Gestern gab es was zu essen

Also, es gibt natürlich für mich TÄGLICH etwas zu essen, ich lebe ja in einem Land der ersten Welt und noch dazu in relativem Wohlstand (relativ verglichen mit Leuten, die nur Geld für das Allernotwendigste haben und oft nicht mal das).

Aber gestern hab ich mal wieder gekocht.

Etwas vegetarisches (nein, nicht vegan, sorry Veganer, aber ich bin Omnivor, ich mag Eier und Sahne und Butter und nein, ich habe zwar noch eine Ahnung, wie ich Butter und Sahne ersetzen könnte,wenn ich denn wollte, aber spätestens bei den Eiern im Frühlings-Eier-Ragout hört es auf … vielleicht ist das Rezept einfach nicht für Euch), mit Milchprodukten (sorry Laktoseintoleranz-Leider – ich vertrage Laktose) und mit Gluten (im Weizenmehl – sorry Coeliac-Patienten). Also eigentlich ein ganz normales, fleischfreies Gericht für Leute, die nicht besondere Anstrengungen unternehmen (müssen).

Das Rezept ist von Chefkoch.de – daher hier nur ein Link.

Meine Anpassungen:

  • Ich habe die Petersilie weggelassen, weil ich zu faul war, nochmal zum Einkaufen raus zu gehen und Petersilie neu zu kaufen. Ich wollte nämlich schon letztes Wochenende dies Rezept zubereiten, hatte Petersilie im Topf gekauft, die mir dann, dank meines braunen Daumens einging.
  • Ich habe weißen statt Grünen Spargel genommen, weil ich den Grünen nicht bekommen habe letzte Woche. Auch nach einer Woche im Kühlschrank war der weiße Spargel noch gut und nicht verfault oder verschimmelt!
  • Ich hatte einen Senioren-Moment – und habe die Mehlschwitze falsch zubereitet. Anstatt das gesamte Mehl in der aufgelösten Butter goldbraun anzuschwitzen, hab ich nur einen Teil hinein getan … Ich wollte es nach und nach hinzufügen, habe aber gleichzeitig telefoniert und bin wohl doch weniger multitaskingfähig als ich dachte. Aber als ich dann die Brühe hinzugefügt habe, fiel es mir auf und habe wie ’ne Wilde gerührt, und dabei die zweite Hälfte Mehl dazu gegeben. Ging auch. Und dann Milch und Sahne dazu. Man muss halt ordentlich rühren!
  • Ich hab beim Abschmecken gemerkt, dass ich noch Muskat dran geben würde. Beim nächsten Mal …
  • Ich hab den Zitronensaft weggelassen. Weil ich beim Abschreiben des Rezepts – ähja, mein Drucker muss dringend gereinigt werden, damit ich demnächst ausdrucken kann, sozusagen die pre-digitale Variante, oder ich nehme den Laptop doch in die Küche (mach ich nicht so gern, wegen des Drecks, der beim Kochen entsteht) ODER – ich schaffe mir zum Kochen ein Tablet an, oder einen schicken Sklaven, der zwischen Wohnzimmer und Küche hin und her läuft und nachliest, was als Nächstes kommt – also ich hab vergessen aufzuschreiben, wann ich den Saft dazugebe. Da stand nun mein ausgepresster Zitronensaft – und wanderte nicht mit ins Ragout …

Also, nach all diesen Veränderungen (ungeplant) hat es mir trotzdem geschmeckt und ich werde es sicher wieder ausprobieren.

So kam ich wenigstens dazu, mal wieder weißen Spargel zu essen (eigentlich sollte ich das jedes Jahr tun, ich lebe schließlich in einer Gegend, die wegen ihrer sandigen Böden Spargelland ist) – aber es fehlte mir eben auch Farbe.

Gedauert hat die ganze Kocherei nur, weil ich den Spargel schälen musste (das entfällt bei Grünem Spargel natürlich) und nebenbei telefoniert hab … Sonst war der Aufwand eigentlich gering. Gemüse putzen, Kartoffeln und Möhren in Scheiben schneiden, Spargel in Stücke und Kohlrabi in Stifte, Wasser für Brühe aufkochen, Brühpulver und Gemüse rein, wer noch n zweiten Pott abwaschen will, kann gern dann schon die Mehlschwitze anfangen, ich wartete, bis das Gemüse durch war, hab dann das Gemüse in einen tiefen Teller untergebracht, die Brühe umgefüllt (weil sie ja zum Ablöschen der Mehlschwitze gebraucht wird) – und dann im selben Topf die Soße gemacht. Weder schwer noch langwierig. Die Eier kochte der Eierkocher. Deswegen heißt der ja so …

Mein Eierkocher ist übrigens dieser. Zwei Nachteile an dem Gerät sind, dass der kleine Griff für das Tablett, auf dem die Eier sitzen, nicht stabil ist und dass der Zirp-Ton, mit dem das Ende der Kochzeit angezeigt wird, gewöhungsbedürftig und eher leise ist. Ich hab Angst, dass ich, sollte ich tatsächlich drei oder vier Eier auf einmal zubereiten, das Ding abbreche. Da ich meist zwei Eier koche, ist es für mich aber kein Grund, das Ding schlecht zu reden. Und was den Ton angeht, muss ich schon in der Küche bleiben, da ich im Wohnzimmer diesen Ton nicht hören würde. Ansonsten nimmt das Ding wenig Platz ein und sieht lustig aus. Und kocht die Eier, wie der Name schon sagt.

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18 Antworten zu “Gestern gab es was zu essen

  1. Mmmmm! Asparagus with a bechamel sauce poured over the spears on toast! I only have the green asparagus here, so miss out on that lovely white you have over there as a matter of course. Yes to the nutmeg! It’s a wonderful spice that works well on meats or vegetables if you try it, and is especially nice in the bechamel sauce on the asparagus. Yes, and don’t forget to chop the boiled (or cooked in a cute little egg cooker!) eggs to put over the asparagus, too. This is my favorite springtime meal. I personally think a decent Riesling goes well with it, having learned to love wine in your country, where I was stationed close to the Deutsche Weinstrasse. Now I want to make this lovely dish for lunch, but I have other things I need to fix first lest the ingredients go bad. I’ve also melted cheese in the bechamel sauce for this recipe, and it is delicious that way, too.

    • The heathens here only ever pour ready made Hollandaise over the delicious asparagus – or just molten butter. I do like me some Hollandaise, but there is so much more you can do with asparagus than just drown it in Hollandaise.

      I like your toast version with cheese-sauce (I do use that cheese sauce for baking some cauliflower, spinach and tomatoes).

      This recipe in its original is usually done with Green Asparagus, so you would be nearer the original than I was if you did it over there.

  2. Ich bin nicht Vegetarier und auch nicht Veganer, nur ein Problem mit Milch, aber ich lebe noch. Ich habe ein Bick auf die Kochanleitungen (langes zusammengesetes Deutsches Wort) geworfen, aber was mir am meisten Spaß gemacht war die abenteuerliche Beschreibung von deine Kochkunst, es war so gut 🙂

  3. Niemand soll sich von Rezepten eingeengt fühlen. Einfach kochen wie es kommt geht meistens auch.

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