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Deutsche Ikonen – Gesellschaftsspiele

/Heute ist Weltspieltag (das jedenfalls behauptet der Simons Katze-Abreißkalender).
Anläßlich dessen heute einen Beitrag zum Spielen. Ja, ich bin ein Spieler. Karten, Würfel, Risiko – aber nur selten um Geld (Lotto 😉 ).
Der Deutsche an sich spielt gern. Und zwar mit anderen oder auch mal alleine. Als Kind wird man mit Kartenspielen (MauMau oder heute eher Uno) und Mensch-Ärger-Dich-Nicht an die Realität schonend oder auch schonungslos herangeführt, dass man nicht immer gewinnen kann (außer an Erfahrung). Dame (chinese checkers) oder Mühle, auch Schach – diese alten Klassiker, wenn man ein wenig älter wird, spielt der Deutsche dann Skat oder Doppelkopf.
Mit Mensch-Ärger-Dich-Nicht, das es in ähnlicher Version bereits in Asien gab, 1907/08 in der jetzigen Version „erfunden“ von einem Herrn Schmidt (ja, genau, DER Herr Schmidt, der der bekannten Spiel-Fabrik seinen Namen gab!), sind wir dann im Bereich Brettspiele.
So beliebt und bekannt in Deutschland, dass, was im deutschen Familienspiel heißt, im englischsprachigen Raum als German boardgame bekannt ist (Spiele, die die Spieler alle bis zum Ende im Spiel halten, die mehr mit Strategie und weniger mit Glück zu tun haben, die einfache aber vielfältige Regeln haben).
Inzwischen sind es nicht mehr nur reine Brettspiele, sondern oft Kartenspiele, die mit klassichen Kartenspielen nicht viel gemeinsam haben, außer dass man Karten auf der Hand hat (Beispiel Wucherer).
Auch Rollenspiele (eines der ältesten: Dungeons&Dragons mal in Amerika entwickelt, das deutsche System Das Schwarze Auge hier am bekanntesten) ziehen von Endvierzigern bis runter zum Teenager ihr Publikum an.
Und natürlich Computerspiele – las ich doch heute in der Zeitung, dass immer mehr Spiele-Apps verkauft werden. Das ist dann oft mehr für den Solitär-Spieler – nicht umsonst heißt eines der bekanntesten Spiele aus der Anfangszeit von Windows – SOLITÄR.
Deutschland ist also verspielt. Der ernste, humorbefreite, bürokratische, unfreundliche, seriöse, langweilige Deutsche ist ein Spieler. Immerhin doch ein Hoffnungsschimmer.

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