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Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (15) – Fleisch / vegan oder vegetarisch

DAS ist ein sehr kontroverses Thema.

Ich selber bin ein bekennender Omnivor und werde mich nicht dafür entschuldigen, dass ich gemäß meiner körperlichen Veranlagung Fleisch und Milch sowie Eier zum Essen verwende.

Ich halte einen Carnivor (eine Katze muss zu 80 % Eiweiß aus tierischen Quellen zu sich nehmen, sonst ist sie mangelernährt).

Ich koche gelegentlich vegetarisch. Weil ich gerne Gerichte zu mir nehme, in denen Gemüse eine prominente Hauptrolle spielt.

Mein Pet-Peeve zu diesem Thema ist, dass Veganer/Vegetarier versuchen, Fleisch-Ersatz bzw. Milchprodukt-Ersatz unter falscher Flagge unters Volk zu bringen. Jeder soll essen, was er mag. Aber wenn Fleisch drauf steht, sollte Fleisch drin sein. Wenn Schnitzel drauf steht, sollte Schnitzel drin sein (und auch nicht das zusammengestückelte Zeug!) – wenn Käse drauf steht, sollte es besser nicht „analog“-Käse sein!

Wer irgendetwas anderes als Käse oder Fleisch essen möchte, sollte nicht darauf stehen, dass sein Soja-Bratling als Veganer Hamburger verkauft werden. Und schon gar nicht, sollte man Nicht-Veganer täuschen. Ich bin wirklich ärgerlich, wenn mitten im Käse etwas Veganes auftaucht, das sich als Käse gebärdet, aber kein Käse ist … Wenn ich „schlecht gewordene Milch“ suche, suche ich nicht irgend einen ähnlichen Ersatzstoff!

Versteht mich nicht falsch. Ich bin dafür, dass auch für Vegetarier und Veganer eine bunte Vielfalt angeboten wird, aber ich finde, diese Vielfalt sollte nicht vortäuschen, etwas zu sein, das sie nicht ist.

Wenn ich vegetarisch koche, dann koche ich mein Gemüse ohne damit irgend etwas Fleischliches zu kopieren. Ich will dann meine Paprikafüllung aus Spinat und Schafskäse genießen, nicht einen „Hackfleischersatz“. Wenn ich mit Hackfleisch füllen will, tue ich das.

Warum, wenn Gemüse so viel besser ist als Fleisch, muss es sich als Fleisch tarnen? Warum, wenn Milch so furchtbar ist (in den Augen der Veganer), muss ich den Ersatzstoff als Käse tarnen und aus Mandeln gewonnene weißliche Flüssigkeit als Mandelmilch verkaufen? Mit Milch hat das nichts zu tun.

Steht dazu! So wie ich zu meinem Fleisch, Ei und Milchprodukt-Konsum stehe. Verlangt Gemüseprodukte – nicht Produkte die aussehen wie etwas, das Ihr doch angeblich verabscheut!

*rant over*

Nachdem ich das losgeworden bin:

Ja zu einem höheren Stellenwert von Gemüse und saisonaler und regionaler Küche.

Ich LIEBE vegetarische Gerichte, wie ihr immer wieder lesen könnt. Allerdings bin ich nicht willig, vegan zu werden. Ich gehöre zu der genetischen Variante der Milch auch nach der Säuglings-Zeit-Verwerter. Das ist eine in Nordeuropa weit verbreitete genetische Varietät. Der Normalzustand ist es auch im menschlichen Genom nicht. Also nehme ich mir die Freiheit meine vegetarischen Gerichte oft mit Käse zu überbacken …

Und Eier – also – Eier kommen bei mir nicht aus der Batteriehaltung. Ich kaufe Bio-Eier, um die Haltung der Vögel möglichst artgerecht zu sichern. Wenn ich mich zu Alnatura bequeme, kaufe ich sogar welche von der Initiative „Mein Bruder soll auch leben“ – gegen das Töten von männlichen Küken unmittelbar nach dem Schlüpfen (die kaufe ich später gern als Brathähnchen – ahem). Von irgendwoher muss mein Brathähnchenfleisch ja kommen. Und weil das meist Bio eingekauft wird hier, ist es weitgehend hormon- und arzneimittel-frei.

Ja, ich informiere mich über das, was ich esse. Wo es herkommt. Dass auch Bio-Mast-Tiere nicht zu Tode gestreichelt werden, weiß ich und nehme ich als Teil dessen hin, dass ich ein Omnivor bin – so wie ich ganz selbstverständlich meiner Katze heute Abend ihr Puten-Katzenfutter ins Näpfchen tue.

Mein Motto beim Essen (außer bei Süßem und Desserts): Alles in Maßen, nicht in Massen.

Und am Montag gibt es Lammkeule. Weil auch meine Freunde Fleisch mögen!

 

 

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Ernährungsgewohnheiten

Dies ist kein Vegetarierbashing – ist mir doch egal, was andere Leute essen. Aber es ist mir nicht egal, was sie ihren Haustieren antun.

Wenn ich sooo tierlieb bin, dass ich sogar nicht nur auf Fleisch sondern auf alles vom Tier verzichte, sollte ich dann nicht tierlieb genug sein, meinem Fleischfresser auch sein Fleisch zu geben?

Wir reden hier von Veganem Hundefutter. HALLOOO? Der Hund stammt vom WOLF ab. Auch der Pekinese, wenn man da auch vielleicht eher Ratten in der Ahnenfolge vermutet hätte.

Und was sagt z.B. Wikipedia über den Wolf? GRUNDNAHRUNG sind ANDERE TIERE.

Ok, aber das sind ja Wildtiere. Der Hund ist ja nur ein Abkömmling.

Gattung Canis

(wieder Wikipedia, Artikel Hunde – zoologisches Taxon)

Gucken wir doch mal, was Wikipedia (Quelle für alle obigen Beiträge) zum Thema Vegetarisches Hundefutter sagt.

„Hier muss bei selbst hergestellten Rationen auf die richtige Zusammenstellung geachtet werden, da aufgrund der Zusammensetzung pflanzlicher Proteine bei vegetarischer Ernährung ein großes Risiko einer mangelnden Versorgung des Hundes mit essentiellen Aminosäuren wie Lysin, Methionin und Tryptophan sowie mit Taurin und Carnitin besteht. Es wird auch kommerzielles vegetarisches und veganes Fertighundefutter angeboten.

Es wird also, aus Liebe zum Futtertier das zu fütternde Tier mit einem gewissen Risiko gefüttert.

Ich habe da einen ganz einfach Ratschlag: Wenn zur Hölle Ihr Tiere so liebt, dass Ihr Eurem Hund sein Fleisch nicht in den Napf gönnt, dann liebt Hunde bitte auch genug, dass Ihr keine haltet! Das ist nämlich keine Tierliebe mehr! Sondern ideologisch sanktionierte Tierquälerei.

Und was veganes Katzenfutter angeht, das ist eindeutig: Katzen benötigen in ihrer Nahrung tierisches Eiweiß.

„Eine rein vegetarische Ernährung ist für Katzen daher nicht artgerecht und bedarfsdeckend.“

(wieder Wikipedia, diesesmal der Hauskatzenartikel)

Das sieht auch der Deutsche Tierschutzbund so.

ALSO, meine ach so tierlieben Veganer – esst, was Ihr mögt. Aber füttert Euer Tier bitte artgerecht. Wenn Ihr (theoretische) Raubtiere haltet, sollte zumindest für diese tierisches Eiweiß auf dem Speiseplan stehen dürfen.

Wenn Euch der Gedanke so zuwider ist – es gibt vegetarisch lebende Heimtiere: Meerschweinchen, Hamster, Vögel .. Auch Ratten können gut mit Vegetarischem Futter leben – obwohl diese in Freiheit auch Fleisch nicht verachten. Aber HUNDE UND KATZEN sind FLEISCHFRESSER. LEBT DAMIT! Tierliebe schließt auch ein, dass man die Bedürfnisse seines Tieres akzeptiert.