Was man isst, wenn man nicht einkaufen war

Ich hab es nicht so damit, Samstag vor die Tür zu gehen (außer, ich erwarte Gäste oder habe etwas Schönes vor). Also hab ich mir so am späten Vormittag meinen Kühlschrank und den Vorrat angesehen und mir gesagt, fein, brauchst nicht los.

Ich hab dann zum üblichen belegten oder beschmierten Brot (Reste soll man ja auch aufessen) gestern noch einen Gugelhupf gebacken (mit „ein paar“ Änderungen, um es der Vorratslage anzupassen – Butter statt Margarine, statt kandierten Kirschen, Korinthen und Rosinen gab es Sultaninen in der entsprechenden Menge, ich hatte ein 100g Paket Haselnüsse da, so behielt ich keine angebrochene Packung – anders als bei gemahlenen Mandeln, die ich nur im 200g Pack rumliegen habe – und als mir das Mehl ausging, habe ich mit Buchweizenmehl aufgefüllt, das noch vom vorletzten Kochen herum steht).

Damit entfiel die Notwendigkeit, mich wegen Süßkram vor die Tür zu begeben, und die alten Eier kamen auch weg (ich hatte letzte Woche – für die Schokomuffins – neue gekauft, weil ich denen von Ende Dezember nicht ganz traute, die waren aber noch i.O. wie ich nun feststellte, ich hab sie nacheinander erst in eine kleine Glasschüssel gegeben, wo ich sie prüfen konnte). Auch die Nusspackung lag schon eine Weile im Schrank – gut, dass die mal genommen wurde. Sonst hatte ich eher Bedarf für 200 g – und da gibt es daher schneller eine neue Packung. Aber jetzt waren die 100 g raus.

Meinen Backzutatenschrank hab ich da auch gleich mal neu sortiert (warum hatte ich eigentlich Zucker und Mehl, was ich ständig brauche, nach OBEN gestellt?)

Soweit so gut. Eine kleine Bestandsaufnahme im Tiefkühler brachte zwei für dieses Wochenende interessante Sachen zu Tage – eingefrorene Hähnchenbrustfilets und TK-Baguettes (also, die mit dem Topping drauf).

Gestern Abend aß ich daher die Baguettes. Backofen war ja noch fast warm und ich hatte mit dem Backen des Kuchens schon Arbeit gehabt.

Heute Morgen nun musste ich mich fragen, was ich zum Frühstück wollte.

Und da ich noch zwei ältere Eier im Kühlschrank hatte, das waren dann die letzten, hab ich die zum Omelett gemacht. Außerdem war noch ein älterer Mozzi im Schrank (in Plastik und Lake, da konnte nichts passieren) – der kam genauso aufs Omelett wie ein paar der 14 Tage alten Frühlingszwiebeln, ganz fein geschnitten (so fein ich Amateur das kann), ein paar Schinkenwürfel (die gibt es ja vorgeschnitten und luftdicht verpackt und ein paar versuche ich immer da zu haben).

Die verschlagenen Eier hab ich mit Worcestersauce – nur ein paar Tropfen – und Tabasco – auch nur tropfenweise – sowie Salz und noch einem oder zwei Gramm aus dieser Mühle gewürzt. Warum ich mir soviel Mühe mit dem Würzen gebe wo doch meine Geruchsnerven immer noch nicht mitspielen? Weil ich salzig, sauer, bitter und süß schmecke, und das mit dem Riechen langsam wieder kommt. Scharf würde auch gehen, aber mag mein Magen nicht so. Langsam geht das mit dem Riechen aber aufwärts – und damit ich das mitbekomme, gibt es eben Gewürze. Gestern z.B. bei den Baguettes habe ich Oregano geschmeckt! Das hatte ich nicht, als ich mir ein Chili machte vor zwei Wochen … Es geht also voran (ich brauche diese Rückmeldung, um nicht ganz zu verzweifeln).

Schinken in der Pfanne ausgelassen, Frühlingszwiebeln ein wenig angedünstet, Eiermasse drüber und dann mit gezupftem Mozzi bedeckt … und stocken lassen.

„Mittags“ gibt es nun etwas mit Hähnchenbrüsten, Frühlingszwiebeln (ein paar hab ich noch, die weg sollten – und Linsen. Gerade ein schönes Chicken-Daal gefunden, das auch ein (bis auf das Fleisch) schönes Vorratsgericht ist. Dazu Reis.  Davon kann ich dann noch in der Woche mal essen!

Und abends – nun da ist noch ein Kohlrabi und ein paar Schrumpeläpfel. Außerdem ist der Joghurt dann ja schon geöffnet … Ich kenne das Rezept aus dem schönen Kochbuch „Köstliches Gemüse“ von Elsbeth Blaser.

Memo an mich selbst: Butter und Mehl nachkaufen. DRINGEND

Aber auch ohne diese zwei Sachen brauche ich heute bestimmt nicht zu hungern.

 

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16 Antworten zu “Was man isst, wenn man nicht einkaufen war

  1. Klingt appetitlich, kommst du auch wieder zu Kräften! 🌷

  2. Mau also das Huhn ist frisch? Bist du dir sicher? Ganz sicher? So ohne Kater kann man das nicht so eindeutig entscheiden. Das konntet ihr zwei Beiner noch nie also ich komme nur zu Besuch wenn du ganz frische Eier und ganz frisches Huhn hast. schließlich bin ich gutes gewöhnt, wenn Du das dann mal hats und nicht nur so langweiliges Gemüsezeug, dann könnte ich ja mal kommen.
    Schnuuur Felix

  3. Wenn man seine Vorräte mal durchschaut, man hat eigentlich immer genug da um was feines zu machen! So geht’s mir auch!

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