Schlagwort-Archive: Familientradition

Punkt, Punkt, Punkt – (19) -Selbstgemachtes

Ich könnte hier natürlich auf meine Kekse zurück greifen, die ja selbst hergestellt waren. Oder auf die pochierten Eier vom Ostersonntag. Oder eine selbstgeschriebene Geschichte vorstellen (oder Euch, noch besser, mit einem Gedicht foltern) – aber ich habe heute was Anderes für Euch.

Jedes Jahr (mit einigen Ausnahmen, wenn es wirklich nicht passte), bastele ich einen Adventskalender. Meinen ersten habe ich meiner Schwester geschickt – und DHL hat mal wieder „in der Nachbarschaft“ zugestellt – ohne eine Benachrichtigung. Der halbe Dezember war vorüber, ehe sie ihren Kalender bekam.

Die nächsten habe ich dann meiner Kusine geschenkt – sie ist ein Goth, daher habe ich ein eher morbides Thema gewählt – und danach immer wieder. Nicht alle habe ich fotografiert, einige schon.

Hier ist das Exemplar von 2011:

Dazu habe ich einen Karton genommen, ein passendes Stück Pappe mit Wachsmalkreide unregelmäßig schwarz gefärbt, mir im Internet ein grusliges Grabsteinbild gesucht, das habe ich 24 mal ausgedruckt, per Hand das Tagesdatum ergänzt – und in die Pappe habe ich 24 Laschen geschnitten. Auf diese Laschen habe ich meine Grabsteine geklebt. Dahinter habe ich die Fächer mit Plastik von einer schwarzen Mülltüte abgeklebt. Dann die Fächer befüllt, die Kalenderfront in den Karton gequetscht und noch einen Deckel drauf – und los ging die Reise nach Hamburg. In 2011 hat DHL mitgespielt, das Paket kam an.

Oh, ich bin nicht die einzige, die Adventskalender selbst macht. Meine Kusine, als sie ihre Nähmaschine ganz neu hatte und nicht wusste, was sie nähen sollte, erhielt von mir ein „Mach doch einen Adventskalender!“ – und das kam dabei raus:

Adventskalender 003

Sie hat vier Streifen mit Schlaufe und jeweils 6 Taschen genäht, ich habe eine Stange genommen und noch zwei Schleifen und drei Herzen (hier noch nicht zu sehen) hinzugefügt und das ganze ziert immer noch meine Küchenwand – inzwischen bewahre ich dort Postcrossing-Karten und andere Postkarten auf!

Letztes Jahr bestand der Kalender für meine Kusine aus 24 selbstgekauften Böxlis, die ich mit Geschenkbändern auf einem Pappstück „verwoben“ habe. Ich habe ihn am 30. November erst los geschickt – und er war pünktlich da. Zum Fotografieren reichte es bei mir wieder nicht. Leider kam IHR Kalender FÜR MICH nie an – denn auch ich sollte einen bekommen.

Das also ist selbst gemacht bei mir, wenn es mal nicht selbst gekocht, selbst gebacken oder selbst geschrieben ist.

Meine Schwester hat mir zu Weihnachten übrigens ein selbstgemachtes Katzenspielzeug mitgebracht – Schuhkarton mit reichlich leeren Klorollen gefüllt – aus denen sich meine Kätzchen Leckerlis/Spielzeug angeln können.

Heute hat man für Selbstgemachtes ja Pinterest als Tauschseite und nennt es Life-Hack. Früher nahm man mal eine Anregung aus einer Frauenzeitschrift, dem Kunstunterricht oder „woanders gesehen“ mit oder lieh sich ein entsprechendes Buch aus der Stadtbibliothek … Früher machte das Jagen irgendwie mehr Spaß.