Zwölftes Buch 2019

Ein E-Book, eine Rarität bei mir, aber manche Bücher will ich eben nicht in Papierform kaufen, weil ich sie nicht weggeben möchte, aber sicher auch nicht noch einmal lese.

Dies ist wieder ein Aaronovitch, The October Man, heute heraus gekommen. Ich werde mich bemühen, ein paar Spoiler zu vermeiden …

Eine Novelle, daher hab ich es auch heute nach der Arbeit locker durch bekommen.

Held ist hier nicht Peter Grant, der hier nur in Erzählungen vorkommt, sondern ein bereits zu Anfang der Geschichte in Magie ein wenig trainierter Lehrling. Anders als Peter Grant wird er viel stärker von seiner Lehrperson (eine Dame, beim BKA) gleichzeitig gegängelt und allein auf die Reise geschickt. Herr Winter hat viel strengere Vorgaben, was er mit seiner Magie versuchen darf und anders als Peter lehnt er sich auch viel weniger dagegen auf. Dafür hat er eben auch seine Vorgesetzte nicht ständig im Nacken.

Trainiert heißt hier nur, dass er zum Zeitpunkt dieser Geschichte in seiner Ausbildung schon weiter fortgeschritten ist als Peter Grant im ersten Buch, der ja bei Null anfing. Grundsätzlich ist Tobias Winter zeitlich hinten dran, weil er erst mit seiner magischen Ausbildung anfängt, als Peter Grant bereits ausgebildet wird.

Und wieder wird eine Kollegin, eine Vanessa Sommer (ja, ich weiß …), mit reingezogen und fängt am Ende der Novelle selber bei dieser Abteilung „für obskuren Scheiß“ – (ein Londoner Seawoll-Zitat, das ich mir mal ausborge) an. Wir haben also dann Winter, Sommer und die Ausbilderin. Dazu gibt es auch hier eine Parallele zu den Feuerwehrmännern um Frank in London. Und es gibt natürlich auch hier Genii Locui, also auch in Deutschland ist mit Flussgöttinnen zu rechnen. Eine weitere Parallele ist, dass auch dieser erste Fall sich um eine Sequestrierung dreht.

Und damit hören die Parallelen auf. Es ist eine Novelle, also wesentlich kürzer als Die Flüsse von London. Der Humor kommt weniger zum Tragen, ist aber vorhanden. Das Terrain ist weniger Trier sondern mehr die Weinberge drumrum. Die Geschichte mit WW II hat ihre Spuren hinterlassen. Es ist weit weniger komplex (kommen wir wieder darauf zurück, dass es eine Novelle ist), aber war spaßig zu lesen.

Der Fall: Tobias Winter wird zu einer Leiche gerufen, die völlig mit einem in der Beerenauslese vorkommenden Pilz durchwachsen ist, was auch der Grund des Ablebens war. Frau Sommer wird ihm als Kontaktbeamtin zur Seite gestellt. Frau Sommer, die die Magie-Sache sehr spannend findet – und zwar nicht im Aussehen, aber ganz sicher im Verhalten an Lesley May erinnert … Die Neugier, sich das zeigen lassen, selber machen zu wollen …

Damit es mir richtig gut gefallen kann, muss ich davon mal einen ganzen Roman lesen, mit mehr Einzelheiten, mit mehr Tiefe. Ein bißchen kam es mir vor wie … „na, tun wir den deutschen Fans einen Gefallen“ – aber das Herz von Aaronovitch war nicht dabei.

Daher nur 4 Kokosnüsse. Gut, aber nicht herausragend.

Ben Aaronovitch

The Octoberman

E-book, erschienen am 13. Juni 2019

 

 

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16 Antworten zu “Zwölftes Buch 2019

  1. Heute erschienen und du bist schon einschließlich Kokosnuss-Rezi fertig 🙀
    Wow! 👌🏼

  2. Ich hole es mir auch.. ich mag „obskuren scheiss“ ;O)))))

  3. Ich finde manche Namen so eigenartig…Vanessa Sommer…..Tobias Winter….wirklich?🤣

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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