5 Jahre

Kaum zu glauben, aber dieses / diesen Blog gibt es schon seit FÜNF Jahren!

Ich möchte mich hiermit klassischerweise bei Euch, die Ihr so eifrig lest, bedanken. Immerhin ist dieser Blog (ich bin mehr ein Verfechter von Der Blog) keinem strukturierten Thema gewidmet, es gibt hier alles quer durch den (Herrenhäuser) Garten, Hannover ist meist nur der Ort, an dem die Schreibende wohnt und ob man mein Essen als abenteuerlich ansieht (also, das Urteil der Gesundheitsstudie dazu steht noch aus) ist Geschmackssache.

Ich selber habe auch einige Dinge gelernt beim Schreiben dieses Blogs:

Ich hasse es, etwas tun zu MÜSSEN – und ich bin dann nicht so kreativ wie ich gerne wäre.

Ich kann inzwischen längerdauernde Sachen unterbrechen, ohne dass ich mir wie ein Verlierer vorkomme – ich kann sie so dann wieder aufnehmen.

Ich kann nicht verlässlich jeden Tag eine Glosse schreiben. (Hiermit verabschiede ich mich von meinen Plänen, meine Pension derartig aufzustocken.)

Ich kann damit leben, wenn nicht alle meiner Meinung sind, auch wenn sie natürlich falsch liegen 😛 Ich kann auch damit leben, dass ich manchmal falsch liege (s. dazu Geschichte der obszönen Finger-Geste aus GB). Ja, das musste ich erst lernen.

Ich kann auch mal „s Maul halten“ – wenn ich mich auf Blogs anderer bewege.  Es fällt mir schwer.

Fotos werden in der heutigen Zeit der Bildbearbeitung einfach überschätzt. Doch, doch … Sie sind heute mehr Kunstwerke als Nachweise.

Und Bloggen macht Spaß – sowohl das Schreiben, wenn ich nicht MUSS – als auch das Lesen.

Und wem hier das Lesen nicht Spaß macht – nun, man kann hier kommentieren – und man kann auch einfach nicht lesen. Das ist etwas, das ich auch gelernt habe. Ich MUSS NICHT jeden Blogeintrag selbst von „befreundeten“ Bloggern lesen. Live and let live.

Es gibt aber bei aller Toleranz immer noch Sachen, die ich zum Kotzen finden:

Wenn sich Leute über meine Sprache auf meinem Blog aufregen. Keiner wird gezwungen hier mitzulesen. Ich verwende Flüche sparsam, aber ein „Scheiß-“ oder „Scheiße“ lasse ich mir nicht verbieten. Ich benutze dieses Wort nicht als Zeichensetzung. Genauso wie „verdammt“. Ich finde auch nicht, dass Kinder, die bereits lesen können und diesen Blog gefunden haben und ihn dann auch noch wider Erwarten attraktiv finden, davon in ihrer seelischen Gesundheit erschüttert werden. Mit 5 oder 6 haben sie schon weitaus härtere Vokabeln gehört und ich finde sowieso, da man sie nicht den Rest ihres Lebens davon abschotten kann, sollten sie beizeiten lernen, wie man ein Schimpfwort richtig verwendet.

Wenn sich Leute heraus nehmen, mir zu sagen, was ich zu fühlen habe.

Wenn sich Leute anmaßen, mich als Person in- und auswendig zu kennen, und sich dann das Recht heraus nehmen, mir zu sagen, was ich tun müsste,  nur weil sie ausgewählte Schnipsel meiner Existenz im Internet lesen können. Meine echten Freunde sind nach fast 30 Jahren noch manchmal von mir überrascht.

Meine Gedanken, Worte und Werke entscheide immer noch selber. Dafür muss schließlich auch ich allein gerade stehen.

Was ich besorgten Eltern allerdings zusichern kann – ich veröffentliche hier nichts Pornographisches (dann schließt WordPress den Blog), und nichts Volksverhetzendes (das liegt mir nicht) und an meiner Xenophobie arbeite ich noch. (Ich behaupte mal, jeder von uns ist zumindest irritiert, wenn er Unbekanntem begegnet). Aber da dürft Ihr mich gern mal in den Kommentaren darauf hinweisen, dass ich da gewisse Grenzen überschreite.

Auf weitere fünf Jahre, wenn es Euch gefällt – ansonsten gehe ich jetzt meine wild gewordene Katze bespaßen …

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5 Antworten zu “5 Jahre

  1. Ich gratuliere dir zu 5 Jahren mit deinem Blog
    Ich lese immer wieder gern bei dir mit auch wenn ich mich nicht oft zu Wort melde .

    • Oh, ich muss eine ganze Menge stiller Leser haben, selbst wenn ich die Ichfolgedirdannfolgstdumir-Abonennten abziehe … Leute, die meine Posts jedesmal liken, wenn ich etwas poste, oder die ausgewählte Posts liken – eindeutig Leser. Auch, wenn sie keine Kommentare hinterlassen.

      Insgesamt ist die Stammleserschaft, also die, die tatsächlich lesen und nicht nur dem Blog mal gefolgt sind, aber es danach ignorieren vielleicht bei so ca. 50. Außer Punkt-Punkt-Punkt – das wird von den (auch ehemaligen) Teilnehmern gelesen, die sonst nicht bei meinem Blog mitlesen.
      Durch Punkt-Punkt-Punkt und auch durch die Teilnahme an Daggis Buch-Challenge habe ich jedenfalls den einen oder die andere Lesende(n) hinzugewonnen …

      Und dabei fing es mal an mit dem Tipp einer Freundin, die mir sagte, ich sollte meinen Urlaub doch dazu nutzen, ein Blog zu beginnen. Ich tat das auch. so wurde inhannover mal geboren. Die Freundin liest immer noch mit.

  2. A aus H an der L

    Blog = web + log. Das Web, das Netz, das Logbuch -> das Blog.
    Aber auch ich muss immer wieder überlegen. Die Macht des Blocks ist einfach zu groß. 😉
    Und sonst: dein Haus, deine Regeln. Alles ok und weiter so!

If I promise to read it, can I convince you to comment? Wenn ich verspreche, dass ich es lese, kann ich dich überzeugen, zu kommentieren?

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