Japanische Schwimmerin, Europäische Winterküche und ein wenig Narretei.

Heute hatten meine Freunde, mit denen ich mich regelmäßig zum Kochen treffe, und ich als Rezept zum Kochen rausgesucht: Entenbrust Teriyaki. Da wird die Entenbrust angebraten, mit (japanischer) Sojasauce, Mirin und Sake-Mischung abgelöscht und dann auf Lauch serviert.

Weil uns die Fleischmenge vom Rezept ein wenig spartanisch erschien, 400 g für vier Personen, haben wir „ein wenig“ mehr an Entenbrust genommen .. *ahem* – wir landeten hinterher bei dem zweieinhalbfachen …

Dazu gab es noch Reis, natürlich. Und einen Wintersalat: Fenchel, kleingehobelt und angebraten, mit Chicoree und Orangen (dünne Scheiben, ohne Pelle natürlich). Und mit Honig-Balsamico Soße und Pinienkernen. Der war nicht abgesprochen, aber nur der Lauch war mir zu wenig Gemüse.

Der Salat war für meine Freunde kostenfrei (wir beteiligen uns immer an den Einkaufskosten), aber ich hatte für den Salat noch alles da vom letzten Mal, bis auf den Dill (und frisch hab ich den auch nicht bekommen). Ich war ja froh, dass es so sinnvoll weg kam.

Weil der Fenchel angedünstet war, hat er auch den Salat nicht dominiert. Aber ich hätte das eh nicht geschmeckt, die Geruchsnerven sind immer noch im Warnstreik. Von meinen Freunden gab es für diesen Spontaneinschub jedenfalls reichlich Beifall.

Und dann hatten wir als Nachtisch noch ganz schlichte Schokoladenmuffins. So schlicht, dass ich sie vorher schon zusammengerührt habe, die waren gerade ofenfertig, als der erste kam.

War gut, dass ich die schon vorher gemacht hatte. Weil wir durch den Extra-Salat alle Hände voll zu tun hatten. Und die Muffins konnten so in Ruhe schon abkühlen.

Unser Zwei-einhalb Gangmenü bestand also aus einem Japanischen Hauptgericht aus einem Kochbuch (daher von mir kein Link), mit europäischer Winterbeilage (Rezeptlink geht zu Chefkoch) – und einem amerikanischen Dessert – Muffins mit Raspelschokolade im Teig, auch aus einem Backbuch, daher kein Rezept.

Es ist schon einen Tag oder zwei her, seit ich süße Muffins gemacht habe – die letzten waren immer herzhaft, mit Käse, Schinken, Paprika oder Zucchini … Aber heute durften sie süß sein. Und kamen so gut an, dass ich zum ersten Mal meine Freunde überreden konnte, die Reste mitzunehmen.

Als Getränk hatten wir dazu einen französischen Roten (also, die Freunde) und Johannisbeerschorle … oder auch nur Wasser, das war dann nicht französisch …

Es war auf jeden Fall wieder köstlich – und hat auch nur vier Töpfe, eine Pfanne und ein Muffinblech erfordert *hahaha – hab ich schon erwähnt, dass mein innerer Schwabe sich gegen eine Spülmaschine wehrt? Dafür darf sie abwaschen.* Von den paar Brettchen, den Messern und Löffeln, den Rührstäben vom Mixer, dem Besteck und Service, den Gläsern etc. wollen wir mal nicht reden. Und Schüsseln .. Aber das war es absolut wert.

Es war allerdings nur ein kurzes Treffen. An einem anderen Abend gern wieder länger, aber zwei meiner Freunde sanieren gerade ihr neues Haus. Also, neu für sie … Und da wird am Samstag rangeklotzt. Dementsprechend fertig waren sie heut Abend.

Der dritte im Bunde hat heute gekarnevalt … Ja, es findet in Hannover Straßenkarneval statt. Eigentlich ein Paradoxon. Für Kölner auch eher lachhaft … Stellt Euch also grau gekleidete Herren (Sakko und Stoffhose, Mittelscheitel und Hornbrille) vor, die auf Kommando ein unenthusiastisches HELAU sich abringen … das ist Hannoverscher Straßenkarneval. Nein, ich weiß, das ist nicht so, aber verglichen mit Köln kommt es einem so vor.

Ich erinnere mich da an einen trüben Samstag, später Morgen, in der Nähe vom Rathaus (als die vhs dort noch lag). Ich kam von einem Schreibkurs in der Mittagspause und da standen zwei Wagen (ja, in Zahlen 2) und warteten darauf, dass es los ging … und von einem kam ganz unenthusiastisch ein Karnevalsgruß. Weit und breit waren außer mir und dem einsamen Narren auf seinem Wagen keine Leute unterwegs …

DAS ist die Realität hinter dem Hannoverschen Straßenkarneval. Also, war es, vor gut 20 Jahren. Es mag sich was geändert haben seither.

Närrische Grüße.

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3 Antworten zu “Japanische Schwimmerin, Europäische Winterküche und ein wenig Narretei.

  1. Ich komme auch mit Freunden zum Essen zusammen. Letztes Mal waren es griechische Spezialitäten. Zu Ehren des St. Patrick’s Day werden wir nächstes Mal Corned Beef und Kohl mit gekochten Kartoffeln haben. Je älter wir werden, desto mehr genießen wir diese Köpfe, um sich zu treffen und gutes Essen zu genießen! Ihre mit Entenbrust klangen sehr lecker! (Ich bin damit einverstanden, mehr Gemüse als Lauch hätte es noch besser gemacht!)

  2. Mau Mami kauft so was bei R*w* die haben ganz viele Kräuter frisch sagt sie. Schnuuur dein Felix

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