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So geht es aber nicht, Leute

Niedersachsen steht auf dem nicht ganz verkehrten Standpunkt, dass man hier nicht das einzige Endlager der Bundesrepublik für Atom-Müll vorhalten möchte, weil der meiste Atom-Müll woanders produziert würde.

Soweit so gut, angesichts der enormen Kosten für die Sicherungsmaßnahmen kann ich das nachvollziehen.

Aber wenn Niedersachsen  sich so geniert, anderer Leute Müll zu entsorgen, sollte es dann nicht den gleichen Maßstab bei sich selbst anlegen?

Hier in Niedersachsen, das ist nicht jedem bekannt, wird Erdöl/Erdgas gefördert. Dabei entstehen z.T. giftige Bohrschlämme. Sondermüll. Soweit, so gut, wenn da nicht der kleine Schönheitsfehler wäre, dass es hier in diesem Bundesland keine Sondermülldeponie mehr hat!

Muss ich, wenn ich beim Atommüll den Maßstab anlege, nicht für den Müll anderer verantwortlich zu sein, nicht denselben Maßstab beim Sondermüll ansetzen und auch GEGEN mich gelten lassen?

Nein, natürlich wünsche ich mir keine Sondermülldeponie vor der Haustür. Nicht, dass ich nicht eine hier hätte – gleich zwei Grundstücke weiter hat es mal eine Chemiefabrik gehabt, die ihre Altlasten in den Boden entsorgt hat – die Gasblase ist schon durch die halbe Südstadt gewandert und der Boden, längst mit einem Supermarkt überbaut, wird immer noch entlüftet! Aber wenn Niedersachsen sich die Gewerbesteuer von den Erdöl/-gasförderern einsteckt, kann es doch nicht die Entsorgung mit all den unwägbaren zukünftigen Gefahren den Nachbarn aufhalsen.

Nur zur Erinnerung – wir haben hier eine rot-grüne Landesregierung …

Eines geht nur, entweder müllfrei, dann aber bitte auch keine Müllentstehung – oder Müllentstehung, dann bitte auch Müllentsorgung hier ermöglichen.

Und die Schlämme sind ja nicht das Einzige, was hier im Land an größeren Mengen Sondermüll anfällt – es gibt so einige inzwischen aufgelöste Betriebe, die Dreck nicht am Stecken, sondern im Boden haben. Und dieser Dreck muss ja irgendwo hin!

Ich kann doch nicht anderen Leuten diesen Sondermüll vor die Haustür kippen, die damit noch weniger zu tun haben als die Leute, die mal von diesen Betrieben profitiert haben, irgendwie (Steuern, Arbeitsplätze, Infrastruktur).

Ehrlicher wäre es, hier im Lande, so unbeliebt das ist, eine Entsorgungsmöglichkeit zu schaffen. Und wenn das nicht möglich ist, dann sollte man zumindest hier im Lande die Entstehung des entsprechenden Mülls auf Null reduzieren, sprich Anlagen, die Sondermüll produzieren, nicht mit einer Betriebserlaubnis versehen! Die Altlasten bleiben, aber dass immer noch neue Giftabfälle produziert werden, ohne dass man weiß, was man mit dem bisher schon entstandenen Zeug macht, geht gar nicht. Dann muss ich eben auf die Erdöl-/-gasförderung solange verzichten, bis ich ein Entsorgungskonzept habe, das nicht Unbeteiligte belastet. Auf Kosten anderer kann ich jedenfalls nicht meine Umwelt rein halten.

Rauswurf

Heute ist es soweit gewesen: Am 6. Januar fliegt der Tannenbaum raus. Leider hat meiner keine Flügel entwickelt und auch nicht den Besen benutzt – stattdessen musste ich ihn durch meine Türen quetschen (er war ja nicht mehr so handlich in ein Netz gebunden wie beim Hereintragen). Und Knut (also der IKEA-Rauswurf aus dem Fenster) verbot sich, weil ich sonst durch den Tiefschnee gemusst hätte, um den Baum aus dem Vorgarten zu bekommen …

Außerdem finde ich die Idee von Knut sowieso trügerisch. Ich habe zwar jetzt Platz im Wohnzimmer. Soweit, so richtig. Aber – ich brauche diesen Platz doch auch! Wo sonst soll ich in 11 Monaten und 17 Tagen den nächsten Weihnachtsbaum aufstellen? Es ist ein Irrglaube, anzunehmen, dass nach der Entfernung des Weihnachtsbaums nun Platz im Wohnzimmer zu bedecken sei.

Daher schüttele ich jedes Mal bei der Werbung den Kopf …

Was ich stattdessen neu gebrauchen kann: Ein Sofa. Nur – was ich bei IKEA an Sofas gesehen habe, erfüllte nicht meine Standards. Ich brauche eines mit einer nicht so stark nachgebenden Sitzfläche, Bettfunktion und hoher Rückenlehne sowie Seitenlehnen. In einer Naturfarbe (Vanille-Gelb – ungern, zu hell; Braun oder Grün,  derzeit ist das Sofa grün.) s darf auch nur ein ca. 2-Sitzer sein …

Das jetzige Sofa hielt immerhin beinahe 10 Jahre, trotz Katzen und mir Superschwergewicht. Allerdings habe ich es von einem Möbelladen in Bad Nenndorf. Den man am Besten mit dem Auto erreicht. Ein Fortbewegungsmittel, das ich 2011 abgeschafft habe und seither bin ich keinen Meter mehr selber gefahren …

Ich könnte natürlich auch an eine Reparatur denken … Die Sitzfunktion ist nämlich noch prima in Schuss – nur der Bettkasten und der Lattenrost haben ein wenig gelitten, als mein Besuch die Balance verlor. (Shit happens.) Ich müsste das halbe Sofa auseinandernehmen, um an den Bettkastenboden heranzukommen, der seine Klammern aus der Latte ausgerissen hat – und ich müsste eine Rahmenschraube einfügen, damit der Lattenrost wieder einen Aufhängungspunkt hat, an dem er sich drehen kann … Nicht unmöglich. Ich denke noch ein wenig darüber nach.

Schließlich kann ich die deutsche Wirtschaft nicht allein retten. Gerade habe ich mir eine neue Brücke gegönnt. Nein, nicht in New York. Eine mobile Brücke, also, sie bewegt sich überall dorthin, wo ich mich hin bewege.

Und dann wäre da noch das Projekt, meine Küche neu zu gestalten. Und mein Arbeitszimmer hat auch eine Aufwertung verdient (und nicht nur mit der Lampe). Ich muss dringend meine Sichtschutzvorrichtungen mal überdenken (meine Jalousien im Wohn- und im Arbeitszimmer sind seit Jahren halb defekt …). Neue Esstischstühle müssen her. Da ist ein Sofa mehr oder weniger nur ein weiteres Projekt auf meiner Liste. Ich glaube nicht, dass ich viel davon 2016 erledigen werde. Aber vielleicht habe ich im Dezember ja wenigstens EINES abgeschlossen. Und dann habe ich doch noch KNUT – nämlich Neubedarf an Möbeln.