Küchenfee, updated

Ja, auch im Dezember hat die Küchenfee in der Küche „gezaubert“.

Nicht nur Plätzchen wurden gebacken, es wurde auch gekocht, gerade zu Weihnachten:

Statt Kartoffelsalat mit was auch immer gab es dieses Jahr einen crockpot-Eintopf – dessen Rezept ich bereits einmal verlinkt habe. Rosenkohl-Bratwurst-Eintopf. Auch der Schwester gefiel er gut.

Am ersten Feiertag gab es dann, weil leider nicht lang haltbar, die restlichen Bratwürste mit Kartoffelbrei. Am nächsten Tag hatte ich Schweinefilet in Blätterteig mit Äpfeln im Angebot, dazu eine Kohlrabi-Apfel-Rohkost aus einem schon etwas älteren Kochbuch. Und zuletzt kochte ich mein bekanntes Hähnchenminutenschnitzel mit Pilzen und Zwiebeln in Sahnesauce. Außerdem buk ich noch herzhafte Muffins mit Thunfisch einmal zum Frühstück.

Nichts außergewöhnliches also.

Es gab allerdings keinmal Nudeln. Das könnte man eventuell als ungewöhnlich bezeichnen.

Zu Weihnachten bekam die Küchenfee ein Buch mit 1001-Rezepten für den Crockpot. Das hatte ich mir ausdrücklich gewünscht.

Ich war naturgemäß ein wenig enttäuscht, als sich herausstellte, dass jede neue Zutat im ansonsten gleich bleibenden Rezept gleich zu einem „neuen“ Rezept wurde … Und dass außerdem viel Zucker in Fleischgerichten verwendet sowie oft zu Fertigprodukten gegriffen wird. Immer, wenn ich lese Creamchickensoup, „bekomme ich Ausschlag“.

Mal eine Dose Tomatensuppe in einem Rezept zu verwenden, ist ok. Ich bin kein Purist, der alles selber machen muss. Aber ständig die gleichen Fertigsuppen oder -saucen? Kein Wunder, dass die amerikanische Küche nicht den besten Ruf hat.

Dass die Autorin, da Amerikanerin, auf das amerikanische Hohlmaß „Becher“ zurück griff, war etwas, womit ich rechnen musste. Im Wortsinne – ich habe in 240 ml Einheiten gerechnet …

Aber mittlerweile habe ich zwei Rezepte aus dem Buch ausprobiert: Chicken and mushrooms, für 4 Hähnchenbrüste und fein geschnittene, FRISCHE Pilze (ich war begeistert, kein Dosenkrams), mit einer Kondensmilch-Cheddar-Sauce. Und gewürzter Schweinebraten (seasoned pork roast) – der aber nicht gebraten war, das kann der Crockpot halt nicht. Ich hätte, wenn ich unbedingt Röstaromen wollte, das Fleisch separat anbraten müssen.

Beide Rezepte waren eher 3 als 5 Sterne. Ja, man konnte beides essen. ABER – das Hähnchen schmeckte zu sehr nach Zwiebeln (es war nur eine kleine drin!) – das nächste Mal werde ich dieses Rezept mit vorher angeschwitzten Zwiebeln machen, dann sind sie nicht so dominant. Und das Schweinefleisch … also, ICH hatte erwartet, dass es schön zart und saftig blieb, weil es ja sous vide zubereitet wurde. Leider wurde der Lendenbraten stellenweise sehr trocken! Da weiß ich nun nicht, war es die Fleischqualität – oder war es zuviel Salz in der Flüssigkeit? Hätte ich doch besser das Fleisch vorher kurz und scharf anbraten sollen, zum Porenschließen, so dass es nur noch gegart wurde, aber nicht ausgelaugt? Effektiv war es halt gekocht, aber wie gesagt, sehr trocken, stellenweise (was mich doch auf die Fleischqualität tippen lässt).

Man kann sicherlich sagen, dass von den bisherigen Versuchen beim Crockpot der Rosenkohl-Bratwurst-Eintopf der deutschen Kochbuchautorin mein Favorit ist.

Gestern habe ich aber nicht nur das Schwein im Crockpot gar ziehen lassen – ich habe in der Zeit auch einen Kuchen gebacken. Einen kleinen Kuchen, schließlich bin ich allein und ich muss das alles aufessen. Wegen Corona ist es auch nicht angesagt, die Kollegen mit zu füttern. Noch ein halbes Jahr – schätze ich …

Und heute – heute geht es wieder los mit Arbeiten gehen … Nach drei Wochen in der Küche kann ich auch mal wieder.

Für Mittwoch habe ich einen Beitrag über Eier in Senfsauce geplant. Stay tuned, wie man so schön sagt …

6 Antworten zu “Küchenfee, updated

  1. wir braten es immer an, bevor es in den crockpot geht, ich ess da ja nicht mit, aber lt. den mitessern war das pulled porc perfekt ;O)

  2. Ich koche gerne mit einem Crockpot. Meine Frau hat Schmorbraten an Samstag gekocht mit dem crockpot.

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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