Monatsarchiv: September 2017

NEUES JAHR – Rezept

Wir haben gestern gekocht.

Das Rezept ist nicht meins, Copyright liegt bei Chefkoch, daher hier der Link.

Wir haben in folgenden Punkten das Rezept geändert:

Ich kaufte Chinakohl statt Weißkohl, dessen Blätter sind leichter weich (also rollbar) zu kochen. Und ich kaufte keinen normalen Frischkäse, sondern Frischkäse in einer gewürzten Form, genannt INDIA … Davon verwendeten wir auch deutlich mehr als die 50 g … (nein, wir haben NICHT eine Null hinzugefügt). Außerdem kaufte ich bereits mit Basilikum und getrockneten Tomaten gewürztes Couscous (aus Versehen, aber es hat wirklich nicht geschadet!).

Dann begann die Küchenschlacht … Einen großen Topf füllten wir mit Wasser, steckten den Kohlkopf hinein und ließen weich kochen. Den Couscous ließen wir mit 350 ml Wasser und 2 EL Öl ziehen (nach Packungsanweisung). Wir hielten uns ansonsten an das angegebene Rezept, kochten dazu Kartoffeln (weil alle drei Mitköche schon Reis an dem Tag hatten) und konnten dann um halb 9 essen. Dazu hatte ich für die Gäste einen korsischen Landwein (rot, trocken) gekauft.

Anschließend kramte ich in meinem TK-Fach die letzten zwei Blaubeer-Eis heraus und ließ sie probieren. Nur so als kleine Süßigkeit … Ich hatte schon voll aufgegeben und auch die andere Frau der Runde war nicht mehr in der Lage, noch Eis zu essen.

Dies war eines der wenigen Male, wo wir uns in der Menge ans Rezept gehalten haben (naja fast, wir haben die Soße verdoppelt und mehr Käse in die Füllung getan) und es blieb anschließend noch eine Kohlroulade übrig. Nicht, weil es nicht geschmeckt hätte …

Ich werde wohl doch Couscous in meinen Vorrat aufnehmen – eignet sich wirklich gut zum vegetarischen Gemüse füllen.

Es sind Rezepte wie dieses, die ICH in der fleischlosen Küche liebe, Rezepte wo Gemüse noch Gemüse sein darf und NICHT Fleisch nachahmen soll. Und es sind Rezepte, in denen fast immer Käse eine Rolle spielt – vegan ist einfach nicht mein Ding.

Next up –

 

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Warum sagen einem die Computerexperten immer, man soll den Computer mal ganz runterfahren?

Gestern, ich kam vom Einkaufen nach Hause, ging online, wir wollten hier kochen, bei Chefkoch hatte ich am Morgen vorher ein Rezept für Kohlrouladen mit vegetarischer Füllung gefunden, Einkaufszettel war ja schon erledigt.  Rezept nochmal schnell nachgeschaut, abgeschrieben (weil ich den Rechner nicht in die Küche schleppe, obwohl es ein Laptop ist) und ein bißchen rumgesurft, dann geputzt und abgewaschen, womit ich fertig war, bevor meine Freunde kamen – und wieder an den Laptop gegangen. Wollte einen zweiten Tab im Browser aufmachen – KEINE INTERNETVERBINDUNG.

HALLOOOO? Der Rechner war nicht mal ausgeschaltet! Es hatte allerdings in der Zwischenzeit gewittert.

Mein eigenes WLAN war nur noch relativ schwach. Und der Rechner sah die Box, aber er konnte sich nicht verbinden. Ich also Rechner herunter gefahren, Rechner wieder angeschaltet, dasselbe Ergebnis. Box besucht. Die Diode für WLAN leuchtete. Hmm …

Box augeschaltet und wieder eingeschaltet. Naja, dann klingelte es schon.

Gut, dass ich das Rezept old school aufgeschrieben hatte. Wir kochten, aßen, besprachen mein WLAN-Problem – Empfehlung der Computer-Experten: Ich sollte mir per LAN-Kabel Rechner und Box verbinden und mal schauen …

Und dann war ich wieder allein mit meinem Problem. Ich zog den Stecker vom Laptop-Netzteil (jedes Mal, wenn ich meinen Stecker gezogen habe, hat sich der Computer neu mit der Box verbunden), steckte ihn wieder rein, aber war dann zu müde, nochmal nachzusehen.

Und jetzt poste ich diesen Artikel – ohne LAN-Kabel 😀

DARUM sagen die Experten immer, mal ausschalten, wieder einschalten und nachschauen, ob das Problem behoben ist … WEIL ES FUNKTIONIERT!

Buch-Challenge 2017 – die nächste Aufgabe

Mal eben als kleine Bettlektüre habe ich mir Wiener Sagen von Franz Sales Sklenitzka gegönnt (nachdem es gerade schwere Literatur gab).

Eine hübsche kleine Kollektion Wiener Geschichtchen – manche würd ich vielleicht eher als Anekdoten, andere als Märchen bezeichnen, aber Sagen passt schon.

Was mich an dieser Kollektion besonders erfreut hat, waren die kurzen historischen Anmerkungen nach jedem Text. Kontext finde ich immer erfreulich. Das lässt diese kleine Kollektion auch aus der üblichen Sammlungn von Sagen/Märchen/Legenden heraus ragen.

Die Sprache war übrigens nicht von Österreichischen Spezialausdrücken geprägt, was ich als Nicht-Österreicher als angenehm empfand.

Titel: Wiener Sagen

Autor (da mit Erläuterungen, kann man wohl von einem Autoren sprechen): Franz Sales Sklenitzka

Erscheinungsjahr: 1992 (2. Auflage, die erste stammt aus 1991),

Verlag: Jugend und Volk (klingt martialisch, aber die Sammlung kam mir jetzt nicht Volk-glorifizierend vor)

Aufgabe, die ich bei Daggis Buch-Challenge erfüllt habe: 28 – Autor mit deinen Initialien – dass ich nicht wirklich Hunne heiße, weiß ja inzwischen jeder. Meine Initialien lauten SFS, aber auf die Reihenfolge kam es nicht an.

Und ja, es war eines der Bücher, die ich extra für die Challenge angeschafft habe.

Unterhaltungswert: 5 Kokosnüsse von 5.

Buch-Challenge 2017

Und hier wieder mal ein hinter mich gebrachtes Buch zu Daggis Buch-Challenge.

Heute Salman Rushdie, Shame. (Ja, schon wieder „gute Literatur“)

Plotzusammenfassung:

Junger Arzt aus fragwürdigem Mutterhaus (Elternhaus kann man angesichts des nicht wirklich identifizierten Vaters nicht sagen) lernt einen jungen Offizier und einen späteren Politiker kennen, die in der Zukunft eines jungen Landes bei Indien (Nicht-Pakistan) wichtige Rollen spielen und deren Leben miteinander verknüpft ist.

Weitere wichtige Rollen spielen Frauen – Ehefrauen, Mütter und Töchter. Nach einer dieser Töchter (später auch eine Ehefrau) ist das Buch benannt. Sie ist geistig behindert und wie sich heraus stellt, auch besessen – was zu blutigen Exzessen führt.

 

Dieses Buch gehört in die Kategorie “ Magischer Realismus“.

Das Land, in dem das alles spielt ist ein Abbild von Pakistan, die religiöse Identität des Landes, die durch die Abspaltung von Indien verstärkt wird, spielt eine wichtige Rolle, genauso wie die „üblichen“ Startschwierigkeiten eines Entwicklungslandes (Nepotismus, Korruption, Militärputsche etc.).

Der Ton des Buches ist zu Anfang überdreht komisch, der Humor verliert sich aber ziemlich schnell und aus der Komödie wird eine Tragödie griechischen Ausmaßes. Seltsamerweise konnte ich ab dem Zeitpunkt das Buch leichter lesen.

Salman Rushdies Stil (ich habe es im Englischen Original gelesen) ist die Lektüre auf jeden Fall wert – mir gefiel es wesentlich besser als Coelho (mit dem ich das Buch, trotz der heftigen Proteste der Reading Group des Guardian in dieselbe Kategorie des Magischen Realismus einordnen möchte). Der einzige Wehrmutstropfen: Manchmal schrieb sich der Autor in das Buch. Dann wechselte er in die Ich-Form und riss einen aus dem (fiktiven) Pakistan in die reale Welt. Es erläuterte für mich von der indisch-pakistanischen Geschichte unbeleckte Leserin sicher das eine oder andere, aber es zerriss eben den Text. Und dann die ständigen Vorschauen auf Ereignisse, die z.T. Jahre später folgen sollten … Ein Spannungsbogen blieb zwar, aber es nahm halt Sachen vorweg, die ich noch gar nicht wissen wollte.

Daher würde ich „Scham“ nur 4 von 5 Kokosnüssen geben. Mit dem Prädikat lesenswert.

Titel: Shame

Autor: Salman Rushdie (der danach dann die berüchtigten Satanischen Verse schrieb)

Erscheinungsjahr: 1983 (Scham als solches, nicht diese Ausgabe, die war von 1995)

Seitenzahl: 286

Verlag: Vintage UK Random House

Kategorie der Challenge, die ich damit erfüllt habe:

60 – Buch, das jemand für dich bestimmt hat. Ich nehme diesen Monat an der Reading Group des Guardian teil und Leser des Guardian haben diverse Bücher zum Thema Trennung Pakistan/Indien vorgeschlagen – der Guardian-Literatur-Reporter hat dann durch Los Shame bestimmt. Wofür ich dankbar war, weil das Buch nur knapp 300 Seiten hatte – auf Englisch bei 800 oder 1000 Seiten zu lesen würde ich in einem Monat nicht schaffen -und man will ja auch vorher fertig sein, um noch an den Diskussionen teilzunehmen.

PS: Es hat mir übrigens nicht bei meinem Stapel ungelesener Bücher geholfen, da ich es mir erst kaufen musste … Aber jetzt habe ich immerhin auch mal was von Rushdie gelesen.

 

Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (36) – Verbindungen

Hier kann ich ja nur mal lobend unseren Öffentlichen Personennahverkehr in Hannover erwähnen (GVH – Großraumverkehr Hannover).

Ich habe schon mal „angedeutet“, dass ich eigentlich ein Landei bin, dass ich in sehr ländlicher Umgebung meine ganze Jugend verbrachte und dass ich damit nicht wirklich glücklich war. Warum nicht? Weil ich immer darauf angewiesen war, dass ich von Ort zu Ort gefahren wurde. Der Bus zur Schule ging morgens um kurz vor 7. Ja, KURZ VOR 7 – da stehen Schüler in der Stadt gerade auf. Ich war in der Schule ca. 7:10 Uhr. Der Unterricht begann um 8, wie das in Deutschland immer noch mehrheitlich üblich ist – wir kannten noch keine nullten Stunden – aber wir kannten dafür Samstagsunterricht.

Zurück fuhr mein Bus um 14 Uhr. Die Schule endete nach der 6. Stunde um 13:10 Uhr. Dann saß ich 50 Minuten (zuerst mit anderen Schülern, ab 13:30 nur noch mit meiner Schwester) herum, machte Hausaufgaben oder las – bis es Zeit wurde, zur Bushaltestelle zu gehen.

DAS war mein Erleben von Öffentlichem Personennahverkehr. Dann besuchte ich mit meiner 10. Klasse München. Und erlebte mein erstes Highlight. U-Bahnen, die alle paar Minuten fuhren!

Jetzt wohne ich hier in Hannover. Wir haben hier ein Transportunternehmen, das für eine moderate Summe Geldes (momentan unter 60 Euro im Monat – Jobticket) mich in ganz Hannover herum fährt.

Sonntag Morgens muss ich maximal eine halbe Stunde auf den nächsten Bus warten – das ändert sich ab etwa mittags. Dann fahren sie alle Viertelstunde. AM SONNTAG. Da fuhr bei uns NADA! NICHT EIN BUS kam durchs Dorf – und so etwas wie ein Rufbussystem gab es auch nicht.

Die Hannoversche Üstra aus dem Stadtgebiet ist auch nicht allein hier im Verkehrsverbund GVH, auch die Regio-Bus gehört dazu. Und die fahren die kleinen Dörfer um Hannover auch am Wochenende an. Abends und am Wochenende als Rufbus. Man ruft eine bestimmte Telefonnummer an, sagt wo man einsteigen möchte und erfährt, wann man an der Haltestelle stehen sollte. Die Anrufe sind zu tätigen, bevor der Bus die Anfangshaltestelle verlässt, dieser Zeitpunkt steht fest. Das ist dann eine zwei Stunden-Lücke – aber immer noch besser als KEIN BUS.

So bin ich damals, als ich noch verbandelt war, zu meinem Freund aufs Land gefahren – und zurück nach Hannover. Ohne Auto!  Am Wochenende. Aufs Land. Und mein damaliger Freund, der am Ende ziemlich sehbehindert war und wirklich nicht mehr fahren konnte, ist so auch nach Hannover gekommen – oder nach Hause gefahren. Ohne Auto.

Hier in Hannover und der Region Hannover ist man also gut verbunden, wenn man irgendwohin will. Ich wohnte eine Zeit lang in einem Stadtteil am Rand von Hannover, von 1997 bis 1999, und dort hatte ich eine Bahnlinie, die ca. 5 Minuten zu Fuß entfernt war. Die fuhr im ähnlichen Takt wie der Bus jetzt vor meiner Haustür.

Unter der Woche, zwischen 6 und 20 Uhr, fährt mein Bus jetzt übrigens alle 10 Minuten, außerhalb der Zeit alle Viertelstunde. Bis ca. 23 Uhr … Und nachts – nachts gibt es eine Nachtbuslinie, die alle Stunde fährt. (Das ist nicht für alle Buslinien in Hannover der Fall, aber meine Linie wird zumindest bis zu meiner Haltestelle als Nachtbuslinie bedient, einmal in der Stunde.)

Und weil ich so stolz darauf bin, dass Hannover diese Verbindungen bereit stellt (sonst wäre hier die Luft noch schlechter …) hier noch der Plan:
GVH_Liniennetzplan_Bus

Noch ein paar Daten zur Üstra – öffentlichen Personennahverkehr gibt es in Hannover schon ziemlich lange. Seit 1872, um genau zu sein. Damals wurden die Pferdestärken noch mit Hafer erzielt 😉 Das war immerhin nur 7 Jahre nachdem in Berlin eine Pferdebahn eingerichtet worden war. Dafür, dass wir noch wesentlich kleiner und auch provinzieller damals waren, gar nicht so lang, der Zeitraum.

Elektrifiziert wurden einige Strecken bereits sehr früh, aber in der Innenstadt wollte man die Oberleitungen erst nicht haben. Doch noch vor der Jahrhundertwende war die Umstellung geschafft und auch in der Innenstadt wurde elektrisch gefahren.

Der GVH umfasst auch die Nahverkehrszüge der DB – S-Bahnen. Einen S-Bahnhof habe ich hier in ca. 7 Minuten Fußlaufweite. Damit komme ich zum Flughafen (eine weitere Verbindung Hannovers). Und zum Hauptbahnhof (eine sehr stark genutzte Verbindung Hannovers).

Ich bin hier echt gut verbunden. Danke GVH.

Und auch dies war wieder ein Beitrag aus Sunnys Blogparade Punkt-Punkt-Punkt.

 

 

 

Stöckchenklau, Gerade jetzt

Beim Fellmonsterchen lag so ein „herrenloses“ Stöckchen herum, das hab ich mal aufgehoben:

Gerade jetzt… sitze ich hier am Rechner , das muss ja sein, schließlich blogge ich.
denke ich… dass ich jetzt bald genug gewartet habe und die Butter für mein Rosinenbrot (zum Draufstreichen, nicht zum Backen, das Brot hab ich gekauft) nun weich genug sein müsste
mag ich… dass Sonntag ist – und ich ausschlafen konnte.
mag ich nicht… dass Hausarbeit heute noch sein muss.
fühle ich mich… faul.
trage ich… ein schwarzes Nachthemd mit bunten Herzen.
brauche ich… Meine Toilette.
höre ich… den Lüfter meines Rechners – ja, ich hab nicht mal Radio an!
mache ich… einen Belastungstest meiner Blase
lese ich… Im Kreise des Mael Duin, immer noch.
trinke ich… nichts, denn ich habe vorhin 200 ml Cappucino und 450 ml Ostfriesentee mit Milch getrunken, das muss erstmal raus …
vermisse ich… meinen Kater
schaue ich… auf Youtube die BBC-Serie The Celts, mir fehlt noch Folge 6
träume ich… von einem aufgeräumten Arbeitszimmer, um eine neue Katze begrüßen zu können.

Hände

 

Dies war ein Beitrag aus der Reihe „Punkt, Punkt, Punkt“ von Sunny. Also, die Reihe ist von Sunny.

Meine eigenen Worte (ja, ich wollte selber ein Gedicht schreiben, es sollte ebenso wie dieser Song, den ich erst danach fand, die Dichotomie von Händen betonen, aber dieser Song ist schöner! Daher also ein Video … )

Dass dieser Song ein Toleranz-Song ist, merkt man natürlich (jeder Vers wird von einer anderen Stimme gesungen, ein Chor singt den Refrain – klassische Charity-Form spätestens seit We are the world);

[Hier ging es um Florida und die Rechte von Schwulen und Lesben und Bisexuellen und Transgender-Leuten. Ich fand ihn, weil ich bei youtube nach „hands“ gesucht habe.]

Dann gibt es da noch eine Anzeige auf youtube, wenn man nur nach Händen sucht:

und noch ein Video in dieser Art:

Und noch einmal – dieses Mal viele, viele Beteiligte, die eine ganze Stadt zum Leben bringen:

Und jetzt wollt Ihr Eure eigenen Geschichten mit den Händen erzählen?

Aber jeder spricht mit seinen Händen, nur normalerweise nicht ganz so eloquent, seht hier Dana, von Wanted Adventure, die sich als Amerikanerin durch München und die Ehe mit einem Deutschen „quält“ – es scheint nicht wirklich qualvoll … Aber es gibt da gewisse Unterschiede, die den Alltag, sagen wir, „interessant“ gestalten … Hier seht Ihr ein handliches Beispiel:

So, nun genug Videos.

Winke, Winke