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Punkt, Punkt, Punkt – (15) – Kuchen und Backen

Mehr dazu schrieb ich schon in einem früheren Beitrag

https://inhannover.wordpress.com/2015/11/08/in-der-weihnachtsbaeckerei-deutsche-landmarken/

Und heute hier das damals nicht hochgeladene Photo:

Stunden mit Freunden, lecker verbracht

Stunden mit Freunden, lecker verbracht

Die Schneebälle (Kokos, aber keine Makronen), für die ich das Rezept nicht habe, stehen rechts oben. Links daneben die Schokoberge/-gipfel – je nach Rezeptname, die mit weißer Kuvertüre verziert sind, dadrunter und daneben Biscotti mit Cranberries (übrigens SEHR lecker und nicht so hart, wie ich befürchtet hatte!), ganz unten Liegnitzer Bomben in der Spezial-Version (schon halb explodiert – dieser spezielle Freund sucht sich immer mega komplizierte Kekse aus, findet dann aber, dass der ganze Aufwand ja überflüssig sei – dementsprechend sahen die Nougatringe aus einem Vorjahr – geschmacklich eindeutig lecker – optisch eher wie Hundehaufen aus und dieses Jahr die Liegnitzer Bomben sind eben explodiert). Der Klassiker Spritzgebäck (links unten) und daneben Kekse mit Mohnfüllung.

Danach habe ich bisher nur noch einmal selbst gebacken – einen Kuchen aus meinem Lieblingsbackbuch: „1 Teig, 50 Kuchen“ aus dem GU-Verlag. Am Sonntag nach Weihnachten kam nämlich Besuch (genau die Bande, mit der ich schon die Kekse im November gebacken habe) – und da hab ich einen schönen Nuss-Kuchen mit Mandarinen-Sahnefüllung gebacken, den ich leider nicht fotografiert habe. Im Link hat es auch nur das Rezept ohne Foto.

Das letzte herzhafte Gebäck aus meinem eigenen Ofen war wohl der Räucherfischpie von Nigel Slater (englischer Koch mit Kolumne im Guardian). Allerdings mit Fertigblätterteig – also so richtig BACKEN nenne ich das nicht. Aber lecker war es trotzdem. Den gab es Heilig Abend.

Mein Lieblingsrindergericht ist zwar auch aus dem Backofen – zählt aber wohl nicht zum Thema „Kuchen und Backen“

Salzteig-Figürchen oder Fimo habe ich auch noch nie selbst gebacken … Ich hab da auch noch Ton herum liegen, den man im Backofen verwenden können soll …

Und, was schiebt Ihr so in den Ofen? Meine Nichten haben jeweils „einen Braten in der Röhre“ … aber nicht zum Essen 😛 Ich werde im Herbst zweimal Großtante.

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In der Weihnachtsbäckerei (Deutsche Landmarken)

Schon Anfang November aus Zeitgründen (ich habe für Ende des Monats einen Wochenend-Russischkurs gebucht) fanden sich meine Freunde und ich zum Backen zusammen. Kekse.

Deutsche lieben selbstgebackene Kekse.

Und bei allen raffinierten Keksrezepten, die es da draußen gibt, sind die Klassiker (Butterplätzchen zum Ausstechen und Dekorieren, einfach) immer noch mit die beliebtesten. Genauso wie Zimtsterne (nicht ganz so einfach) und Vanillekipferl (auch einfach). Wir haben uns alle drei Klassiker dieses Jahr verkniffen.

Es gab, in der Reihenfolge des Backens.

Schokoberge (kleine Kakao-Mürbeteig-Gipfel mit weißer Kuvertüre „beschneit“) Gezupfte Schoko-Mürbeteig-Pyramiden mit etwas Kakao-Creme (Dunkle Schokocreme mit Kakaobohnenstücken) im Teig, abgebacken und dann mit weißer Kuvertüre verunziert. Bitte nicht wie im Chefkochrezept weiße Schokolade nehmen, die schmilzt noch schlechter!

Liegnitzer Bomben, die bei uns mit ohne Orangeat und Zitronat, dafür mit kandiertem Ingwer hergestellt wurden – und weil die Teigmasse klebrig ist und der Bäcker ungeduldig, wurde die Füllung oft genug an der Seite platziert. Das heißt aber nicht, dass sie nicht schmecken. Wenn man kandierten Ingwer mag. Man sollte aber unbedingt die kandierten Früchte klein schneiden, damit sich das besser verteilt.

Schneebälle, eines der Klassikerrezepte in unserer Weihnachtsbäckerei  – nur für Kokosfreunde geeignet. Anders als bei den Chefkochrezepten wird hier nicht ein vorgebackener Biskuitteig mit irgendeiner Masse vermengt, sondern ein sehr weicher, fluffiger (Stärkemehl) Teig wird mit leicht angebräunten Kokosraspeln gefüllt, gebacken und nach dem Abkühlen in einem Zitronensaft-Puderzuckergemisch und dann in ungerösteten Kokosflocken gewälzt. Die Dinger sind mit Vorsicht zu essen, durch die Kokosraspeln gibt es eine gewisse Verschluckgefahr .. Aber sie sind saulecker. Daher gibt es hier fünf von fünf Kokosnüssen …

Mohnstrudel-Plätzchen folgten als nächstes – Mürbeteig mit Mohnmasse … eindeutig für Mohnfreunde. Die Herstellung konnte ich nicht verfolgen, da ich da noch beschäftigt war mit den Schokobergen.

Und dann, nicht unbedingt weihnachtlich, aber sehr lecker: Cranberries-Biscotti

Ähnlich diesem Rezept von Chefkoch, nur, dass in unseren Biscotti nicht Mandeln sondern Walnüsse enthalten waren.

Und nun weiß ich auch, warum es Biscotti heißt, es wird zweimal gebacken: Einmal als langer Teigstrang, dann abkühlen lassen, etwa 2cm Stücke teilen, anschließend nochmal backen. Aber nicht mehr so lang.

Den Abschluss machte das Spritzgebäck (ein echter Klassiker, der einzige, der es dieses Jahr in die Parade geschafft hat), Marzipan-Spritzgebäck in unserem Falle. Normalerweise die Lachnummer, weil ich mir eine motorbetriebene Variation von Gebäckpresse zugelegt habe, Riesending, unhandlich, aber tut seinen Dienst, wenn man keinen Fleischwolf und keine Küchenmaschine hat, dieses Mal die Lachnummer, weil ich die Einlegeplatte vergessen hatte, die man zum Durchpressen nun mal braucht. Also haben wir auf Handbetrieb umgestellt – und das hieß, Teigmasse durch einen klassischen Spritzbeutel mit Sterntülle pressen. Geht auch … und noch lebt mein rechter Arm.

Alles in allem haben wir wieder einen gelungenen Mix aus neuen Rezepten und (persönlichen) Klassikern hinbekommen.

Soviel zur guten Tradition hierzulande, Weihnachtsgebäck selbst herzustellen.

Zimtsterne selbst herzustellen ist übrigens eine Arbeit für Leute, die Vater und Mutter erschlagen haben, ich habe es einmal getan … also das Gebäck selber backen, die Eltern habe ich in Ruhe gelassen … es ist klebrig, es ist bröckelig, es ist Sekundenarbeit zwischen noch zu roh und schon zu braun (oben sollen sie ja NICHT braun werden) – und eine von uns vieren (nicht ich) mag keinen Zimt, da ist überhaupt nicht einzusehen, dass sie mit beim Zimtsternherstellen hilft.

Vanillekipferl sind, meiner persönlichen Neigung nach, einfach die Arbeit nicht wert, die man mit ihnen hat – und das ist nicht viel Arbeit!

Und Butterplätzchen – naja, wir haben alle keine Kinder, die mit bunten Zuckerstreuseln dekorieren wollen … Aber für Familien mit kleinen Kindern sind die ein Muss. Ich könnte sie mir trotzdem vorstellen, weil ich von einer konkurrierenden Gewerkschaft ein Rezept mit Gewürzen bekommen haben, die mal einen neuen Pfiff in die alten Kekse bringen.

Edit: auch im Jahr 2018 wird wieder gebacken – und ich brauchte mein Schokoberge-Rezept – das ich mal wieder sonstwohin gelegt habe, damit ich nächstes Jahr nicht danach suchen muss …

Und das Video musste ich ändern, weil der Rechteinhaber das alte bei Youtube gesperrt hat.

Und wieder mal ein Lange-Nacht-Bericht

Schon einen Tag oder zwei her ist die Lange Nacht der Theater in dieser Stadt. Auch ich habe mich mit einer Gruppe Freunde unter die Nachtwandler begeben.

Unsere Nacht begann um 18 Uhr am Pavillon – dort gab es Unkoordinierte Bewegungen im Marionettentheater mit dem verheißungsvollen Titel: Schweinis vegane Kochshow.

Naja – wer auf blood and gore im richtigen Theater steht, dem gefiel bestimmt auch dies. Meins war es nicht – und Schwein und anderes Fleisch bleibt im Kochtopf.

Als nächstes wollten wir Werkstatt Galerie Calenberg beehren – das erste Mal. Leider war dies eine der kleinen, abgelegenen Locations, die trotzdem sehr, sehr beliebt sind. Wir kamen nicht rein, nachdem wir mühevoll dorthin geschwommen waren.

*Erwähnte ich schon, dass es regnete?*

Das nächste Theater erreichten wir sehr pünktlich – Theater am Küchengarten. Mit Tilman Birr. SEHR empfehlenswert, schaut Euch den Herren am besten mal auf Youtube kurz an.

Die nächste Station erreichten wir nur unter zu Hilfe nahme einer großzügigen Geste mit dem Auto: von Linden ging es nach Vahrenwald – zum Theatrio, dem Puppentheaterhaus. Dort sahen wir Shakespeare. Eine kurze Einführung in MacBeth. Für mehr reichte die Zeit leider nicht. Ich habe ernsthaft überlegt, am folgenden Freitag für das ganze Stück nochmal dorthin zu fahren, bin dann aber doch daheim geblieben.

Die nächste Station sollte eigentlich das Uhu-Theater werden – doch das war unter keinen Umständen rechtzeitig zu erreichen, also versuchten wir es noch im Schauspielhaus, immerhin eine der größten Spielstätten. Aber Pustekuchen – war schon überfüllt. Wir hätten die Feuerwehr alarmiert … die die Spielstätte sofort geschlossen hätte, wegen Überfüllung und Verstoßes gegen die Feuerschutzvorschriften. Also nahmen wir uns eine kleine Auszeit im Bahnhof, das dortige Eiscafé gehört immerhin zu den besseren in Hannover. Anschließend fuhren wir noch ins Café Lohengrin, wo auf einer winzigen Bühne Ausschnitte aus der Hannover-Revue Kröpcke gezeigt wurden. Leider konnten nicht alle Akteure die kleine Räumlichkeit stimmlich füllen – doch sowohl die singende Kröpcke-Uhr wie auch die figürlich am besten ins Nana-Kostüm passende Dame waren hörenswert. Leider nicht die Hauptdarstellerin, Anna Blume.

Meine Begleitung zog dann noch weiter zum Opernchor-Karaoke – und hatte viel Spaß dabei – ich zog nach Hause.

Fazit – nicht so viele verschiedene Theater gesehen wie gewünscht, aber Spaß gehabt und eine Ortsfremde gleich nochmal in Hannovers Himmelsrichtungen einge’nordet‘ …

Donnerstag gibt es Jazz, und im Juni hoffe ich auf eine Museums-Lange-Nacht.