gelernt, dass man nicht nur mit Kastanien spielen kann, sondern auch Katzenspielzeuge Spaß machten. So führte ich denn auch das erste Mal den „roten Punkt“ ein – ein Heidenspaß für Kater UND Katze. Sie bekam sehr schnell mit, dass solche Spiele an mir hängen – und wurde ein wenig zutraulicher. Aber erst nach sieben Monaten sprang sie zu mir auf die Couch und ließ sich vorsichtig von mir anfassen – vor allem, wenn es Klickerchen gab – Leckereien nach einem Klick – jedesmal, wenn ich sie gestreichelt hatte. Und so gewöhnte sich auch meine Scheue an mich. HEUTE fordert sie schnurrend und schmusend ihre „Katzenkekse“ ein.

Gebt den Scheuen eine Chance – lasst sie kommen. Sie werden Euch umso mehr lieben.