West Side Story

Heute konnte ich mich endlich wieder in der Öffentlichkeit aufhalten – und habe mit Freunden, die mich eingeladen hatten (Geburtstagsgeschenk), West Side Story gesehen.

Die eigentliche Maria konnte nicht singen (Stimme war von einem Virus ruiniert) – aber sie hatten eine Künstlerin aus Berlin geholt, die sang (fürs Publikum am Rande sichtbar), während die eigentlich vorgesehene Sopranistin spielte.  Derzeit haben sowohl die Staatsoper unter den Linden wie auch die Komische Oper in Berlin West Side Story im Spielplan, daher bin ich mir nicht ganz sicher, welche Sängerin aushalf. Aber es war jedenfalls sehr, sehr gut gelungen!

Sie sang den tragischen Helden von Bersteins Romeo und Julia Geschichte in Grund und Boden. Nicht, weil sie nicht auch leise Töne konnte, sondern weil der Sänger einfach nicht mithalten konnte – zumindest hatte ich diesen Eindruck am Anfang. Später wurde es besser.

Gerade aber das erste Duett ging eindeutig für die Sängerin aus (ob das bei der Originalbesetzung auch so gewesen wäre, weiß ich nicht).

Die Geschichte sollte bekannt sein, sie ist auch bei Wikipedia nachzulesen. Was mir besonders gefallen hat – man hat sich sehr zurück gehalten bei den Gewalt- und  Vergewaltigungsszenen.

Aber  – man hat den Text der Lieder etwas geändert – zumindest den von America!

IN dieser Inszenierung singt eine Puertoricanerin vom Heimweh und dass sie in Puerto Rico in Luxus leben möchte … und im Original singt eine junge Frau davon, dass sie gern in Amerika lebt – während eine Männerstimme einwirft, dass auch in Amerika nicht alles Gold ist, was glänzt.

Die anderen Lieder kenne ich nicht gut genug, aber bei diesem fiel es mir auf, auch weil ich in der Schule die Originaltextversion kennen lernte.

Nichtsdestotrotz hat sich das Stück vier von fünf Kokosnüssen auch in dieser Inszenierung verdient. Die Musiker waren so gut, dass die Musik in der Handlung stimmig war – Musical-Musik ist immer dann am besten, wenn sie natürlich in die Handlung einsinkt … Eine Musik, die herausragt, ist ein „Störfaktor“.

Die Tanzszenen haben mir besser gefallen als der Gesang des Hannoverschen Helden … Es ist bei einem Musical ja nun mal so, dass man schauspielern können muss, dass man singen und tanzen können muss. Dass nicht alles drei in bester Qualität vorliegt, ist kein Verbrechen.

Ich bin jedenfalls glücklich aus dem Theater heraus gegangen.

 

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