Neuer Herd – und ich koche

Ich habe heute meinen neuen Herd geliefert bekommen. Das sollte eigentlich ein Grund zur Freude sein. Ist es aber nicht. Die Bestellung des Anschlussservices für einen Standherd war offensichtlich zu kompliziert für mich – oder Otto hat sie einfach verschlampt.

Ich habe jetzt zwei E-Herde in meiner Küche stehen. Einen alten, angeschlossenen (meine Haftpflichtversicherung schmeißt mich raus, wenn ich den selber von der Stromversorgung trenne, auch wenn ich natürlich die Sicherung rauswerfen kann) und einen neuen, nicht angeschlossenen. Meine Küche ist voll und nicht mehr nutzbar. Ich bekomme den Elektriker jetzt am Mittwoch Vormittag geliefert, dann wird auch der alte Herd entfernt. Aber bis dahin ist alles neben meiner Spüle eine Baustelle – der kleine Schrank ist teilentleert und abgerückt, weil ich ja den Zugang für den E-Herd frei räumen musste. Der alte Herd ist abgerückt, weil ich ihn von beiden Seiten abwischen musste … (ahem) … und der neue Herd steht da nun rum, in aller Schönheit … Und ich, ich koche. Ganz ohne Herd.

Eigentlich sollte der Anschlussservice für einen E-Herd standardmäßig mit drin sein – und abwählbar, damit Elektriker die Möglichkeit haben, es selbst zu machen. Alle anderen sollten da nicht mit allein gelassen werden. Auch nicht, wenn sie es wollen! Aus Sicherheitsgründen!

Die allermeisten Kunden in Mietwohnungen werden NICHT über einen entsprechenden Nachweis verfügen, mit dem sie versicherungstechnisch einwandfrei einen Herd anschließen dürfen, der immerhin über 360 Volt-Zuleitungen verfügt! Ich bin die Tochter eines Elektrikers (ja, daher die lange Leitung) und mein Vater hat auch mal Heizungen verlegt, daher stehe ich manchmal auf dem Schlauch – aber ich würde weder an Gas noch an Elektrik rangehen – ich bin doch nicht lebensmüde! Und dann die Dazubestellung des (für die überwiegende Mehrheit) notwendigen Services mit mehreren Schritten unnötig zu verkomplizieren, das ist nicht kundenfreundlich!

Die Versicherungen, die sich wundern, wieso Herde Wohnungsbrände verursachen – ich glaube, ich habe gerade die Lösung gefunden.

Otto stellt sich auf den Standpunkt, dass man das doch dem Kunden überlassen wolle. Otto macht es unnötig kompliziert, dieses eigentlich lebensrettende Sicherheitselement , das von Anfang an dabei sein sollte, dazuzubuchen. Otto hat mich mit diesem Herd ECHT VERÄRGERT! Naja, ich werde wohl keinen neuen mehr kaufen – der alte ist ja auch schon bei 25 … Und ich hoffe, wenn jetzt endlich der Herd Mittwoch angeschlossen und der alte weggeräumt ist, das ich mindestens 10 Jahre von Haushaltsgeräten Ruhe habe (dann könnten der Kühlschrank und der Waschtrockner wieder soweit sein). Ich weiß noch nicht, ob ich dann wieder bei Otto bestelle. Immerhin habe ich es bis dahin vermutlich verdrängt.

Kann nicht mal etwas einfach so funktionieren?

 

 

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13 Antworten zu “Neuer Herd – und ich koche

  1. Noch ein neue Victim von die Elektroneuanschluss Mafia. Sie sind überall in Europa. Nicht verzwiefeln es gibt viele einsame Elektroanschluss überall wartend auf ein freundliche Fachman für ein Erlösung. Gemeinsam wir können es vielleicht überwinden, aber man hat noch nicht gefunden wie. Unsere Tag wird kommen, in der Zwischenzeit man kann ein restaurant besuchen oder ein Pizza bestellen.

  2. das frag ich mich auch… kann nicht einfach mal was funktionieren … offenbar nicht… ;o( btw: unser backofen spinnt (unterhitze tot) und einen tag spaeter steigt das kochfeld aus… jetzt koennen wir mit Phenny rohes futter essen ;o(

  3. Den Vorschlag, dass der Anschluss-Service automatisch dazu gehören sollte und nur in Ausnahmefällen abgewählt werden wird, fantastisch, denn das wird in der Mehrzahl der Fälle dem Wunsch der Kunden entsprechen. Super Idee! 💡

    • Danke, aber der Kundenservice wollte davon natürlich nichts hören. SIE könnte da ja nichts dran ändern – dann soll sie es weitergeben an Leute, die es ändern können … seufz …

  4. Das klingt aber nicht so schön und damit sollte kein kunde auch nicht belastet werden! kuechenfans.de

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