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Gestern im Supermarkt (2)

Ich musste mal wieder einkaufen, Wurst mit O z.B. – und weil danach Fußball gucken angesagt war, gab es auch etwas zu trinken. Ich bin da ein bißchen pervers, ich trinke nicht Bier und nicht Wein und nicht Cider – ich trinke Rosenlimonade von BioZisch. Oder Ginger-beer. Oder ein bekanntes Malzgetränk …

Warum ich nur den Hersteller des ersten Getränks bekannt gebe, erklärt sich noch. Die anderen können echt nix dafür.

Ich nahm also meine Vorräte nach dem Bezahlen vom Band und packte sie in den Wagen, zog dann ab zu einer leeren Kasse, wo ich in Ruhe meine Sachen in den Rucksack und die Beutelchen packen konnte, ohne andere zu stören.

Rucksack auf die leere Kasse, Beutelchen raus, Rosenlimonade rein und danach eine Flasche Malzgetränk.

Ich drehe mich um, um weitere schwere Dinge auszumachen, die ich vorzugsweise in den Rucksack packe, als es hinter mir eine gedämpfte Explosion gibt. Ich dachte, irgendjemandem ist eine Flasche runtergefallen – und drehte mich um – da starrte mich eine Rosenlimonadeflasche an- oben ohne. Die Flasche war geplatzt. Einfach so. Der Rucksack unter Rosenblütenzuckerwasser, drei große Scherben (wenigstens nicht 1000e) – und ich musste mir schnell überlegen, was ich denn JETZT mache. Ich wende mich an die Kassiererin der nächsten besetzten Kasse, mir sei da eine Flasche zerborsten. Sie holte einen Pappkarton raus, ich sollte die Scherben dort hinein entsorgen. Das war ihre ganze Hilfe. Kein Klingeln nach Hilfe, keine Küchentücher (obwohl ihr klar sein musste, dass die Flasche nicht leer war) – ich tat also, wie mir geheißen, den geborstenen Flaschenhals hinein und meinte dann, da wäre das meiste in der nun halslosen Flasche noch drin – ja, ich sollte es draußen auskippen. *Was nervt mich die Kundin? Ich will Feierabend machen, die kaputte Flasche ist IHR Problem*

Ich ging dann rüber zum Backtresen und fragte dort, ob ich den Rest der Limonade, der sich noch in der Flasche befand, entsorgen könnte, sie hätten doch Ausgüsse. Ja, das war überhaupt kein Problem, ich sollte es einfach auf den Tresen stellen. NUN, DAS war hilfsbereit!

Ich versuchte dann, die Pfütze im Rucksack einigermaßen aufzusaugen mit einem mitgeführten Tuch – und packte dann die Sachen in den nassen Rucksack, die verpackt waren.

Ich hatte ja noch meine Beutelchen für den Rest. Den Rucksack schleppte ich dann auf einer Schulter nach Hause – noch nie war der Weg so lang. Nun muss ich sehen, ob ich den Rucksack waschen kann.

Gleich der erste Tipp:

NIEMALS. Ich lese weiter:

Es sei auch schlicht und einfach nicht notwendig. Oh,ja? Dann ist Ihnen noch nie etwas ausgelaufen! Ich jedenfalls muss meinen waschen.

Es gibt diverse Erfahrungsberichte, dass das auch geht. Der Hersteller meines Rucksacks hat sogar eine kostenlose Beratungshotline … Die sagen auch, auf KEINEN Fall – jegleiche Beschädigung dadurch würde NICHT unter die 30 Jahre Garantie fallen. Aber als ich wiederholt darauf hin wies, dass die Polster ja mit durchtränkt waren, wurde mir zugestanden, es „zu versuchen“ – allerdings OHNE GARANTIE. Nun, ich werde sehen, andere Leute haben es getan, auf 30 Grad muss reichen (wenn ich weniger auf meiner Waschmaschine hinbekomme, nehme ich weniger) und möglichst wenig schleudern.  Update hier nach dem Waschen.

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