Monatsarchiv: August 2017

Mal was anderes – wie man nicht einen Herd liefert

Dieses Mal nicht mein Lieblingslieferant mit den drei großen Buchstaben, sondern der mit den Flügelsandalen. Der Götterbote. Leider bin ich nicht göttlich, auch kein Orakel, ich kann daher nicht voraussehen, wenn ich um 6:28 meine Bestellungsseite beim Versandhandel aufrufe und mir mitgeteilt wird, dass dort in Kürze ein Liefertermin für meinen neuen Herd genannt wird, dass dieser unspezifizierte Liefertermin zwischen 7 und 11 AM SELBEN TAG liegt.

Ich bin also hoffnungsfroh gestern gegen 7 Uhr in den Dienst gegangen. Und als ich halb acht abends nach Hause kam, war auch keine Mitteilung im Briefkasten, dass gestern versucht worden sei, zuzustellen. Ich war also ahnungslos, bis ich gestern, so gegen halb zehn am Abend nochmal schaute, ob mir mein Herd denn HEUTE geliefert würde. Ich bekam zu meinem Erschrecken mitgeteilt, dass die Lieferung am 16.8. – ja gestern – zwischen 7 und 11 erfolgen sollte. Mit geografischer Verfolgungsmöglichkeit der Lieferung. Fein … Das hätte ich am Tag vorher wissen müssen.

Nun rief ich heute Morgen beim Versandhandel an: Wir können Ihnen da nicht helfen, ab 8 Uhr erreichen Sie jemanden beim Lieferservice – hier ist die Nummer. Langsam steigt mein Blutdruck und die nahende Menopause macht sich bemerkbar.

Ist es denn so schwer einzusehen, dass ein Herd nur geliefert werden kann, wenn jemand zu Hause ist, jemand, der einen Herd bezahlen kann und somit auch arbeiten gehen muss (irgendwoher muss die Kohle ja kommen)? Ist es denn wirklich so schwer, wenn ein Herd am Vorabend in den Wagen geladen wird, den Barcode einzuscannen, daraufhin automatisch eine E-Mail auszulösen beim Empfänger, wir liefern morgen gegen …

Hermes und ich, wir waren bisher gute Freunde … Das ist das erste Anzählen …

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Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (32) – Holz

Ich nehme Euch heute auf eine musikalische Reise, denn Holz ist ja bekanntermaßen auch in der Musik nicht wegzudenken:

Daher nun:

Albatross – von FleetWOODMac

Seid dankbar, dass ich nicht die 1-Stunden-Schleife als Video hier angebracht habe.

Dagegen sind die 257ers moderner, immerhin ist da Holz das Thema, wie sie gleich am Anfang bemerken:

Und dann wollen wir alle ganz schnell zurück in mein Geburtsjahr, die Band heißt Traffic, der Song heißt Feelin‘ Allright – und das Holz ist einer der Musiker, Chris Wood.

Und nach all der Populärmusik, gehen wir noch weiter zurück und gönnen uns einen Ausflug ins Klassische, in diesem Beitrag geht es um Holzblasinstrumente:

 

Und nun noch die Streichinstrumente, denn Holz wird nicht nur geblasen (zur Erinnerung, wir befinden uns im Bereich der Musik … )

Zum Schluss noch ein Song, von einer Künstlerin, die ihr Debüt ablieferte Mitte der 80er (dies ist ein Lied von ihrem zweiten Album):

Und wenn Euch der Beitrag zu hölzern vorkam, beschwert Euch bei Sunny, die mit ihrer Punkt-Punkt-Punkt-Parade Schuld daran ist.

 

Und was das alles mit Hannover zu tun hat? Na, wir haben doch diese Musikhochschule, aber eben nicht nur die – und das macht Hannover zu einer UNESCO-City of Music! Seit 2014

„Als Stadt der musikalischen Vielfalt und der gelebten Kooperation auf kurzen Wegen hat sich Hannover 2014 beworben, als City of Music ins UNESCO Creative Cities Network aufgenommen zu werden – mit Erfolg!“ Aber nicht erst seitdem ist Hannover musikalisch in aller Munde – 1710 wurde Händel hier Kapellmeister. Ja, der Händel mit der Feuerwerksmusik und der Wassermusik – die er für den britischen König komponierte, der .. aha … auch aus Hannover kam!

Daher heute aus Hannover ein tönender, hölzerner Beitrag.

 

 

Neues Jahr – Eiszeit

Das erste Mal in meinem schon fast ein halbes Jahrhundert dauernden Leben mache ich heute Eis selber.

In der Programmzeitung, die immer der Tageszeitung beiliegt, war letzte Woche ein Rezept für „Beerige Eiswürfel“.

Blaubeeren und Joghurt, püriert, mit Zucker und Vanillinzucker sowie abgeriebener Zitronenschale vermischt, ein halbes Paket angeschlagene Sahne darunter gerührt und dann in Förmchen verteilt. Meine Förmchen sind ein Muffinblech. Platz im Gefrierabteil habe ich ja nun! Also habe ich mich heute aufgerafft und es ausprobiert. Derzeit bin ich noch in der Anfrierphase, dann kommt ins Eis ein Plastiklöffel/oder ein Holzspieß – als Griff – und es ist nochmal zwei bis drei Stunden im Gefrierfach zu belassen.

Was beim Vermischen herauskam schmeckte jedenfalls köstlich.

Wieder ein Neues Projekt im Neuen Jahr erfolgreich hinter mich gebracht – etwas, das ich noch nie gemacht habe – Eis.

Der Neue Kühlschrank war ja, wie der Waschtrockner (zumindest der Waschanteil davon) eine Notwendigkeit, der Neue Herd ist da nur logische Ergänzung – wenn schon, dann geht mir doch eh immer alles im selben Jahr kaputt – dann kann ich das gleich so einrichten … Das zählt nicht wirklich als Neues Jahr – aber die Umstellung der Küche, die zählt als DIY-Projekt …

Mein Arbeitszimmer „bleibt in Arbeit“ … Ich bin nicht so der Typ für mehrere Wochen Leidenszeit. Immer hübsch eines nach dem anderen, dann ist Platz zwischendrin für Angenehmes – wie Blaubeer-Joghurt-Eis 😀

Und hier ein Foto von der Kühlaktion:

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Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (31) – Feder(n)

Sunnys wöchentliche Blogparade hat heute eines der von mir vorgeschlagenen Themen zu bewältigen.

Ich musste daher nicht lange überlegen, was ich zeige:

Cotswolds, 2006, Römische Villa, Cirencester – uh ähm – ich meine, natürlich Chedworth, (Danke für den Kommentar, Sabiene, mein Namensgedächtnis ist grottenschelcht,) das Nymphäum. Äh, was das mit Federn zu tun hat?

Ein Nymphäum ist ja einem Wassergeist gewidmet, die Römer sind auch nicht gerade für die Verwendung von Federn bekannt, haben bekanntermaßen mehr mit Meißel gearbeitet … Aber seht selbst, mein Nymphäum hat zwei SEHR SCHÖNE FEDERN:

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Eine vom selben Vogel fand ich dann noch auf dem Villengelände und brachte sie nach Hause, aber ich habe sie für eine Nahaufnahme dann nicht mehr gefunden 😦 Wie das so geht …

Manchmal sieht man auch hier in der Stadt einzelne Federn herum liegen. Entweder hat dann ein Raubtier (und außer den verwilderten oder freilaufenden Katzen, die immer gleich alle verdächtigen, seien hier auch mal die Marder, Iltisse und Füchse erwähnt, die sich inzwischen in deutschen Städten sehr wohl fühlen, sowie diverse Greifvögel) zugeschlagen – oder der Vogel war gerade in der Mauser.

Manchmal liegt eine wirklich RABENschwarze Feder herum, auch wenn sie von einer Krähe stammt …

Aber die meisten Federn, die ich hier so auf dem Gehweg sehe (und wegen der Gefahr von Parasiten nicht mit nach Hause nehme als Katzenspielzeug, meine Katze ist nämlich eine saubere Wohnungskatze, kein freilaufender Vogelkiller, das überlässt sie den Füchsen aus dem nahen Stadtwald und den Mardern, die mal was anderes als die Autoschläuche anknabbern wollen) sind von Ringeltauben. Davon gibt es hier in Hannover einige. Echte Ringeltauben, nicht verwilderte Brieftauben.

Wusstet Ihr übrigens, das süße, puschelige Eichhörnchen auch Vogelnester ausnehmen? Das nur mal so am Rande. Ich ärgere mich nämlich immer, wenn bei einem getöteten Vogel immer nur die Katze als Schuldige angesehen wird …

Meine Katze und ich betrachten unsere gefiederten kleinen Freunde lieber morgens in dem Baum vorm Haus. Vom Fenster aus. Da federt mancher kleiner Zweig unter dem Federgewicht einer Jungmeise.

Auch moderne Schreibgeräte haben übrigens noch eine Feder – nicht nur Federhalter, wie bei Daggi gezeigt.

Allerdings kommen diese Federn jetzt nicht mehr mit der Tinte in Berührung.

Zeigen kann ich so eine Feder natürlich nur von einem Mehrweg-Kugelschreiber, bei dem die Mine austauschbar ist – die Unsitte, gerade Werbe-Kugelschreiber nicht mit einer Möglichkeit des Minentauschs auszustatten, wie das so oft passiert, sorgt für unnötig viel Müll! Und – vergrößert die Kosten für den Werbenden … schließlich ist so die Zeit der Werbung auf die Lebensdauer einer Mine befristet …

Wenn es nach MIR geht, werden sowieso alle Kugelschreiber verboten, bei denen man die Mine nicht wechseln kann. Wegen Umweltgefährdung. Aber ich bin da ein einsamer Rufer in der Wüste.

Doch zurück zum Thema. Feder also als Teil eines Gefieders, als Schreibgerät und zur Federung in der Mechanik.

MINDESTENS eine haben wir da doch noch vergessen …

Aber das ist ein Thema, das in einer anderen Woche behandelt wird, nämlich nächste Woche *lach*

Und wieso heißt der Federweißer eigentlich Feder-Weißer?

Die Erklärungen auf Yahoo waren allenfalls halb richtig. Feder-WEISSER heißt er, weil er aus mal Weißwein werden will, nicht weil das, was schwebt, weiß ist … Aber die Erklärung mit den Hefe-Teilchen, die „wie Federn herumschweben“ – kann sein, kann auch nicht sein. Eine wissenschaftliche Herleitung des Namens habe ich jetzt auf die Schnelle nicht gefunden 😦

Für alle, die gern hier etwas lernen – sorry, dieses Mal kann ich nicht helfen. Aber ein nice-to-know: Es gibt auch Federroten. Daher weiß ich, dass die Farbe der Schwebteilchen nicht wirklich namensgebend gewesen sein kann.