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Gestern an der Kasse

Der Marken-Supermarkt meines Vertrauens hat einige Kassen im Kassenbereich und ist bei Kundenandrang wider alle Erwartung auch bereit, diese zu öffnen. So stand ich denn nur hinter drei weiteren Kunden am Samstag, früher Nachmittag, um für meine Freunde und mich einzukaufen, die Kasse nebenan war auch gut beschäftigt.

Vorne packte eine ältere Dame ein – und wie das ältere Damen, die immer dann einkaufen müssen, wenn die arbeitende Bevölkerung dazu Zeit hat, so sind – sie unterhielt sich mit der Kassiererin. Und suchte mühevoll und umständlich ihr Kleingeld heraus. Packte ihr Zeug dann noch ein, als ich schon an der Reihe war …

Doch um diese Gattung der Supermarkthocker soll es hier gar nicht gehen. Weil das vorne alles ein wenig länger dauerte (und, ja, mir brannte die Zeit auf den Nägeln, ich hatte schon im Möbelhaus ewig und drei Tage an der Kasse gewartet – ein klassischer Fall von zwei Kassierern, einer Kasse und die beiden mussten sich ERST ganz wichtig Geschichten erzählen … Also dauerte es über eine Viertelstunde, ehe ich meine noch zu liefernden Stühle (Lieferzeit 10 – ZEHN – Wochen) für über 900 Euro zahlen und vier weitere Stühle, die auf Lager waren, die zusammen nicht mal ein Zehntel kosten sollten, ebenfalls …

Ich musste daheim noch aufklaren, aber ohne Supermarkt hätte ich nichts zum Kochen gehabt, also stellte ich mich dem Samstagnachmittag-Gewühl. Und es war ein Gewühl. Bis auf die Kassenzone, die war gut besucht, aber nicht unruhig.

So stand ich nun also an „meiner“ Kasse und konnte nicht umhin, in der Nebenschlange ein Beziehungsdrama mitzubekommen. Sie, mit verschränkten Armen und giftiger Stimme, er schon deutlich genervt, zwischen beiden eine Tochter, die deutlich litt.

Irgendwann kam von ihr ein deutliches „Idiot“.

Man gut, dass ich mein Jurastudium nicht erfolgreich beenden konnte und keine Anwältin in Familienrecht bin … ich hätte dem jungen Mann meine Karte gegeben – immer unter der Voraussetzung, dass die zwei überhaupt verheiratet waren.

Ich brauche keine hellseherischen Fähigkeiten, um das Ende dieser Beziehung in den nächsten zwei Jahren vorher zu sagen. Wer sich in aller Öffentlichkeit beim Wochenendeinkauf so in die Haare bekommt, dass jeglicher Respekt voreinander flöten geht, der hat nicht mehr lange zusammen. Man muss nicht öffentlich zusammen knuddeln und vor lauter „Schatzi-Schmatzi“ die Dinge nicht aufs Kassenband bekommen. Man kann auch miteinander kritisch umgehen. Aber vor anderen den anderen zu beschimpfen ist ein NOGO.

 

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Urlaubspassivitäten

Das also war mein Urlaub. Ich bin völlig entspannt. Ich habe es tatsächlich geschafft. Ich bin so entspannt, dass ich heute ganz ohne Wecker und ohne Katzen um 4 Uhr aufgewacht bin und spätestens nach dem Gang ins Bad WACH war. WACH mit großen Buchstaben.
Das wird sich spätestens dann ändern, wenn ich auf der Arbeit bin, dann werden drei Wochen Urlaub vergessen sein.
Was habe ich „geschafft“ im Urlaub, außer der Entspannung?
Nix. Ok, doch, ich war in der Stadt (einmal) – und habe dort einige notwendige Besorgungen erledigt (Parfum, ’ne neue Jeans, Postkarten von Hannover). Ich war bei der Post (Postcrossing ist immer noch ein Thema) und habe dort Briefmarken auf Vorrat besorgt – und ein Sparkonto gekündigt, das eigentlich schon beim Wechsel des Girokontos gekündigt werden sollte.
Ich habe ein paar Einkäufe per Internet erledigt – nichts Spannendes, Schuhe (ohne Absätze, die Wunden der letzten Pumps sind gerade verheilt), Katzenfutter (das es nicht vor Ort gibt) und Bettwäsche (meine Deckengröße mit Zusatzkissen finde ich leichter im Internet als vor Ort). Kalender habe ich gerade bestellt – ist einfacher hier als in der Stadt.
Und sonst? Sonst war es ruhig. Ich habe mich einmal zum Grillen getroffen, das Kleine Fest habe ich dieses Jahr wegen Isnich (zu kühl und zu feucht) ausfallen lassen.
Die Zeugen haben einmal vorbei geschaut (Samstag), um zu bezeugen, dass ich noch lebe. Wollten mir eines ihrer Faltblättchen aufs Auge drücken. Ich schwöre, ich besorge mir von irgendwoher mal ein Sekten-Ausstiegs-Hilfe-Blättchen, und wenn ich wieder so ein Pamphlet an meiner Wohnungstür vor die Nase gehalten bekomme, gibt es folgenden Dialog.
„Oh, ich verspreche ihnen, ich lese das – wenn Sie mir hoch und heilig versprechen, DIES zu lesen“ – Austausch Pamphlete.
Und dann war ich noch virtuell unterwegs. U.a. in der Bloggerwelt. Aber das habt Ihr ja auf Euren Blogs gesehen …
Und nun muss ich Katzen füttern, die wachen langsam auf. Sie sind eine Stunde zu spät dran – dieses Mal habe ich sie geschlagen! Also – im Frühaufstehen und Wind machen.