Ich, die Extremistin

Nach den Kriterien der chinesischen Regierung bin ich eine Extremistin. Was sind denn diese Kriterien, wollt Ihr wissen?

Veröffentlicht im Guardian:

„An official list of signs of extremism includes things such as refusing cigarettes and alcohol, not watching television and contacting people abroad.“

Übersetzt:

„Eine offizielle Liste mit Zeichen von Extremismus enthält u.a. Dinge wie Zigaretten und Alkohol zurückweisen, kein TV zu sehen und Leute im Ausland kontaktieren.“

Schuldig, Schuldig, Schuldig und Schuldig

Das sieht übel aus.

Aber ich fange jetzt bestimmt nicht an, zu rauchen, werde meinen Alkoholkonsum weiter auf ein Minimum beschränken und Fernsehen – also – ich vermisse nix. Will ich mal was sehen, gibt es das Internet, da kann man auch die Öffentlich Rechtlichen im Live-Stream sehen oder noch besser, die Mediathek nutzen. Fernsehen? Überbewertet.

Ich höre Radio … aber das reißt mich nicht raus.

Und Leute im Ausland kontaktieren? Ja, auch da schuldig, einmal im Jahr schreibe ich meiner Zimmervermieterin in London – außerdem bin ich ein Mitglied von Postcrossing.

Mit einem China-Besuch wird es in diesem Leben wohl nix mehr. Aber – bin ich jetzt auch für Deutsche Behörden eine Extremistin? Muss ich nun um meinen Job beim Staat fürchten, weil ich das deutsche Fernsehen nicht feiern kann? Muss ich Angst um meine Pension haben, weil ich meine Leber nicht auch noch durch Alkohol belaste? Muss ich anfangen Raucherpausen zu machen, um weiterhin Bescheide schreiben zu können?

Und wenn ich mir diese Freiheiten heraus nehme und nicht mal Religionsfreiheit ins Land führe dafür, wie das die Uiguren in China reklamieren, dann bin ich ja kein religiöser sondern vielleicht ein politischer Extremist? Eine von diesen gottverdammten Linken, die hart arbeitenden Leuten ihre Entspannung rauben wollen mit einer Gutmenschen-Agenda? Eine, die Verzicht auf alles was Spaß macht und schmeckt predigt? Eine, die sich am liebsten von Luft und Licht ernähren möchte?

Uhm – jein. Rettet die Erde, ja – aber mein Grund dafür ist: Es ist der einzige Planet mit Schokolade drauf …

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7 Antworten zu “Ich, die Extremistin

  1. gilt dvds gucken als fernsehen? net wirklich oder? dann muss shanghai noch was auf mich warten ;O)

  2. Ich bin ein Extremist in Amerika, weil ich für meine Katze den Präsidenten gewählt habe. Mein Kollege sagte „You are what’s wrong with America.“

  3. I had to read this is Google translate, which didn’t do too bad a job, although it got a little strange here and there. Sorry–my German is nonexistant. But anyone who can make a case for activism on the basis of this being the only planet with (as far as we know, I’d add) chocolate on it has earned a comment. Even if it’s in the wrong language.

    • Don’t worry, you are free to comment in any language you like. I only approve those comments which I can understand. It mainly argues along the linnes of the article, if not watching TV and if denying alcoholic beverages already make you an extremist, I am one.

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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