Daggis Buch-Challenge 2018 – Buch 10

Warum Buch 10? Weil ich zweimal sieben hatte …

The Snowchild von Eowyn Ivey

Ausgangssituation: Ein älteres Ehepaar aus ungleichen Verhältnissen, sie aus einer „besseren“ Familie, er aus Arbeiterhaushalt, zieht nach einer Familientragödie (Totgeburt) nach Alaska (auf den Wunsch der Frau hin). Jack und Mabel gewöhnen sich langsam an den rauhen Alltag und erfahren Unterstützung von freundlichen, aber nicht sehr nah wohnenden Nachbarn. Mabels unerfüllt gebliebener Kinderwunsch bestimmt ihr ganzes Denken – dann, eines Nachts, bauen sie ein Mädchen aus Schnee, dem sie Schal und Mütze geben – und am nächsten Morgen sehen sie ein Kind durch die Gegend laufen. Es dauert eine Weile, bis das Menschen gegenüber schüchterne Mädchen Vertrauen gewinnt. Sie ist vielleicht vier, fünf Jahre alt und auf sich allein gestellt! Ihr Vater, ein Trinker, ist in den Bergen gestorben. Die Kleine lebt allein in einem rauhen Verschlag und kommt damit klar – sie isst Beeren, tötet Tiere und lebt mit einem alten Fuchs zusammen, der ihr zeigt, wie sie Beute macht. Mabel und Jack sind natürlich entsetzt – aber lassen den kleinen Wildling in Ruhe, laden sie immer wieder ein, geben ihr auch Kleidung, die Mabel für sie angefertigt hat und sie nennen das Kind Faina.

Mabel wird dann an eine russische Geschichte erinnert, ein Märchen – das Schneekind.

Keine der Versionen dieses Märchens geht gut aus – und damit setzt in diesem Buch eine Stimmung von Niedergeschlagenheit ein, die mir den Spaß am Buch ziemlich nahm. Als dann noch der Jüngste der Nachbarn, der gern auf die Jagd geht, den alten Fuchs des Mädels erschießt und dem Mädchen kurz darauf in den Bergen begegnet (wir sind nun schon über 12 Jahre weiter), wird die Stimmung sehr bedrohlich.

Es löst sich dann auf – und das Ende ist klassisches amerikanisches Melodram …

In den Kritiken wird immer wieder die Landschaftsbeschreibung gelobt. Ich tu das auch – weil sie nicht heraussticht. Sie ist natürlicher Teil der Geschichte – nicht wie z.B. bei Tolkien, der sich seitenlang darin ergehen kann.

Alles in allem, wegen der niedergedrückten Stimmung und dem Element von magischem Realismus, worauf ich nicht besonders stehe – vier Kokosnüsse von fünf.

The Snowchild, Eowyn Ivey, 2012, 423 Seiten (mit der russischen Geschichte und den Acknowledgements, die zwischen Buchstory und dem russischen Märchen eingequetscht waren). Verlag headline review

 

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2 Antworten zu “Daggis Buch-Challenge 2018 – Buch 10

  1. Ich mag buecher auch nicht die sich mehr wie ein reisefuehrer lesen ;O)

  2. Nice post

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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