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Autosuche

Norweger sucht deutschen Kleinwagen in Hannover.
Nun, er wollte ihn nicht kaufen: Er wollte ihn wiederhaben. Der Herr B. aus A. hatte ihn nämlich kurz abgestellt, weil er mal beim Geldautomaten vorbei musste. Und da der Geldautomat ihm kein Geld heraus gab, versuchte er es bei einer weiteren Bank. Vorher hatte er sich aber noch aufgeschrieben, wo das Auto stand. Diesen Zettel verlegte er – und von der zweiten Bank fand er nicht mehr zum Auto zurück.
Stattdessen schlug er in einem ganz anderen Stadtteil auf, jenseits des Maschsees.

Dort fand den völlig verzweifelten 78jährigenn eine 73jährige Hannoveranerin, die ihm anbot, ihm bei der Suche zu helfen. Zunächst ergebnislos. Daraufhin bot sie ihm an, er könnte auf ihrem Sofa übernachten. Und das tat er auch.

Die beiden suchten noch ein paar Tage weiter, auch die Polizei wurde informiert, konnte aber nicht helfen, solange keine Straftat zu befürchten war, dann musste er für ein Medikament weiter nach O. in Norwegen, wo sein Sohn lebt. Er kam zurück, auch die weitere Suche brachte kein Ergebnis, bis die Presse informiert wurde. Und mit Hilfe des Radios und der hiesigen Presse erreichten sie tatsächlich eine Frau, die sich schon darüber gewundert hatte, was der A-Klasse-Mercedes mit dem ausländischen Kennzeichen vor ihrem Haus da so trieb.

Mann und Auto wieder glücklich vereint. Ob der Herr B. und seine hilfsbereite Gastgeberin Telefonnummern ausgetauscht haben, weiß ich allerdings nicht …

Hannover mag ja in den Augen der Süddeutschen eine der schlimmsten Städte in Deutschland sein, aber mit Gastgeben kennen wir uns ganz ausgenscheinlich aus.

Ende gut, alles gut.

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