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Daggis Buch-Challenge – ein weiterer Beitrag – Sonntags im Maskierten Waschbär

Autor: Stefan Nink

Blanvalet-Taschenbuch-Verlag

Erscheinungsjahr: Da streiten sich die Geister. In meinem Buch steht 2016, bei Amazon steht Oktober 2015

Aufgabe, die erfüllt wurde: 35 – ein Buch, das 2016 erschienen ist (so jedenfalls der Klappentext)

Auch im Dritten Band der Reihe scheucht Siebeneisen mit seinen beiden Freunden wieder über die halbe Welt – dieses Mal: Südwestliches Nordamerika und Süd- und Mittelamerika, genauer:

Es beginnt mit dem Auffinden einiger handgeschriebener Büchlein von einem Bayern, der im 19. Jahrhundert nach Nordamerika auswanderte, dort Buffalo Bill und einige Indianer kennen lernte und von einem dieser Indianer den Aufenthaltsort des letzten Vermächtnisses der Inka erfahren haben will.

Siebeneisen weigert sich dieses Mal zunächst, die Reise anzutreten, da er sich auf die wilden Abenteuer von Wipperfürth und „Schatten“ (eigentlich: O’Shady) nicht einlassen will. Er wird dann aber hineingezogen, als die beiden sich in Las Vegas festnehmen lassen.

Von dort geht es auf eine Kreuzreise auf die Galapagos-Inseln, allerdings nur allein für Siebeneisen, da die beiden anderen auf Kaution das Land zuerst nicht verlassen dürfen.

Siebeneisen erfährt dann in Ecuador etwas von einem kleinen Dorf, in dem die letzten echten Nachfahren der Inka lebten, ehe es vor wenigen Jahrzehnten entdeckt wurde – die Leute wurden daraufhin umgesiedelt, weil sie noch in einer Original Inka-Siedlung lebten. Auch Schatten und Wipperfürth sind inzwischen weiter auf der Suche, sie fuhren direkt nach Machu Picchu – allerdings nur fast – weil Wipperfürth seinen schwer übergewichtigen Freund lieber stundenlang durch den Dschungel schleifen wollte als wenige Sol mehr für die komplette Bustour zu bezahlen – sie kamen nie in MP an – dafür trafen sie auf Siebeneisen, der inzwischen das Dorf besuchte, in das man die Inka-Nachfahren umgesiedelt hatte … Auch Siebeneisens Lebensgefährtin schlug dort auf. Und gemeinsam zog man in die Wüste, wo man in einer Kirche die Lösung des Rätsels fand. Allerdings verfolgt von ein paar Fliesenlegern aus New York, die dachten sie würden für einen New Yorker Gangsterboss arbeiten und ihrerseits von ihm, weil sie in seinem Restaurant den Boden nicht fachmännisch verlegt hatten … – die hatten von diesem sagenhaften Inka-Vermächtnis nämlich durch weitere Hefte des Bayern erfahren … und nun fand man sich zum Showdown in dieser Kirche ein – und ein Enkel dieses Bayern tauchte auch noch auf.

Die anschließende Ehrung von Siebeneisen durch den Italienischen Konsul in New Orleans im Maskierten Waschbären lasst Euch doch vom Autoren selber erklären.

Ich mag diese Buchreihe sehr. Ich habe den ersten Band geschenkt erhalten und die Wilde Jagd nach Schattens Miterben war richtig lustig. Der zweite Band handelte vom letzten Miterben – aber vor allem von der Jagd nach einer Statue, die einem bankrotten Maharadscha wieder zu Mitteln verhalf. Den habe ich mir bereits für die Buch-Challenge geholt, Buch, das in Asien spielt.

Beide Male hat die Geizhals-Connection von Wipperfürth und Schatten dem armen Siebeneisen abenteuerliche Reisewege und Unterkünfte beschert.

In diesem Band ist Siebeneisen wesentlich aufsässiger. Aber besser geht es ihm damit auch nicht, er erlebt immer noch witzige Sachen bei Transport und Unterkunft und erreicht am Ende sein Ziel, ohne dass es ihn reich und berühmt macht – naja, jetzt wenigstens ein bißchen.

Der Stil, vor allem die Charakterführung erinnert an Pratchetts bessere Tage (wie er immer wieder zwischen den Fliesenlegern und den eigentlichen Helden der Reihe hin und herschwenkt – eindeutig)

Ich erkenne mich in den drei Figuren einfach wieder: Siebeneisens Abneigung gegen Pur teile ich voll und ganz seit meine letzte Mitbewohnerin ihre Liebe dazu gefunden hatte … ich bin einfach kein Schlagerfreund. Und ich bin ein schrecklicher Besserwisser wie Wipperfürth. Außerdem scheine ich ungefähr Schattens Körpermaße zu haben. Und geizig bin ich auch noch – allerdings anders als Wipperfürth mehr dann, wenn es um mich selber geht, Wipperfürth hat ja in den ersten beiden Bänden lieber auf Siebeneisens Kosten gespart.

Das Buch ist witzig, eignet sich für einen netten Nachmittag auf der Couch und erhält von mir fünf Kokosnüsse von fünf, weil die Prämisse dieses Mal leicht geändert wurde und auch Wipperfürth und Schatten richtig leiden. Vor allem unter Wipperfürths falscher Sparsamkeit.

Stefan Nink hat außer dieser Reihe noch zahlreiche Reiseführer und Bildbände zu verantworten – er war definitiv schon in den Canyons, die er hier am Anfang des Buches beschreibt, er war auch schon in Südamerika, allerdings eher in Patagonien als im Hochland der Anden … zumindest hat er über das letztere noch keinen eigenen Reiseführer geschrieben.

 

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Blues für Vollmond und Koyote – BuchChallenge

Heute habe ich also Christopher Moores nächstes Buch beendet: Blues für Vollmond und Koyote.

Ein Indianer der Crow verwschwindet aus seinem Reservat, weil er meint, einen Polizisten getötet zu haben. Er wird zum erfolgreichen Versicherungsvertreter und Spießbürger.

Eigentlich gefällt ihm das Leben, bis er auf eine blonde Frau trifft, die ein uneheliches Kind mit einem Hells Angel hat, aber nicht mehr mit ihm liiert ist.

In diesem Augenblick tritt der Gott Koyote in das Leben des Indianers, und lässt es so ziemlich zur Hölle werden.

Sam land zwar mit Koyotes Hilfe bei der Frau, er hilft ihr bei einer Autopanne, landet dann mit ihr im Bett. Aber alles andere in seinem Leben, seine Wohnung, sein geschäftlicher Ruf, seine unbehelligte Stellung in der Gesellschaft, löst sich in Rauch auf.

Dann läuft auch noch  der Hells Angel Amok (also, nicht wirklich in dem Moment) und nimmt sein etwa zweijähriges Kind mit zu einem Rockertreffen, wo der Vater Drogen verschieben soll.

Die Mutter eilt hinterher. Sam eilt hinter der Mutter her. Dabei wird in Las Vegas noch eine Sicherheitskraft aufgelesen, die dabei hilft, den Jungen aus den Klauen der Rocker zu befreien, leider wird dabei die Mutter erschossen.

Wie nun der Indianer, sein Koyotengott und der Kleine dann doch noch einem Happy End zusteuern, DAS waren die 100 guten Seiten.

Ich muss sagen, dass auch für dieses Buch von Moore gilt, was ich bei den Vampir-Büchern schon nicht überzeugend fand: Die ersten Zwei-Drittel bis Drei-Viertel sind ein wenig zäh, ohne rechten Plan, wo es hingehen soll, erst ab Seite 298 gefiel mir das Buch so gut, dass ich in Gefahr bin, mir noch eines von Moore zuzulegen.

Daher, mit viel gutem Willen, 4 Kokosnüsse, eigentlich eher drei-einhalb.

Autor: Christopher Moore

Titel: Deutsch: Blues für Vollmond und Koyote (auf Englisch hätte der Titel nicht für die Aufgabe der Challenge getaugt, da heißt das Buch Coyote Blue)

Verlag: Goldmann Manhattan

Erscheinungsjahr der Taschenbuchausgabe: 2008

Seiten: 414

Aufgabe der Challenge, die das Buch erfüllt hat: Ein Objekt im Titel oder auf dem Cover, das normalerweise am Himmel zu finden ist (23). Hier wäre das dann der Vollmond.