Monatsarchiv: Juni 2017

Punkt, Punkt, Punkt 2017 – (22) – Türen

Heute habe ich mal ein Foto für Euch, eine GROSSE Tür aus Hannover, ein Eingang in die Altstadt inhannover.

Stadtportal

Die einsame Gestalt im Portal hat eine Vorgeschichte: Dies war ein geführter Abendspaziergang, und die Gesellschaft, die diesen durchführte, hatte ein paar Schauspieler an markanten Punkten aufgestellt – hier einen Wachmann, der erst bestochen werden wollte 😉 Leider dauerte es eine Weile, bis wir darauf kamen, schließlich waren wir alles ordentliche Beamte, wir sind das einfach nicht gewohnt, selber bestechen zu müssen, wir lassen bestechen … *NATÜRLICH NICHT! DAS WAR EIN SCHERZ – WIR SIND UNBESTECHLICH*

Rechter Hand, das große Gebäude war ein Teil der Stadtbefestigungsanlage. Heute ist es das Historische Museum.

„Außerdem nutzt das Museum die hohe Bruchsteinmauer des von 1643 bis 1649 erbauten, herzoglichen Zeughauses. Bei der zum Hohen Ufer liegenden Mauer handelt es sich um einen Abschnitt der Stadtmauer.“ Und da wir hier vom Ufer aus auf das Tor gucken, sehen wir hier den Stadtmaueranteil.

Das Museum eröffnet in der bald kommenden Langen Nacht der Museen seine Türen und stellt danach seine Dauerausstellung um.

Und dann haben wir in der Altstadt noch eine bekannte Tür, nur dass diese viel jünger ist, sie wird 2019 60.

Sie ist in der ältesten Kirche der Stadt zu finden, unserer Marktkirche:

„Das Bronzeportal des Westeingangs (des heutigen Haupteingangs) schuf 1959 Gerhard Marcks. Es zeigt unter dem Motto discordia et concordia (Zwietracht und Eintracht) unter dem zweistämmigen Lebensbaum menschliche Grundsituationen, wobei der Bildhauer auch nicht die unmittelbare Vergangenheit Deutschlands aussparte, wie man an den Szenen mit Galgen und Panzer, einem Naziredner, Leichenbergen und brennenden Häusern sieht. Über allem erscheint im oberen Feld der auferstehende Christus. Das Portal ist eine Stiftung der Stadt Hannover zum 600-jährigen Bestehen der Marktkirche.“

Wikipedia

Und nun – hereinspaziert!

 

Buch-Challenge Cursed and Cherished

Ich habe eigentlich vorgehabt, als Buch für die Challenge mit dem gelben oder orangen Cover etwas „gute Literatur“ zu lesen, und habe Cortazar angefangen, Die Gewinner. Aber dann bin ich umgeschwenkt auf ein weiteres Regency-Romance-Buch. Cursed and Cherished – Verflucht und Geschätzt, ein Roman aus einer Reihe von Bree Wolf (oder auch Sabrina Wolf).

Ich bin ein Georgette-Heyer Fan und habe daher schon zig Romane gelesen, in denen ER und SIE zueinander finden in der Zeit von 1809 bis 1820.

Auch dieses war keine Ausnahme. Sogar den Beginn, man heiratet erst und findet dann zueinander, gab es schon bei Heyer.

Sie, jüngere Tochter eines reichen Händlers und dessen Ehefrau, er ein Herzog (das war das erste, was mich störte, dass die Autorin es nicht drunter tat). Er heiratet sie wegen der Mitgift, was sie weiß, aufgrund eines Vorschlags seines Verwalters. Er fragt sie nicht mal, sondern ausschließlich ihren Vater. Was sie zutiefst verärgert.

Nach der Eheschließung verweigert sie ihm denn auch die ehelichen Rechte. Er findet nach ein wenig Hin und Her eine Lösung, natürlich, sonst wäre es keine Romanze sondern ein Drama. Und als die beiden dann endlich einander bereit sind, ihre Liebe zu gestehen (und kurz davor stehen, den notwendigen Erben anzustreben), kompliziert sich die Sache dadurch, dass sie herausfindet, warum er Schulden hatte.

Nein, es wäre zu einfach, hier in ihm einen Spieler oder einen Vater zahlreicher Bastarde zu vermuten.

Ich las es gern an einem Tag, an dem ich nicht so recht wach wurde (die letzte Woche hat mich irgendwie angestrengt) und den ich daher weitestgehend liegend verbrachte.

284 Seiten, zwei, drei Stunden … auch auf Englisch nicht wirklich eine Herausforderung.

Den Detailreichtum einer Georgette Heyer darf man nicht erwarten, und die inflationären Herzöge der Zeit sind unhistorisch. Aber mal davon abgesehen waren mir beide Charaktere sympathisch, er mehr als sie (aber das kenne ich von Mrs. Heyer) – sie stellte sich manchmal schon selten dämlich an.

Daher solide 4 Sterne, ich hätte 5 gegeben, wenn es kein Herzog gewesen wäre, der angeblich auch noch mit dem nächsten König befreundet war und von seinem Verwalter sich die Braut aussuchen lässt.