Küchenfee, multitasking

Ich hab wieder den Slowcooker bemüht, dieses Mal für einen Klassiker der Partyküche: Paprikatopf mit Rinderhack. Und nicht am Wochenende – sondern unter der Woche, an einem normalen Arbeitstag!

Aus Gabi Frankemöllers „52 Wochen – 52 Suppen“

Anfängerfehler: Dieses Mal habe ich das Rezept nicht wieder runter gerechnet auf den kleineren Topf. War ein wenig sehr voll! Immer umrechnen! Auch wenn nur ein Mindestfüllstand vorgegeben wird, zu voll ist auch nix.

Dieses Mal habe ich das erste Mal während eines Arbeitstages den Crockpot laufen lassen. Funktionierte sehr gut! Trotzdem der Topf wirklich randvoll war, hat es nicht übergekocht, weil es nun mal nicht brodelnd heiß ist. Nervös war ich trotzdem.

Vom Geschmack her war es jedenfalls sehr lecker und leider habe ich dieses Mal kein Foto für Euch. Aber rötlich (viel Tomate drin), ein paar Paprikaschotenwürfel (ich nahm grüne, die passt gut zu einem Schmorgericht, gelbe und rote mag ich gern roh), angebratenes Rinderhack – das Bild bekommt Ihr auch ohne meine Fotokünste hin 😉

Ich hab sicher nicht das letzte Mal dieses Rezept gemacht – und nicht das letzte Mal mit dem Slowcooker an einem Arbeitstag gearbeitet.

Die Vorbereitungen (Zwiebel schneiden, Hack krümelig braten etc.) musste ich natürlich morgens erledigen, zu einer Zeit, zu der ich normalerweise mit Kochen noch nix am Hut habe. Aber dafür wartete abends nach dem Dienst eben ein warmer Eintopf auf mich! Und so Partysuppen sind ja Wohlfühl-Essen pur. Viel Umami, warm, aus einer Schüssel/einem Suppenteller essbar … Und einen weiteren Vorteil des Kochens am Morgen hatte es auch noch: Ich habe morgens dann, nachdem ich den Topf angemacht habe, die Küche aufgeräumt, abgewaschen – und hatte so abends nach dem Essen nur den Teller und den Crockpot abzuwaschen. Entspannt! Abends warm essen, ohne dass ich gegen Abwasch anstarre und ohne dass ich erstmal die Küche aufklaren muss – hat was. Sonst nur beim Aufwärmen von Vorgekochtem. Und davon hab ich mittlerweile doch einiges.

Gestern aß ich z.B. meine Süßkartoffel-Erdnuss-Suppe. Dann wartet im Tiefkühler noch einiges auf mich: Einmal würziger Schweinebraten, Rinderstew, zweimal Paprikatopf, eine Hühnersuppe, irgendwas mit Huhn … alles selbst gekocht. Dieses Jahr. Wobei ich mir bei der Hühnersuppe nicht ganz sicher bin.

Alles hübsch in Einzelportionen verpackt. Meine ganz persönlichen Fertigmahlzeiten 😀

Und auch wenn ich im Netz einen Beitrag gefunden habe, dass Eiscreme-Behälter nicht geeignet seien als TK-Behälter, weil der Behälter ja nicht für fettiges, heißes Essen konstruiert sei – nehm ich diese Dinger doch. Weil: Ich lasse es in aller Regel abkühlen, ehe ich es vom Kochgeschirr umfülle, heißes Essen kommt also nicht hinein. Und fettig – nun ratet, wofür die CREME in Eiscreme steht … *seufz Experten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren* Gefrorenes, fettiges und auch mal Säure enthaltend – das ist eben Eiscreme – für die der Behälter unbedenklich sein muss – und daher kann auch mein Paprikatopf dort hinein. Natürlich nicht kochend heiß Was für Eiscreme geeignet ist, kann auch einen erkalteten Eintopf einfrieren.

Die Expertin ist promovierte Chemikerin – normalerweise vertrau ich studierten Leuten, aber es klingt so unlogisch … Eiscreme kann hinein – die auch nicht eiskalt abgefüllt wird, sondern noch im fließenden Zustand hinein kommt. Eiscreme ist eindeutig FETTIG – sogar sehr, vermutlich mehr als mein Paprikaeintopf. Und Zitroneneis oder sonstiges Fruchteis (z.B. gerade auch Erdbeereis) enthält Fruchtsäure. Und nicht nur die … Also, worin unterscheidet sich mein Eintopf (chemisch) vom ursprünglichen Inhalt des Eisbehälters? Chemiker vor, überzeugt mich.

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