Monatsarchiv: Juni 2017

Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (23) – Stapel

Heute das Thema bei Sunnys Bloghop Punkt, Punkt, Punkt – Stapel oder Haufen.

Nun, jeder kennt sie, die dreidimensionalen Listen von Dingen. Meine Fotos dazu sähen nicht anders aus als die aller anderen, Stapel von ungelesenen oder sogar gelesenen Büchern, Stapel von ungewaschenen Tellern und Haufen ungewaschener Wäsche, Stapel Papierkram, den man schon lange wegsortieren wollte (bei mir inzwischen in flache Pappkartons gehäuft, da die sich besser stapeln lassen), Stapel ungeschriebener Postkarten – ok, die kennt vielleicht nicht jeder, aber Postcrosser wissen, wovon ich hier rede – Postkarten für jeden Geschmack, die ich in alle Welt verschicken will, ohne mir die dazugehörigen Adressen zu ziehen … Ich stapele inzwischen auch ungepuzzelte Puzzle, ungespielte Brettspiele, ungemalte Leinwände, ungesehen Filme und Serien (eine). Diese Stapel sind vor allem „fleischgewordene“ To-Do-Listen.

Aber dann gibt es doch noch die anderen Stapel. Der Lebensmittelvorrat mit seinem kleinen Stapel an Milchtüten, den Kichererbsen- und Tomatendosen, den gestapelten Nudeltüten. DAS sind Vorratsstapel, eine Anlage für schlechte Zeiten. DAS sind vernünftige Stapel, die umgeschichtet und gepflegt werden (in den meisten Fällen). Dazu gehören KEINE Süßigkeiten-Stapel – die sind nicht lange genug in meiner Wohnung, um als Stapel durchzugehen. Meine Oma hielt nichts von Stapeln, aber ihre Stapel Eingemachtes im Keller, DAS waren Stapel, die sie erfreuten.

Und die geordneten Stapel im Kleiderschrank. MEINE sind nicht so schön geordnet – ich bügele nämlich nicht. Ich hasse Bügeln. Kaum habe ich meine Kleidung angezogen, sieht sie nicht mehr so aus, als hätte sie je ein Bügeleisen gesehen – nein, danke. Vielleicht sitzt IHR ja alle so ordentlich und aufrecht, dass keine gebügelte Bluse je geknautscht wird, ich kann das nicht. Also kaufe ich meistens Blusen, die gewollte Fältchen haben. Kein Bügeln notwendig! Und Jeans vertragen das Nichtgebügelt-Werden auch gut. Bügeln ist mir ein Gräuel.

Und dann gibt es da noch Staub. Also, ich bin Hausstaub-Allergikerin. Ich hasse Staubwischen und Saugen. Manchmal tue ich letzteres, Staubwischen suche ich zu vermeiden. Der dabei aufgewirbelte Staub sorgt nur dafür, dass ich die nächsten zwei Tage am Husten und Schniefen bin – und am dritten Tag sieht man meist nicht mehr, dass ich die Staub-HAUFEN mal weggewischt habe. Da lebe ich frei nach Marias Motto:

„Sand da, Maria, schon morgens hast du Sand an den Händen, überall ist Sand an den Wänden und fönst du dich macht mich der Sandsturm blind …“

Mike Krüger, Sand da Maria

 

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Buch-Challenge Strata

Einen meiner zwei ungelesenen Terry Pratchett habe ich vom Stapel ungelesener Bücher gegriffen – als Buch von einem Autoren, von dem ich schon mindestens drei Bücher gelesen habe – also lass mich mal scharf nachdenken, waren es schon drei?

Eher so bei vier-zig … also Bedingung Nummer 29 erfüllt.

Strata selber ist ein SF-Pratchett. Eine über 210 Jahre alte Frau, die Planeten baut, wird von einem eigenartigen Mann angeheuert, wofür, sagt er nicht, aber ihre zwei nicht-menschlichen Reisegefährten und sie landen schließlich nach dem Tod ihres Auftraggebers auf einer Scheibenwelt. Eine Welt, die der Ur-Erde ähnlich sieht, außer, dass es keine Kugel ist. Ein bißchen wie die Truman-Story, leben auch hier die Weltbewohner in einem künstlichen Universum.

Nur, dieses Universum, diese Scheibenwelt, durch Technik entstanden und am Laufen gehalten, ist am Ende angelangt …

Wikinger, europäisches Mittelalter und arabische Märchenwelt werden auf der Reise über die Scheibenwelt überwunden – und dann wird unseren drei Raumfahrern klar, dass die Scheibenwelt nicht die einzige Illusion ist.

Maulwürfe

In Hannover wird wieder gebaut. Und natürlich auch anderswo, aber ich muss schon sagen, selten wurde derart intensiv gebaut wie dieses Jahr in dieser meiner Gegend.

Erst wurde ja bereits am Kanalnetz rumgepfuscht – selbst wenn sie es „ordentlich“ machen hält es ganz offensichtlich nicht länger als 5 bis 6 Jahre. Und das Flüchtlingswohnheim neben der Feuerwache (soll das potentielle Brandstifter abschrecken? Befürchtete Schäden begrenzen?) wird schon seit letztem Jahr hochgezogen. Dann wurde in der Querstraße, hinter der nächsten Kreuzung erstmal dicht gemacht, dort wird die Straße aufgebuddelt. Und jetzt sehe ich einen Kran, dort, wo meine Bushaltestelle sich befindet. Ok, vermutlich bringt er nur eine Lieferung. Er scheint zu einem LKW zu gehören.

Aber davon mal abgesehen, jetzt haben sie auch noch die Seitenstraße neben unserem Haus und den Nachbarn halbseitig mit einem Halteverbot versehen …

Vielleicht habe ich dann 2018 mal ein wenig Ruhe, wenn alles dieses Jahr gebaut wird???

 

Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (22) – Türen

Heute habe ich mal ein Foto für Euch, eine GROSSE Tür aus Hannover, ein Eingang in die Altstadt inhannover.

Stadtportal

Die einsame Gestalt im Portal hat eine Vorgeschichte: Dies war ein geführter Abendspaziergang, und die Gesellschaft, die diesen durchführte, hatte ein paar Schauspieler an markanten Punkten aufgestellt – hier einen Wachmann, der erst bestochen werden wollte 😉 Leider dauerte es eine Weile, bis wir darauf kamen, schließlich waren wir alles ordentliche Beamte, wir sind das einfach nicht gewohnt, selber bestechen zu müssen, wir lassen bestechen … *NATÜRLICH NICHT! DAS WAR EIN SCHERZ – WIR SIND UNBESTECHLICH*

Rechter Hand, das große Gebäude war ein Teil der Stadtbefestigungsanlage. Heute ist es das Historische Museum.

„Außerdem nutzt das Museum die hohe Bruchsteinmauer des von 1643 bis 1649 erbauten, herzoglichen Zeughauses. Bei der zum Hohen Ufer liegenden Mauer handelt es sich um einen Abschnitt der Stadtmauer.“ Und da wir hier vom Ufer aus auf das Tor gucken, sehen wir hier den Stadtmaueranteil.

Das Museum eröffnet in der bald kommenden Langen Nacht der Museen seine Türen und stellt danach seine Dauerausstellung um.

Und dann haben wir in der Altstadt noch eine bekannte Tür, nur dass diese viel jünger ist, sie wird 2019 60.

Sie ist in der ältesten Kirche der Stadt zu finden, unserer Marktkirche:

„Das Bronzeportal des Westeingangs (des heutigen Haupteingangs) schuf 1959 Gerhard Marcks. Es zeigt unter dem Motto discordia et concordia (Zwietracht und Eintracht) unter dem zweistämmigen Lebensbaum menschliche Grundsituationen, wobei der Bildhauer auch nicht die unmittelbare Vergangenheit Deutschlands aussparte, wie man an den Szenen mit Galgen und Panzer, einem Naziredner, Leichenbergen und brennenden Häusern sieht. Über allem erscheint im oberen Feld der auferstehende Christus. Das Portal ist eine Stiftung der Stadt Hannover zum 600-jährigen Bestehen der Marktkirche.“

Wikipedia

Und nun – hereinspaziert!

 

Buch-Challenge Cursed and Cherished

Ich habe eigentlich vorgehabt, als Buch für die Challenge mit dem gelben oder orangen Cover etwas „gute Literatur“ zu lesen, und habe Cortazar angefangen, Die Gewinner. Aber dann bin ich umgeschwenkt auf ein weiteres Regency-Romance-Buch. Cursed and Cherished – Verflucht und Geschätzt, ein Roman aus einer Reihe von Bree Wolf (oder auch Sabrina Wolf).

Ich bin ein Georgette-Heyer Fan und habe daher schon zig Romane gelesen, in denen ER und SIE zueinander finden in der Zeit von 1809 bis 1820.

Auch dieses war keine Ausnahme. Sogar den Beginn, man heiratet erst und findet dann zueinander, gab es schon bei Heyer.

Sie, jüngere Tochter eines reichen Händlers und dessen Ehefrau, er ein Herzog (das war das erste, was mich störte, dass die Autorin es nicht drunter tat). Er heiratet sie wegen der Mitgift, was sie weiß, aufgrund eines Vorschlags seines Verwalters. Er fragt sie nicht mal, sondern ausschließlich ihren Vater. Was sie zutiefst verärgert.

Nach der Eheschließung verweigert sie ihm denn auch die ehelichen Rechte. Er findet nach ein wenig Hin und Her eine Lösung, natürlich, sonst wäre es keine Romanze sondern ein Drama. Und als die beiden dann endlich einander bereit sind, ihre Liebe zu gestehen (und kurz davor stehen, den notwendigen Erben anzustreben), kompliziert sich die Sache dadurch, dass sie herausfindet, warum er Schulden hatte.

Nein, es wäre zu einfach, hier in ihm einen Spieler oder einen Vater zahlreicher Bastarde zu vermuten.

Ich las es gern an einem Tag, an dem ich nicht so recht wach wurde (die letzte Woche hat mich irgendwie angestrengt) und den ich daher weitestgehend liegend verbrachte.

284 Seiten, zwei, drei Stunden … auch auf Englisch nicht wirklich eine Herausforderung.

Den Detailreichtum einer Georgette Heyer darf man nicht erwarten, und die inflationären Herzöge der Zeit sind unhistorisch. Aber mal davon abgesehen waren mir beide Charaktere sympathisch, er mehr als sie (aber das kenne ich von Mrs. Heyer) – sie stellte sich manchmal schon selten dämlich an.

Daher solide 4 Sterne, ich hätte 5 gegeben, wenn es kein Herzog gewesen wäre, der angeblich auch noch mit dem nächsten König befreundet war und von seinem Verwalter sich die Braut aussuchen lässt.