Dreizehntes Buch Zweitausendneunzehn

Ich habe jetzt das zweite Buch von Alan Booth beendet. Ein trauriges Ende, denn er erwähnt darin schon, dass er Darmkrebs hat. Dieser hat ihn letztlich auch getötet.

In „Looking for the lost“ ist Alan Booth einem suizidalen Dichter aus dem 20. Jahrhundert, einem Samurai aus dem 19. und einer versprengten Fürstenfamilie aus dem 15. Jahrhundert auf der Spur.

Dabei stellt er immer wieder fest, dass die alten Wegmarken nicht mehr gelten, die Straßen zum Teil schon nicht mehr auffindbar sind und sich die Traditionen und Mythen geändert haben.

In diesem Buch ist viel Wehmut im Spiel – nicht nur beim Leser, der weiß, dass Booth kurz darauf verstirbt, sondern auch bei Booth, der den Untergang des traditionellen Japans beklagt. Ich denke, da ging es ihm, wie manchem Europäer, der lieber Miss Marples England erleben möchte als Brexit-Britannien. Doch weder das eine, alte Japan noch das andere, idyllische England ist noch Teil der Realität, das Leben ist Wandel.

Seine Betrachtungen der Japaner und ihrer Eigenheiten ist wieder menschlich mitfühlend. Und wieder wird Alan Booth von den Japanern, unter denen er ja immerhin 20 Jahre lebte, als Gaijin entweder nur widerwillig akzeptiert – oder als Kuriosität gefeiert.

Seiner Liebe zu Japan tat dies keinen Abbruch.

Wieder sehr lesenswert: Looking for the lost, Alan Booth, 1993, 386 Seiten

5 Kokosnüsse

 

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