Küchenfee

Ich hab gestern stundenlang abgewaschen (ähem, ich wollte das ja schon Ostern erledigt haben, weil wir Samstag vor Ostern Lammrücken gemacht hatten, aber das Leben kam mir wieder dazwischen und so ist es halt gestern geworden).

Aber die gute Nachricht ist, der gesasmte Abwasch ist erledigt, und wie immer, hab ich sofort Lust bekommen, wieder zu kochen und zu backen (genauer gesagt, war das die Karotte, mit der ich mir den Abwasch aus dem Kreuz geleiert habe).

Und so hab ich wieder zwei neue Rezepte ausprobiert.

Das eine war eine Möhren-Creme-Suppe, die deswegen soviel Charme hatte, weil ich nur zwei Frühlingszwiebeln dafür brauchte, alles andere war noch da, und im Fall der Kartoffeln war das sogar eine hochwillkommene Verwendung. Die keimen nämlich langsam aber sicher. Außerdem stand ein Haltbarer Schmand im Kühlschrank.

Da das Rezept aus der Kundenzeitung von Edeka stammt, kann ich hier wg. Copyright das Rezept nicht wiedergeben. Aber es waren Möhren, Kartoffeln, Frühlingszwiebeln und ein Apfel drin (der Apfel war auch schon länger in meinem Besitz) – keine besonders exotischen Sachen also, das wurde angebraten und mit Brühe abgelöscht. Und nach dem Köcheln püriert, mit Schmand verfeinert und ich hab dann noch, weil es meine Hauptmahlzeit war, ein bißchen Räucherlachsstreifen dazu gegeben. Klacks Schmand drauf (das mit dem Apfelscheiben-Zwiebelgrün-anbraten hab ich mir geschenkt) – und fertig war die Laube.

Und weil das nicht viel Abwasch gemacht hat, überkam es mich gerade und ich wollte backen. Ich habe zwei Lieblingsbackbücher: Ein Teig – 50 Kuchen (weil es da auch die Möglichkeit gibt, das Grundrezept mit eigenen Abwandlungen zu machen) und das heute verwendete: Noch mehr Muffins (beide aus dem GU-Haus, immer schöne Rezepte in deren Büchern). Auch noch mehr Muffins hat zwei abwandelbare Grundrezepte, wonach ich z.B. zu Weihnachten zum Frühstück herzhafte Muffins machte (schön mit Käse, Schinken und grüner Paprika). Aber heute war das nicht notwendig – heute geb es nämlich Mohn-Muffins. Ich hatte auch alles im Haus (vor allem Mohn, der schon ewig geöffnet ist und langsam mal weg kann).

Dass dabei mein letztes Orange-Back dran glauben musste, war auch nicht das Schlechteste … ja, auch das war überfällig, aber das ist vor allem Zucker – das KANN NICHT VERDERBEN – allenfalls versteinern.

Ab jetzt gibt es nur noch selbst geriebene Zitronen-/Orangenschale (Citro-Back hab ich schon lange nicht mehr, Bio-Zitronen hab ich auch eigentlich immer im Haus). Das spart Verpackungsmüll.

Ich hab die Muffins gerade aus dem Ofen geholt, sehen gut aus, mal sehen, wie sie schmecken, wenn sie abgekühlt sind, ob sie süß genug sind (sonst muss ich doch noch Zitronensaft mit Puderzucker anrühren und den vorgeschlagenen Zuckerguss auftragen).

Und für meine Mandarinendose brauche ich ja immer noch eine Lösung, ich habe gerade gesehen, es gibt auch ein Rezept für Mandarinenmuffins 😉 Den Mandarinenkranz aus dem Ein Teig-…Buch hab ich auch schon anvisiert. Hab ja Mittwoch frei, bis dahin hab ich wieder Backpulver …

Das nächste Rezept für eine Hauptmahlzeit ist dann ein Gemüsecurry, mit Linsen, Fenchel und Paprika. Fenchelknolle hab ich nämlich schon. Auch das ist aus der Edeka-Kundenzeitung.

Und mit dem Hackfleisch, das eingeschweißt im Kühlschrank liegt, mache ich Frikadellen. Falls ich mich nicht zu einer Tomaten-Hackfleischsauce umentscheide, dann wäre auch fast noch eine Lasagne drin – oder ein Chili con Carne mache. Ich mag Hack … es ist so vielseitig. Deswegen mag ich ja auch Muffins (es müssen wirklich nicht immer die mit Blaubeeren sein), Rührkuchen (auch da darf es mal was außerhalb von Zitronen- oder Marmorkuchen sein), Currys und Suppen.

Mohnmuffins sind ok. Ziehe Muffins mit Obst, Nüssen oder herzhafte vor denke ich, aber das kann auch daran liegen, dass mein Geschmackssinn immer noch beeinträchtigt ist (die Winter-Erkältung Ende Dezember hat mich ziemlich mitgenommen, was die Geschmacksnerven angeht, es schwankt derzeit stark, wieviel ich schmecke). Den Mohn schmecke ich nämlich nicht raus. Aber das Orangenschalenaroma.

Leider habe ich keinen Link zur Edeka-Kundenzeitung gefunden, aber es gibt auf der Edekaseite noch viele andere schöne, ähnliche Rezepte wie die aus dem derzeitigen Magazin. Auch für Vegetarier, Veganer und Laktose-Unverträgliche. (Hört sich „Intoleranz“ nicht schrecklich an? Als wäre es eine Charakterschwäche. Dabei ist es der Normalzustand der Weltbevölkerung, hier im nördlichen Europa haben wir eine „Toleranz“ entwickelt für Milchzucker im Erwachsenenalter, vermutlich haben die besser überlebt, die auch im Erwachsenenalter im Vitamin-D-armen Winter Milchprodukte zu sich nehmen konnten – die Winter hier im nördlichen Europa waren ja früher noch viel lebensfeindlicher.)

So, nun habe ich noch 11 Muffins – morgen zur Arbeit kann ich auch ein paar mitnehmen. Und: Süß genug sind sie – die Puderzuckergußhaube spare ich mir also.

(Meine Küche sieht schon wieder so aus, als wäre nicht eine Fee sondern eine Horde Trolle durchgewandert – aber das ist ja nun mal mein Dauerzustand.)

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7 Antworten zu “Küchenfee

  1. Wo gehobelt wird fallen Späne. Wo gekocht wird, gibt es eben Geschirr! Das benutzt wird!

    • Ja, und bei den meisten Leuten gibt es eine Spülmaschine. Aber ich hasse das Gefühl, auf spülmaschinengewaschene Gläser zu greifen (das ist ein Gefühl, wie Kronkorken, die über Beton scharren – oder wie Nägel an der Schultafel).

      Und so muss ich eben jedes Mal per Hand spülen.

  2. Ich wünschte ich könnte dir helfen die Muffins zu essen. 🙂

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