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Deutsche Bahn baut

Liebe Deutsche Bahn AG

mir eine „Anwohnerinformation“ zu Bauarbeiten in den Briefkasten zu werfen ist so ungefähr das Äquivalent feierlustiger junger Nachbarn, die in derselben Weise eine ihrer Feten ankündigen.

Ihr habt Ende Januar also „Bescheid gesagt, dass es vom Samstag 7.2. bis Mittwoch, 11.2. lauter werden kann“. Das ist eine zivile Geste, ich kann mit Ohrenstöpsel schlafen.

Ich sehe auch ein, dass Eure Bauarbeiten nirgendwo anders stattfinden können als natürlich an den vorhandenen Gleisanlagen. Das ist in Ordnung. Und dass Bauen nicht immer leise ist, ist mir auch klar.

Dass es nachts erfolgen muss, wenn wenige Züge unterwegs sind, kann ich verstehen. Wir sind ja nicht so. Dass wenn Züge passieren müssen, gewarnt werden muss, ist mir auch klar. Was ich mich viel mehr frage ist:

Warum lasst Ihr noch Güterzüge über eine Strecke laufen, die bebaut wird? Es ist auch möglich, wenn eine Brücke unterspült wurde, die Züge woanders lang fahren zu lassen, wie ihr nach der letzten Flut gezeigt habt. Und das sogar über Monate, sogar Ausfälle wurden dann möglich.

Das soll für 5 Tage nicht machbar sein? Denn, würde die Strecke in den bebauten Nächten nicht befahren, würden die in unregelmäßigen Abständen betätigten, sehr lauten Warnsirenen nicht ertönen, die Arbeiten müssten auch nicht unterbrochen werden und alles wäre schneller – und leiser. Die eigentlichen Baugeräusche höre ich nicht, aber die Sirenen haben mich heute Nacht um halb zwei geweckt und am Wiedereinschlafen gehindert. Trotz Ohrenstöpsel. Und erst um 5 kroch ich völlig übermüdet ins Bett zurück, schlief nochmal bis halb 8 (gut, dass mein Arbeitgeber auch späte Arbeitsbeginne unterstützt) und langsam weicht der Zombie-Status aus dem Hirn.

Alternativ – wenn so ein Zug vorbei fährt ist ein HÖRBARES Signal eben nicht ideal – wie wäre es, wenn Ihr ein neues Warngerät einführt, eines, dass vibriert und statt mit Geräuschen mit Lichtshow auf sich aufmerksam macht – ein Armband z.B.?? Bitte, gern geschehen. Der Nächste bitte.

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