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Punkt, Punkt, Punkt – (43) – Wald

Hier, in der Großstadt Hannover gibt es auch Wald.

Und jetzt hört auf, Euch vor Lachen zu schütteln, ich meine nicht drei zusammenstehende Bäume, es sind immerhin 13 % der Hannoverschen Stadtfläche! – U.a. die 640 ha der Eilenriede. Mitten in der Stadt. Ok, östlich vom Stadtzentrum, aber immer noch mitten im Stadtgebiet, nicht etwa am Stadtrand!

Der Name ist ungewöhnlich, weil er schon so alt ist:

„Der erste Teil des Namens Eilenriede (Eilen) leitet sich ab von den dort früher hauptsächlich vorkommenden Erlen (Ellern). Der zweite Teil des Namens (Riede) (siehe auch: Ried) ist eine alte Bezeichnung für sumpfigen Boden.“

Ganz Hannover jenseits der mittelalterlichen Stadtmauern steht auf ziemlich sumpfigem Boden – auch unser Neues Rathaus . Es steht auf über 6000 Eichenpfählen – eben wegen des sumpfigen Bodens. Und unser Masch-See ist eben auch tiefergelegter Sumpf … Daher der Name.

Aber zurück zum Stadtwald.

In der Stadt gibt es eine Straße, über deren Namen ich mich schon oft gewundert habe, den Schiffgraben. Nun weiß ich wenigstens, was es mit diesem auf sich hat:

„Ein geschichtliches Relikt in der Eilenriede ist der Schiffgraben. Dieser war ein im Mittelalter erbauter Kanal, der das Aegidientor in der Stadt mit dem Altwarmbüchener Moor verband. Er diente dem Transport von Torf und Holz in die Stadt“

„Heute finden sich zu 75 % Laubbäume in der Eilenriede. Neben hauptsächlich Eichen, Rotbuchen, Erlen und Birken kommen auch zahlreiche andere Baumarten vor. Auf den sandigen Böden finden sich als Nadelbäume vorwiegend Kiefern und Lärchen. Früher wuchsen auf dem feuchten und sumpfigen Gelände hauptsächlich Erlen (Ellern). Im März und April ist der Waldboden großflächig mit Pflanzenteppichen bedeckt. Dann blühen Lerchensporn, Scharbockskraut, das Gelbe Windröschen und der weiße Bärlauch.“

So, nun wisst Ihr es, wir haben wirklich einen Wald in der Stadt. Wir sind halt ein wenig anders in Hannover. Wir singen sogar Lieder über unsere Serienmörder:

Im hannöverschen Wald gab es den im Lied besungenen Räuber nämlich auch, keinen knuddeligen Hotzenplotz, einen Serienmörder, der Name war Hanebuth.

 

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